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Schwarzfahrer 15.01.2022 09:44

Zitat:

Zitat von Feanor (Beitrag 1641785)
Natürlich geht eine WP auch mit Heizkörpern, da braucht es keine FBH.

Geht, aber selten effizient, d.h. mit meist stark verschlechterten Jahresarbeitszahlen; hanse hat dazu ein paar Details erläutert. Es geht mir darum, daß Wärmepumpe nicht die einzige Option ist, im Bestand Ressourcenschonender zu Heizen. Je nach Zustand und Umfeld kann eben mal die Wärmepumpe, mal eine Wasserstoff-Ergänzung zum vorhandenen Gas der effektivere Weg (also mit geringeren Investitionen und Anfangs-Ressourcenverbrauch) zu einer Verringerung des CO2-ausstoßes sein. Darum halte ich politisch die einseitige Förderung einer Technologie für weniger sinnvoll, als die Förderung von nachgewiesener Verbrauchsreduktion - letzteres würde schneller zu CO2-Reduktion im Gebäudebereich führen, weil auch kleine Schritte belohnt werden, nicht nur die ideal-total-Lösungen. Das ist allerdings nicht so "ideologisch sauber", weil dann auch z.B. eine neue Gasheizung oder Kombinationen anerkannt werden müssten.
Zitat:

Zitat von Feanor (Beitrag 1641785)
Ineffektiv ist es aus 1kWh Energie weniger als 1kWh Wärme zu erzeugen, statt 4 -5kWh. Wenn Du Deine PV ordentlich groß gebaut hast, dann bleibt auch im Winter was für die WP über. Natürlich soll man jetzt nicht eine funktionierende Heizung ersetzen, aber wenn eh der Ersatzbedarf da ist, sollte man in die Richtung denken.

Würde stimmen, wenn die Energie immer dann anfiele, wenn auch die Wärme gebraucht wird. Meine PV ist an der damals sinnvollen Obergrenze (9,9 kWp). Im Sommer habe ich massiv Überschuss, wo oft eh nicht so viel Strom gebraucht wird. Im Winter habe ich Tage mit 10 kWh, und viele Tage mit 0,2 - 3 kWh Gesamtertrag - da bleibt gar nichts fürs Heizen übrig (Strombedarf tägl. ca. 6 kWh, Heizenergie jährlich 18.000 kWh, auf 6 Monate kommt da täglich knapp 100 kWh Bedarf zusammen).Wenn ich im Sommer den Überschuß an Strom in Wasserstoff speichere, habe ich zumindest im Winter die Chance, dies umzusetzen, und zwar dann, wenn es gerade kalt ist. Dann könnte ein Brennstoffzelle die eine Wärmepumpe mit betreibt, den Wasserstoff evtl. relativ gut ausnützen, und mein Sommer-Stromüberschuß belastet nicht die Netzstabilität. Solche Gedanken könnten Elemente einer zukünftigen nachhaltigen Stromversorgung sein: Kombination von Netz und dezentralen Lösungen.

Hafu 15.01.2022 10:00

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1641803)
... und viele Tage mit 0,2 - 3 kWh Gesamtertrag - da bleibt gar nichts fürs Heizen übrig (Strombedarf tägl. ca. 6 kWh, Heizenergie jährlich 18.000 kWh, auf 6 Monate kommt da täglich knapp 100 kWh Bedarf zusammen)...

An Tagen mit unter 0,2-0 ,3kWh Strom liegt aber Schnee auf deinen Modulen?

Ich habe eine Anlage mit nur 7,2 kw Peakleistung, aber im gerade 2021 sehr trüben Dezember hatte ich selbst an dunklen Tagen 3-4kWh Ertrag. Im Dezemberdurchschnitt waren es 8,3 kWh und damit könnte eine Wärmepumpe schon 'ne ganze Menge Wärme produzieren. Bin aber auch der Typ, der nach jedem Schneefall früh aufs Dach steigt, um den Schnee wegzuschieben, auch wenn sich das für die Paar kWh nicht lohnt, wenn ich dafür Arbeitszeit ansetzen würde.
Ich habe einfach ein schlechtes Gefühl, wenn die Anlage nichts zu tun hat.

