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Schlafschaf 16.10.2021 17:41

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Passt zu uns hier!

Quelle

noam 16.10.2021 18:29

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1628971)
Und ganz ehrlich, das größte Problem sehe ich bei den Leuten, die sich selbst für politisch gebildet halten (sieht man hier im Forum immer wieder),


in ihren Positionen aber total verbohrt, also nicht in der Lage oder willens vorurteilsfrei zu denken und gleichzeitig ihren politischen Horizont bestenfalls aus der Tagespresse beziehen.



Das ist so als würde man sich physikalisch gebildet halten, weil man ein Playmobil Männchen zusammenbauen kann. Aber ich habe aufgehört mich darüber aufzuregen, denn ändern werde ich diese Haltung nicht können. :Maso: Zeigt mir allerdings die eingeschränkten intellektuellen Fähigkeiten so manches Studierten. Es gab Zeiten, da hat mich dies verbittert - mittlerweile komme ich ganz gut damit klar.

Deine Einstellung gegenüber deinen Mitmenschen ist doch sagen wir mal freundlich herablassend.




Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1628971)
Echte und ernsthafte Lösungen? Gar nicht so einfach ... da ist sich die Politikwissenschaft tatsächlich uneins ... ganz pauschal würde ich sagen: Mehr politische Bildung! --> Vielleicht ja ein Eignungstest für Berufspolitiker. :Lachanfall:

Politische Bildung, Lesekompetenz, Medienkompetenz wäre sicher nicht hinderlich für qualifizierte Entscheidungen.

sabine-g 16.10.2021 19:08

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1628998)
denn batterieelektrische Autos eignen sich nicht zum Bleifuß-Fahren.

noch nicht

ich bin gegen ein Tempolimit, diese Entscheidung dürfte den Grünen leicht gefallen sein, da ein Tempolimit klimatechnisch quasi nicht bringt.
Ich fahre bei 120km/h mit 4L durch die Gegend und bei 150 mit 5L.
Beides kann man bei vollen Autobahnen fast nie fahren.

Mo77 16.10.2021 19:20

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1628998)

Ein beschleunigter Abschied vom Verbrenner bringt automatisch ein de-facto-Tempolimit mit sich, denn batterieelektrische Autos eignen sich nicht zum Bleifuß-Fahren.

Deswegen fährt jeder tesla über 220 km/h

Mo77 16.10.2021 20:13

An dieser Liste sieht man schön die Höchstgeschwindigkeit der e-Autos.
44 Modelle haben 200kmh oder mehr.
Ich kann daraus nicht ableiten, dass es ein de fakto Tempolimit mit e Mobilität geben wird.

KevJames 16.10.2021 23:42

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1629012)
Deine Einstellung gegenüber deinen Mitmenschen ist doch sagen wir mal freundlich herablassend.






Politische Bildung, Lesekompetenz, Medienkompetenz wäre sicher nicht hinderlich für qualifizierte Entscheidungen.

zu a) Nur zu denen, die anmaßend ggü eher Umwelt sind. ja, Du fühlst Dich richtigerweise angesprochen. und ja, fachlich geantwortet hast Du immer noch nicht.
Es sei angemerkt, dass Du auch hier unzulässig verallgemeinert hast. Es sind hier von mir einige Mitmenschen angesprochen. Auf viele trifft auch anderes zu. Übrigens: Im echten Leben sind einige deutlich weniger resistent gegenüber politischer Bildung als im Internet - im persönlichen Gespräch kann man doch vieles besser aufdröseln und das Gegenüber nicht googeln - hilft in fachlichen Gesprächen ohnehin nur bedingt.
Es sei betont: Zeitung lesen hat nicht viel (bzw. ist halt deutlich zu wenig) mit politischer Bildung zu tun. Um das zu verstehen braucht es ein tiefergehendes Verständnis von politischer Bildung. Das ist halt fast (leider) ein Monopol der Fachleute. Da beginnt die Problematik dann schonmal ...

zu b) Genau davon habe ich ja gesprochen. Insbesondere am 1. Punkt hakt es häufig, ohne das betreffende Personen es selbst merken. Das ist der Nachteil ggü Naturwissenschaften - da ist dem Subjekt meist selbst klar, wenn es einen Vorgang nicht verstanden hat.

Du magst dies als arrogant empfinden - aus meiner Sicht, nehme ich lediglich (aus Perspektive des fachlich gebildeten) einen Beobachtungsbericht vor. Das Gegenüber hört das meist nicht gerne - damit kann ich leben.
Apropos: Ich war nicht derjenige, der einem Teil des Volkes die Kompetenz zur direkten Wahl abgesprochen hat, das warst Du. Gehörst Du selbst eigentlich zu den politisch Gebildeten mit Lese- und Medienkompetenz? Hat Dir das mal irgendwer bescheinigt, oder ist das lediglich Deine Selbstwahrnehmung? (Nein, ich erwarte nicht ernsthaft eine Antwort, sondern halte Dir nur einen Spiegel vor - vielleicht hilft ja bei der Reflexion).
Oder anders gefragt: Wie definierst Du selbst eigentlich politische Bildung?

