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merz 11.05.2021 18:30

Ich mach jetzt mal whataboutism und Filterpressetheorie :) - während also die Bildzeitung Greta implizit des Antisemitismus bezichtigt und keinen Experten für Agitprop hat, wird die Tandler/Maskensache nicht gebracht (vermute ich, habe kein Bild+ Abo, muss so suchen)

Zur Erinnerung - in einem Maskendeal im Frühjahr 2020, der mglw. auch Jens Spahn involvierte, scheint nach Recherchen der SZ bei Andrea Tandler für Projektmanagement und Logistikorga mehr als 35.000.000 Euro hängengeblieben zu sein.

Sie ist keine Politikerin trotzdem lief das über die Unionskontaktschienen, interessant

https://www.fr.de/politik/cdu-csu-ma...-90527965.html

m.

Schwarzfahrer 11.05.2021 21:05

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1601592)
Wenn Journalisten generell erst mal gründlich recherchieren, bevor sie eine Aufreger-Schlagzeile bringen, wären die Zeitungen langweilig - das wissen die Jungs doch auch, und lassen es erst mal bewußt bleiben :Cheese: .
Bei Schlagzeilen geht es um momentane Auflage bzw. Klicks. Man kann nachher alles richtigstellen, das liest eh keiner und man hat sich die Aufmerksamkeit trotzdem gesichert. Wenn man das als Leser weiß, kann man sich aber die eigene Aufregung aufsparen, bis klarer ist, ob und was wirklich dahinter steht.

Als ob sie gezielt meinen Text unterfüttern wollten, gleich ein aktuelles Beispiel:
Haltlose Beschuldigungen, die schöne Schlagzeilen bzw. Klicks brachten, kann man als "handwerkliche Fehler" abtun. Elegant, oder?

keko# 11.05.2021 22:35

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1601509)
Die Dinge, die ich genannt habe, spielen sich auf unterschiedlichen Zeitskalen ab. Das Tempolimit kann man z.B. sofort praktisch ohne Kosten umsetzen, andere Dinge dauern länger.....
...
Warum man diese Weg nicht weiter gehen sollte, erschließt sich mir nicht.

Ich stimme dir grundsätzlich ja zu.
Wir haben in BaWü seit Jahren einen grünen Ministerpräsidenten und in Stuttgart gab es zeitglich einen grünen OB. Ich habe damals Kretschmann bei seiner ersten Kandidatur gewählt in der Hoffung, dass sich etwas ändert. Er ist aber sehr zahm geblieben.
Ich denke zwar, dass auch eine Bundeskanzlerin Baerbock von der Realität recht schnell eingeholt wird. Allerdings hat es der Klimawandel ja bis in die obersten EU-Behörden geschafft, wird also mehr oder weniger sowieso umgesetzt werden.
Schaumama... die nächsten Jahre werden wohl sehr spannend bleiben :)

tandem65 12.05.2021 07:56

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1601668)
Ich stimme dir grundsätzlich ja zu.
Wir haben in BaWü seit Jahren einen grünen Ministerpräsidenten und in Stuttgart gab es zeitglich einen grünen OB. Ich habe damals Kretschmann bei seiner ersten Kandidatur gewählt in der Hoffung, dass sich etwas ändert. Er ist aber sehr zahm geblieben.
Ich denke zwar, dass auch eine Bundeskanzlerin Baerbock von der Realität recht schnell eingeholt wird. Allerdings hat es der Klimawandel ja bis in die obersten EU-Behörden geschafft, wird also mehr oder weniger sowieso umgesetzt werden.
Schaumama... die nächsten Jahre werden wohl sehr spannend bleiben :)

Wir haben in Darmstadt seit 10 Jahren einen grünen OB und die Früchte der Arbeit werden in den letzten 2-3 Jahren für alle sichtbar.
Natürlich gibt es hier auch Projekte die nicht allen grünen Wählern schmecken.
Vielleicht würdest auch eher Du von der Realität eingeholt als Frau Baerbock. Ich denke IHR ist klar daß sie im Falle des Falle ein Wahl gewonnen hat und keine Revolution.;)

Nepumuk 12.05.2021 08:04

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1601668)
Ich stimme dir grundsätzlich ja zu.
Wir haben in BaWü seit Jahren einen grünen Ministerpräsidenten und in Stuttgart gab es zeitglich einen grünen OB. Ich habe damals Kretschmann bei seiner ersten Kandidatur gewählt in der Hoffung, dass sich etwas ändert. Er ist aber sehr zahm geblieben.
Ich denke zwar, dass auch eine Bundeskanzlerin Baerbock von der Realität recht schnell eingeholt wird. Allerdings hat es der Klimawandel ja bis in die obersten EU-Behörden geschafft, wird also mehr oder weniger sowieso umgesetzt werden.
Schaumama... die nächsten Jahre werden wohl sehr spannend bleiben :)

Das ganze Gerede von eine angeblichen "Öko-Diktatur" und dem Verbot von allem ist ja auch ausgemachter Blödsinn. Die Mehrheit der Grünen stehen in der Mitte der Gesellschaft, wollen einen Wandel zu mehr Umwelt- und Klimaschutz und zu mehr sozialer Gerechtigkeit und mehr Vielfalt, aber sicher keine Revolution.
Und ja, das wird lange dauern, wir reden hier von einem Generationsprojekt ähnlich dem Wiederaufbau nach dem Krieg oder der Wiedervereinigung. Es braucht Geduld und viel kleine Schritt, die sich zu einem großen Ganzen zusammen fügen muss.