Moessnec 15.01.2022 10:14

Der Dezember war schon ziemlich trübe. Mit unserer Anlage (5.1kWp) kamen nur ca 110kWh zusammen. An einigen Tagen waren es weniger als 2kWh - und Schnee hatten wir keinen drauf.

Schwarzfahrer 15.01.2022 11:26

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1641808)
An Tagen mit unter 0,2-0 ,3kWh Strom liegt aber Schnee auf deinen Modulen?

Bei Schnee gibt es einfach 0. Kommt allerdings im Rheingraben extrem selten vor (2 - 3 Tage im Jahr).
Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1641808)
Ich habe eine Anlage mit nur 7,2 kw Peakleistung, aber im gerade 2021 sehr trüben Dezember hatte ich selbst an dunklen Tagen 3-4kWh Ertrag.

Du wohnst m.W. in einer für PV günstigeren Lage als ich. Je nach geographischer Breite und klimatischen Bedingungen (z.B. Häufigkeit von Nebel, Wolken, etc.) gibt es regional große Unterschiede darin, was eine PV-Anlage tatsächlich hervorbringen kann (laut dieser Tabelle in 2021 9 % mehr bei Euch als bei uns). Dazu kommt z.B. Dachneigung u.ä.. Bei mir ist z.B. 1/3 der Anlage auf einem flachen Ostdach.
Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1641808)
Im Dezemberdurchschnitt waren es 8,3 kWh und damit könnte eine Wärmepumpe schon 'ne ganze Menge Wärme produzieren.

Beim genannten Tagesbedarf von 90 - 100 kWh decken 8 kWh nun mal auch mit einer guten Arbeitszahl nur ca. 1/4 des Bedarfs ab. Und dann muß ich eben die 6 kWh Strom dazukaufen, statt selbst zu nutzen - Kostenmäßig ein Nullsummenspiel, wenn ich die so gesparte Gasmenge ansehe.
Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1641808)
Bin aber auch der Typ, der nach jedem Schneefall früh aufs Dach steigt, um den Schnee wegzuschieben,

Geht auch nicht auf jedem Dach; ich komme bestenfalls an 30 % meiner Module so dran, der Rest ist normal nicht zugänglich. Einmal im Jahr reinige ich die zugänglichen Module, aber eigentlich könnte man es monatlich tun, um die Ausbeute zu optimieren.

keko# 15.01.2022 11:53

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1641800)
...

Langstreckiges Pendeln mit ÖPNV ggf. in Kombination mit dem Fahrrad für Teilstrecken ist IMHO eine ganz andere Kategorie, da die Zeit die man z.B. in einem Zug sitzt ganz anders genutzt werden kann als die Zeit, die man im PKW verbringt. Sorry wenn das falsch rüberkam.
Und natürlich gibt es nachvollziehbare Ausnahmesitutationen, wie z.B. bei UK1 mit häuslicher Pflege, die zusätzlich zur Arbeit zu erledigen ist, aber das ist eher die Ausnahme als die Regel.

Da ich im Einzugsgebiet von München wohne kenne ich übrigens reichlich München-Pendler mit Zug und solche mit Auto und auch bei uns in der Klinik gibt es Kollegen, die (in München und Umgebung wohnend) mit dem Zug anreisen und solche die die Pendelei im PKW erledigen.

