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maotzedong 22.03.2018 09:25

Zitat:

Zitat von Tobi F. (Beitrag 1368330)
Und wie machen es die "richtigen Jungs" ?
Jetzt wird man bei den Unterwasser-Videos von Olympia-Teilnehmern oder Weltrekordhaltern schlecht sehen können, ob die über den Brustkorb oder den Bauch atmen.



Tendenziell haben gute Schwimmer kein Problem mit der Atmung und sind dahingehend relativ flexibel (machen sich wenig Gedanken). Auch ist die Atmung automatisiert, sodass ein bewusster Eingriff darauf die Leistungsfähigkeit erstmal extremst verschlechtert. Hab es letzte Saison mit 2 Schwimmern ausprobiert (relativ gut, für ein paar A/B Finale bei den Kurzbahnmeisterschaften reicht es). Bei einem hat das bewusste atmen in die Bauchregion was gebracht, beim anderen hat die Zugfrequenz und das Zugmuster gelitten.

schnodo 22.03.2018 12:50

Lockere 20 x 25 m mit Fußgelenkband
 
Heute hat es sich für meine Tagesplanung angeboten, vormittags zu schwimmen. Ich habe weiter an der "Foundational Breathing Method" gearbeitet und beobachtet, was sich wie ändert. Den Rhythmus und den Austausch der richtigen Luftmenge habe ich immer noch nicht verinnerlicht. Es ergeben sich jedoch zwischendurch zügige - weil die ungewohnte Atmung meine Zugfrequenz erhöht - aber gefühlt entspannte Intervalle, wo ich am Ende meine, ich bräuchte eigentlich jetzt keine Pause.

Als ultimativen Test, ob diese Form der Atmung taugt, bin ich mit Fußgelenkband geschwommen.

Mit meiner "normalen" Atmung brauche ich nach jeder Bahn eine Pause, weil ich entweder mit sehr hoher Frequenz schwimmen muss oder gezwungen bin, mich besonders lang zu machen und catch-up zu schwimmen, was körperlich nicht so anstrengend ist aber Konzentration erfordert.

Mit der Stoßatmung hatte ich heute anfangs meine Beine noch relativ stark angespannt, so wie ich normalerweise tue, um sie stabil zu halten. Aber schon da merkte ich, dass sich durch die Luft im Unterbauch die Wasserlage erheblich verbessert hatte. Das führte dazu, dass ich die Beine bewusst locker lies und mich darauf konzentrierte, vorschriftsmäßig zu atmen und die Luftmenge in der Lunge nicht weniger werden zu lassen. Am Ende der 20 x 25 m war es immer noch nicht so gemütlich wie Schwimmen ohne Band aber im Vergleich zum normalen Herumgegurke war es enorm locker und ich hatte den Eindruck, dass die Beine viel, viel weniger absinken! Statt 20 oder 30 Sekunden Pause am Beckenrand nach jeder Bahn reichten 10 Sekunden.

Ich bin sehr angetan. Jetzt muss ich es nur noch schaffen, dass sich die Angelegenheit natürlich anfühlt und ich nicht permanent daran denken muss :Cheese:

macoio 22.03.2018 13:41

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1368336)


Das probiere ich mal aus, auch wenn ich nicht ganz verstanden habe, was man hinterher mit den gewonnen Daten anfängt. :Lachen2:

Ich fürchte aber, dass die Trägheit der Masse dafür sorgt, dass sich die Dauer nicht genau bestimmen lässt. Selbst wenn ich in Nullzeit komplett ausatmen könnte, spüre ich vermutlich nicht sofort, wie der Körper sinkt.

Die Idee ist zu lernen wie schnell und intensiv man ungefähr ausatmen muss um einen ausreichend umfassenden Luftaustausch in der zur Verfügung stehenden Zeit zu gewährleisten.

FlyLive 22.03.2018 13:59

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1368396)
... Ich habe weiter an der "Foundational Breathing Method" gearbeitet und beobachtet, was sich wie ändert.

:-)(-: Nicht zu fassen. Da atmet einer und Zack klappt fast alles von alleine :cool:

Deine Interpretation der Atemübung ist wahrscheinlich so wertvoll, wie das Rezept von Mr. Eugene Krabs und Spongebobs Krabbenburger.;)


schnodo 22.03.2018 14:09

Zitat:

Zitat von macoio (Beitrag 1368410)
Die Idee ist zu lernen wie schnell und intensiv man ungefähr ausatmen muss um einen ausreichend umfassenden Luftaustausch in der zur Verfügung stehenden Zeit zu gewährleisten.

Das habe ich ganz vergessen zu erwähnen: Ich habe den Test natürlich gemacht. Die Zeit ist so kurz, dass ich sie nicht messen konnte, deutlich unter einer Sekunde - einmal kurz und druckvoll die Lunge leeren und ich sinke. Das Sinken geht übrigens deutlich schneller als ich gedacht hätte.

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1368413)
:-)(-: Nicht zu fassen. Da atmet einer und Zack klappt fast alles von alleine :cool:

Naja, vom "alles von alleine" bin ich genauso weit entfernt wie vom Krabbenburger-Rezept. :Lachen2:

macoio 22.03.2018 18:02

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1368415)
Das habe ich ganz vergessen zu erwähnen: Ich habe den Test natürlich gemacht. Die Zeit ist so kurz, dass ich sie nicht messen konnte, deutlich unter einer Sekunde - einmal kurz und druckvoll die Lunge leeren und ich sinke. Das Sinken geht übrigens deutlich schneller als ich gedacht hätte.



Naja, vom "alles von alleine" bin ich genauso weit entfernt wie vom Krabbenburger-Rezept. :Lachen2:

ok dann ist ausreichend schnelles Ausatmen keine deiner Baustellen im Atemzyklus.

Su Bee 22.03.2018 19:19

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1368415)
Das Sinken geht übrigens deutlich schneller als ich gedacht hätte.

Für das Foto habe ich ja auch ausgeatmet und war ratzfatz unten am Pool... in 5m Tiefe.
Dass das sooo schnell gehen kann war mir auch nicht bewusst.
Ich dachte, dass mich mein Speckgürtel länger oben hält...

mon_cheri 22.03.2018 19:31

Muss ich doch mal versuchen. Ich habe generell Probleme damit, unter Wasser zu bleiben - Fett schwimmt halt oben. :o Beim Schwimmen im Sasch bin ich beim Beobachten der anderen auch immer nach oben getrieben. Auf dem Schwimmbadboden hocken geht irgendwie garnicht. Beim nächsten Mal versuche ich das aber mal mit gezielt ganz stark ausatmen.


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