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11.06.08
Deutsche Triathlon Stiftung: Kein Anschluss unter dieser Nummer?
Aufgepasst und nachgefragt: Die Deutsche Triathlon Stiftung
Aufgepasst und nachgefragt: Die Deutsche Triathlon Stiftung
Die aktuelle Verfassung der Deutschen Triathlon Stiftung (DTS) macht auch die Telekom ratlos: "Kein Anschluss unter dieser Nummer" quäkt es aus dem Hörer, als ich die Rufnummer wähle, unter der die DTS laut Website erreichbar sein soll. Einen Mausklick weiter entdecke ich den Namen von Frau Sylvia Schenk. Die ehemalige Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer ist bei der DTS für die Bereiche Sport, Öffentlichkeit und Recht zuständig. Dank Google finde ich ihre Telefonnummer und rufe einfach mal an.
Von Arne Dyck

Die Leitung der Telekom verdrahtet in den folgenden Minuten zwei erstaunte Menschen miteinander. Ich bin positiv überrascht, weil Frau Schenk sich kurz Zeit nimmt für mein Anliegen. Ich bitte sie um einen Kommentar zum Interview mit Felix Walchshöfer und erläutere ihr die Umstände. Dass ich sie als zuständig für Öffentlichkeitsarbeit der DTS bezeichne, weist sie verdutzt von sich. Die DTS habe seit anderthalb Jahren de facto geruht, daher seien die Zuständigkeiten aktuell nicht ganz klar, sagt sie mir freundlich.

Nun ist die Überraschung wieder bei mir: Anderthalb Jahre? Vor dieser Zeit ist die DTS gegründet worden. War die Gründungssitzung bisher alles, frage ich mich, doch will ich Frau Schenk hier nicht beim Wort nehmen, immerhin antwortete sie spontan aus dem Gedächtnis (was sie nicht müsste).

Ihr erinnert Euch: Die Deutsche Triathlon Stiftung wurde Mitte 2006 von Kurt Denk initiiert und von ihm und dem damaligen DTU-Präsidenten Klaus Müller-Ott gegründet. Der Gründung vorangegangen waren wiederholte Vorwürfe Denks in Richtung der DTU, sie würde das eigentliche Zugpferd des deutschen Triathlons, die Langstrecke, nicht genug fördern. Da dabei teilweise ein für die DTU schwer verdaulicher Ton angeschlagen wurde, war diese Form der Zusammenarbeit zwischen Verband und Unternehmer durchaus erstaunlich, doch ein Schritt in die richtige Richtung. Etwas zögernd, aber schließlich doch, machte auch die Challenge Roth mit und beteiligte sich am Aufbau des Stiftungskapitals, mit dem aufstrebende aber bedürftige Langstreckler gefördert werden sollten.

Wer jetzt stutzt: Neben den von der DTS geförderten Langstrecklern gibt es noch den Langstreckenkader der DTU. Beide haben nichts miteinander zu tun und berühren sich nur in dem Umstand, dass sämtliche bisher von der DTS geförderten Athleten beim Ironman Germany starteten, und dass die DTU allen Ernstes nur solche Langstreckler in den A-Kader beruft, die bei den Ironmanveranstaltungen in Frankfurt oder Hawaii Top-Ergebnisse vorzuweisen haben. Das besagen die Ende 2006 in der Amtszeit von Klaus Müller-Ott veröffentlichten Nominierungskriterien. Selbst einen Sieg bei der offiziellen Deutschen Meisterschaft der DTU über die Langstrecke (Austragungsort: Roth) akzeptiert die DTU nicht als Nominierungskriterium für den eigenen A-Kader. Auf Deutsch: Bei der Deutschen Meisterschaft der DTU kann man sich nur für den B-Kader "U27" qualifizieren. Verkehrte Welt?

Walchshöfer: "Bis heute liegen uns keine Zahlen vor" 

Felix Walchshöfer, der Organisator der Challenge Roth, findet denn auch klare Worte für die Deutsche Triathlon Stiftung:

"Nach der Gründung der Stiftung durch Kurt Denk und Klaus Müller-Ott, dem damaligen DTU-Präsidenten, wurden wir gefragt, ob wir uns daran beteiligen könnten. Wir haben damals Klaus Müller-Ott die Bitte nicht abgeschlagen, hatten jedoch einige Zweifel. Leider kam es so, wie es kommen musste, diese ganze Langdistanzförderung war anscheinend ein verschleiertes Projekt zur Topathletengewinnung des IM Frankfurt. Alle geförderten Athleten 2007 starteten in Frankfurt. Ein Athlet, der bereits für das Rennen in Roth für das Jahr 2007 zugesagt hatte, informierte mich im Vorfeld der Veranstaltung, dass er in die Langdistanzförderung der DTS nur aufgenommen wird, wenn er in Frankfurt startet", sagte Walchshöfer in einem Interview gegenüber diesem Magazin.

