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qbz 26.11.2021 12:48

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1635634)
Aber dazu reicht es eben nicht ideologisch mit dem großen Hammer draufzukloppen, da hier ein gesamtes System bzw. eine gesamte Wertschöpfungskette umgekrempelt werden muss.

Hier halte ich einen Diplomaten wie Özdemir geeigneter als einen Ideologen wie Hofreiter um die Interessen aufeinanderzuzuführen.

Zumal ich hier auch wieder glaube, dass die Außendarstellung eines Hofreiters besser sein könnte, damit er / seine Ideen deutlich mehr Akzeptanz in der Öffentlichkeit erhalten. Er wird doch ähnlich wie ein Lauterbach in weiten teilen der Bevölkerung als "Spinner" wahrgenommen und damit bekommen viele seiner durchaus sinnvollen Ideen direkt den Stempel "doof"

Wenn Menschen sich gegen einzelne geplante Masttierhaltungsanlagen mit über 40000 Tieren wehren, protestieren und klagen z.B. und dann noch erfolgreich sind, wie in der Uckermark bei Hassleben z.B. zur Verhinderung einer Schweinemastanlage (ca. 40000 Schweine) braucht es schon mehr als einen Hammer, :) , um sich am Ende durchzusetzen. Die Bevölkerung in der Region von grossen Mastanlagen teilt solche Initiativen mehrheitlich und findet sie überhaupt nicht "verspinnert". Sogar AFD Anhänger machen da mit. Insofern wäre eine Unterstützung aus der Regierung da schon sehr hilfreich.

Entsprechende Unterschríften gegen die Massentierhaltung in Brandenburg für eine Volksabstimmung erreichten zwar das notwendige Quorum, der Landtag dampfte anschliessend alles ein.

Hafu 26.11.2021 15:23

Wer sich für Details des Koalitionsvertrages interessiert (und auch eine Einordnung, welche der Eckpunkte des Sondierungspapieres sich nur sehr nebulös und wenig konkret ausformuliert im Koalitionsvertrag findet und wo tatsächlich schon konkrete Maßnahmen mehr oder weniger verbindlich angekündigt sind), dem sei der neueste Lage-der-Nation-Podcast ans Herz gelegt.

Habe ihn heute früh auf dem Arbeitsweg und vorhin beim Nachhausefahren angehört und bin aber immer noch nicht durch. Dafür bin ich jetzt evt. ein wenig besser informiert, als es die sehr kurzen Zusammenfassungen in den üblichen News-Websites oder im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen vermocht haben.

Der Podcast ist sage und schreibe zweieinhalb Stunden lang, aber durchaus nicht langweilig und natürlich thematisiert er auch die personellen Aspekte der Ministeriumsverteilung.

pepusalt 26.11.2021 15:34

https://taz.de/Personal-der-Ampel-Koalition/!5818305/

Hier eine Vorstellung der neuen noch teils unbekannten Bundesfamilienministerin Anne Spiegel.

Ich denke da werden wir in Zukunft noch mehr Mutiges hören und sehen.


edit: und Claudia Roth wird Staatsministerin für Kultur und Medien :-)
Frühere Musikmanagerin einer namhaften und revolutionären Kulturmusikgruppe war sie ja schon mal.

pepusalt 26.11.2021 15:47

Auch interessant zum Postenschieben der Grünen und insbesondere zu Cem Özdemir

https://taz.de/Gruener-Zoff-um-Ministerposten/!5815500/

Zitat:

Im vorläufigen Ergebnis aber wird Özdemir, ein pointenstarker Redner in Fragen der Außen- und Verkehrspolitik, ein kiffender Vegetarier und echter Stadtmensch, jetzt Landwirtschaftsminister. Die Traditionsfraktion der Bauernlobby wird nicht fassen können, dass nach Renate Künast, Agrarministerin von 2001 bis 2005, nun jemand noch Schlimmeres kommt und ihnen in die Schweinemast reinreden will. Beziehungsweise reinschwätzen will – der Mann ist schließlich Schwabe.
:Lachanfall:

qbz 26.11.2021 16:13

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1635666)
https://taz.de/Personal-der-Ampel-Koalition/!5818305/

Hier eine Vorstellung der neuen noch teils unbekannten Bundesfamilienministerin Anne Spiegel.

