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crazy 09.11.2020 08:09

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1564327)
(Jetzt bin ich echt am Hadern, denn das Wegelein wär in ner echt reizvollen Gegend. Ob ich da mal mit ner Machete durchmarschieren sollt?)

Beim Laufen hab ich ab und an tatsächlich 'n größeres Messerchen dabei, das mit dem Griff oben aus dem Rucksack schaut. Anders kommst hier aber nicht zurande...

Hatte auch schon überlegt, wie man konstruktiv das Hinterrad dezent umfunktionieren könnte im Stile eines altrömischen Streitwagens. Wie die 'Wege' hier teilweise ausschauen geht auf keine Kuhhaut.

sybenwurz 09.11.2020 12:55

Hm, am Vorderrad mit ner Lefty würds eventuell gehn...:Lachanfall:

generell ist das hier aber kein grosses Problem wie einst da in der Ecke unter Regensburg, wo jeder zweite Weg auf der Karte im Nichts endet, während an anderer Stelle nicht verzeichnete Wege aufgeschüttet werden, weil Bauschutt anfällt.
Da gabs ja ne grosse Vielfalt solcher Aktionen...

Hier dagegen gibts erfreulicherweise nur zwei Punkte, wo sich der Landmann scheinbar die in der Karte verzeichneten Wege anzueignen versucht hat und die Wege vor nem Weidezaun enden.
Da werd ich bei Gelegenheit mal bei der Gemeinde nachfragen, was genau es damit auf sich hat.
Weil, entweder ist das offiziell, dann gehört der entsprechende Weg aus dem Kartenmaterial gelöscht, oder halt nicht, das lässt dann Raum für Spekulation...

Nachdems mir immer schon aufn Senkel ging, wenn einer Jahr für Jahr 20cm mehr umzackert, bis der Acker am Waldrand endet statt mit nem Weg dazwischen, kommt mittlerweile einfach auch die Überlegung hinzu, sich für Rettungsaktionen im Gelände drauf verlassen zu müssen, dass Wege, die auf der Karte eingezeichnet sind, auch existieren und benutzbar sind.
Bei ner Vermisstensuche vor einiger Zeit standen wir nämlich genau vor einem der zwei erwähnten Wege und nen Umweg aussenrum nehmen zu müssen ist die eine Seite der Medaille, die andre, dass Wenden auf Feld- und Waldwegen oft nicht einfach ist und rückwärts rausfahren vorallem im Finstern auch nedd toll, und viel Zeit kostet, selbst wenn mans Fuhrwerk nicht im Unterholz versenkt.
Und so, wie es damals aussah, wusste auch die örtliche Feuerwehr in diesem Fall nicht bescheid, dasses da nicht weitergeht.

sybenwurz 09.11.2020 20:51

Beiläufig bemerkt: auch wenn ichs länger nicht erwähnt hab;- der Bildband vom Rough Stuff Fellowship begeistert mich weiterhin unregelmässig.
Spätestens wenn die Sonne aufn Wintergarten brennt, dass man derzeit da im T-Shirt sitzen kann und bei nem Kaffee hab ich immer noch Spass, die Seitendurchzublättern.







Zitat:

Zitat von crazy (Beitrag 1564347)
Beim Laufen hab ich ab und an tatsächlich 'n größeres Messerchen dabei, das mit dem Griff oben aus dem Rucksack schaut.

Das hat mich heute Spätnachmittag nachm Auftrag der nächsten Rostschutzlage auf die geschweisste Stelle vom Bulli dran erinnert, dass einer meiner Kumpels vom Straubinger Stammtisch beim MTBen (was andres fährt der eh nedd) auch immer so ne sackscharfe Taschensäge einstecken hat.
Und dies wiederum, dass ich die obien erwähnte Zahl von zwei auf drei korrigieren muss;- es geht nämlich hier direkt am Ende der Gasse eigentlich ein Weg weiter schnurstracks aufn Buckel hoch, der aber real kein Anfang und kein Ende hat und unterwgs nur rudimentär erkennbar wie nutzbar ist.

Unten dichtes Gestrüpp, hinter dem hat der dortige Grundstückseigentümer seine (nie genutzte, jedenfalls nicht seit ich hier wohne) Pferdekoppel quer übern ehemaligen Weg übern Bach abgezäunt, damit seine Hoppetossen da eins vom Wildbach schlürfen konnten, danach sieht der Weg erstmal richtig gut aus:
Nach unten:




Und nach oben:



Fast denkt man schon, "Aha! Da fehlt ja nix!", aber dann zweigt eine Spur rechts auf den Hang und die dortige Wiese ab, fast ein Wildwechsel.




Geradeaus weiter hoch, wo der Weg eigentlich verlaufen sollte, verliert er sich aber im Gesträuch und ein paar meter weiter in den Dornen, die sich darüber auch noch so tüchtig auftürmen, dass man eigentlich keinen Gedanken daran verschwendet, da was ausputzen zu wollen.
Allerdings gibts Hinweise, dass das schonmal jemand angegangen ist...




...wie auch Markierungen durchgehend, wo der Weg einst verlaufen ist.




Vielleicht fang ich da tatsächlich irgendwann mal an, ein wenig auszuräumen.
Garten- und Astscheren, Taschensägen wie notfalls schweres Gerät liegt hier ausreichend rum, ich bin in drei Minuten dort und genauso fix wieder zuhause und kann mir damit zwischendurch einfach mal n Viertelstündchen Bewegung verschaffen.

Jimmi 10.11.2020 08:49

Erinnert mich an meine Suche nach den Boyneburgk-Denkmal im Frühjahr. Auf einem wenig prominenten Trail hier auf dem Kamm nahe der A4 war dieses ausgeschildert, aber nicht auffindbar. Ich bin dann die kommenden Wochen mit Hilfe von Google Maps, einer Facebook-Freundin und dem Stadtchronisten von Herleshausen immer tiefer in den Forst eingedrungen. Sehr abenteuerlich, aber nicht wirklich zielführend.

Jedenfalls scheinen die Hinweisschilder vor dem Bau der Autobahn angebracht worden zu sein. Und das ist lange her. Der Gedenkstein war auf der anderen Seite der A4 und auch von dort aus nur mit viel Mühe zu finden.

sybenwurz 10.11.2020 12:59

Yeah, Abenteuer vor der Haustüre!
Erinnert mich an die unterhalb Regensburgs im Wald gefundene Müllkippe, wo einige interessante Artefakte auftauchten.
Fiel mir grad auch gestern wieder ein, wo ich diesen aufgelassenen Pfad da hochstapfte, weil seitlich davon auch so ne Rinne war, wo man in vergangenen Tagen sicherlich gut Krempel reinkippen konnte.
Ne Frage, der ich auf jeden Fall in näherer Zukunft mindestens mal nachgehen werde, ist, woher das Bächlein eigentlich kommt, das hier kanalisiert wird. (Nämlich nicht aus der grad erwähnten Rinne)

Als Kind hatte ich mal Karten ergattert, auf denen noch nichtmal die Autobahn A3 hier eingezeichnet war, da wars schon teils hochinteressant, darin eingezeichnete Sachen zu suchen (also, nicht das Suchen an sich, sondern eben, wenn mans gefunden hatte).
Irgendwie sind die aber leider abhanden gekommen.
War ne Aral-Autokarte wie ein paar topographische Karten vom Spessart.

sybenwurz 11.11.2020 18:08

Schöne Tragbilder zum Thema Fertigungsqualität und Toleranzen an Fahrrädern:







Gibt ja jede Menge so Schlaumeier, die meinen, man brauche das Tretlager nicht fräsen.
Hier seht man schön, wie schief das alles ist, so dass die Lagerschalen gar nicht rundum anliegen.

(Und wer mit Pressfit oder sonst irgendnem Patent unterwegs ist, das die Industrie uns beschert hat, damit sie mit weniger Aufwand bei gleichbleibend mieser Qualität und hoher Preise produzieren kann, braucht nicht annehmen, dass da irgendwas besser dran oder präziser gefertigt ist...:Lachanfall: )

Das einzig Gute, was hier aufm Bild erkennbar ist, ist die Pulverung, die sich trotz exaktem Anzugsdrehmoment der Lagerschalen nicht verdrückt hat...:Cheese:

sybenwurz 13.11.2020 17:30

Mein lieber Schubkarrnschieber, wenn ich mir das Rumgebaumel der ganzen Taschen da anguck, überkommt mich das kalte Grausen:
https://www.youtube.com/watch?v=ZpPa...ature=emb_logo

Das eigentlich witzige ist ja aber die Tour als solche, aber im Vergleich zu ner Expedition vom Rough-Stuff Fellowship 1958 nach Island, wo die die Insel von Süd nach Nord durchquert haben. Erstens mal mit Tourenrädern mit schmalen Reifchen, zweitens unter erschwerten Bedingungen, was damals das Sammeln von Informationen für so ein Vorhaben angeht und drittens hatten die ein Schlauchboot dabei, um Flüsse sicherer durchqueren zu können.
Vor so nem Hintergrund find ich, nimmt sich so ne Aktion heutzutage echt witzig aus.

