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schnodo 08.04.2022 08:02

Zitat:

Zitat von Benni1983 (Beitrag 1654677)
Was hast du eigentlich für Probleme mit deiner Schulter?

"Bursitis und Ansatztendinose" war der letzte Befund. Vor ca. 10 bis 12 Jahren ging das los, an den genauen Befund von damals kann ich mich nicht erinnern. "Schulterimpingement" habe ich mir als Schlagwort gemerkt.

Das war lange Jahre relativ gut unter Kontrolle, auch mit Schwimmumfängen bis zu 20 km pro Woche. Gespürt habe ich das dennoch immer mal wieder, aber nicht so, dass ich mir Gedanken darüber gemacht hätte. Aber dann kam Corona mit sehr langen Pausen und ich kann mich an eine Einheit nach dem Wiedereinstieg ins Schwimmen erinnern, bei der ich Lust hatte, mal richtig draufzuhalten, aber hinterher dachte: "Wow, da hast Du nicht aufgepasst und zu lange zu viel Druck auf die Schulter gebracht."

Es folgten wieder Monate des Nichtschwimmens, aber die Schulter wurde trotzdem schlechter und irgendwann, nachdem ich nachts vor Schmerzen aufgewacht bin wenn ich mich auf die Schulter rollte, ging ich zum Arzt. Der hat mich dann mit der Diagnose in Physiotherapie geschickt und die hat tatsächlich geholfen. Ich bin, wenn ich nicht belaste, beschwerdenfrei und habe auch die Woche Schwimmcamp auf Teneriffa – quasi von null auf hundert mit zwei Einheiten pro Tag, jede zwischen 2,5 km und 3 km – ziemlich gut weggesteckt. Ich meine sogar, die Schulter ist dadurch nochmal besser geworden, so komisch sich das anhören mag. Ich vermute, es hängt mit den begleitenden Übungen zusammen, wie ich schon einmal schrieb.

Zitat:

Zitat von Benni1983 (Beitrag 1654677)
Ich hatte mal Impingement-Syndrom und momentan habe ich das Gefühl, dass es wieder kommen möchte.

Ja, da musst Du aufpassen. Ich meine, dass Aufwärmen und Mobilisierung vor dem Schwimmen einen riesigen Unterschied machen. Und natürlich muss man darauf achten, die Schulter zu fixieren. Wo genau dies geschehen soll ist ja gerade mal wieder Thema. :Cheese:

Zitat:

Zitat von Benni1983 (Beitrag 1654677)
Dadurch wird die Schulter nach hinten gezogen und der Spalt zwischen Schultergelenk und Schulterdach wird wieder größer.

Für mich war nicht das "hinten", sondern eher "hinten unten" das Entscheidende, also der Versuch, die Spitzen der Schulterblätter möglichst weit nach unten zu bringen und dann an die Wirbelsäule anzunähern. Das, so meine ich, hat für mich den größten Effekt gehabt, weil ich durchs Rumhocken vor dem Rechner meist die Schultern zu den Ohren hin ziehe.


Bildinhalt: Bewegungsrichtung des Schulterblattes zur Entlastung

Ohne die Anleitung der Physiotherapeutin habe ich immer nur mal versucht, die Schulterblätter zusammenzuziehen und näher an die Wirbelsäule zu bringen, das war aber nicht des Pudels Kern. Hauptaugenmerk auf unten und erst in zweiter Linie zusammen war ungewohnt, aber da ist mir schnell ein Licht aufgegangen, dass diese Haltung tatsächlich Entlastung bringt.

FloRida82 08.04.2022 08:05

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1654691)
Ich wiederhole mich: Das viel hilft viel ist gerade bei Schwimmern mit schlechter Technik genau das was gar nichts hilft.

Schlechte Technik muss bekämpft werden durch einige sehr wenige gezielte Übungen und im Anschluss durch einige Meter Training umgesetzt werden.
Man muss das Training hier dosieren, da man durch den Fokus auf die Technik sehr schnell ermüdet und dann in alte Bewegungsmuster verfällt.

Eines ist leider eine Art Teufelskreis:
Um Technikübungen sauber durchführen zu können - auch hier kommen schnell ein paar Meter zusammen - muss man ein Mindestmaß an Ausdauer haben, vermutlich angeeignet durch unsauberes Schwimmen mit schlechter Technik.


