Zitat:
Zitat von LidlRacer
Wenigstens etwas in dieser Richtung:
Liste von tödlich verunglückten Radrennfahrern
Ist vielleicht nicht vollständig und nicht alle Todesfälle haben etwas mit Kopfverletzungen zu tun.
Ein Rückgang ab Einführung der Helmpflicht im Mai 2003 ist keineswegs erkennbar....
|
Bei jährlich maximal 1 - 2 Todesfällen ist ein Rückgang auf Grund der Helmpflicht sicher nicht zu quantifizieren, da der Helm ja lange nicht alles abfangen kann. Wenn man aber die letzten Jahrzehnte anschaut, fast die Hälfte aller Todesfälle geht auf "vom Auto oder Laster angefahren" zurück, mindestens so viele oder gar mehr, als bei "eigenständigem" Sturz. Das bestätigt mich, daß das größte Risiko nicht im schnellen Fahren liegt; wenn ich schnell fahre, und dabei Mist baue, habe ich oft noch einen gewissen Einfluß auf den Sturz, und schütze mich irgendwie. Nein, die größte Gefahr ist, daß man unerwartet von einem motorisierten Zeitgenossen erfaßt wird; das sind die Stürze, bei denen ich oft gar keine Zeit zur Reaktion habe, und damit ein höheres Verletzungsrisiko habe.
Neben meinem entsprechenden persönlichen, "für die Argumentation irrelevanten" Erlebnis ist das der Grund, warum ich Helm trage - auch und gerade, wenn ich auch langsam unterwegs bin, auch und besonders Innerorts: ich schütze mich gegen Fehler anderer. Das Gleiche gilt übrigens beim Skifahren: auf vollen Pisten ist der Helm wichtiger und häufiger nötig, als allein im Gelände (trotz Schumachers Einzelfall).
Helmpflicht finde ich trotzdem nicht sinnvoll und zielführend, aber Helm tragen finde ich höchst vernünftig und keineswegs nachteilig oder störend.