Und apropos Aktion: Kind war nu zwo Wochen in Quarantäne, konnt ja nicht anders kommen als so, dass irgendeiner aus der Klasse die Seuche annen Hals bekommt.
Dass die kompletten Herbstferien mit in die Quarantänezeit fallen, war natürlich Extraklasse.

Also, jedenfalls konnts Madl eh nedd ausm Haus und ihr Bromfiets war out of order, nachdem die Mutter vom Kickstarter verlorengegangen war.
Aufgrund ner gewissen, ich sag mal 'Trägheit' ihrer Mutter 8also nicht der Schraubenmutter, meine ich), hätte dieser Zustand auch noch länger angehalten, aber mir riss dann vorgestern der Geduldsbendel und ich bin losgesurft und fand auch nach kurzem Intermezzo die passende Mutter. 8,01€, zuz. Versand 7,90.
Ja nee, klar.
Aber wozu liegen noch immer genug Motorradteile rum.
Nachdem ich feststellte, dass meine 125er auch den Kicker mit ner Mutter auf der Welle hält und ich rausfand, dass diese Mutter nur 5,50€ kosten würde (und ich sie versandkostenfrei im Laden bestellen könnt), hab ich sie direkt als Spenderteil mal mit eingepackt, Schieb- und Gewindelehre dazu und los.
Alles, was ich mir mal untern Arm geklemmt hatte, passte aber leider nicht, weil nämlich die originale Mutter ein stinknormales, japanisches Normteil war. Gewinde M10x1,25;- solche Muttern hängen zu Ditzenden an jedem japanischen Motorrad.
Gut, dass wir verglichen haben.
Ab in die Garage und da eine aus der Schublade gefischt.

Beim Aufschrauben fällt mir auf, dass das sackschwer geht, die zu drehen, sag ich "Mädel, die kann gar nicht verloren gegangen sein, unmöglich. Die hat dir jemand abgeschraubt."
"Hä, warum sollte denn jemand die Mutter abschrauben???"
Ganz einfach: weil er nicht wusste, dass der Kicker press auf der Verzahnung der Welle sitzt, den er eigentlich klauen wollte, weil seiner ihm abgebrochen war und er halt nicht wusste, dass er ihn nicht runterkriegt.
Den Kicker mit Gelenk hab ich nämlich auch im Internet gesehen, der liegt dann schon bei 140Öre.
Da macht zwar der Versand prozentual nimmer so schlimm viel aus, aber man spart sich halt mit 2 Minuten Angst beides, getreu dem Gebrauchtteilehändlerspruch: 'Nee, hab ich nicht auf Lager, aber ruf morgen nochmal an, ich weiss, wo hier nachts so n Ding steht'.
:Cheese:


Mittwoch Exkursion zum Bäcker und 'take the long way home' (das war übrigens der Fredtitel vom letzten Blog, wer sich erinnert).
Meine Fresse, wie geil!
500m Umweg und unerforschtes Land für Wochen!







Ja gut, klar, die Pferdekoppel iss direkt hier um die Ecke den Buckel rauf, um die gehts aber nedd, eher um den Weg da hin, bis er wieder mit dem gewohnten zusammentrifft.

sybenwurz 13.11.2020 17:57

Ach, total vergessen: hat eigentlich irgendjemand mitgekriegt, dasses diesen Saftladen namens Spinergy immer noch bzw. wieder gibt?
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass der Name nicht so verbrannt ist bis in ewige Zeiten, dass irgendwer nochmal auf die Idee käm, da wieder Laufräder anzubieten...

Und irgendwie sind die Dinger zwar wieder anders, aber auch wieder total hirnrissig:
https://www.spinergy.com/products/gxc

Ich hab vor langer Zeit mal das zweifelhafte Vergnügen gehabt, so n Laufrad zentrieren zu sollen. Die Speichen bestehen grob gesagt aus seeehr vielen Glasfiberhärchen mit buntem Schrumpfschlauch umhüllt. Die Enden sind in Gewindenippel bzw. an der Nabe so nen Pilz eingepresst und wenn sich da was mitdreht, kann mans mit keinem Werkzeug dieser Welt festhalten.
Ausserdem frag ich mich, wieso man, auch wenns links ist, auch nur nen Zehntelmillimeter Nabenbreite verschenkt, die Speichen flacher zu stellen oder aufwendig ne Nabe fräst für nen tangentialen Speichenabgang, die dann aber doch noch nen Knick haben (der Grund dafür ist ja eigentlich, dass die Speiche eben keinen Knick hat)(weil das immer ne Schwachstelle ist)(sieht man ja schön, weil ne Speiche in der Regel am Speichenbogen an der Nabe bricht, wo es um die Ecke zum Speichenkopf geht. Oder am Ende vom Gewinde, wenn der Nippel in der Felge ne andere Richtung hat als die Speiche, also die Speiche nen Knick hat, wo sie den Nippel verlässt).
Irgendwie gibts echt Stehaufmännchen mit ner Energie, die man anderen mehr wünschen würde...

carolinchen 13.11.2020 22:31

Zu dem ganzen Technikkkram kann ich nix sagen aber dieses Islandvideo finde ich nur öd.
Da fahren 4 mit hochausgerüsten MTB durch die Gegend, begleitet von Kamerateam und finden sich wie die großen Helden. Warum noch Rücksäcke?
Episch oder so ähnlich aber fett Red Bull Werbung.
Was ist das Resultat: genau der gleiche Mist wie die Spots der Influence auf Instagramm- du fährst du die Berge und überall wird wild campiert nur für ein epischen Sonnenaufgang vom Zelt aus.

sybenwurz 14.11.2020 12:23

Zugegebenermassen war das auch meine unterschwellige Botschaft, aber ganz so einfach ist es (wie so oft) nicht.
Ich mein, erstmal ist so ne Diskussion, Leute irgendwohin zu locken, wahrscheinlich so alt wie die Menschheit.
Hat einer nen nicen Spot gefunden, finden den auch andere cool, das ist natürlich weit in die Frühzeit gegriffen, aber im Heute ists ja genauso die Diskussion in den Alpenvereinen und/oder über die Berghütten, und das Dilemma, 'ob auf dem Mond, ob auf dem Mars, überall ein Influencer-Arsch' hast du ja erwähnt.

Auch das Medium ist an sich wurscht, die erwähnte RSF-Expedition 1958 hat halt in der Tageszeitung geklappert, um Unterstützer im Vorfeld zu finden und nachher über die Erlebnisse zu berichten und glücklicherweise, muss man ja sagen, haben sie auch mit der damals üblichen Ausrüstung viele Bilder gemacht...:Liebe:
Heute ist die Ausrüstung halt ne andere und die Reichweite ne grössere und generell gehts mir da wie dir, dasses mich ankekst, aber wenn ich nu das Beispiel Island nehme, und die Zielsetzung der Alpenvereine daran anknüpfe, ja nämlich den Fremdenverkehr zu entwickeln, wär mir doch jede Nase, die nicht in den Alpen rumkraucht, sondern ihr Geld zu den Isländern trägt, also nicht dem Alpenverein sondern unserm Filmer hier folgt, nur recht.

Ich ärgere mich ja selbst, dass ich so n Sonnenanbeter bin und keine Böcke hab, bei durchschnittlich einstelligen Temps, 300Regentagen im Jahr bis zum Bauch mein vollbepacktes Rad 5x am Tag durch eiskalte Gletscherströme in nem begeisternden Land* zu tragen, sondern stattdessen die Massen in den Alpen, aktuell im Spessart oder in der Fränkischen Schweiz bereichere, die ich gleichzeitig ablehne.
Sollten wir es nicht stattdessen eher begrüssen, dass die Urlauberschar ihr Geld im Land lässt und mit reichlicher Verspätung 'ihr eigenes Terrain' entdeckt, statt das Geld ins Ausland zu tragen?