Matthias75 12.05.2021 08:25

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1601690)
Das ganze Gerede von eine angeblichen "Öko-Diktatur" und dem Verbot von allem ist ja auch ausgemachter Blödsinn.

Mag sein, dass ich mich täusche, aber aktuell habe ich das Gefühl, dass für einige der etablierten Parteien der Wahlkampf aktuell mehr darin besteht, Angst vor den Grünen zu schüren, also mit eigenen Inhalten zu überzeugen.

M.

keko# 12.05.2021 08:29

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1601686)
Wir haben in Darmstadt seit 10 Jahren einen grünen OB und die Früchte der Arbeit werden in den letzten 2-3 Jahren für alle sichtbar.
Natürlich gibt es hier auch Projekte die nicht allen grünen Wählern schmecken.
Vielleicht würdest auch eher Du von der Realität eingeholt als Frau Baerbock. Ich denke IHR ist klar daß sie im Falle des Falle ein Wahl gewonnen hat und keine Revolution.;)

In Stuttgart hat man schon lange begonnen, dass man Tempolimits von 60 auf 50 und 40 gesetzt hat. Dazu Fahrstreifen in Radwege umgewandelt oder für Schnellbusse. Man kann mitttlerweile verschiedene Verkehrsmittel auswählen. Ich habe junge Arbeitskollegen, die investieren ihr Geld nicht in die Finanzierung eines Autos, sondern sparen in einen ETF. Ich sehe hier nebenan täglich junge Väter, die bringen ihre Kinder mit dem Fahrrad in den Kiga. Da ist schon ein Prozess am Laufen.
Es wird aber nicht ohne Probleme geben. Daimler hat gerade eben verkündet, dass der Arbeitsplatzabbau nicht über die normale Fluktation (Rente, Abfindungen) zu machen sein wird. Und die Leute haben dort gute Gehälter. Wo die neuen gutbezahlten Stellen herkommen, konnte mir bisher noch niemand sagen. "Jobs" wird es mit Sicherheit neue geben. Egal, wer das Rennen im September macht, da wartet einige Arbeit :)

tridinski 12.05.2021 08:54

Eine Technologie wie den Verbrennungsmotor, dessen Zeit abgelaufen ist, künstlich am Leben zu erhalten kann ja auch keine Lösung sein. Neue gutbezahlte Arbeitsplätze entstehen offensichtlich nicht unmittelbar an der selben Stelle, also der Getriebeingenieur oder Getriebemechaniker wird nicht 1:1 weitermachen können, weil E-Autos nunmal kein Getriebe haben. Und zudem das Auto generell einen überbewerteten Platz in unserer Gesellschaft hatte. Vielleicht können einige von ihnen aber Getriebe für Windturbinen bauen? IT-Kenntnisse haben sie sicherlich, über die Schiene kann der Sprung woandersrein schon klappen. (Im Finanzbereich haben wir viele Quereinsteieger, die werden dann nicht gleich Derivatehändler, aber ein Projektmanager aus anderem Fachbereich hat auch schnell erstes Spezialwissen Finance drauf).

Das ist aber der ganz normale Prozess der Entwicklung, war bei den vorhergehenden industriellen Revolutionen auch nicht anders:


Die Arbeitsplätze verschieben sich halt. Die Politik muss diesen Prozess gestalten, es geht nicht darum in aufzuhalten. "Trump digs coal" oder bei uns "Andi hat Benzin im Blut" verzögert den Wandel und macht ihn letztlich schwieriger, auch wenn es kurzfristig ein paar Stimmen bringen wird: Vom Bergmann, vom Getriebeingenieur, etc.

Neue gut bezahlte Arbeitsplätze entstehen aber gerade jetzt in den Sektoren der Säule ganz rechts (Bild oben). Der Dienstleistungssektor (Bild unten) hat bei der sozialen Sicherheit, gute Bezahlung etc. sicher Nachholbedarf.


Diesen Wandel aktiv zu gestalten traue ich jedenfalls eher denen zu, die ihn schon vor mehreren Jahrzehnten erkannt haben und vorantreiben als denen, die sich an überkommene Besitzstände klammern und gleichzeitig auch nicht in der ersten Reihe stehen was den sozialen Ausgleich angeht.


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