Ich denke da werden wir in Zukunft noch mehr Mutiges hören und sehen.

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1635666)
edit: und Claudia Roth wird Staatsministerin für Kultur und Medien :-)
Frühere Musikmanagerin einer namhaften und revolutionären Kulturmusikgruppe war sie ja schon mal.

Macht kaputt, was Euch kaputt macht, 1969
und
Keine Macht für Niemand, 1970

Im Anschluss an ein Konzert von Ton, Steine, Scherben wurde das
Georg von Haus Rauch besetzt.

Claudia Roth managte die Rock-Gruppe erst später, Anfang der 80ziger, als Rio Reiser mit Band in einem Landhaus bei Fresenhagen wohnte, weil er schon Mitte der 70ziger weg von der Hausbesetzerszene ins Private (und Kiffen) flüchtete.

KevJames 26.11.2021 17:17

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1635547)
Vielleicht wäre es gut, wenn du rhetorisch mal ein Stück weit abrüsten würdest.

Mein persönlicher Eindruck ist, dass gerade das Dir gut tun würde (den Grund hierfür habe ich ja zuvor schon geliefert) ... Anm.: Der Herr gab mir Gelassenheit.

Daher lasse ich es dann hierbei auch einfach mal gut sein, denn im Kreis drehen hat selten zu etwas geführt.

noam 26.11.2021 18:23

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1635640)
Wenn Menschen sich gegen einzelne geplante Masttierhaltungsanlagen mit über 40000 Tieren wehren, protestieren und klagen z.B. und dann noch erfolgreich sind, wie in der Uckermark bei Hassleben z.B. zur Verhinderung einer Schweinemastanlage (ca. 40000 Schweine) braucht es schon mehr als einen Hammer, :) , um sich am Ende durchzusetzen. Die Bevölkerung in der Region von grossen Mastanlagen teilt solche Initiativen mehrheitlich und findet sie überhaupt nicht "verspinnert". Sogar AFD Anhänger machen da mit. Insofern wäre eine Unterstützung aus der Regierung da schon sehr hilfreich.

Entsprechende Unterschríften gegen die Massentierhaltung in Brandenburg für eine Volksabstimmung erreichten zwar das notwendige Quorum, der Landtag dampfte anschliessend alles ein.

Solange aber genau diese Leute weiter nicht an der Notwendigkeit des täglichen Fleischkonsums zweifeln und weiter zum Discounter ihrer Wahl laufen, weil dort grad Schweinehack im Angebot ist, …

Hier ist wie bei regenerativen Energien das St. Floriansprinzip allgegenwärtig. Solange es nicht bei mir ums Eck ist, ist es mir egal.


Wie gesagt, ich wäre ein Freund des Hammers. Aber ich glaube nicht dass es nachhaltig funktioniert

qbz 27.11.2021 15:32

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1635697)
Solange aber genau diese Leute weiter nicht an der Notwendigkeit des täglichen Fleischkonsums zweifeln und weiter zum Discounter ihrer Wahl laufen, weil dort grad Schweinehack im Angebot ist, …

Hier ist wie bei regenerativen Energien das St. Floriansprinzip allgegenwärtig. Solange es nicht bei mir ums Eck ist, ist es mir egal.


Wie gesagt, ich wäre ein Freund des Hammers. Aber ich glaube nicht dass es nachhaltig funktioniert

Es gibt einen kleinen Unterschied: Eine nicht gebaute Anlage für 40 000 Tiere verringert den Export oder wird durch kleinere Betriebe ersetzt und die Entscheidung wirkt sich aus auf das ganze Bundesland, weil andere Landkreise dann ähnlich verfahren (egal ob aus St. Floriansprinzip oder Überzeugung) und auch die mit Spenden erreichte Gerichtsentscheidung gilt für das ganze Bundesland, bei einem verhinderten Windrad muss hingegen leider fossile Energie den Ausfall ersetzen.


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