Ich weiss es nicht, und ich denke, er wird keine eindeutige Antwort geben.
Dazu ist es, zurück zu dem Film, auch wieder nur eine Facette des grossen Ganzen.
Chris Burkard hat im Leben erst ein paar mal aufm MTB gesessen und bestenfalls ne handvoll Nächte je draussen verbracht, dafür aber bereits über 40x Island bereist (ich kanns nachvollziehen und mags nicht kritisieren, in dem Umfeld in ner Hütte und nicht im Zelt zu pennen) und einige sehr beachtete und prämierte Filme abgeliefert, zuletzt, UNNUR.

Eric Batty ist auch kein ganz unbekannter Fotograf und Filmemacher, der im Gegensatz zu Chris auch schon Expeditionen mitm Fatbike, beispielsweise 700km an der Südküste der Hudsonbay, durchgeführt und dokumentiert hat.
Seine Frau Emily schliesslich mag hierzulande genauso unbekannt sein und im isländischen Umfeld eher als das blonde Schönchen daherkommen, hat den Rote-Kuh-Pott aber nicht umsonst aufm Kopp, da sieseit anderthalb Jahrzehnten zig Top-Platzierungen bei irgendwelchen XC-Championships bis hin zur WM und Olympia einfährt.
Ich kann mich grad in Bezug auf das Thema 'over influencing' nicht entscheiden, ob es nun gut oder schlecht ist, dass die meisten davon nix wissen?

Aber ähnliche Fragen hab ich mir vor diesem Hintergrund schon vor 15Jahren gestellt, als ich in unsrer Vereinszeitschrift regelmässig Berichte über irgendwelche Wettkämpfe gepostet hab.
Wie wir wissen, steh ich ja auf kleine, familiäre Veranstaltungen, wo man fast alle kennt, die man dort trifft;- da ist das Thema das gleiche: trage ich zum Erhalt der Veranstaltung bei und freue mich, somit lange dran teilnehmen zu können, oder überwiegt der Faktor, dass nu alle da hin rennen, weil ich mich so begeistert darüber ausgelassen hab, dass ich selbst keinen Startplatz mehr kriege im nächsten Jahr?
Hm.

Hier jedenfalls mal nen Artikel über die Island-Radtour, der deutlich anders rumkommt als die Video-Coverage der Protagonisten selbst.

Also, letztlich bleibt mein Eindruck, grad vorm Hintergrund der hochpotenten Teilnehmerschar, dass die Ausrüstung lächerlich ist und am lächerlichsten dabei das Photo das Foto davon mit einerseits den Ultraleichtgewichtspacksäcken mit kiloweise Akkus und sonstigem Kram für Kameras, Drohnen und 'die ganze' Förrz' daneben.
Ich ertrag das halt, weil ich auch, zwar im Kleinen, aber dennoch, lieber ne 'gescheite Kamera' mit nem halben Kilo am Rucksackträger hängen hab, als mitm Händi zu fotografieren.
Was will ich da sagen, wenn der Profi halt drei Kilo Equipment braucht und mitschleppt, weil er nicht akzeptieren will, was für mich ne 'gescheite Kamera' ist...?



*) die Taufpatin meiner Schwester war mit nem Isländer verheiratet, das hat mich als Kind schon total fasziniert, aber ich hab auch damals schon gedacht, dass es schade sei, dass ich das wegen meiner Leidenschaft für sonniges Wetter und hohe Temps nie sehen werde

sybenwurz 14.11.2020 15:39

Ach ja, und, weil ich grad über Emily Batty's Projekt 'More Kids on Bikes' gestolpert bin, da frag ich mich, wie weit soll man gehen damit, Leute nicht irgendwo hin zu locken?
Sollten wir vielleicht damit anfangen, nicht schon Kids für irgendwas zu begeistern?
Sie bloss nicht aufs Bike setzen, nicht zum Schwimmen schicken, gleich drauf achten, sie nicht versehentlich fürn Strandurlaub oders bergwandern zu begeistern, weil sie potentiell dann auch irgendwann zu einem Überansturm beitragen würden?

sybenwurz 15.11.2020 23:40

Doofes Wochenende, irgendwie, trotz formidablem Wetter für die aktuelle Jahreszeit.
Samstach s Hinterteil vom Bulli ausgeräumt, nebenher n bissl mal fix hierhin und dorthin und schwupp, stehn abends 25km mehr aufm Fahrradtacho, von denen man an sich nix gemerkt hat.
Die grösste Einzelstrecke war sicherlich in die Firma, n paar Sachen zusammensammeln, denn:



Sie ist da.
Die norwegische Antwort auf Rohloff.
Bestellt und bezahlt (keine Billigalternative, weissgott...) im Juli, hätte ichse ja schon mehrfach gecancelt, weil bei dem finanziellen Einsatz gehts einfach nedd, dass ich monatelang nix hör und seh und wenn ich selbst nachfrag, vertröstet werd.
Aber gut iss nedd mein Bier, wenn die Kollegen, die es betrifft, auf Faulheit drauf verzichten, mei...
Jedenfalls kam Dienstag die freudige Botschaft, woraufhin ich gleichmal die Notbremse gezogen hab, meine Rodel zwecks Lackierung zu zerlegen.
Denk, das probier ich erstmal aus.

Daher tauchte heute auch das stolze Ross wieder im Wald auf.
Alles irgendwie nedd so wirklich begeisternd.





Hier hoch, und es sieht natürlich wieder nicht aus, als gings überhaupt bergauf, obwohls stellenweise halbwegs biestig ist, habense nämlich geschoben. Das war n schnuckeliger Singletrail, den ausser mir eigentlich keiner bergauf benutzt hat, jedenfalls sind mir immer nur alle von oben runter entgegengekommen und wenn ich runtergefahren bin, keiner hoch.
Wie auch immer, loser Sand mit faustgrossen Steinen drin, nix festgewalzt. War vorher recht holperig und schlecht zu fahren, wurd durch die Aktion nicht besser. Und dadurch, dass Herbstlaub draufliegt, nochmal nicht.

Dafür habense hier gesperrt:




Wer mal n paar Seiten zurückblättert, 'Tor zum Spessart' hab ichs mermals genannt, weil riesen Bäume knapp überm Boden abgebrichen sind und schräg übern Weg hängen, denn sie sind natürlich nicht umgekippt sondern in die Krone anderer Bäume gefallen.
Scheinbar hat die Forstverwaltung nu Schiss, dasses mal jemanden erschlägt.
Wie man in der Vergrösserung erkennt, juckt das einige nicht, bis zu nem gewissen Punkt nachvollziehbar;- der Umweg ist nicht ganz unbeträchtlich und gänzlich unreizvoll.
Zumal, wenn mans vorher wüsste, würde man direkt gleich von unten komplett anders fahren.

Als nächstes verschlugs mich mal wieder aufn Hasenstabweg. Eigentlich wie die bisherige Route als Weg nicht so optimal fürn ungefedertes Bike, aber mei.




Richtig uncool wurds dann hier runter, auch wenns kaum nach bergab aussieht
Da stehste mit so nem Ding halt nur auf der Bremse und nur lässig in Bremshebelhaltung aufm Lenker hängen iss auch nedd.




Jou, and dann am Tiefpunkt der Tour 'al lago'.


sybenwurz 15.11.2020 23:43

...Und jetzt schiffts hier schon wieder...:(

Also, den Rest nahezu unkommentiert, halt Wege, auf denen sich die Rodel wohler fühlt aus auf garstigen Singltrails.





Hier eher nedd, aber da kriegt man auch mit Schiss und Herbstlaub aufm Weg berauschende 50km/h auf die Uhr:



Und dann mal wieder n Versuch, die HDR-Funktion vom Telefon zu nutzen. Eher nedd so der Brüller. Wie s ganze Wochenende halt, ich erwähnte es bereits.


sybenwurz 18.11.2020 14:18

So, da isser ja schon wieder...

Gestern hats mich ja ganz übel erwischt und ich hing mit nem wahnsinns Schädel in den Seilen wie nix Gutes.
Dacht mir noch, hoffentlich iss das heute besser, denn da musst ich vorm Frühstück mal eben zum Bäcker und das hätte ich gestern in meinem Zustand nicht auf die Reihe gekriegt.
Nicht zu Fuss, nicht mitm Auto und schon gar nedd mitm Rad.
Aber heut war alles wieder halbwegs ok, daher hab ich direkt mal wieder nen kleinen Umweg aufm Rückweg eingebaut.




