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Training am frühen Morgen - Seite 309 - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Alt 19.07.2018, 08:19   #2465
Knolle
Ist alles so schön bunt hier!
 
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Registriert seit: 31.07.2016
Ort: Heide
Beiträge: 23
Lächeln Am Puls der Zeit

Zitat:
Zitat von shoki Beitrag anzeigen
Flachy....hast du auch noch Zeit zu arbeiten?
und so lange Texte zu schreiben und sogar zu erhoffen, dass Andere Zeit haben, um so lange Texte zu lesen
__________________

Happy training
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Alt 19.07.2018, 11:07   #2466
Eber
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Registriert seit: 18.09.2012
Ort: Karlsruhe
Beiträge: 2.212
Zitat:
Zitat von Knolle Beitrag anzeigen
und so lange Texte zu schreiben und sogar zu erhoffen, dass Andere Zeit haben, um so lange Texte zu lesen
Flachy trainiert schnell, arbeitet schnell und schreibt schnell und im Race ist er sehr schnell
__________________

hmh ??
Eber ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.07.2018, 20:38   #2467
flachy
Szenekenner
 
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Ort: Lausitz
Beiträge: 1.471
Gesund ist das aber nicht, oder?

Aloha Athleten und aktive Grüße aus der Lausitzer Steppenlandschaft!

Heute wird's aller Voraussicht nach ein wenig derbe, daher ein ehrliches "Sorry" vorab an die Schöngeister und Cappucino-Radtour-Aktiven unter den paar Leserinnen – tut mir leid, muß aber sein und es wird demnächst wieder unterhaltsamer.

Jetzt zur Agenda.
Aktuell haben wir ja Kona@home, was mir als Trainingslagerverweigerer natürlich sehr zupass kommt.
So habe ich mittlerweile jeden zweiten Tag eine Trainingseinheit in die Mittagshitze gelegt und versuche mich ganz leidlich an die Affenhitze zu adaptieren.
Immer nach dem Motto: „Ein heißer Tag daheeme wird mir dann wie ein kühler Tag in der Lavawüste Big Island’s vorkommen!
Heute gab es zum Beispiel ein paar Bergintervalle mit dem Bike...
Nie wieder mach‘ ich die bei 34°C, leichtem Rückenwind und mit Radbrille!
Das Teil - also die Brille - wirkte wie ein Topfdeckel, unter dem es brodelt und dann mit einem Schwall überläuft. So brach sich der Schweiß urplötzlich in rauen Mengen seinen Weg um das Brillengestell und lief ungebremst in beide Augen. Für mehrere Sekunden war ich blind und kam aus dem Tritt – das Intervall konnte ich in die Tonne kloppen. Also nochmal, ab jetzt ohne den „Topfdeckel“ auf der Rübe und mit zusammengekniffenen Lidern wie Jack Sparrow beim Blick durch das Fernrohr auf der Suche nach der Black Pearl.
Ich brauch also gar kein Tränengas wie letztens bei der Tour in Frankreich, massakriere mich gleich selber und die Augen brennen mir jetzt noch wie Hulle.

Zweite Maßnahme – der „SSSOR“ !
(Bitte akustisch einfach wie einen Raketenstart "SSSSSSSSSSSSSSSSOOOOOOOOOOOOOHHHHHHHHHHRRRRRRRRRR !!!" aussprechen, danke!).
Oder wie Uneingeweihte es wohl sagen würden, als „Tribute to Lionel“ den „Sanders-Shoes-Shorts-Only-Run“ in der Hitze – also quasi nacksch - so wie es das weltschnellste Humpelbein seinen Jüngern in jedem Actionvideo vorführt. Ist echt geil und animiert, wohl wegen eigener unästhetischer Körperfülle benachteiligte Passanten – egal ob zu Fuß oder im Automobil – auf jeden Fall mit einem Körperbau „Modell Straßenkegel“ zu fast philosophisch-anmutenden verbalen oder auch gestikulierenden Symphatiebekundungen.
Zumindest vermute ich dies, denn den SSSOR muß ich ja wie der Vorturner und Influencer Lionel himself volles Brett und mit viel Eigenresonanzen runterballern, so dass leider keine Zeit und vor allem Kraft für freundliche Erwiderungen und die ortsüblichen Einfingergesten bleibt…
Wir ziehen das jetzt einfach durch, denn Athleten - Mitleid gibt's umsonst, Neid muß man sich verdienen!