KevJames 16.10.2021 23:45

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1629018)
An dieser Liste sieht man schön die Höchstgeschwindigkeit der e-Autos.
44 Modelle haben 200kmh oder mehr.
Ich kann daraus nicht ableiten, dass es ein de fakto Tempolimit mit e Mobilität geben wird.

Übrigens, dass die E-Autos in der Klimaproblematik nur bedingt weiterhelfen dürfte ja hinlänglich bekannt sein. Allerdings "muss" die Autoindustrie nun ja erstmal ihre Forschungskosten wieder reinholen. Über die Verbreitung echter Alternativen (da sind sie ja bereits), reden wir dann wenn jeder Autofahrer mal ein E-Auto gekauft hat, also ab ca. 2050. Ob es den Planeten dann noch gibt? :Cheese:

KevJames 16.10.2021 23:47

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1629013)
noch nicht

ich bin gegen ein Tempolimit, diese Entscheidung dürfte den Grünen leicht gefallen sein, da ein Tempolimit klimatechnisch quasi nicht bringt.
Ich fahre bei 120km/h mit 4L durch die Gegend und bei 150 mit 5L.
Beides kann man bei vollen Autobahnen fast nie fahren.

Das sind 25% Aufschlag. Wieviel benötigst Du bei 200? Hängt wohl sehr stark von der Gegend ab, ob man das fahren kann, oder nicht.

KevJames 16.10.2021 23:50

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1628976)
Geht mir ähnlich. Meinetwegen kann es mit der Truppe direkt losgehen.

Interessant, was so alles als "gute Politik" angesehen werden kann. :Cheese:

Gute Politik zeichnet sich eigentlich gerade dadurch aus, dass sie mindestens einer Interessengruppe "weh tut", in anderen Phasen bedeutet sie mehr Stillstand. Scheint so, als seien "wir" von CDU/SPD bereits so daran gewöhnt worden sein, dass es kaum noch auffällt.

In diesem Sinne hat A.M. dann wohl eine Zeitenwende kreiert.

Hafu 17.10.2021 07:13

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1629016)
Deswegen fährt jeder tesla über 220 km/h

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1629018)
An dieser Liste sieht man schön die Höchstgeschwindigkeit der e-Autos.
44 Modelle haben 200kmh oder mehr.
Ich kann daraus nicht ableiten, dass es ein de fakto Tempolimit mit e Mobilität geben wird.

Rede mal mit E-Autofahrerm, belese dich entsprechend oder schau dir wenigstens YT-Videos an. Wenn du dir das "de-Fakto.Tempolimit" aus einer E-Auto-Höchstgeschwindigkeitsliste nicht ableiten kannst, musst du offensichtlich etwas tiefer in die Materie "batterieelektrische Mobilität" einsteigen.:Huhu:

Servicepost:
Die allermeisten, die auf Autobahnen (derzeit mit Verbrennern) schnell fahren, tun dies nicht primär aus Freude am Rasen, sondern um früher anzukommen.
Um mit E-Autos schnell anzukommen, muss man möglichst wenig oder keine Ladestopps unterwegs haben. Da der Verbrauch bei E-Autos bei Geschwindigkeiten jenseits von 120 prozentual stärker ansteigt als bei Verbrennerautos und Laden mehr Zeit kostet als Tanken, gewöhnt man sich Rasen mit E-Auto automatisch ab.

Die Tesla-Car-Software empfiehlt bei jeder ins Navi eingegebene Tour auch gleich die optimale Geschwindigkeit, um so früh wie möglich am Zielort anzukommen. Ob man grob von dieser Empfehlung abweicht und dadurch irgendwann 'ne halbe Stunde Extra-Pause zum Laden sich einhandelt, überlegt man sich zweimal.

HerrMan 17.10.2021 07:14

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1629031)

Du magst dies als arrogant empfinden - aus meiner Sicht, nehme ich lediglich (aus Perspektive des fachlich gebildeten) einen Beobachtungsbericht vor. Das Gegenüber hört das meist nicht gerne - damit kann ich leben.


Gut zu wissen, dass du schlau bist. Darf ich auch mal einen Beobachtungsbericht machen, oder besser gesagt eine Frage als unmittelbare Folge meiner Beobachtungen stellen?

Bist du verwandt oder verschwägert mit Lauterbach?

HerrMan 17.10.2021 07:18

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1629036)
Die allermeisten, die auf Autobahnen schnell fahren, tun dies nicht um schnell zu fahren, sondern um früher anzukommen.

Dann unterstellst du aber den Schnellfahrern, dass die meisten von denen ziemlich doof sind. Die Studien zu dem Thema sind hinlänglich bekannt.

Samstag, früh morgens, Nürnberg - Hof, dass kann schon Spass machen. So geht es mir zumindest. Aber weil das geil und doof ist, bin ich auf jeden Fall für ein Tempolimit.