Ich denk mir ja immer, wenn ich so Bilder seh, die drehn an den Einstellungen wie vom Jenseits Geschickte, aber das Telefon, meins jedenfalls, macht das scheinbar ganz alleine.
Aber mei, sicher kann man dennoch an den Reglern schrauben.

Was mich grad ob ner gewissen Langeweile im Job und angeregt durch verschiedene Themen hier im Forum wieder besonders bewegt, ist, wie könnts auch anders sein, das Verhältnis von dem, was uns die Bikeindustrie hinstellt, wie sie es uns hinstellt und was oder wie wirs eigentlich gerne hätten oder bräuchten, wenn wirs hinterfragten, weil entweder die Situation einfach so gewachsen ist oder es uns vom Marketing halt so untergejubelt wird.
Letzteres kotzt mich in nem anderen Sektor grad besonders gewaltig an, Ebikes. Für den neuen, 2020 rausgekommenen Bosch-Motor gibts grad das 5. Upgrade und Bosch tut so, als wärense die grössten Wohltäter, weil sie es uns schenkten, dabei ists einmal mehr ihrer Unfähigkeit geschuldet, ein zuverlässiges und zu Ende entwickeltes Produkt aufn Markt zu bringen. Während alle anderen Bikes eigentlich fahren wie n normales Fahrrad, nur halt, dass man einmal noch vorher aufn Knöpfchen drücken muss, tut Bosch so als sei es normal, (bisher, das Jahr ist ja noch nicht um) 5 Mal zu nem Firmwareupgrade in die Werkstatt zu fahren. Ja nee, iss klar.
Teilweise tunse dann noch so, als hättense das Ei des Kolumbus neu gelegt, also beispielsweise bei einem der früheren Upgrades für diesen neuen Motor, das ihm dann statt 70 derer 85Nm Drehmoment schenken soll.
Klar, kann man merken, ausnahmsweise tuts aber scheinbar sogar die Journaille nicht, obwohl die den Pennern aus der Industrie sonst aus der Hand fressen, der eigentliche Punkt ist aber, dass andere Motorhersteller schon ewig und drei Tage serienmässig noch mehr Drehmoment haben und auch bereits jahrelang hatten, als Bosch seinen letzten Motor auch nur vorgestellt hat.

Anderes Beispiel: Vorbaulänge. Da geht der Trend ja zu immer kürzeren, aber natürlich auch nicht ohne Grund oder weil man ausgerechnet jetzt grad erst gemerkt hätte, dass das so toll ist.
Nee: stelle man sich nen identischen Vorbau vor, einmal mit breitem Lenker, einmal mit schmalem. Mitm breiten Lenker ist natürlich die Neigung des Oberkörpers grösser, das kann man mitm kurzen Vorbau natürlich gut ausgleichen (und muss es mangels Alternativen auch).
Es gibt aber noch nen andern Grund: die grossen Laufräder, die heute statt 26" eingebaut werden, in Kombi am MTB mit den grossen Federwegen plus auch noch diese fetten Puschen in selten weniger als 60mm Breite (und damit zusätzlich auch Höhe). Auch wenn die Forke einfedert, muss der Reifen ja noch vors Unterrohr passen und darf nicht streifen, und das kann man durch zweierlei Parameter verändern: Lenkwinkel und Länge vom vorderen Rahmendreieck.
Ersteren kann man natürlich nicht beliebig verkleinern, abgesehen davon, dass dann irgendwann die Gabel bei Unebeheiten mehr nach hinten als nach oben einfedert, also muss das Fuhrwerk länger werden.
Aber man macht halt einfach aus der Not ne Tugend, grad so Hardcore-Schnitten hatten ja vorher schon kurze Vorbauten aus Stabilitätsgründen und um ne hinterradorientierte Gewichtsverteilung zum Bergabfahren zu erreichen, und erklärt mit irgendwelchen Rechenbeispielen, dass das generell einfach besser sei, währends ein Teil gar nicht merken würde, dem andern Teil auch egal ist und der dritte Teil den Technikus gibt und irgendwelche wirren Theorien aufstellt oder zu widerlegen versucht...:Cheese:

Anderer Punkt war diese StW (stiffness to weight)-Orgie, die letztlich darin gipfelte, dass Rahmen so steif gebaut werden, dass sie vom Normalsterblichen nimmer komfortabel und auf grösseren Strecken fahrbar sind, das ist natürlich aus Unternehmersicht toll, wenns die Kundschaft so dankbar annimmt, dass man das mit dämpfenden Lenkern oder Sattelstützen zu satt dreistelligem Preis abmildern kann, aber letztlich fand ichs immer sinvoll, ne Ursache auszumerzen statt an den Symptomen rumzudoktern.

N ziemlich aktuelles Thema ist die grad hochkochende Gravelgeschichte in in Zusammenhang damit, dasses wohl nimmer so richtig hipp ist, 'normale' Packtaschen da dranzuhängen und nen althergebrachten Gepäckträger dafür zu verwenden.
Bis zu nem gewissen Punkt wars ja verständlich, die 700gr. für das Gepäckträgerle einsparen zu wollen, aber irgendwie beisst sich die Katze doch in den Schwanz, wenn ich jetzt statt Gepäckträger mit Taschen dran und Packrolle (wo zudem richtig was reinzupacken geht) drauf doppelt so viel Leergewicht für die ganzen, verschiedenen Taschen mit all ihren Strapsen und Schnallen zum Festbinden hab und unterm Strich Zeug mit nem Gewicht einpacke, das sogar das Mehrgewicht eines Anhängers problemlos rechtfertigen könnte...:Lachanfall:
Worauf ich aber letztlich eigentlich und unabhängig davon rauswill: nu habense uns im Lauf der Jahre diese Slopinggeometrien untergejubelt, dass sie die schon gar nimmer hinterfragen. Lieber wird weiter mit nach hinten abfallendem Oberrohr gebaut, als drüber nachgedacht, dass man da doch ne viel grössere Tasche ins Dreieck hängen könnte, wenns Oberrohr mal wieder waagrecht wär.
Dann guckt halt die Sattelstütze nimmer 25cm raus sondern nur noch 17, iss an so nem Biketyp aber doch vollkommen wurscht.
Im gleichen Atemzug könnte mans Steuerrohr verlängern, um den Spacerturm, der der kommoden Sitzposition geschuldet ist, zu verkleinern (und der Optik dienen) und hier nochmal 2-5cm in der Höhe vom Oberrohr holen, also nochmal mehr Platz im Rahmendreieck.

carolinchen 18.11.2020 19:58

Amen:Lachen2:

Siebenschwein 18.11.2020 21:52

Ach Gottchen, da kannste doch seit die MTBs mit 28 Zoll-Rädern aus Marketinggründen 29er genannt werden, nur noch drüber lachen. Das war der finale Test, ob sich der Fahrradkäufer wirklich jeden Bullshit als neu und genial andrehen lässt.
Am Ende gibts für jeden Trend exakt einen Grund- und der ist zu 90% mehr Kohle für den Produzenten.

pikpikolymic 19.11.2020 12:02

Zitat:

Zitat von Siebenschwein (Beitrag 1567113)
Ach Gottchen, da kannste doch seit die MTBs mit 28 Zoll-Rädern aus Marketinggründen 29er genannt werden, nur noch drüber lachen. Das war der finale Test, ob sich der Fahrradkäufer wirklich jeden Bullshit als neu und genial andrehen lässt.
Am Ende gibts für jeden Trend exakt einen Grund- und der ist zu 90% mehr Kohle für den Produzenten.


Ja, wenn sie das nicht tun, was machen dann die Leute im Marketing?
:Cheese: :Cheese:

Harm 19.11.2020 12:42

Watt is´n nu mit der skandinavischen Rohloff.
Hängt die jetzt an einem Deiner Räder und gibts schon erste Eindrücke?

sybenwurz 19.11.2020 14:25

Muss erstmal Speichen auftreiben und zusammen mit der Nabe n Hinterrad stricken...:(

Hab gestern erst kurz vor spät gemerkt, dass bei der letzten Bestellung die Speichen in Rückstand gewandert sind und grad erst woanders bestellt.