Gern und ausnahmsweise auch mal ein paar Action-Fakten:
Aktuell habe ich 10.300 Radkilometer im laufenden Jahr abgespult.
Denn um mich zu verbessern, muß ich das Training immer etwas verändern. Letztes Jahr war der Schwerpunkt auf dem Laufen, 2015 fokussierte ich mich auf das Schwimmen (2016 war die Luft raus, da ging es nur um die Zelebrierung des aktiven Athleten-Lifestyles...).
Und dieses Jahr möchte ich eben die Ausdauer durch das gelenkschonendere Biken verbessern. Letztes Wochenende gab es den üblichen Block, an beiden Tagen erst früh ab 5 Uhr eine fünfstündige Radrunde - vier Stunden flach, die letzte Stunde demmel ich dann nur noch hoch und runter.
Diese immer auf nüchternen Magen und mit ca. einem Liter Wasser sowie nach 2,5 Stunden zum "Frühstück2Go" ein Gel „Orange“, mehr nicht.
Mein Ziel ist, so effizient wie möglich mit den Energieressourcen umzugehen und das Gefühl zu erfahren, wenn die Energiebereitstellung in der letzten, hügligen Stunde aus den Fettreserven kommt.
Samstag hatte ich danach total Bock auf meinen ersten „Road2Kona“ Progressivlauf – 7 Kilometer auf 4:20, 7 Kilometer Sub 4:00 und der finale, 15. Kilometer alles raus was keine Miete zahlt – 3:45 min/km. Auslaufen. Ab Mitte August möchte ich hier noch eine weitere 7 Kilometerschleife einbauen, so dass ich die Stufen 4:20 – 4:10 – Sub 4:00 – all out Finale über eine länger Distanz strecken muß.
Ziel dieser Einheit ist es, am Ende immer noch einen rauszuhauen, auch wenn die Lunge quietscht und die Schenkel brennen - es muß immer noch eine finale Endbeschleunigung drauf gesetzt werden.
Sonntag gab’s nach dem Bike noch meinen Klassiker für aktive Lebensqualität!
Im Einteiler und mit der Swans-Goggles im Ausschnitt zum Steinbruch rennen, kraulen und zurück rennen. Limitierender Faktor waren heftige Krämpfe in beiden Beinen, so dass ich mich wenig heldenhaft sehr ufernah durch das Wasser wühlte, um im worst case nicht in die „unendlichen“ Tiefen des ehemaligen Granittagebaus abzugluckern.
Und auch hier – prima Lernkurve im Training, mußte ich ja nach dem Workout im Wasser wieder barfuß in die Hoka’s und über die Hügel zurück nach Hause rennen.
Denn der Umgang mit Krämpfen gehört in Kona ja zum Rennen, genau irgendwo in das Zeitfenster zwischen dem epischen Startgekloppe in der Kailua Bay und dem ausgeleierten Pizzalappen im Finisher Garden des Kamehameha Hotelparks.

Und morgen geht’s früh kurz nach vier Uhr wieder in unsere Wohnanlage*², um nachmittags den nächsten Hawaiihammer schwingen zu können.
Ein Swim direkt gefolgt von einem progressiver Run (im SSSOR-Style) – Streckenlänge so lang, wie es eben bei vorhergesagten 34°C „progressiv“ bleibt, bin gespannt…
Mahalo für die Aufmerksamkeit, haut rein und Sport Frei!


*²: Gehört meiner Meinung nach nicht in dieses Sportforum, scheint aber dennoch von Interesse zu sein, was ich eignetlich hauptsächlich treibe, daher kurz:
Stellt Euch Schicksalsschläge vor, die ihr und Eure Familien nie im Leben erleiden möchtet.
Demenz? Amputationen? Parkinson? Schlaganfälle, Krebs usw.
Es lässt sich in guten Zeiten leicht dahersagen „Bevor ich sowas bekomme, möchte ich lieber tot sein!“
Dem ist aber nicht so! Und wir kümmern uns mit unserer Wohnanlage drum, dass bei uns jeder hilfsbedürftige Mensch noch eine geile Zielgeraden vor der Finishline erleben darf. Wenn Ihr Angehörige in der Region rund um Dresden habt, die ohne fremde Hilfe nicht mehr im Leben klar kommen und die ein lebenswertes Umfeld suchen, checkt unsere „Alte Schule“ gern einmal ab!