Hafu 17.10.2021 07:44

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1629034)
Interessant, was so alles als "gute Politik" angesehen werden kann. :Cheese:

Gute Politik zeichnet sich eigentlich gerade dadurch aus, dass sie mindestens einer Interessengruppe "weh tut", ...

Schau' dir das Sondierungspapier nochmal genau an. Ich sehe da sehr viele Punkte, die unterschiedlichsten Interessengruppen weh tun werden, sobald sie in Realpolitik umgesetzt werden.

Man braucht nur mal an den beschlossenen massiven Ausbau der Windenergie denken. Die 10h-Regel, die in Bayern derzeit gilt und den Ausbau der Windenergie zum Erliegen gebracht hat, wurde ja nicht aus Jux und Tollerei eingeführt, sondern um die bei jedem geplanten neuen Windrad entstehnden Bürgerinitiativen zu befrieden.

Die im Sondierungspaket enthaltene 2%-Klausel ist komplett inkompatibel mit der 10h-Regel und wird auch nicht mit den in anderen Bundesländern etwas moderaterern Vorschriften (wie z.B. vierfachem Rotordurchmesser in Hauptwindrichtung als Mindestabstand zu Wohnbebauung) funktionieren. Hier und auch wegen des gerne als Vorwand zur Verhinderung von Windparks genutzten Vogelschutzes sind überall in Deutschland Konflikte quasi vorprogrammiert, wenn aus den Sondierungseckpunkten Realpolitik werden sollte.

Auch bei der Solardachpflicht für gewerbliche Neubauten, die ja das Bauen weiter verteuert und als ordnungspolitische Maßnahme klar gegen das FDP-Mantra läuft, dass man die Wirtschaft nicht regulieren dürfe sind Konflikte vorprogrammiert. Und von der Sorte Eckpunkte gibt es durchaus einige in dem Papier. Vieles ist natürlich erstmal ziemlich nebulös formuliert oder mit Konjunktiven versehen, um den Gegenwind der Öffentlichkeit im aktuellen Verhandlungsstadium überschaubar zu halten.

Mo77 17.10.2021 07:53

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1629036)
Rede mal mit E-Autofahrerm, belese dich entsprechend oder schau dir wenigstens YT-Videos an. Wenn du dir das "de-Fakto.Tempolimit" aus einer E-Auto-Höchstgeschwindigkeitsliste nicht ableiten kannst, musst du offensichtlich etwas tiefer in die Materie "batterieelektrische Mobilität" einsteigen.:Huhu:

Servicepost:
Die allermeisten, die auf Autobahnen (derzeit mit Verbrennern) schnell fahren, tun dies nicht primär aus Freude am Rasen, sondern um früher anzukommen.
Um mit E-Autos schnell anzukommen, muss man möglichst wenig oder keine Ladestopps unterwegs haben. Da der Verbrauch bei E-Autos bei Geschwindigkeiten jenseits von 120 prozentual stärker ansteigt als bei Verbrennerautos und Laden mehr Zeit kostet als Tanken, gewöhnt man sich Rasen mit E-Auto automatisch ab.

Die Tesla-Car-Software empfiehlt bei jeder ins Navi eingegebene Tour auch gleich die optimale Geschwindigkeit, um so früh wie möglich am Zielort anzukommen. Ob man grob von dieser Empfehlung abweicht und dadurch irgendwann 'ne halbe Stunde Extra-Pause zum Laden sich einhandelt, überlegt man sich zweimal.

Viel tippen macht es nicht richtiger.
Anstatt zu lesen oder Youtube zu schauen oder mit Leuten zu reden mach mal deine Augen auf der Autobahn auf.
Du wirst feststellen, daß die dicken Stromer mitnichten maximal effizient 120 fahren.
Mit weiter steigender Reichweite ist es gar nicht notwendig zu laden.
Wer mit 200% zu viel Masse und knapp 1000% zu viel Ausgaben für die Anschaffung des Fahrzeugs unterwegs ist, dem sind gestiegener Verbrauch nicht das ausschlaggebende Element bei der Wahl der Reisegeschwindigkeit.

Natürlich gibt es auch viele kleine Stromer, aber die kleinen Verbrenner waren jetzt meiner Wahrnehmung nach nicht die Kisten mit blinker links auf der Autobahn.
Was sagt Youtube dazu???

merz 17.10.2021 08:44

witzigerweise ist zur Frage: Wie ist die range eines Tesla mit 160-180 km/h Schnitt garnicht so leicht was im Internet zu finden - Grund ist klar, diese Fragestellung kann es ja nur in Deutschland geben :)

Aus einer Quelle, die ich nicht verlinken will: um die 200 km (im Winter, bei den ungepimpten Modellen) - also, nach einer Stunde fahrvergnuegen ist Schluss


m.

qbz 17.10.2021 09:33

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1629039)
.....
Auch bei der Solardachpflicht für gewerbliche Neubauten, die ja das Bauen weiter verteuert und als ordnungspolitische Maßnahme klar gegen das FDP-Mantra läuft, dass man die Wirtschaft nicht regulieren dürfe sind Konflikte vorprogrammiert. Und von der Sorte Eckpunkte gibt es durchaus einige in dem Papier.
.....