Aber gewogen hab ich: Betätigungskrempel 377gr zu 414gr bei Rohloff, beides natürlich noch ungekürzt, Nabe selbst 1605gr zu 1797 die Rohloff.
Das iss schon n Brett, mit dem ich nicht gerechnet hätte.
Zudem wirkt die Kindernay zierlicher.
Bei der Rohloff kommt ausserdem noch die Befestigung/Momentabstützung hinzu, die bei den Norwegern bereits mitgewogen ist (da an der Nabe dran).
Da muss zwar auch noch ein Teil an den Rahmen, aber das ist wie n Bremsadapter, den ich für die Scheibenbremse in der Grösse wie geplant eh brauch.
Die Bremsscheibe dürfte auch nochmals leichter sein, da der Befestigungsdurchmesser bei der Kindernay grösser ist, die Speichen also kürzer sein dürften.
Also bisher mal nedd schlecht vom Ansatz her, die Betätigung geht halt nur über die zwo fetten Daumendrücker, wo dann einer rechts und einer links sitzt.
Aktuell keine Alternativen.
Und die sind optisch n bissl krass. Aber mal abwarten, wie sich die am Lenker machen.

Davon abgesehen bin ich aber mal zuversichtlich, denn das Betätigungszeug ist schon alles zusammengebaut und ich werds, weils eigentlich in ein andere Bike reinsoll, nicht kürzen.
Da hab ich schon beim Einbau der Rohbox aufgeatmet, wie einfach die Schaltzüge zu montieren sind gegenüber Rohloffs Patent, erstmal die Züge auseinanderhalten zu müssen, haargenau ablängen, auf diese Seilrolle aufwickeln, nachdem (hoffentlich) alles aufn Zug gefädelt wurde, was muss, usw.
Da liegen echt Welten dazwischen zugunsten des Patents von Georg Blaschke.
Allerdings ist die Schaltung zumindest mit meinen Hebeln ziemlich indifferent. Hab zunächst dann gleich von den Rohloff-(Brems)aussenhüllen auf Schaltaussenhüllen umgerüstet, das hats schonmal deutlich verbessert, dennoch geht die Schalterei nicht so hundertpro intuitiv, mit viel Hebelweg und will geplant sein, also, Schalthebel auf Vorspannung bringen, aufhören zu Treten (und beim Ebike warten, bis auch der Motor aufhört, zu unterstützen), dann schalten und wenn der Gang eingerastet ist (und nicht zwischen zwo Gängen hängengeblieben ist) weitertreten oder direkt den nächsten Schaltvorgang einleiten.
Letztlich wird das in Nokon-Zügen enden, wenn die Büchse nachm Lackieren wieder zusammengebaut wird.

Harm 19.11.2020 15:48

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1567322)
Da hab ich schon beim Einbau der Rohbox aufgeatmet, [...]
Da liegen echt Welten dazwischen zugunsten des Patents von Georg Blaschke.
Allerdings ist die Schaltung zumindest mit meinen Hebeln ziemlich indifferent. Hab zunächst dann gleich von den Rohloff-(Brems)aussenhüllen auf Schaltaussenhüllen umgerüstet, das hats schonmal deutlich verbessert, dennoch geht die Schalterei nicht so hundertpro intuitiv, mit viel Hebelweg und will geplant sein, also, Schalthebel auf Vorspannung bringen, aufhören zu Treten (und beim Ebike warten, bis auch der Motor aufhört, zu unterstützen), dann schalten und wenn der Gang eingerastet ist (und nicht zwischen zwo Gängen hängengeblieben ist) weitertreten oder direkt den nächsten Schaltvorgang einleiten.
Letztlich wird das in Nokon-Zügen enden, wenn die Büchse nachm Lackieren wieder zusammengebaut wird.

Ich hab auch die Rohbox vom Blaschke mit Schaltaussenhüllen. Bei den längeren Hebelwegen gebe ich Dir recht, ansonsten funzt das bei mir perfekt. Und zwar seit vielen Jahren...
Schalten unter Belastung, Schalten im Stehen, Schalten ohne treten alles einwandfrei. Nix zwischen zwei Gängen hängenbleiben.
Irgendwann hatte ich mal die kleinen Hebelchen zu weit gezogen, so daß gar nichts mehr ging. Einmal die Box aufgeschraubt, alles wieder in Position gebracht, schön Lagerfett drüber und gut wars....

Da sehe ich auch den Vorteil der Rohloff gegenüber der norwegischen Alternative. In Verbindung mit den SRAM Schalthebeln ist das clean am Lenker, leicht und funktioniert einfach....
Bin trotzdem gespannt auf Deinen Bericht wegen des Norwegers...

sybenwurz 19.11.2020 16:15

naja, ich hab zugegebenermassen die Schalthebel sehr nachlässig modifiziert und einfach die Rasterung mit nem dazwischengesteckten Stückchen 2mm-Schweissdraht ausser Kraft gesetzt. Weiss nedd, ob Campas Patent, mit dem der Schalthebel die Seilscheibe mitnimmt, da eventuell mehr Spielraum hat als ein Schalthebel von Shim oder Sram.
Müsst ich mal ausprobieren, aktuell ists jedenfalls nicht so brutal geil und vermiest mir ein bissl den Fahrspass, weil vorallem bergauf im Gelände das ganze Fuhrwerk so viel langsamer wird beim Schalten, dass ich eigentlich gleich nochmal schalten müsste.

Aber gut, es gibt genug Optionen. Da ich zwo Kettenblätter montieren kann ist ne 2x10-Kettenschaltung ebenso möglich wie irgendwas mit Einfach vorne, zumal ich inne Firma noch n passendes Hinterrad mit Micro Spline Freilauf hätte.
Auch die Rohloff mit geradem Lenker ist denkbar, wenngleich das Bike dazu eigentlich zu kurz gebaut ist.
Experimentieren war eh angedacht, von daher wirft mich das jetzt alles nicht aus der Bahn, und solange kein Lack drauf ist, eh nicht.
Was auch noch ansteht, sind n paar Versuche mit den Schutzblechen, weil so wie das Bike aktuell aussieht, könnt ich die, die drauf sind genausogut auch weglassen. Da fliegt der Dreck einfach auch seitlich raus, logo, die Stoppelreifen wirken ja n bissl wie n Lüfterrad.
Hab nu erstmal welche mit halbrundem Querschnitt geordert, die quasi seitlich weiter um den Reifen rumgezogen sind;- halt wie die Speichen aktuell auch nedd lieferbar.

sybenwurz 21.11.2020 13:06

Kleiner Ausblick im Supermarkt:




Nun isses schon geil, mit etwas zu werben, was eigentlich selbstverständlich sein sollte.
Bringt mich auch bei Eiern immer auf die Palme, wenn ich drauf lese, dass sie ausm Betrieb 'ohne Kükenschreddern' stammen.

Bei Gummibärchen dagegen find ichs witzig, wenn ich draf lese 'Ohne Fett!'.
Na immerhin...

sybenwurz 21.11.2020 23:33

Boah, wassn Schice, es geht gleich weiter.
Vorhin schreibt n Spezl, dass nächstes Jahr der Watzman mal wieder aufgeführt werden soll.
Der taucht so alle paar (Schalt-)Jahre mal wieder aus der Versenkung auf mit ner neuen, diesmal ganz ganz ehrlich allerallerletzten Neuinszenierung.
Aber klar, der Ambros und der Prokopez und wie die alle heissen, leben natürlich alle nedd von der Hand in den Mund.

Also, wie auch immer, wir hatten da anno 1991 ein brutales Happening am Wochenende aufgeführt, als das in der Alten Oper in FFM gespielt wurde.
Freunde aus der Schweiz waren da und ich war sonntags so beseelt von den vorangegangenen Tagen, dass ich kurzerhand mit jenen aus Aachen zu denen nach Hause gefahren bin, weil ich der Meinung war, dieses Wochenende dürfe nie zuende gehn.
Montag war dann der einzige Tag in meinem Leben, an dem ich jemals mal Blau gemacht hab, weil das mit der Heimkommerei nicht so richtig gut geklappt hat, dafür hatte ich ne neue Freundin, 300km entfernt.
Mithin der Auftakt zu der wildesten Zeit meines Lebens, sieht man vielleicht mal von nem Teil der 80er ab.

