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BunteSocke 25.04.2019 12:35

Zitat:

Zitat von Rennente (Beitrag 1448103)
(...)

weil ich bis heute nicht in der Lage bin, meine Kicks zu zählen.

:Lachanfall: ich auch nicht! Ich hatte irgendwann von einer Trainerin mal die Aufgabe ich sollte doch mal meine Beinschläge auf 25 m zählen (okay, das Zählen bezieht sich bei Euch auf Kicks/Armzug, aber dazu fällt mir gerade nichts ein... ;)) ... am Ende der 25m war ich fast untergegangen, da ich so mit dem Zählen beschäftigt war, wieviele Kicks ich letztlich gebraucht habe, konnte ich nicht einmal ansatzweise sagen ;)

Zitat:

Zitat von Rennente (Beitrag 1448103)
(...) Ich kann halt variieren zwischen wenig und viel, - (...)

... ich glaube ich kann nicht mal das :o ... werde aber bei nächster Gelegenheit mal versuchen :Huhu:

Lieber Schnodo, ich finde Deinen Thread hier immer wieder höchst spannend! Nein, nicht, dass ich hier irgendwas sinnvolles beisteuern könnte, aber ich lese begeistert mit. ... das musste gerade noch einml gesagt werden :Blumen:

schnodo 25.04.2019 17:06

Zitat:

Zitat von Rennente (Beitrag 1448109)
Meinst du Sarah Sjöström? --->
http://www.championscrew.se/en/medals/171

Klasse, Wahnsinn! Tausend Dank für das Video! :Blumen:

Da hat Mirko nochmal Glück gehabt. :Cheese:

Zitat:

Zitat von BunteSocke (Beitrag 1448112)
Lieber Schnodo, ich finde Deinen Thread hier immer wieder höchst spannend! Nein, nicht, dass ich hier irgendwas sinnvolles beisteuern könnte, aber ich lese begeistert mit. ... das musste gerade noch einml gesagt werden

Danke schön, liebe BunteSocke! Du bist die Muse in diesem Thread. :bussi:

Einzelne Kicks zu zählen ist auch nicht einfach. Deswegen bietet es sich an, rhythmisch zu kicken. Dieses Video des von mir hochgeschätzten Charles Couturier zeigt, wie es geht: Dryland No Arm Drill (NAD) Swim Waltz

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Heute hatte ich beim Schwimmen mal wieder eine Erleuchtung. Bei den vielen Lichtern die mir dauernd aufgehen, ist es ein Wunder, dass ich immer noch so schlecht schwimme. Der Stifter meiner Erleuchtung ist FlyLive, der oft eine Neigung verspürt, mir zu widersprechen. :Cheese:

Der Gute weiß vermutlich nichts von seinem Glück, aber gestern haben wir uns u.a. über die Rolle der Schulter beim Kraulen ausgetauscht und ich habe mal wieder auf Sheila Tarmonias Buch Swim Speed Secrets verwiesen. Heute habe ich gemerkt, dass ich zwar naseweis daherreden und Literaturhinweise geben kann, aber das Gelesene selbst nicht verstehe.

Im Buch schreibt Sheila von "oarlocks" (Dollen) als Bild dafür, dass man einen Haltepunkt braucht um die Kraft vom Körper auf den Arm zu bringen (Übersetzung von mir):
Zitat:

Du kannst während der Diagonalphase alles richtig machen und dennoch Vortrieb verlieren, wenn du ein Detail nicht auf dem Radar hast. I nenne dieses Detail oarlocks.

Im Lauf der Jahre habe ich in meinen Seminaren festgestellt, dass einige Schwimmer augenscheinlich die Mechanik solide umsetzten, sich aber dennoch nicht so schnell fortbewegten, wie es angesichts ihrer Fitness und Technik zu erwarten war. Das hat mich verblüfft. Nach gründlicher Begutachtung von Unterwasseraufnahmen stellte ich fest, dass diese Schwimmer ihre Schulter während der Diagonalphase zurückzogen (genauer, das Schulterblatt zurückgleiten ließen, was in Folge die Schulter nach hinten brachte). Eine Lücke entstand zwischen Schulter und Wange/Kinn.