Manche Bundesländer und manche Kommunen haben schon eine gesetzliche Solare Baupflicht für die kommenden Jahre konkret beschlossen oder in Vorbereitung (Bayern) - auch in Ländern mit der FDP in der Regierung bzw. mit Zustimmung von allen Parteien, ausser AFD - wobei die Bestimmungen überall etwas unterschiedlich ausfallen (Grösse, Gewerbe, Wohnungen usf.). Insofern schafft die im Sondierungspapier angekündigte Solardachpflicht jetzt auf Bundesebene noch eine für alle Bundesländer geltende Regelung, an die dann die (teilweise schon bestehenden) Länderbestimmungen angepasst werden. D.h. die Solarpflicht bedeutet etwas, womit die Politik und die Verwaltungen und alle Parteien schon auf Gesetzesebene sich seit einiger Zeit befasst haben. Und für die Bauwirtschaft wirkt die Solarpflicht wie eine kleine Konjunkturspritze.

Immerhin ist Deutschland als Staat und damit die FDP als zukünftige Regierungspartei dem Pariser Abkommen, zu dessen Einhaltung sich auch die FDP bekennt, verpflichtet und die FDP muss real nachweisen und Gesetze beschliessen, wie sie die internationalen Zusagen zur CO2-Reduktion jetzt erfüllen will. Zumindest hat Habeck das vor den Koalitionsgesprächen immer so dargestellt. Insofern verstehe ich persönlich es nicht, wie man solche Dinge wie die solare Baupflicht, die es zudem auch schon in Bundesländern mit FDP-Zustimmung gibt, nun als Verhandlungserfolg hochstilisiert und einzelne von fast allen Parteien geplante Klimaschutzmassnahmen als Verhandlungserfolg darstellt, um damit den Verzicht auf sozialpolitische Verbesserungen bei den Koalitionsgesprächen und das diesbezügliche Entgegenkommen an das FDP-Programm mit Klimaschutz"erfolgen" zu rechtfertigen.

TriVet 17.10.2021 09:41

Wollt ihr das nicht lieber bei der elektromobilität weiterführen?

Ansonsten: bei 85 kwh Akku (haben die wenigsten) hast du Energie wie 8,5 Liter Sprit. Bei einem Verbrauch von5 Liter/100km (denke auch ein Tesla braucht bei 200km/h 50 kw/h, keine Ahnung) kommst du also ça 150km weit, in Wirklichkeit weniger, du willst ja nicht mit null Prozent Akku ankommen...

Helmut S 17.10.2021 09:48

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1629013)
Ich fahre bei 120km/h mit 4L durch die Gegend und bei 150 mit 5L.

Ich finde es spannend, dass du nur 25% mehr Energie verbrauchst, wenn du 25% schneller fährst. Dieser postulierte lineare Zusammenhang scheint mir einer genaueren Betrachtung durch die Altvorderen wert zu sein. :Cheese:

sabine-g 17.10.2021 09:56

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1629049)
Ich finde es spannend, dass du nur 25% mehr Energie verbrauchst, wenn du 25% schneller fährst. Dieser postulierte lineare Zusammenhang scheint mir einer genaueren Betrachtung durch die Altvorderen wert zu sein. :Cheese:

ich habs nicht genau gemessen.
Kann auch weniger sein oder ein bisschen mehr.
Ich wollte nur ausdrücken, dass ein Tempolimit nicht der wahnsinnige Heilsbringer für das Klima ist, sondern dass es da andere, viel wichtigere Baustellen gibt.
Ist in etwa so wie oversized Keramik Schaltrollen und gewachste Kette am Fahrrad.

merz 17.10.2021 10:16

Das Umweltbundesamt schätzt etwa 2 mio Tonnen pro Jahr bei 130, das ist tatsächlich nicht viel aber eben schnell und aufwandsarm umsetzbar


https://www.umweltbundesamt.de/sites...polimit_bf.pdf

m.

Schlafschaf 17.10.2021 10:17

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1629031)
Du magst dies als arrogant empfinden - aus meiner Sicht, nehme ich lediglich (aus Perspektive des fachlich gebildeten) einen Beobachtungsbericht vor. Das Gegenüber hört das meist nicht gerne - damit kann ich leben.

Wie hast du dich da denn gebildet? Was unterscheidet dich von der breiten Masse? Was muss ich tun um auch so kluk zu werden? :Cheese:

sybenwurz 17.10.2021 12:33

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1629036)

Servicepost:
Die allermeisten, die auf Autobahnen (derzeit mit Verbrennern) schnell fahren, tun dies nicht primär aus Freude am Rasen, sondern um früher anzukommen.
Um mit E-Autos schnell anzukommen, muss man möglichst wenig oder keine Ladestopps unterwegs haben. Da der Verbrauch bei E-Autos bei Geschwindigkeiten jenseits von 120 prozentual stärker ansteigt als bei Verbrennerautos und Laden mehr Zeit kostet als Tanken, gewöhnt man sich Rasen mit E-Auto automatisch ab.