Jou, und während ich so mit meinem Spezl Bilder hin und her schicke, nebenher versuche, mich zu erinnern, wie die ganzen Leute hiessen und wie ich an die rankommen könnte, stellen wir eben fest, dass die Alex gestorben ist.
Hab mich noch gewundert, dass ich sie an ihrem Geburtstag nicht erreicht hab, sie auf meine Nachricht nicht geantwortet hat und sich auch an meinem Geburtstag nicht gemeldet hat;- nu weiss ich warum.
So n Schice ey, och menno!
x-(

sybenwurz 22.11.2020 18:47

So, nix mehr Indian Summer, der Herbst ist voll da mit Vorgeschmack auf den Winter, Bäume meist schon kahl unds Wetter nasskalt.
Naja, passte zu meiner Stimmungslage.




Auch irgendso n Kuriosum;- der Mensch renaturiert einen Bach.


Hier was total unauffälliges.
Ein nichtssagender Waldweg.
Aber in früheren Jahrhunderten, ehe es die B8 und erst recht die A3 gab, war der hier einer der (unbekannteren) Haupthandelswege quer durch den Spessart über einen der Höhenzüge.
Also, man musst halt schauen, wie man rauf kam, aber wenn man oben war, gings mehr oder weniger gleichmässig mit halbwegs wenigen Auf- und Abstiegsmetern auf der selben Höhe dahin.




Und so sieht das heute aus:




Das war dann auch schon die Bildausbeute des heutigen Tages.
Die Ausfahrt war ziemlich ekelhaft, rein wegem Wetter. Kalte Füsse, kalte Finder und die Handschuhe, obwohl in der gleichen Grösse gekauft wie die identischen Vorgänger, sind den entscheidenden Tick zu klein, speziell die Finger zu kurz.
Das drückt dann vorallem unangenehm auf die Daumenspitze.

Aber auch was positives gibts: ich bin ja hartnäckiger Verfechter von Rennlenkern und hab die Kiste ja rund um den Lenker geplant, aber wegen der Kindernay-Nabe hab ich die letzten Tage den geraden Lenker aufgepflanzt, weils für Rennlenker keine passenden Schalter für die Nabe gibt.
Und was soll ich sagen: ich glaub, ich lass es so.
Die Rohloff bleibt weiterhin bescheiden zu schalten, ständig lande ich zwischen den Gängen (wo dann irgendwie stattm 5. der 12. drin ist oder so), vorallem zwischen dem 6. und 9. klemmts immer wieder gerne mal und wenn ich vom 8. in den 9. schalte, geht ein Ruck durchs ganze Bike, der mich an den naja, ich nenns mal Schienenbus irgendwo im Umland von Florenz erinnert, mit dem ich mal in die Stadt gefahren bin. Dieselmotor, Kupplung wie beim Auto und drei handgeschaltete, unsynchronisierte Gänge, also so fühlt sich das an.
Keine Ahnung, was da los ist, aber so wie aktuell ist das nicht grad Referenzklasse und eigentlich kenn ich das auch anders. Aber gut, mei, meine Hoffnung liegt auf der Kindernay.
Der Lenker insgesamt ist mir auch noch zu hoch, aber davon abgesehen und dass ich mal gucken muss, wie ich den tiefer krieg, taugt mir das voll.

Dann war ich gestern nochmal in der Firma, weil die näher ist als meine Garage und ich Magura-Bremsenbrühe brauchte und hab dabei nochmal diese Schalter für die norwegische Dose in die Hand genommen und denk ich seh nedd richtig: sind die Schalthebel tatsächlich so wie es aussieht, aus Guss?
Magnet drangehalten und siehe da: tatsächlich! Also, Alu iss das nedd.
Da muss ich wohl mal einen entbehren und scannen lassen, damit wir den mal aus Plaste drücken können.
Aber hoffentlich kommen erstmal die Speichen bald!

sybenwurz 22.11.2020 18:57

Achso, ja, nee, ein, zwei Dinge noch.

Erstmal find ichs begeisternd, ie der rein willkürlich gülden gewählte Lenker doch in die Herbstlandschaft passt...:



Und dann dies hier, weil ich ich ja auch schon häufiger mal über die Vielzahl an Standards ausgelassen hab, so dass eigentlich von Standards gar nimmer die Rede sein kann.
Der hier bläst auch öffentlich ins gleiche Horn:
https://www.bikeradar.com/features/o...mtb-standards/

Harm 24.11.2020 09:57

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1567348)
naja, ich hab zugegebenermassen die Schalthebel sehr nachlässig modifiziert und einfach die Rasterung mit nem dazwischengesteckten Stückchen 2mm-Schweissdraht ausser Kraft gesetzt.

Also ich hab mich damals 1:1 an die Beschreibung vom Blaschke gehalten.
Er empfahl SRAM Force und ich kaufte SRAM Force...
Hab am Wochenende meinen Dachboden ausgemistet. Da hab ich noch den Ausdruck der Anleitung sowie die von mir ausgebauten Achsen und Federn gefunden... Das hab ich dann mal entsorgt. Wie gesagt funktioniert perfekt in allen Gängen und in allen Situationen.
Ach ja, der CoMotion Drehschalter, der auch an einen Rennlenker passt, ist nun verkooft! Der hatte die Jahre vorher auch stets gute Dinge geleistet. Musste halt zum Schalten umgreifen...

sybenwurz 24.11.2020 10:58

Hm, ja, aktuell steht da Sram oder Campa und zu Campa, dass er keine allgemeingültige Umbauempfehlnung geben kann, er es aber bisher noch jedesmal geschafft hat. Im Gegensatz zu den älteren Ergopowern, sind die aktuellen aber nicht gesteckt oder verschraubt, sondern halt verstiftet und damit ist ein Umbau nimmer reversibel.
Das mag ich beim Kostenfaktor für Bremsschalthebel mit Hydraulik nedd akzeptieren, auch wenns letztlich nedd meine Kohle ist.

Davon aber abgesehen schaltet sich die Nabe wie erwähnt auch mit dem Drehgriff völlig inakzeptabel, so dass ich mittlerweile denke, dass es nicht an der Rohbox und auch nicht an den Campahebeln hängt, sondern an der nabe selbst.
Die einzige eigene die ich aktuell hab, hat zwar nur 26", aber für ne Probefahrt und ein lustige Probeschalten sollts reichen, davon abgesehen liegt die Präferenz derzeit aber eh auf der Kindernay und dass die Speichen kommen, so dass ich ein Rad draus stricken kann.

crazy 24.11.2020 21:24

Kurze Info, "Tage draussen", der schicke Film der ÖAV-Jugend, gibt's am Samstag für 24h kostenlos zu Streamen.
Dachte mir, des könnt' was für Dich und die Mitleser hier sein. :)

https://tagedraussen-film.at/vorfuehrungen

sybenwurz 24.11.2020 22:32

Zitat:

Zitat von crazy (Beitrag 1568533)
Kurze Info, "Tage draussen", der schicke Film der ÖAV-Jugend, gibt's am Samstag für 24h kostenlos zu Streamen.

Juhuu! Da bin ich natürlich voll dabei statt mittenmang.
Danke!
Endlich mal was Positives...!

Ausserdem: abgesehen davon, dass ich den Schnuller zum Diesel-ansaugen zuhause in der Garage hab liegen lassen, isses mir in nem Handstreich gelungen, die Standheizung ausm Bulli gegen einen der Kellerfensterflügel in der Garage zu tauschen.
Also, Fensterdingen raus, Holzplatte stattdessen rein und da die Standheizung drangehängt. Autobatterie lag auch noch rum, nu kann ich dat Dingen wahlweise in der Garage betreiben (geht weniger darum, dass ichs gern muckelig warm hätte, sondern eher darum, dass ich grad feststell, dasses bei den durchgehend unter 10°C aktuell kagge ist mitm Verarbeiten verschiedener Karosseriedichtstoffe, -beschichtungen und natürlich von Lacken und Farben.
Und endlich darf der Heizer mal richtig ran, die Garage hat ja 4x soviel Volumen zu heizen wie der Bulli innendrin. Also nix niedrigste Stufe und nach ner halben Stunde wieder aus, weil mans nimmer drin aushält.
Weiss zwar noch nedd, was ich da morgen drin anstellen soll, aber ich werd auf jeden Fall mal hinfahrn und ordentlich einheizen.