Elite-Kraulschwimmer tun dies nicht. Stattdessen halten sie das Schulterblatt stabil in einer Position (ähnlich der hochgezogenen Schultern beim Schulterzucken) während sie den Arm durch die Diagonalphase des Zuges lenken, und verhindern so die Entstehung einer Lücke zwischen Schulter und Kinn.


Bildinhalt: Alexander Popov in der Druckphase

Mit ist nun aufgefallen, dass ich zwar versuche, die Schulter vorzuschieben, dabei aber überhaupt keinen Anhaltspunkt dafür habe, ob ich diese Position lange genug beibehalte. Und das kommt daher, dass ich meine Schulter nicht gegen das Gesicht presse.

Letzteres habe ich heute getan und wieder einmal war es ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ich musste einfach nur die vorgeschobene Schulter so lange wie möglich an die Wange gepresst halten und schon bekam ich deutlich mehr Kontrolle über die Ausführung des Zuges und mehr Gefühl für die Übertragung der Kraft geschenkt. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mich aber rasiert und wäre nicht mit Stoppeln angetreten. :)

FlyLive 25.04.2019 20:18

Zitat:

Zitat von Rennente (Beitrag 1448109)
Meinst du Sarah Sjöström? --->

http://www.championscrew.se/en/medals/171

Das ist ja der blanke Wahnsinn.
Wenn ich zügiges beinschlagschwimmen mit Pull Buoy mache, schaffe ichh ca. 32 Sekunden auf 25m. Es ginge sicher auch 5 Sekunden schneller - aber 100m in 1:10 ....no way.

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1448170)
Heute hatte ich beim Schwimmen mal wieder eine Erleuchtung. Bei den vielen Lichtern die mir dauernd aufgehen, ist es ein Wunder, dass ich immer noch so schlecht schwimme. Der Stifter meiner Erleuchtung ist FlyLive, der oft eine Neigung verspürt, mir zu widersprechen. :Cheese:

Der Gute weiß vermutlich nichts von seinem Glück, aber gestern haben wir uns u.a. über die Rolle der Schulter beim Kraulen ausgetauscht....

Aber, wenn ich auch nicht alles kommentiere - oft auch weil ich gelegentlich unterwegs reinschaue - lese ich hier das allermeiste mit.

Ich schüttle kaum mit dem Kopf dabei, weil ich mir die meisten Versuche gedanklich erst mal vorstelle und oft genug an mir selbst ausprobiere.

.....Jetzt kommts: Die Schulter gehört meiner Ansicht nach, direkt und aktiv zur Streamline ! Ich bitte um heimische Trockenübung ! und ! und nochmal !
Erst bei aktivem strecken, gelingt es die Schultern an die Wange bzw.. auf die Ohren zu pressen und streamline zu sein.

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1448170)

Und das kommt daher, dass ich meine Schulter nicht gegen das Gesicht presse.

Letzteres habe ich heute getan und wieder einmal war es ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ich musste einfach nur die vorgeschobene Schulter so lange wie möglich an die Wange gepresst halten und schon bekam ich deutlich mehr Kontrolle über die Ausführung des Zuges und mehr Gefühl für die Übertragung der Kraft geschenkt. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mich aber rasiert und wäre nicht mit Stoppeln angetreten. :)

Sehr schön ! Das habe ich vor Monaten schon für optimal befunden. Ich schrieb damals, das man aus der Streamline idealerweise in die Kraullage kommen muss, ohne die Streamline im Gerüst zu verlassen. Dazu gehörte auch, den Spalt zwischen Ohr und Schulter geschlossen zu halten. So wie man es bei der Streamline eben macht. :Lachen2:

Ich für mich arbeitete seitdem an schlanken Bewegungen über und unter Wasser, um alle Gliedmaßen beisammen zu halten.
Wichtig dabei ist für mich der hohe und steile Ellenbogen (so gut es die Flexi zulässt) um die Hand über dem Kopf nach vorne in s Wasser zu führen und direkt wieder stream zu sein.

Ganz einfach ist das anfangs nicht, da man etwas auf die stabile Lage achten muss, um nicht in der Länge zu rollen. Dieses "rollen" ist nur mit Balance zu stabilisieren oder eben mit der, für den Fortgeschrittenen vielleicht sogar falschen Empfehlung, im weiten V einzutauchen.
Gelingt die Kontrolle beim Lang und Schlank machen dem Schwimmer gut ! ....kommt dieser mMn auch ohne das weite V gut aus und nähert sich der idealen Position - der Streamline.