Die Tesla-Car-Software empfiehlt bei jeder ins Navi eingegebene Tour auch gleich die optimale Geschwindigkeit, um so früh wie möglich am Zielort anzukommen. Ob man grob von dieser Empfehlung abweicht und dadurch irgendwann 'ne halbe Stunde Extra-Pause zum Laden sich einhandelt, überlegt man sich zweimal.

Soweit die Theorie.
Die Praxis unterscheidet sich in meiner Wahrnehmung aber deutlich.
Da ists nämlich so, dass es mit dem Selbstverständnis und der Selbstwahrnehmnung jener, die sich speziell die Oberklasse-Stromer entweder selbst leisten können oder sie von der Firma hingestellt bekommen, eher nicht vereinbar ist, sich hinter den anderen Furzgurken, in denen die niederen Kasten sitzen, einzureihen.
Der selbstbewusste, starke Auftritt leidet einfach überall unmittelbar hinter Vorne und dient sowieso eher der Dokumentation der eigenen Potenz und nicht der Demonstration einer Absicht, die Welt retten zu wollen.

MattF 17.10.2021 19:57

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1629060)
Soweit die Theorie.
Die Praxis unterscheidet sich in meiner Wahrnehmung aber deutlich.
Da ists nämlich so, dass es mit dem Selbstverständnis und der Selbstwahrnehmnung jener, die sich speziell die Oberklasse-Stromer entweder selbst leisten können oder sie von der Firma hingestellt bekommen, eher nicht vereinbar ist, sich hinter den anderen Furzgurken, in denen die niederen Kasten sitzen, einzureihen.
Der selbstbewusste, starke Auftritt leidet einfach überall unmittelbar hinter Vorne und dient sowieso eher der Dokumentation der eigenen Potenz und nicht der Demonstration einer Absicht, die Welt retten zu wollen.

Ja.

Autofahren soll halt nicht nur Spass machen, sondern auch noch das Ego streicheln.

Vielleicht auch zu viele Anforderungen an eine Tätigkeit :Lachanfall: :Lachanfall:

noam 17.10.2021 20:32

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1629114)
Ja.

Autofahren soll halt nicht nur Spass machen, sondern auch noch das Ego streicheln.

Vielleicht auch zu viele Anforderungen an eine Tätigkeit :Lachanfall: :Lachanfall:

Das Auto und der Umgang damit ist halt in weiten Teilen dieser unserer Gesellschaft ein absolutes Statussymbol. Es soll repräsentieren, es soll zeigen, wer man ist und für einen starken Auftritt sorgen. Ich glaube die gepanzerte S Klasse von Steinmeier wurde heute öfter fotografiert als er selber. Der schnodderige A8 mit dem Frau Klöckner da war, fand hingegen kaum Beachtung. Solange das so ist, wird sich nichts ändern.

Das E Auto kommt mir derzeit ein wenig so vor wie der moderne Ablassbrief.

noam 17.10.2021 20:45

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1629034)
Gute Politik zeichnet sich eigentlich gerade dadurch aus, dass sie mindestens einer Interessengruppe "weh tut", in anderen Phasen bedeutet sie mehr Stillstand.

Findest du? Ich denke gute Politik verteilt die Belastungen so, dass keine "Kapitalflucht" entsteht, weiter Investitionen in den Standort Deutschland getätigt werden und der Ertrag möglichst gerecht aufgeteilt wird. Damit hätten wir eigentlich nur Gewinner.

Derzeit haben wir in der Wertschöpfungskette eines Produkts oder einer Dienstleistung einfach zu viele Menschen, die vom erwirtschafteten Ertrag ungerecht wenig abbekommen, aber dazu wenige, die davon ungerecht viel erhalten. Letztere würden bei "guter Politik" eben weniger mehr bekommen, aber die bekommen ja immernoch mehr (Solange eben Gewinne erwirtschaftet werden). Da von "weh tun" zu sprechen ist irgendwie komisch. Es verliert ja niemand etwas, sondern die Gewinne werden nur anders verteilt.


Auf deinen Angriff aus dem vorherigen Post mag ich nicht eingehen. Ich erkenne an, dass du als Politiklehrer sicher deutlich politisch gebildeter bist als der 08/15 poitisch interessierte, der die Tagespresse verfolgt. Die Frage ist aber wohl doch ob auch bei der Politik die Lehre als Theorie wie auch in vielen anderen Berufen von der Praxis abweicht.

TRIPI 17.10.2021 21:29

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1629114)
Ja.

Autofahren soll halt nicht nur Spass machen, sondern auch noch das Ego streicheln.