Und apropos Standheizung: ich hab ja die von diesem unglaublich üblen Vito einst ausgebaut und in den Bulli implantiert;- dem Einbau hab ich nu den letzten Schliff verpasst. Laufen und Motor vorheizen tatse schon, nu hab ich auch noch das Gebläse mit angeklemmt, damits die Scheiben auftaut.
Nu hoff ich ja fast, dasses heut Nacht ordentlich taut und friert, damit ich das morgen direkt mal testen kann.
Ich kanns daher nur wiederholen: Juhuu!

sybenwurz 25.11.2020 16:02

Ja!
Jetzt auch offiziell auf der Seite vom OEAV:
https://www.alpenverein.at/portal/index.php

sybenwurz 01.12.2020 13:49

Oh, wie schee, Schnee!




Nicht, dass ich jetzt ne besondere Vorliebe fürn Winter entdeckt hätte, aber hey, wann gabs das zuletzt?
Natürlich könnten wir nun nette Verschwörungstheorien darum ranken, dasses ausgerechnet am 1. Dezember schneit, aber soweit ich bisher im Internet nachlesen konnte, ist das noch nichtmal den üblichen Kackbratzen gelungen, sich nen passenden Mythus dazu auszudenken.

Naja.
Wochenende war ziemlich lala.
Ich würde zwar sagen, ich hab ne ruhige Kugel geschoben und den Faulenzer gegeben, so richtig trifft das aber nicht zu.
Samstach bei nem Kumpel angefangen, ne Tanne zu fällen, die seit Jahrzehnten schief aufs Haus zuwächst, da ist mir dummerweise bei der vorherigen Inaugenscheinnahme entgangen, dass das Geäst derartig verfilzt ist, dasses an sich keine Möglichkeit gibt, am Stamm nach oben zu kommen oder gar, ne Leiter anzulehnen.
Dachte natürlich dementsprechend, ich hangel mich von Ast zu Ast nach oben, schneid derweil alles, was ich nicht dazu brauche, ab, und kapp dann den verbleibenden Stamm peu a peu.
Denkste Puppe.
Bisses finster wurd, hatte ich die Hälfte freigeschnitten, dabei meine beiden teuersten Kevlarbandschlingen zu Edelmüll zersägt und bin beim Aufräumen im Finstern noch so deppert übern (schwarzen Gummi-)Fuss der Leiter geflogen dass ich nu mit Fug und Recht behaupten kann, ich wär nicht von, sondern _auf_ die Leiter gefallen.
Sonntag hatte ich dann wohltuenden Muskelkater in vielen Stellen, auch mal wieder, kann mich ans letzte Mal gar nicht wirklich erinnern, und hab ohne jedes Schuldgefühl den halben Tag im Bett verbracht. Leider um 10Uhr zu nächtlicher Stunde unterbrochen von ner Online-Reanimations-Informations-Veranstaltung, die unsern grad dank Corona den Bach runtergehenden Notfallmedizinkurs zwar sicherlich nicht ersetzen, aber wenigstens ergänzen soll.

So, gestern dann zur beruflichen Auflockerung die Kindernaynabe eingespeicht. Sieht gut aus, ist natürlich hinsichtlich der Herstellervorgaben für Zug- und Druckspeichen und Kreuzungen das gleiche Geschiss wie bei Rohloff.
Hier also Patt.
Dummerweise hab ich Felgenband, Reifen und Schlauch, bzw. es wird tubeless, also Ventil und Suppe in der Firma gelassen, und wenn ich derzeit dort vorbeikomme, dann nur aufm Weg von und zu meiner Garage, mit anderen Worten hab ich in dem Moment anderes im Kopf.
Der vollständige Umbau und die erste Fahrt werden also nicht gleich in der nächsten Stunde stattfinden.
Ausserdem hats eh geschneit, sowieso nedd so der Bringer für nen nackten Alurahmen.

sybenwurz 02.12.2020 14:24

So, da ist schon wieder Ende Gelände mit Winterramontik und das eklige Dreckswetter hat uns wieder.




Hat ja nedd lang gedauert und nachdem mehr oder weniger alles nur angezuckert war, siehts auch nicht so krass aus wie einst im Jänner 11:








Was dennoch (negativ) auffällt: da hammse nen Rad-/Gehweg zwischen den Käffern, der erfreuliche 2,50m breit ist, nen 5m-Grünstreifen zur Strasse und auf der andern Seite Wiese bis zum Horizont (an der Stelle also rund 400m bis top of the hill, mithin knapp ausreichend), schieben den Schnee aber nur auf die Seite des befestigten Rad-/Gehwegs, so dass der zur Gehen und Fahren verfügbare Streifen dann nen Meter schmaler iss...:Maso:

Daneben geht mit DPD grad gewaltig auf die Nüsse.
Warte auf Bremsleitungsrohr für den blauen Flitzer, sollte am Montag kommen.
Davon keine Spur, nix, nada.
Gestern dann überraschend ne Mail, soll von DPD zugestellt werden.
Natürlich und voraussichtlich mit Absicht kein Trackinglink, irgendwo hab ich dann die Paketnummer aufgetrieben, hab DPDs Tracking aufgerufen und lese da, dass das Packerl 'in Zustellung' sei.
Mittags halb Drei wohlgemerkt, und genauer nachgeschaut: der Auslieferant hat noch 89 Sendungen abzuliefern, Zeitpunkt der Zustellung: 'bis 19Uhr'.
Ja nee, iss klar, ich weiss aus Erfahrung, dass der maximal 10-15 Packerl pro Stunde schafft wenn nicht 20 bei der selben Adresse abgeliefert werden müssen.
Das Tracking derweil wird jede Minute aktualisiert, daher lass ichs aufm Firmenrechner offen und guck hin und wieder mal drauf.
18:20Uhr sinds dann nur noch 33 Pakete, irgendwann gegen halb Sieben 28 und um 18:32 brichts Tracking ab, der Bruder, dessen Karre natürlich schön auf der Karte zu tracken ist, fährt gemütlich zurück zum Depot und die Flachpfeifen zeigen mir an, dass wegen höherer Gewalt oder sonstiger Umstände (was bitte soll nach höherer Gewalt noch kommen?) die Zustellung ein andermal erfolgen solle.
Auf dem Stand sind wir jetzt immer noch Tracking nicht aktiv und nur ne Entschuldigung, man werde das Paket irgendwann schon noch abliefern.
Zum Kotzen.

Harm 02.12.2020 20:13

Ärger Dich nicht. Der Tempo Bär wartet seid über einer Woche auf meinen (nee eigentlich schon seinen) CoMotion Rohloff Griff.
Er hatte darum gebeten den Griff mit Hermes an den Paketshop bei ihm nebenan in Hannover zu schicken.
Hab ich auch versucht aber erst lag das Packerl drei Tage in Hamburg in einem Sortierzentrum. Dann einen weiteren Tag in Hannover, um dann nach Stuttgart zu reisen. Dort verblieb es dann ein paar Tage im Zustand "in Auslieferung" und wird nun, immer noch in Stuttgart, sortiert...
Hannover hat es bislang noch nicht wieder gesehen...
Interessante Logistik:(
Spass macht die Unterhaltung mit dem Paketbot auf der Hermes-Seite. Der kennt die Sendungsnummer gar nicht, unter der obige Odysee auf dem Bildschirm erscheint....

sybenwurz 02.12.2020 21:24

Ah ja, das ist es ja eben.
Da iss keiner besser oder schlechter, die sind alle nur auf unterschiedliche Weise mies.
Muss ja auch nicht verwundern, wenn man jede noch so erfolglose Berufslaufbahn mit nem Job bei McDoof am Grill oder als Paketfahrer noch nach unten abrunden kann.

Pfiffigerweise ist mir der Knabe dann heute nachmittag direkt in die Hände gelaufen, als ich grad überlegt hatte, ob die das Tracking nicht absichtlich down halten und nix mehr scannen, während irgendn Aushiwi das Zeug, was gestern übrig war, in Wirklichkeit grad ausfährt, und runter bin, um zu gucken, ob da nicht irgendwo n Packerl auf oder in der Mülltonnenbox rumflackt, ohne dass jemand geklingelt hätte.
War nicht, aber als ich grad wieder hochstiefele, schiebt sich rückwärts n Sprinter mit DPD-Beschriftung die Gasse längs.
Ich also wieder runter, und flachsend gefragt, ob er gestern lieber Feierabend gemacht hat als die restlichen Packerl noch auszufahren und obwohl der Bruder nu auch kein Landsmann war, konnt er ganz gut Deutsch und meinte, der Kollege, der normal zu mir kommt, hätte n riesen Gebiet (stimmt ja auch, hab ja n halben Tag zugeguckt, wo der überall rumgurkt) und wär zwar gut, aber er müsse viel rauchen, das koste Zeit.

