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Matthias75 16.07.2021 09:17

Zitat:

Zitat von ricofino (Beitrag 1611475)
@Hafu, ich gebe Dir recht, so gut wie in allen Punkten hier in diesem Thread.

Die ein oder andere Sondersendung zu der fürchterlichen Katastrophe habe ich gestern auch gesehen, was ich nicht gesehen oder gehört habe ist ein Statement der Partei "Die Grünen". Habe ich was verpasst oder gehen die Unwetter an dieser Partei vorbei?

Wo war die Kanzlerkandidatin gestern? Ob es nun den Opfern was bringt oder nicht, in so einer Situation geht man Vorort wenn man für alle in diesem Land Politische Verantwortung übernehmen will.

Des weitern müssen " Die Grünen" und deren Wahlkampf mal in die Pusche kommen und ihre Defensivtaktik aufgeben. Der Laschet bietet eine Steilvorlage nach der nächsten und niemand greift das auf und ihn an.

So wird man nicht die stärkste Partei im Land, leider nicht, das Ergebnis wird sein wie die Umfragen das zeigen...

Aus meiner Sicht sind diese sofortigen Besuche irgendwelcher Politiker in Krisengebieten meistens sinnlos. Die wenigstens Politiker können vor Ort tatsächlich etwas tun, außer mit Betroffenen und Helfern zu reden und diesen Unterstützung/Hilfen zu versprechen (ob sie sich dann später daran halten, steht auf einem andere Blatt).

Meistens stören sie aber nur die Arbeit vor Ort. Sie tauchen ja nicht allein auf, sondern mit einem ganzen Anhang aus Beratern, Sicherheitskräften und Presse. Für die Transport und die Betreuung werden Ressourcen gebunden, die anderweitig besser eingesetzt wären. Das ist allenfalls für einen Politiker ok, der vor Ort tatsächlich in der Verantwortung ist.

Wieso soll eine Politikerin, die nicht in der Regierungsverantwortung ist, also weder irgendwelche Hilfen organisieren noch irgendwelche Versprechungen machen kann, vor Ort fahren, um dort die Helfer zu stören (etwas anderes machen Politiker dort nicht)?

Davon abgesehen, dass sie vor Ort vermutlich nur stören würde, würde ihr ein solcher Besuch wieder als billiges Wahlkampfmanöver ausgelegt werden.

Wie schon oben geschrieben: Die Grünen können mangels Regierungsverantwortung aktuell wenig tun, was ihnen positiv ausgelegt werden könnte. Im Prinzip können sie aktuell nur weiter verlieren.

M.

JENS-KLEVE 16.07.2021 09:38

Ein Politiker muss in so einer Situation sich unbedingt zeitnah äußern. Ansonsten würden sich die Menschen alleingelassen fühlen. Das sieht man gut bei heiklen Themen wie Terroranschlägen, wenn sich Politiker da nicht rantrauen.
Wichtig sind also Erklärungen zur Solidarität und zum Mitgefühl, und wer gerade an der Macht ist, auch zu konkreten Hilfen.
Ob das unbedingt vor Ort am gleichen Tag sein muss, ist eine ganz andere Frage. Ich fände es eleganter sich 3 Tage später bei vielen Hilfskräften sich zu bedanken. Das kann man ja am Katastrophentag bereits medial ankündigen.

LidlRacer 16.07.2021 15:41

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1611478)
Allerdings: er hat nicht wirklich "junge Frau" gesagt sondern "Entschuldi-gung Frau ...".

Leicht offtopic, aber beeindruckend, wie man ein- und dasselbe Gehörte völlig unterschiedlich verstehen kann:
https://twitter.com/pitsandpints/sta...24087931682816

In Zeitlupe angehört:
Eindeutig "Entschuldijung Frau ..."

aequitas 16.07.2021 15:57

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1611591)
Leicht offtopic, aber beeindruckend, wie man ein- und dasselbe Gehörte völlig unterschiedlich verstehen kann:
https://twitter.com/pitsandpints/sta...24087931682816

In Zeitlupe angehört:
Eindeutig "Entschuldijung Frau ..."