Diese beherrschst Du ja ganz besonders gut - also probiere mal :Blumen:

P.S.
Ich bin in rage und vom Thema abgewichen, da Du jedem Youtuber mehr glaubst als deinen Jüngern :dresche :Cheese:

mcbert 25.04.2019 21:02

Zitat:

Zitat von Rennente (Beitrag 1448109)
Meinst du Sarah Sjöström? --->

http://www.championscrew.se/en/medals/171

Ja genau, das ist die Dame die ich meinte.
Absoluter Wahnsinn .... da könnte ich mir eine versteckte Kamera im Freizeitbad gut vorstellen. Da weint doch jeder Hobbyschwimmer

schnodo 25.04.2019 21:03

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1448208)
Sehr schön ! Das habe ich vor Monaten schon für optimal befunden. Ich schrieb damals, das man aus der Streamline idealerweise in die Kraullage kommen muss, ohne die Streamline im Gerüst zu verlassen. Dazu gehörte auch, den Spalt zwischen Ohr und Schulter geschlossen zu halten. So wie man es bei der Streamline eben macht.

Ob die Streamline hier ausschlaggebende Punkt ist, lasse ich mal dahingestellt. Für mich sind das erstmal zwei unterschiedliche Positionen. In der Streamline habe ich die Schultern hinter den Ohren, beim Zug ist dann die Schulter an Wange/Kinn. Diese Haltung erreiche ich nur, wenn der gestreckte Arm insgesamt tiefer liegt als in der Streamline-Position. Oder wenn ich Blick nach vorne richte, was für mich keine Option ist.

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1448208)
Ich schrieb damals, das man aus der Streamline idealerweise in die Kraullage kommen muss, ohne die Streamline im Gerüst zu verlassen.

Im Prinzip stimme ich Dir zu. Über den Rest muss ich nochmal nachdenken. ;)

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1448208)
Ganz einfach ist das anfangs nicht, da man etwas auf die stabile Lage achten muss, um nicht in der Länge zu rollen. Dieses "rollen" ist nur mit Balance zu stabilisieren oder eben mit der, für den Fortgeschrittenen vielleicht sogar falschen Empfehlung, im weiten V einzutauchen.
Gelingt die Kontrolle beim Lang und Schlank machen dem Schwimmer gut ! ....kommt dieser mMn auch ohne das weite V gut aus und nähert sich der idealen Position - der Streamline.

Diese beherrschst Du ja ganz besonders gut - also probiere mal :Blumen:

Was genau sollte ich nun ausprobieren? :Gruebeln:

Ich habe ja bisher auch schon darauf geachtet, direkt vor der Schulter einzutauchen und den Arm nach vorne strecken während ich mit dem Schulterblatt nachschiebe, um dann erst in die seitliche Bewegung des Oberarmes zum Anheben des Ellenbogens fürs Anstellen überzugehen. Ich mache das jetzt einfach so, dass ich zusätzlich die Schulter an der Wange behalte.

Wobei ich mir schon die Frage stelle - nicht zum ersten Mal - warum es besser sein soll, den Arm nach vorne zu strecken und dann erst die Bewegung zur Seite durchzuführen. Ich vermute, dass es schwerer ist, die Schulter-Kinn-Verbindung herzustellen, wenn bereits durch das weite Eintauchen der Hand dort eine Lücke geschaffen wird. Für den Moment lasse ich die Finger davon, weil ich finde, dass es affig aussieht und ich so nicht schwimmen möchte. :)

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1448208)
P.S.
Ich bin in rage und vom Thema abgewichen, da Du jedem Youtuber mehr glaubst als deinen Jüngern

Wir wollen das jetzt nun nicht zur Glaubensfrage ergeben, zumal einige meiner "Jünger" viel erzählen, wenn der Tag lang ist. Bei mir ist das aber auch nicht anders, also passt es ja wieder. :Lachen2:

Viel lieber als dass ich etwas glaube, probiere ich es aus. :)

schnodo 25.04.2019 22:44

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1448215)
In der Streamline habe ich die Schultern hinter den Ohren, beim Zug ist dann die Schulter an Wange/Kinn.