Ach komm. 18 x 25 Wackeldackel oder Tintenfisch?
75' im Wasser für 1450m?
Dafür dass der Triathlet dann Open Water im Neo nur dem Vordermann hinterher schwimmen muss?

schnodo 08.04.2022 08:18

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1654702)
Deshalb sollte man außerhalb des Beckens regelmäßig auch die Außenrotatoren trainieren, z.B. wie von Schnodo oben erwähnt, mit Theraband.

Das war zwar Benni1983, aber ich schließe mich dem gerne an. :Lachen2:

Zitat:

Zitat von Estampie (Beitrag 1654687)
Andre Wirsig, der ja bekannterweise seiner Schwimmschulter extrem viel zumutet, ist soweit ich ihn verstanden habe ein Schultervorschieber. Und bisher wirkt er ganz heile. Kann er als Beispiel für Normalmenschen herhalten? Der macht extremes Stabitraining, hat aber eventuell auch eine gute Veranlagung?

Ich kann nur aus eigener Anschauung berichten und lehne mich hier vielleicht auch zu weit aus dem Fenster, aber ich meine, dass es wichtiger ist, die Schulter in der Kraftausübung überhaupt zu fixieren als die Position in der man das tut.

Am meisten Probleme habe ich mir eingehandelt als ich nicht darauf geachtet habe und die Schulter die Bewegung des Armes mit vollem Krafteinsatz mitgemacht hat. Als ich begann, die Schulter zu kontrollieren/fixieren, wurden auch meine Beschwerden weniger. Auf der rechten Seite war natürlich der Markt schon verlaufen, die wird vermutlich nie wieder wie neu, aber auch da geht es mit Kontrolle definitiv besser.

Zitat:

Zitat von Siebenschwein (Beitrag 1654690)
Auch wenn ich gerade auf den Termin zum MRT der Schulter warte... vermutlich Bänderriss. Warum ich das Schwimmthema lese, weiss ich gar nicht. Eventuell doch masochistisch veranlagt, aber will es nicht wahrhaben.

So ein Mist! Ich drücke Dir die Daumen, dass alles schnell wieder in Ordnung kommt!

Antracis 08.04.2022 08:20

Zitat:

Zitat von FloRida82 (Beitrag 1654621)
Mit "Kopf runter, etwas tiefer einstechen und nicht übergreifen" kann man ganz bequem 1000m unter 15' schwimmen (wir Agegrouper) ohne sich andere Gedanken machen zu müssen.

Diese Erkenntnis nicht zu haben, ist doch nicht das Problem. Das liegt doch eher darin, dass es halt motorisch die anspruchsvollste Bewegungsform der drei Sportarten ist, in einem "fremden" Element in ungewohnter Körperlage und aufgezwungenem Atemrhythmus.

Das scheint doch so Probleme zu machen, sonst wäre das nicht so ein Markt in Sachen Videos/Trainern/Konzepten ect.

Natürlich tut sich da der eine Spätstarter schwerer als der andere, sicher eine Frage von Begabung, Verständnis und Motivation. Und wer sich mit dem Schwimmen schwer tut, der wird mit 1-2 mal die Woche nicht besser werden.

Aber so einfach und easy, wie Du es darstellst, ist es sicher nicht. Das es für DICH so einfach und easy ist, mag ja sein. Aber das wissen wir jetzt langsam! :Blumen:

Matthias75 08.04.2022 08:30

Zitat:

Zitat von FloRida82 (Beitrag 1654709)
Ach komm. 18 x 25 Wackeldackel oder Tintenfisch?
75' im Wasser für 1450m?
Dafür dass der Triathlet dann Open Water im Neo nur dem Vordermann hinterher schwimmen muss?

Natürlich bringt es nix, unkoordiniert irgendwelche Übungen zu machen. Das müssen schon die richtigen Übungen sein und diese müssen richtig und konzentriert ausgeführt werden.

Ich wiederhole mich und diejenigen, die bei Schwimmthemen schon länger mitlesen, kennen das schon: Ich habe erst an der Uni richtig angefangen zu schwimmen. Vorher bin ich nur nebenbei in der Freizeitgruppe der DLRG unregelmäßig mitgeschwommen. An der Uni habe ich relativ schnell viel Technik geübt, auch für mich allein (*). Ich bin mit maximal 3*/Woche und insgesamt deutlich weniger als 10km/Woche sub 15 und später sub14 geschwommen, während andere jedes Knüppeltraining mitgenommen haben und trotzdem spätestens um die 16min stehengeblieben sind.