Geändert von flachy (26.07.2018 um 20:46 Uhr).
flachy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.07.2018, 11:00   #2468
lifty
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Benutzerbild von lifty
 
Registriert seit: 21.11.2007
Beiträge: 737
Respekt Flachy...die sportlichen Leistungen und die Texte sind top, aber das wirklich Wichtige kommt im letzten Absatz deines Beitrags. Ich ziehe unbekannterweise den Hut.
lifty ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.07.2018, 11:15   #2469
Ulmerandy
Szenekenner
 
Benutzerbild von Ulmerandy
 
Registriert seit: 16.02.2008
Ort: Neu-Ulm
Beiträge: 2.781
Zitat:
Zitat von flachy Beitrag anzeigen
.....Apropos Cavu - ein Mordsschuh und mein Geheimtipp, den muß ich echt mal meiner Frau spendieren.
Ein schönes Verwirrspiel des Herstellers, der dieses Modell als "alltagstaugliche" Allzweckwaffe für Gym, Freizeit und gelegentliches Jogging umschreibt.
Preislich liegt er im unteren Bereich der HOKA-Modelle und mit ein bissl Geschick gibt es den aktuellen Cavu für gut 65,- EUR im Versand (z.B. Runningwarehouse, Code "Ironman15" beim Check-Out probieren)
.....
Kannst Du bitte nicht andauernd solche Tipps posten - der Rabattcode ging zwar nicht mehr, aber den Cavu gibt es aktuell für 75€ - und ist "ausversehen" in meinem Warenkorb gelandet.

Viele Grüße und Respekt für Deine Arbeit in der "Alten Schule"

Andy
Ulmerandy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.07.2018, 14:08   #2470
mumuku
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Registriert seit: 18.01.2008
Beiträge: 816
Zitat:
Zitat von flachy Beitrag anzeigen
an dieser Stelle liebe Aktivgrüße an Mumuku, den Berliner Kurbelverbieger, see you again in Kona 2020!!!)
Muss nun nach zwei Wochen Triathlonabstinenz hier alles nachlesen. Und siehe da, liebe Grüße an mich. Danke Flachy!!! War ein hammergeiler Tag mit Dir, allerdings leider nur bis zur Hälfte der Radstrecke, danach habe ich dich ja eher nicht mehr gesehen. Form sollte passen!!!

Glückwunsch zum Havelhammerpodest. Und der Vorplatzierte hat ja ordentliche gute Zeiten im Vorfeld abgeliefert.

Mit bikeworks wäre ja wirklich eine Alternative. Diese Schlepperei und die Kosten...

Darf man fragen, was Du zu welchem Preis reserviert hast?

War übrigens diese Woche auch schon dreimal früh laufen. Man kann sich dran gewöhnen.
mumuku ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2018, 21:21   #2471
flachy
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Benutzerbild von flachy
 