Weil es Verwirrung gab, was "hinter den Ohren" bedeuten soll: Ich meinte damit, dass ich die Arme und Schultern nach vorne schiebe und beide Seiten so nah wie möglich zusammenbringe, im Idealfall so, wie das Herr Phelps macht:


Bildinhalt: Michael Phelps Streamline

FlyLive 26.04.2019 12:14

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1448246)
Weil es Verwirrung gab, was "hinter den Ohren" bedeuten soll: Ich meinte damit, dass ich die Arme und Schultern nach vorne schiebe und beide Seiten so nah wie möglich zusammenbringe, im Idealfall so, wie das Herr Phelps macht

Ob Ohr halb verdeckt, zum Drittel verdeckt oder ganz frei. Bei Phelps sieht man schön wie er alles zwischen Armen, Hals und Kopf verschließen kann mit der Streamline.
Optimal würde ich sagen.

Das sich nicht durchgehend so schwimmen lässt ist klar - aber man kann ja versuchen die Position nur so weit wie nötig zu verlassen.




Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1448215)



Was genau sollte ich nun ausprobieren?

Ich mache das jetzt einfach so, dass ich zusätzlich die Schulter an der Wange behalte.

Du sollst probieren sehr nahe der Streamline zu schwimmen :Blumen:

Schulter und Wange zusammenhalten ist vermutlich sogar ein Teil der Aufgabe.


Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1448215)




Wobei ich mir schon die Frage stelle - nicht zum ersten Mal - warum es besser sein soll, den Arm nach vorne zu strecken und dann erst die Bewegung zur Seite durchzuführen.


Ich vermute, dass es schwerer ist, die Schulter-Kinn-Verbindung herzustellen, wenn bereits durch das weite Eintauchen der Hand dort eine Lücke geschaffen wird. Für den Moment lasse ich die Finger davon, weil ich finde, dass es affig aussieht und ich so nicht schwimmen möchte.


Verstehe ich nicht so richtig. Seit wann wollen wir ausweichende Bewegungen einüben :confused:


Affig finde ich übertrieben, aber ich denke auch, es geht besser. Lückenbildung ist ja einfach - Lücken verschließen sollten wir üben, glaube ich.



.................................................. ..

Und weil ich es Dir gestern angekündigt habe, ein kurzer Erfahrungsbericht von heute.
Das Wasser war angenehm temperiert bei ca. 28 Grad :cool: und fühlte sich gut an.
Gestern hatte ich sportlichen Ruhetag und somit etwas besser erholte Muskulatur.

Schon beim obligatorischen 500m Brust/Kraul einschwimmen habe ich auf hohen, steilen Ellenbogen und gestreckte Füße geachtet - wunderbar.
Mir fiel auf, das die baumelnde Hand vom hohen Ellenbogen in der Rückholbewegung fast übers Gesicht (Atemseite) bzw. Hinterkopfseite (andere Seite) nach vorne schwingt und ich so schön weit vorne (fast) mittig ins Wasser komme.
Die Schulter kommt dabei sehr gut aus dem Wasser, was ich für die Verringerung des Wasserwiderstands zielführend empfinde.
Es entstand an angenehmes wippen und die Vorstellung, man schwümme *(:confused: ) wie van Hazel :Lachen2:

Im zweiten Part gabe es wechselnd 25m Beinschlag mit PullB vorne und Kraul mit PB zurück. Danach ohne PullB Rückenbeine und Kraul ganze Lage zurück. Das ganze 5mal macht wieder 500m.

Anschließend 5*100m Lagen (Schmetterling, Rückenkraul, Brust, Kraul), gefolgt von zweckgebundenen 1000m Freistil ohne PB. Ich muss mich an den langen Druck am Handgelenk gewöhnen, das mir gerne bei 3,8km mal etwas schmerzt.

Zum Abschluss kamen noch 400m ausschwimmen mit PullB oben drauf. Hier dann immer Kraul und Rückenkraul im Wechsel.

Ich hatte das Gefühl, es war einegute technische Einheit heute. :liebe053:

Cheers .....


*schwamm hätte ich nehmen sollen - oder schwömme

FlyLive 26.04.2019 12:25

Ach, fast verpennt. Den heiligen Gral habe ich zwar am Grund gesehen- aber liegen lassen !
Es gibt ja Schwimmer die suchen den Gral und wollen ihn aber nicht finden :Lachen2:


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