Das stimmt. Laschet verhaspelt sich einfach und hat offensichtlich nicht ihren Namen im Kopf. Wie gesagt: selbst die Moderatorin sagt, dass sie nicht "junge Frau" verstanden habe.

In ähnliche Richtung der Kritik: das Interview war absolut unsouverän und die Art und Weise wie Armin Laschet sich gegenüber einer Journalistin präsentiert hat, war eines Kanzlerkandidaten unwürdig. Derart pampig und herablassend darf ein Kanzlerkandidat in einer solchen Situation nicht reagieren. Inhaltlich/politisch war das Interview darüber hinaus ebenso eine Offenbarung, die wieder gezeigt hat, dass mit der Union in der Regierung Umweltschutz weiter eine unwichtige Nebenrolle spielen wird.

merz 16.07.2021 16:46

dämmert Euch auch erst jetzt was da am Mittwoch/Donnerstag los war?
Je mehr ich Videos, Fotos, Drohnenmaterial und Interviews in den meist lokalen Medien wahrnehme, je erschrockener werde ich.

Irgendwie fehlt dem ein griffiger Name ("Jahrhundertflut", "Juli Extremregen"?) und es ist an so vielen kleinere Orten- an der Ahr, an der Erft, Hückeswagen, Altena, Trier ....


m.

(ich poste mal unpassend hier, gibt ja keinen eigenen Thread dazu)

Hafu 16.07.2021 18:19

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1611609)
dämmert Euch auch erst jetzt was da am Mittwoch/Donnerstag los war?
Je mehr ich Videos, Fotos, Drohnenmaterial und Interviews in den meist lokalen Medien wahrnehme, je erschrockener werde ich.

Irgendwie fehlt dem ein griffiger Name ("Jahrhundertflut", "Juli Extremregen"?) und es ist an so vielen kleinere Orten- an der Ahr, an der Erft, Hückeswagen, Altena, Trier ....
...
(ich poste mal unpassend hier, gibt ja keinen eigenen Thread dazu)

So ähnlich geht es mir auch. Tagsüber muss ich arbeiten und jedesmal wenn ich mich vertieft mit der Nachrichtenlage beschäftige, schaut die Situation noch katastrophaler aus, gibt es mehr Tote.
Eigentlich wäre der Klimawandelthread ein geeigneter Ort, um die Katastrophe zu diskutieren, auch wenn der Starkregen natürlich klare Beziehungen zur Politik und zum fehlenden Kampf gegen den Klimawandel hat und somit auch hier in diesem Thread keineswegs offtopic ist.

Um das ganze ergebnisoffen zu diskutieren, z.B. auch die Aspekte wie wir in Zukunft bei sich häufenden derartigen Ereignissen wohnen werden müssen, werde ich mal eben einen separaten Thread eröffnen.

Bleierpel 17.07.2021 11:15

Sehr guter Kommentar in SPON zur aktuellen Katastrophe in NRW:

Politik in der Flutkatastrophe
Die Tage der Gummistiefel

Hafu 18.07.2021 19:39

Soeben wurde ich nochmal daran erinnert, wie es mir passieren konnte, dass ich bei der letzten Bundestagswahl die Union wählen konnte:

Merkel im Flutgebiet bei einer Bürgerfragestunde im Clinch mit einer Bildzeitungsreporterin.

Merkel läuft während ihrer letzten Amtstage nochmal zur Höchstform auf, schert sich nicht um Parteiräson oder Rücksicht auf die von Laschet peinlich hofierte Springerpresse.

Bemerkenswert auch, dass sie als Unionspolitikerin das Katastrophengebiet mit der SPDlerin Malu Dreyer besucht, die wie ich vor ein paar Tagen schon bemerkt habe, eine recht gute Figur als glaubwürdige Krisenmanagerin abgibt und nicht mit dem Unionskanzlerkandidaten Laschet.


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