Obwohl das antizyklische Pendeln von der Stadt aufs Land wesentlich weniger staugefährdet ist als das wesentlich häufigere zyklische Pendeln in die umgekehrte Richtung kommen die Autopendler wesentlich öfter zu spät (wegen Staus/ LKW-Unfällen) zum Dienst als die ÖPNV-Nutzer. Die ÖPNV sind im Alltag besser als ihr Ruf und dieser Ruf wird in Diskussionen gerne auch von denen schlecht geredet, die eigentlich gar keine regelmäßigen Nutzer sind, sondern Verspätungen und Zugausfälle (die es selbstverständlich gibt) als Argument für ihre Entscheidung zur PKW-Nutzung hernehmen.

Verschiedene Mobilitätskonzepte, die man nutzen kann, sind natürlich wünschenswert und richtig. Man muss aber ein wenig aufpassen, dass man seine eigene Denkweise nicht auf andere Menschen anwendet. Vielleicht empfindet es der eine oder andere gar nicht als Zeitverschwendung, wenn er sich in sein Auto setzt und damit zur Arbeit fährt, auch wenn es länger dauert. Ich bin z.B. jahrelang umhergependelt mit den Öffentlichen, sei es als Schüler, Student oder später ins Büro. Mittlerweile meide ich das, wo es nur geht, gerade auch wegen Corona und der Ansteckungsgefahr. Ein Auto oder Motorrad vor der Haustüre, das ich jederzeit benutzen kann, ist schon eine super Sache und möchte ich nicht missen. Gerade für ältere Personen, die auf dem Rad nicht mehr so fit sind und die Öffentlichen nicht vor der Türe haben.

uk1 15.01.2022 14:20

Zitat:

Und natürlich gibt es nachvollziehbare Ausnahmesitutationen, wie z.B. bei UK1 mit häuslicher Pflege, die zusätzlich zur Arbeit zu erledigen ist, aber das ist eher die Ausnahme als die Regel.
@Hafu da verwechselst du was.

Zitat:

Vielleicht empfindet es der eine oder andere gar nicht als Zeitverschwendung, wenn er sich in sein Auto setzt und damit zur Arbeit fährt, auch wenn es länger dauert.
Vielleicht hat das auch was mit dem Alter zu tun, meine Sichtweise hat sich im Laufe der Jahre da etwas geändert. Früher bin ich gern und viel gefahren nicht nur zur Arbeit, heute vermeide ich es wo es nur geht, aber nicht der Umwelt zu liebe oder weil ich sparen muss. Es ist einfach für mich verschenkte Zeit. Genieße es aber auch das es da ist und man unabhängig mobil ist.
Wir haben in der Verwandschaft zwei Truckerfahrer wenn die zusammen kommen wird nur noch über den Truck geredet. Ab und an kriegen sie sich dann auch noch in die Wolle wer den besseren Truck hat.:dresche Ich kann mit deren Begeisterung absolut nichts anfangen, da Stundenlang mit 80km/h auf dem Bock zu sitzen. Aber es scheint ihnen Spaß zu machen.

Hafu 15.01.2022 16:05

Zitat:

Zitat von uk1 (Beitrag 1641841)
@Hafu da verwechselst du was.
...

Stimmt. Gerade nochmal nachgelesen: das war Dr_Big.

Der Thread hat mittlerweile soviele Verästelungen und mit der BTW natürlich längst nichts mehr zu tun, dass ich etwas den Überblick verloren habe.:Blumen:

Trimichi 18.01.2022 12:10

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1641824)
Verschiedene Mobilitätskonzepte, die man nutzen kann, sind natürlich wünschenswert und richtig.

Unzweifelhaft richtig. Wird sehr gut sichtbar an Bundesaußenministerin Annalena Baerbock. Erst Paris, dann Rom glaube ich, gestern Kiew, heute Moskau. :Lachen2:

Wir dürfen uns also nicht nur auf die US-Wahl 2024, sondern auch auf die Bundestagswahl 2025 freuen. Baerbock, denke ich, wird es machen, da Dr. Markus Söder auch 2025 die internationale Erfahrung fehlen dürfte. :Huhu:


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