"Bis heute liegen uns keine Zahlen vor, wir wissen nicht im Geringsten, was mit unserem Geld passiert ist", so der Renndirektor weiter. "Soweit mir bekannt ist, sind für dieses Jahr noch nicht einmal Athleten benannt. Natürlich werden wir unter diesen Umständen keine weiteren Gelder mehr zur Verfügung stellen, weil wir derartige PR-Aktionen nicht unterstützen. Sollte der Verband irgendwann eine gesicherte unabhängige Förderung ins Leben rufen, sind wir gerne wieder dabei."

Stellungnahme von Sylvia Schenk 

Dem widerspricht Sylvia Schenk in einer schriftlichen Stellungnahme. Die Förderung der Langstreckler sei nicht an einen Start beim Ironman Germany geknüpft gewesen. Zudem seien alle Gelder "ordnungsgemäß im Rahmen der vom Kuratorium beschlossenen Förderung verwendet" worden.

In ihrem Schreiben heißt es weiter, im Jahr 2007 seien keine Sitzungen der DTS einberufen worden, weil Präsident Klaus Müller-Ott wegen seines Engagements bei der Kurzstrecken-WM keine Zeit für die Langstrecken-Stiftung gehabt habe. Außerdem seien keine Förderbeträge für 2008 vorgesehen, da keine Gelder eingeworben werden konnten.

Wie bitte? Die nach eigenem Anspruch auf Nachhaltigkeit angelegte Förderung des deutschen Langstreckentriathlons ist nach nur einem Jahr zum Erliegen gekommen, weil erstens der oberste Förderer, Präsident Müller-Ott keine Zeit hatte, und zwar wegen der Kurz-WM, die im August des Vorjahres vorüber war? Und weil zweitens keiner mehr in den Stiftungstopf einbezahlt hatte?

Kurt Denk korrigiert: Derzeit würden sehr wohl Langstreckler gefördert, "1-2 Athleten" seien es derzeit, die Namen könne mir Dieter Bremer nennen, der "autark und unabhängig" (Denk) die Athleten aussuche und über die Fördergelder walte*. Einbezahlt in den Stiftungstopf habe im laufenden Jahr nur Denks Firma Xdream (teils indirekt über akquirierte Sponsorengelder); selbst der Gründungspartner DTU habe bisher nicht, wie satzungsmäßig vereinbart, bezahlt.

Fazit

Die Reaktionen der DTS auf die Vorwürfe von Felix Walchshöfer offenbaren ein zwiespältiges Bild des einstigen Vorzeigeprojektes zur Förderung der Langstrecke: Ein Kurt Denk, dem die Namen der aktuell von seiner Stiftung geförderten 1-2 Langstreckler nicht geläufig sein sollen; eine in anderen Belangen stets bestens informierte Sylvia Schenk, die sich über ihre Aufgaben innerhalb der DTS nicht ganz im Klaren ist; das Fördermitglied TEAMChallenge, vertreten durch Felix Walchshöfer, der nach eigenem Bekunden nicht über die vergangenen wie aktuellen Maßnahmen informiert wird -- und zu Sitzungen nicht eingeladen wurde, von denen Sylvia Schenk sagt, es habe sie nicht gegeben, und Kurt Denk, es habe sie gegeben, Walchshöfer sei aber nicht gekommen.

Die Grundidee der Deutschen Triathlon Stiftung besticht durch das Vorhaben, keine Top-Langstreckler zu fördern, wie das bei den rein leistungsbezogenen Kadern der DTU der Fall ist. Stattdessen will man zwar aussichtsreiche, aber noch vor dem sportlichen und wirtschaftlichen Durchbruch stehende Athletinnen und Athleten fördern. Die Umsetzung erscheint jedoch im Lichte des zweiten Jahres nach der Gründung als verbesserungsfähig. Kurt Denk sollte sich zusammen mit seinen Partnern die Zeit nehmen, dieses Projekt fortzuführen und zu optimieren. Und er sollte seine Bemühungen transparenter machen als bisher.

Uns geht das deshalb etwas an, weil die DTU als demokratisch strukturierte Vertretung unserer Interessen mit im Boot der DTS sitzt. Die DTU sollte sich ihrer Funktion als Gegengewicht gegen unternehmerische Interessen bewusst werden und dafür sorgen, dass rein sportliche Kriterien über die Aufnahme in das Förderprogramm entscheiden. Dazu gehören klare und nachvollziehbare Richtlinien. Den Verdacht der Mauschelei kann sich die DTU, die nach der Abwahl von Klaus Müller-Ott  um das Vertrauen ihrer Mitglieder werben muss, nicht leisten.
Arne Dyck

P.S.: Die Website der DTS mit der ungültigen Rufnummer wird wohl demnächst aktualisiert. Erstellt hat sie "der Bekannte vom Klaus" (Zitat Denk).

* Auf der nächsten Seite: Sylvia Schenks Stellungnahme im Wortlaut sowie die Antwort von Dieter Bremer



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