Also: Bremsleitung da, ich ab ins Auto und zur Garage.
Iss ja nu nedd mein erster Subaru und ich bin rostmässig einiges von denen gewohnt, aber das hier iss nu auch nochmal ne besondere Qualität.
Also, alle eh zu tauschenden Leitungen aufgesägt (direkt bündig an den Überwurfmuttern) und (ansonsten) abgezwickt, anderthalb Stunden rumgemacht, zwo Schrauben abgerissen, einen Schraubenkopf rundgemacht und die andern auch noch nicht aufbekommen.
Geile Meile...!

Damits wenigstens ein Erfolgserlebnis gibt, bin ich aufm Heimweg nochn Sprung in die Firma und hab Felgenband, Reifen und das restliche Schlauchlosgedöns geholt.
Auf die Montage hab ich allerdings heute keene Böcke mehr, weil das auch wieder Gefrickel gibt.
Der Reifen muss erstmal mit Schlauch drauf, weil ich den reichlich optimistisch in der Breite gewählt hab mit dem Hintergedanken, dasser, wenn er hinten tatsächlich nedd passt, halt vorne draufkommt.
Irgendwas iss halt immer.

sybenwurz 05.12.2020 23:26

Holy Moly, grad mal 13 Jahre her:
http://bikesnobnyc.blogspot.com/2007...ost-entry.html

Ich könnt mich immer noch beeumeln darüber.


Davon aber ganz abgesehen hab ich heut den Baum, den wir letzte Woche angefangen hatten, niedergemetzelt.
Erfreulicherweise ohne weitere Unfälle und Querschläger.
Lecker Fresschen danach, dann konnt ich gut gestärkt weiter Richtung Garage, wo a.) immer noch der blaue Flitzer auf Böcken steht und b.) auch noch etwas weiter stehen wird.
Der Punkt Bremsleitung(-en) ist abgehakt, aber -wir hattens beim Mittagessen noch davon gehabt- ich war gespannt, wie es mitm Entlüften so klappt.
Ich mein, wieso sollte man davon ausgehen, dass an ner Karre, wo mehr Schrauben abreissen statt aufgehen oder mehr Schraubenköpfe runddrehen als nachgeben, ausgerechnet die Entlüfternippel, die jeder so sackfest anknallt, als gäbs kein Morgen, obwohl die nur ein sehr sanftes Drehmomentchen kriegen, keine Probleme machen?
Genau!
Rechts den hab ich rausgekriegt, musst natürlich tüchtig nachhelfen, der nur noch rudimentär vorhandene Sechskant wurde fixies von SW8 auf SW7 runtergefeilt, aber links, ...ooops, gar keiner mehr da.
Wie unerfreulich. Die Dinger haben M7, da hab ich sogar irgendwo n Gewindebohrer 'für rumflacken, aber dummerweise keine Ahnung, wo.
Aber mei, erstmal Rad abnehmen, Bremstrommel runter, der Bremszylinder muss ja eh raus.
Und dann: na endlich!
Nicht, dass sich die Überwurfmutter der Bremsleitung nicht lösen liese;- das wär ja n kleines bissl zu profan, nee, die Bremsleitung dreht sich mit. Nix zu machen mit Geduld und Spucke, aber mei, es sind nur 20cm, die kann ich mir grad auch noch neu dremeln.
Also Bremsleitungsrohr verdrillt bisses abreisst und gehofft, dass die andere Seite wenigestens vernünftig rausgeht.
Und was soll ich sagen?
Fast n Glückstag heut...:Lachen2:
Jetzt nur noch gucken, was die Brüder fürn Bremszylinderchen haben wollen und wenn die Glückssträhne anhält, rennt die Rakete in wenigen Wochen wieder.

sybenwurz 06.12.2020 19:12

Heute war den ganzen Tag Blaue Stunde, allerdings in Grau.
Dummerweise fing das Telefon das auf der nachmittäglichen Runde gar nicht richtig ein:







Da siehts ja wirklich eher Blau aus, das traf aber beim besten Willen nicht zu.
Schon morgens, als ich den Rolladen hochgezogen hab, wär ich am liebsten direkt wieder in die Falle.
Ging nur nedd weil ichs Auto ausräumen musste und das Geraffel von gestern hochschleppen musste zum Trocknen.
Nachdems geschneit hatte und bei so Baumfällaktionen halt irgendwie doch alles aufm Boden rumflackt, war das bitter nötig unds wäre fast besser gewesen, das gestern noch zu machen, da war ich aber zu faul, zumal zu den Utensilien ein neuer Hackklotz gehört, der doch n bissl Gewicht mitbrachte, so dass mir Töpfe und Pfannen fürs Abendessen doch mehr Anziehungskraft entgegenbrachten als das kalte, klamme Zeug ausm Bulli.
Und morgen wieder Arbeiten. Was hab ich da aktuell Bock drauf. Werd die Woche über mal tief in mich reinhorchen, ob ich nicht bis Jahresende meinen restlichen Urlaub verbrat.
Soviel, wie ich davon dieses Jahr nicht genommen hab, müsst ich gefühlt eigentlich bis März daheimbleiben können.

sybenwurz 06.12.2020 20:45

Achso hey, voll verpeilt vorhin: Sauerei I und II.

Das Equipment von gestern kriegte natürlich nicht nur Feuchtigkeit und Modder ab, sondern nachdem ich so deppert war, nen Seilsack unter meinen neuen Hackklotz zu legen, damits Auto nedd so eingesaut wurde, auch der Seilsack Harzperlen.
Gingen bisher nicht nur nicht mit Olivenöl rauszureiben, sondern das Ding hat nu auch noch schmierige Ölflecken, auch wenns nur Salatöl ist...:(

Dann hab ich dieser Tage diese depperte Drecks-Husqvarna wieder überreicht bekommen.
Stand, seit ichs abgestreift hatte, ewig bei ner Kollegin rum. Was wörtlich zu nehmen ist.
Ich glaub, die hat das Ding die 300m nach Hause gefahren (ne Strecke, für die sie normal das Auto nimmt) und letzte Woche wieder in die Firma geschoben, da, hurra!, platt.
Ich natürlich gleich begeistert, platt trotz Tubeless und dann wochenlang nur rumgestanden, also Klumpkuchen ehemaliger Latexschlonze auf einem Fleck im Reifen versammelt.
Nicht, dasses mich reisst, die Büchse wieder zu fahren, aber ich hab mir halt ein Herz gefasst und heut frisch Suppe rein und wieder Luft drauf. Damit ich die Plörre besser verteilen kann, das Rad ausgebaut und geschwenkt.
Und direkt nen satten Latexstrahl quer über die Hose, weil die Kollegin auf dem knappen Kilometer, den sie lt. Tacho damit zurückgelegt hat, offensichtlich tatsächlich wo reingefahren ist.
Tolle Wurst.

carolinchen 07.12.2020 13:51

Sorry, da musste ich lachen!
Seilsack ganz in Öl einlegen, dann hat er keine Flecken mehr:Cheese:
Mantel überprüfen?

sybenwurz 07.12.2020 14:06

Gute Idee, eigentlich.
Dem Seilsack hab ich aber den Strick schon einverleibt, der flackt ja eh ständig im Dreck, daher ists nicht so schlimm und dem Seil passiert auch nix, weils aussen ist,

Die Idee, was den Mantel angeht, hatte ich zugegebenermassen gar nicht, den zu prüfen, weil ich davon ausging, dass die Karre einfach zwo Monate nur rumgestanden hat.
Also frisch Sosse rein und aufblasen, und dann gehts weiter.
So war jedenfalls der Plan. Im Prinzip hat der auch funktioniert;- heute früh bin ich mit dem Mistbock zum Bäcker, nur halt mit ner kleinen Schweinerei mehr als geplant.
Aber wie ich schon zu allen Zeiten über TL schrieb und schreib: super, wenns funzt, aber wehe, wenn nedd.
:(

(Und man sollt sich nicht täuschen (lassen), wenns trotzdem platt ist)

carolinchen 07.12.2020 14:37

:Lachen2: Ich habe gestern wieder beobachten dürfen was für eine Qual es ist denMantel drauf zu bekommen... ich will es gar nicht wissen wie für mich die unroutiniertes Wesen ist...mein Gravelbike ist auch tubelessready aber es wurde mit Schläuchen geliefert und das bleibt erst mal so.


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