Registriert seit: 02.08.2007
Ort: Lausitz
Beiträge: 1.471
Aloha Athleten,

10 weeks to go und wir sind heute um die Zeit bereits in voller Action auf Big Island unterwegs.
Aus diesem Anlass trage ich heute seit 10:15 Uhr – nach dem Ende der Frühsporteinheit – zur mentalen Vorbereitung natürlich mein knallrotes „RUN BIG“ Laufhemd und fühl mich mental bei aktuell 32°C Abendtemperatur bereits ein wenig mehr Hawaiian styled.
Auch hat mein Steinbruchwasser mittlerweile die 27°C Marke geknackt, der Sechserpack Radler wird in der Kühltruhe auf herrliche After-Workout-Eiskalt-Trinktemperatur zwischengeparkt und ein neues Paar MACH für die anstehenden längeren Läufe habe ich soeben bestellt.
Und da wir Aktiven ja am besten drei-vier Paar Laufschuhe mit den Trainingssessions durchwechseln sollten um Fehlbelastungen&Abnutzungserscheinungen der „Maschine Triathlet“ zu minimieren, sieht meine Abfolge mit „Cavu-Clayton-Mach“ und wieder von vorn ab kommender Woche (und dann hoffentlich vier zählbaren Laufeinheiten) vor, beide „Mach“-Modelle der Fly-Serie in den beiden extrem verschiedenen Farbausführungen (als Laie und Designautist würde ich sagen, es handelt sich bei den beiden Versionen um die Farbe graublau am „Alten“ und blaugrau beim „Neuen“.
Und – nur unter uns „Drafting Sucks Team-Membern“ und sagts nicht weiter -eigentlich erkenne ich die Unterschiede nicht wirklich und lediglich an den verschiedenen Schnürbändern – blau sowie gelb…
Aber genug Blabla aus der Nische der Laufschuhnerdkunde!
Was gab’s an Sportivem die letzten Tage zu berichten?
Letztes Wochenende hatte ich mir noch einmal (zu) voll eingeschenkt, so dass ich diese Woche mit halbwegs ruhigem Gewissen den Projektverpflichtungen nachkommen konnte und wollte.
War der sportliche Part nicht bis 6:30 Uhr erledigt, gab’s an dem jeweiligen Tag eben keine Action mehr.
Bei dem aktuellen Wetter war es jedoch pure Freude, im Dunkeln zum Steinbruch loszurennen, in der lauwarmen Badewanne die ersten 30 Minuten maulwurfsblind und immer im Uhrzeigersinn zu keulen -
Merke:
Eine golden verspiegelte Schwimmbrille sieht beim Wasserstart inmitten von 2.000 Lifestylern echt total megacool aus. Morgens um 5, einsam und allein irgendwo in einem lauwarmen Tümpel Deutschland's ist sie aber im Dunkeln WIRKLICH einfach nur... dunkel!!!
- sowie die letzten 15 Minuten das glutrote Tageserwachen am Wasserhorizont live miterleben zu dürfen!
Dann galt es, aus dem Wasser direkt in die CAVU’s - Zeit läuft ja weiter - und tropfnass im alten Ulmer SSV-Einteiler meiner aktiven „Jugendtage in der LBS-Liga – das Stöffchen ist sicher um die 15 Jahre alt, war damals in den Anfangsjahren wahrscheinlich noch in einer Garage oder auf einem österreichischen Heuboden vom Skinfitgründer handgeschneidert und hält unverändert alle Körperteile blickdicht auf Position - eine kleine Schleife in den Sonnenaufgang zurück nach Hause zu rennen.
Geiler Lifestyle, wenn Du dann kurz nach 6 Uhr noch kurz etwas am Hoftor stretchst und Dir der Schweiß den Rücken hinunter rinnt.
Oder heute Morgen, als ich nach schweisstreibender Radrunde aufgrund mangelnder Flüssigkeitsversorgung kurz nach 10 Uhr meine am Boden schleifende Zunge mit zwei Pullen Radler auf dem Weg vom Bikeschuppen hoch zur Dusche zur Beendigung des ab Kilometer 130 einsetzenden Funktionsstreiks besänftigen konnte.
Ich sollte vor der nächsten Abfahrt um fünfe vielleicht mal paar Taler für einen Tankstopp einstecken?
Andererseits komme ich morgen an keiner einzigen geöffneten Tanke vorbei…
Besser ich bring jetzt vor dem Pennen schnell noch paar Pullen Radler runter in die Kühltruhe?!
Denn der kluge Sommerathlet baut vor – als bewährte Streikbrecher bockiger Körperfunktionen - für meine Rückkehr morgen, haben sie sich ja heute bereits bewährt. Denn dann habe ich Bock auf einen kleinen „No Socks“-Run unmittelbar nach der Biketour mit meinem feuerroten Hawaii „RUN BIG“ Shirt über die einsamen Straßen hier im Wolfsland!

Rock On und Sport Frei!
flachy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2018, 23:06   #2472
Tzwaen
Szenekenner
 
Registriert seit: 11.02.2011
Beiträge: 580
Flachy, mal eine blöde Frage. Wann gehst du denn schon immer schlafen, wenn du schon um 5uhr auf dem Rad sitzt und 150km abspulen kannst.
Echt der Wahnsinn, wie du immer und immer wieder einen Ars....äähm Popo hoch kriegst und Dich motivieren kannst. Beneidenswert.
Tzwaen ist offline   Mit Zitat antworten
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