Später habe ich festgestellt, dass ich auch nach längeren Pausen relativ schnell auf die einmal erlernte Technik zurückgreifen kann und auch mit minimalem training halbwegs schnell schwimmen kann. Für meine - zugegben schon länger zurückliegende - Langdistanz war ich ca. 1/2 Jahr unregelmäßig ca. 1+/Woche im Wasser und bin locker im Mittelfeld aus dem Wasser gekommen.

M.

(*) Nachtrag: Technikschwimmen bedeutete dabei nicht lustlos die "Standards" wie Abschlag, Achselgreifen etc. durchzuschwimmen, sondern sich vorher zu überlegen, an welcher Baustelle ich arbeiten will, spezielle Übungen dafür rauszusuchen und die dann auch konzentriert durchzuziehen, ohne auf die Gesamtstrecke, die Uhr oder den Schwimmer auf der Nebenbahn zu schauen.

sabine-g 08.04.2022 08:42

Zitat:

Zitat von FloRida82 (Beitrag 1654709)
Ach komm. 18 x 25 Wackeldackel oder Tintenfisch?
75' im Wasser für 1450m?
Dafür dass der Triathlet dann Open Water im Neo nur dem Vordermann hinterher schwimmen muss?

Ich weiß jetzt nicht wie du auf diese Übungen, die Anzahl der Wiederholungen und die Zeit/Streckenlänge kommst.
Deine Art hier andere lächerlich zu machen ist schon ein wenig anstrengend.

Ich weiß sehr gut was es bedeutet schnell zu schwimmen und wie man es lernt oder lernen kann. Wahrscheinlich weiß ich das besser als 99% der User hier.
Ich habe 20 Jahre lang am Beckenrand gestanden und 10 Jahre lang kleine, größer werdende und große Schwimmerinnen und Schwimmer auf ihrem Weg begleiten dürfen.
Schwimmertechnik ist mir wohlbekannt, 18x 25 Wackdackel war nicht dabei.
Höchstens im Mercedes 200d unter der Heckscheibe.

schnodo 08.04.2022 08:49

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1654716)
Natürlich bringt es nix, unkoordiniert irgendwelche Übungen zu machen. Das müssen schon die richtigen Übungen sein und diese müssen richtig und konzentriert ausgeführt werden.

Das hört sich erstmal richtig an, aber wenn ich genau darüber nachdenke, möchte ich doch ein klein wenig widersprechen: Ich glaube, dass jede Bewegung im Wasser, auch oder vielleicht sogar besonders die spielerische Bewegung, das Gefühl für das fremde Medium verbessert. Somit ist "bringt nix" aus meiner Sicht nicht zutreffend.

Allerdings haben die meisten Triathleten nicht beliebig viel Zeit, schon gar nicht fürs Schwimmen. Sie bewegen sich nur selten zum Spaß im Wasser, sondern um ihre Zeiten zu verbessern. Erst wenn man den Kosten/Nutzen-Aspekt berücksichtigt, wird das Spielen mit dem Wasser "entwertet". :)

sabine-g 08.04.2022 08:54

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1654721)

Allerdings haben die meisten Triathleten nicht beliebig viel Zeit, schon gar nicht fürs Schwimmen. Sie bewegen sich nur selten zum Spaß im Wasser, sondern um ihre Zeiten zu verbessern. Erst wenn den Kosten/Nutzen-Aspekt berücksichtigt, wird das Spielen mit dem Wasser "entwertet". :)

Das ist was wahres dran, bzw. da liegt der Hase im Pfeffer.
Der Aufwand sich beim Schwimmen zu verbessern ist halt deutlich überproportional zum Aufwand dieses beim Radfahren oder Laufen zu schaffen.
Vor allem geht es dort nur um sehr wenige Minuten auf der LD ggf. 5min bei der OD 1-2min.
Bei 5 Schwimmeinheiten kommen da schnell 10h zusammen wenn man An- und Abfahrt sowie Rüstzeiten und eigentliche Training zusammenzählt.


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