Vielleicht auch zu viele Anforderungen an eine Tätigkeit :Lachanfall: :Lachanfall:

Müsste man mal der Autoindustrie sagen. Mit reinen Fakten darüber wie gut, sicher und ökologisch man von A nach B kommt erreicht man deren Meinung nach niemanden mehr. Ich behaupte einfach mal dass sogar ganz bewusst davon abgelenkt wird, wo käme man denn da hin wenn man Leuten seinen sinnlosen Quatsch nicht mehr als Musthavelifestylestatusquostatement andrehen könnte.

merz 26.10.2021 14:06

vll hier passend:

Im Umfeld der Haugen-Aussage ist eine Art Facebook working paper
"Carol’s Journey to QAnon.” publik geworden.

Im Sommer 2019 haben Facebook-Mitarbeiterinnen den einfache und naiven Test gemacht zwei Konten in FB aufzusetzen mit falschen Identitäten, die von einigen Kennzeichen auf eher rechte, „US-konservative“ Personen schließen ließen.

Innerhalb von Tagen gerieten diese Konten ganz automatisch in eine Strudel von Falschmeldungen, Wahlbetrugs-Märchen (vor der Wahl) und schlussendlich rein in diese Q-Welten

https://www.nbcnews.com/tech/tech-ne...users-rcna3581

Sind eben so automatische dumme Netzwerk-Schnellball-Effekte …. einfach mal "down the rabbit hole" gepusht, wie man so schön sagt.

m.

TriVet 11.11.2021 11:45

Die Grünen geben wohl Finanzministerium "verloren"...
https://www.faz.net/aktuell/politik/...-17628505.html

Hafu 11.11.2021 13:03

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1632836)
Die Grünen geben wohl Finanzministerium "verloren"...
https://www.faz.net/aktuell/politik/...-17628505.html

Solange sie sich den Verzicht auf das Finanzministerium von der FDP (und SPD) gut bezahlen lassen und die Details des Koalitionsvertrages mehr Merkmale grüner Politik tragen als die allzu vagen Formulierungen des Sondierungspapiers kann das ein schlauer Schachzug sein.

Das Finanzministerium ist IMHO tendenziell überschätzt (da der Handlungsspielraum des Finanzministers maßgeblich von der Richtlinienkompetenz des Kanzlers abhängt) und das Verkehrsministerium (das die Grünen der FAZ zufolge besetzten dürfen) in Deutschland tendenziell unterschätzt.

Der Verkehrsministerium hat einen Etat von jährlich 18 Milliarden Euro pro Jahr zu verwalten. Mit derartig viel Geld kann man viel sinnlose Projekte in den Sand setzen und Klientelpolitik betreiben, wie es die CSU, die aus guten Gründen immer extrem scharf auf den Verkehrsministerpostenwar, in den letzten 16 Jahren getan hat oder man kann auch viel Sinnvolles anstoßen, wie ich es von Herrn Hoffreiter erwarten würde, dem Radwege und ÖPNV-Ausbau sicher wichtiger als die Kontakte zu den Lobbyisten der Automobilindustrie sind.

Das Umweltministerium hat bisher nur einen Etat von knapp über 2 Milliarden Euro an Investitionsvolumen. Wenn ein politisches Schwergewicht wie Habeck dieses Ministerium (statt des von ihm favorisierten Finanzministeriums) übernehmen sollte, dann wird diese extrem magere Gewichtung des Umweltministeriums höchstwahrscheinlich gravierend verändert werden (Sonst würde sich Habeck darauf wohl nicht einlassen). Mutmaßlich fällt dann auch zukünfitg die Energiewende und die damit verbundenen Investitionsmilliarden in die Zuständigkeit des Umweltministeriums, da bisher das Wirtschaftsministerium zusammen mit dem Verkehrsministerium (=Verantwortung für Netzinfrastruktur) vorwiegend für Energie zuständig war, was aber stets Interessenkonflikte (Arbeitsplätze in der Kohle-, Öl- und Gasindustrie versus ökologische Energiewende) produziert hat.

Wenn der Ausbau der Erneuerbaren (Wind- und Solarenergie), ein Kernthema von Habeck, dem er sich schon in seiner Ministerzeit in Schleswig-Holstein gewidmet hat, an das Umweltministerium geht und er sich nur noch mit Hofreiter hinsichtlich des erforderlichen Netzausbaus ins Einvernehmen setzen muss, kann bei der Energiewende richtig was vorangehen.

Nebenbei kann ein grüner Verkehrsminister überall, wo es dem Verkehrsfluss oder der Verkehrssicherheit dient, Tempolimits auf Autobahnen installieren, so dass der generelle Verzicht auf ein Tempolimit, wie es das Sondierungspapier hervorgehoben hat, kaum noch eine praktische Rolle spielt, wenn es irgendwann kaum noch Autobahnabschnitte gibt, auf denen man schneller als 130 fahren darf.

aequitas 11.11.2021 15:46

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1632861)
Das Finanzministerium ist IMHO tendenziell überschätzt (da der Handlungsspielraum des Finanzministers maßgeblich von der Richtlinienkompetenz des Kanzlers abhängt) und das Verkehrsministerium (das die Grünen der FAZ zufolge besetzten dürfen) in Deutschland tendenziell unterschätzt.

Das Umweltministerium hat bisher nur einen Etat von knapp über 2 Milliarden Euro an Investitionsvolumen. Wenn ein politisches Schwergewicht wie Habeck dieses Ministerium (statt des von ihm favorisierten Finanzministeriums) übernehmen sollte, dann wird diese extrem magere Gewichtung des Umweltministeriums höchstwahrscheinlich gravierend verändert werden (Sonst würde sich Habeck darauf wohl nicht einlassen). Mutmaßlich fällt dann auch zukünfitg die Energiewende und die damit verbundenen Investitionsmilliarden in die Zuständigkeit des Umweltministeriums, da bisher das Wirtschaftsministerium zusammen mit dem Verkehrsministerium (=Verantwortung für Netzinfrastruktur) vorwiegend für Energie zuständig war, was aber stets Interessenkonflikte (Arbeitsplätze in der Kohle-, Öl- und Gasindustrie versus ökologische Energiewende) produziert hat.

Teilweise würde ich hier zustimmen. Sicherlich jedoch nicht in dem Punkt, dass die Macht das Finanzministerium überschätzt werde. Hier würde ich sogar davon ausgehen, dass die Macht - sinnvollerweise - weiter ausgebaut wird, da voraussichtlich kein eigenes Digitalministerium kommen wird und entsprechend eine Bündelung dieser Kompetenz im Finanzministerium sinnvoll wäre. Dies würde zudem auch wichtige Programmpunkte der FDP abdecken, aber Lindner auch zu einem sehr mächtigen Minister machen.

Ein grünes Umweltministerium wäre naheligend. Zusätzlich - wie von dir skizziert - wäre zudem plausibel, dass die Energiepolitik hier wieder angesiedelt wird. Damit würde die Bedeutung des Umweltministeriums steigen und die Grünen könnten hier programmatisch wichtige Punkte umsetzen.

Hafu 11.11.2021 16:57

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1632890)
Teilweise würde ich hier zustimmen. Sicherlich jedoch nicht in dem Punkt, dass die Macht das Finanzministerium überschätzt werde. Hier würde ich sogar davon ausgehen, dass die Macht - sinnvollerweise - weiter ausgebaut wird, da voraussichtlich kein eigenes Digitalministerium kommen wird und entsprechend eine Bündelung dieser Kompetenz im Finanzministerium sinnvoll wäre. Dies würde zudem auch wichtige Programmpunkte der FDP abdecken, aber Lindner auch zu einem sehr mächtigen Minister machen.
...

Die Verantwortung für den Breitbandausbau, einem der wichtigsten Probleme beim Digitalisierungsrückstand von Deutschland liegt aktuell beim Verkehrsministerium.

Dass die Grünen sich das Thema wegnehmen lassen und das Finanzministerium damit aufwerten mag ich mir nicht vorstellen. Man darf nicht vergessen, dass die FDP die kleinste der Koalitionsparteien ist und nach dem Debakel bei der letzten Bundestagswahl am meisten darauf angewiesen ist, in Regierungsverantwortung zu kommen.

aequitas 11.11.2021 17:20

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1632899)
Die Verantwortung für den Breitbandausbau, einem der wichtigsten Probleme beim Digitalisierungsrückstand von Deutschland liegt aktuell beim Verkehrsministerium.

Wenn das für dich Digitalisierung bedeutet, dann wird relativ klar, weshalb in Deutschland Digitalisierung so weit hinten liegt und die Verwaltung auf einem der letzten Plätze im europäischen Vergleich verweilt.

Und da nicht nur du diese Einstellung hast, sondern sie relativ weit verbreitet ist, wird das Problem noch offensichtlicher.

Digitalisierung ist viel mehr als nur Breitbandausbau und dieser ist mitnichten das wichtigste Problem.

deralexxx 11.11.2021 17:32

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1632903)
Wenn das für dich Digitalisierung bedeutet, dann wird relativ klar, weshalb in Deutschland Digitalisierung so weit hinten liegt und die Verwaltung auf einem der letzten Plätze im europäischen Vergleich verweilt.

Und da nicht nur du diese Einstellung hast, sondern sie relativ weit verbreitet ist, wird das Problem noch offensichtlicher.

Digitalisierung ist viel mehr als nur Breitbandausbau und dieser ist mitnichten das wichtigste Problem.

Was ist denn aus deiner Sicht Wichtiger bei der Digitalisierung als der Ausbau von Breitband Anschlüssen?

Hafu hat ja auch geschrieben einem der wichtigsten Probleme.

:Blumen:

qbz 11.11.2021 17:33

Das Finanzministerium ist (und bleibt) nun mal neben dem Kanzleramt bzw. Bundeskanzlerin das wichtigste Ministerium im Vergleich mit den anderen sowohl im Bund wie bei den Ländern. Weshalb? Weil in allen anderen Ressorts der/die Finanzminister/in in allen Fragen mitentscheidet und ohne seine Zustimmung läuft nichts bei den anderen Resssorts, nicht mal die Anschaffung von Papier oder die Reinigung usf.

Was den Verkehr u. das Verkehrsministerium betrifft: Als Schweizer und bei Heimataufenthalten sehr zufriedener SBB-Nutzer stimmen mich die Medienberichte über die von FDP und Grünen favorisierte Aufteilung der Bahn in Netz und Verkehr mit der Tendenz weiterer Privatisierungen sehr kritisch. Die Pläne enttäuschen mich jetzt nicht, weil ich auch nichts anderes als die Unterstützung von Privatisisierungen bei der Daseinsvorsorge von den Grünen erwartete. Hier haben FDP u. Grüne schon immer gut zusammen gepasst.
Reise mit falschem Ziel. Deutsche Bahn. Den Konzern zerschlagen? Diese Idee hat es bis auf den Verhandlungstisch der Ampel-Parteien geschafft. Dabei gibt es bessere Alternativen

noam 11.11.2021 18:23

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1632903)
Wenn das für dich Digitalisierung bedeutet, dann wird relativ klar, weshalb in Deutschland Digitalisierung so weit hinten liegt und die Verwaltung auf einem der letzten Plätze im europäischen Vergleich verweilt.

Und da nicht nur du diese Einstellung hast, sondern sie relativ weit verbreitet ist, wird das Problem noch offensichtlicher.

Digitalisierung ist viel mehr als nur Breitbandausbau und dieser ist mitnichten das wichtigste Problem.

Da stimme ich dir absolut zu. Insbesondere in der Verwaltung muss es jedem umweltbewussten und technikaffinen Menschen einfach jeden Tag aufs Neue der Kopf so hart auf dem Tisch aufschlagen. Wenn ich überlege wie viel Papier bei uns jeden Tag aus den Druckern strömt, Kommunikation völlig unnötig auf Papier stattfindet, wenn Telefon oder Meeting nicht geht. Ich meine Behörden habe ja nun zumindest intern durchaus eine rudimentäre digitale Infratruktur. Diese wird aber schlicht nicht genutzt, da kein Interesse daran besteht. Behördenübergreifend? Nicht dran zu denken. Extern? Hat jemand Jehova gesagt?


Das Posting wird über LTE Dachantenne mit volumenbegrenztem Mobilfunk Datentarif versendet.

Bleierpel 21.11.2021 12:44

Zitat:

Zitat von Bleierpel (Beitrag 1634493)
Herzlichen Dank an die Freien Demokraten.

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1634495)
und grün-rot heben die Hand oder Daumen nach oben...

Machtgeilheit…

tandem65 21.11.2021 12:48

Zitat:

Zitat von Bleierpel (Beitrag 1634516)
Machtgeilheit…

Wie sind die Alternativen?

Bleierpel 21.11.2021 12:49

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1634518)
Wie sind die Alternativen?

Gibt keine

tandem65 21.11.2021 13:07

Zitat:

Zitat von Bleierpel (Beitrag 1634519)
Gibt keine

Rüschtüsch, fast.
GroKo ist noch möglich und Hawaii oder wie sich das nennt mit der CDU/CSU statt SPD. Natürlich könnten wir uns auch ganz zurücklehnen & Neuwahlen anstreben.

qbz 21.11.2021 13:28

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1634522)
Rüschtüsch, fast.
GroKo ist noch möglich und Hawaii oder wie sich das nennt mit der CDU/CSU statt SPD. Natürlich könnten wir uns auch ganz zurücklehnen & Neuwahlen anstreben.

Der "Witz" ist ja, dass eine Mehrheit von Abgeordneten aus der CDU/CSU Fraktion, der PdL, der Grünen und der SPD sicher für eine Verlängerung der Pandemischen Lage bzw. Notlage gestimmt hätten. Es hätte im Parlament durchaus eine Mehrheit gegeben, wenn nicht die Regierungsfraktionen glauben würden, sie müssten einheitlich und mit Fraktionszwang als Ampel abstimmen, so dass am Ende eine so kleine Partei wie die FDP mit geringer Wählerschaft ihre Corona-Politik durchsetzen kann. Ich finde das ein undemokratisches (im Wortsinn) Verständnis von Parlamentsarbeit und Regieren, wenn nach der Auffassung einer Bundestagsminderheit entschieden wird.

Vermeiden liesse sich das, wenn Regierungen nicht stur nach Kanzlerwahlkoalition im Parlament abstimmen und auch Minderheitsregierungen möglich wären mit Besetzung der Minister nach Kompetenz statt nur Parteibuch und mit Abstimmungen ohne Fraktionszwang. Das starre Konzept Regierungskoalition / Opposition erweist sich leider manchmal als undemokratisch, weil eben eine Minderheitenmeinung dann zum Zug kommt.

Insofern bräuchte es keine Neuwahlen, sondern eine andere demokratische Kultur im Parlament und Regierung.


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