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qbz 07.04.2019 11:50

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1444628)

PS: Ziemlich zufällig bin ich gerade darauf gestoßen, dass es einen Namen fürs wellenförmige Schwimmen in ganzer Lage gibt: Free Colochian.

In diesem Video schwimmt eine Dame das sehr schön:
Georgian style of swimming: Free Colchian (Lazian), თავისუფალი კოლხური

Also wir sind das früher im Training des Schwimmvereins unter Wasser in Seitenlage und ohne Bänder und Flossen mit angelegten Armen regelmässig zur Abwechslung geschwommen, macht Spass ....

Hier eine Vorübung mit Flossen, geht genauso gut ohne, nur etwas langsamer.
https://www.youtube.com/watch?v=rpKV4WhZVWg

nogood 07.04.2019 20:14

Schnodo hast Du noch einen Tipp?
 
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Moin Schnodo und hallo an alle Schwimmdetektive,

im Moment beschäftigt mich, welchen Winkel der gerade eintauchende Arm in Bezug zur Kopf/Wirbelsäulen Geraden hat. Ich denke der Arm sollte nach Möglichkeit gerade aus an der Wasseroberfläche ankommen. Um das Dreieck Kopf zu Unterarm klein zu halten und damit wenig Wasserwiderstand zu erzeugen.

Im Idealfall streift der Oberarm am Ohr lang.

Das fühlt sich für mich aber unnatürlich an. Bin ich nur zu unbeweglich oder ist die Idee eher falsch.
Was sind eure Gedanken?

schnodo 07.04.2019 23:10

Zitat:

Zitat von papa2jaja (Beitrag 1444733)
Deshalb denke ich, es kann schon sein, dass heutzutage beim Unterricht in Sportvereinen besonderer Wert auf enge Kniehaltung gelegt wird, damit die Leute strömungsgünstiger sind. Aber prinzipiell ist man früher auch nicht grundlegend anders geschwommen, nur halt ein bisschen relaxter.

Ich meine, dass man früher tatsächlich die Knie bewusst weiter auseinander genommen hat. Ich finde, man kann dies hier recht gut sehen, wo die Knie weit sind, aber die Füße eng: The international Swimmer: 1964 Olympic Swimming

Allerdings sieht man in dem Video auch mindestens einen Schwimmer, der eher "modern" schwimmt. Vielleicht ist die Aufnahme aus der Zeit des Umbruchs.

Zitat:

Zitat von papa2jaja (Beitrag 1444733)
Ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass wenn du wirklich versuchst, diesen „Peitschenschlag“ umzusetzen, das für deine Knieschmerzen nicht gut ist. Vielleicht wäre es in diesem Zusammenhang besser, wenn du einfach die Knie ein wenig lockerer hältst. Du kannst ja je nach Schlagfrequenz versuchen, die Beine in der Streckphase immer schön eng, gerade und mit vom Körper weg nach hinten gerichteten Zehen zusammenzuführen. Das mache ich auf längeren Strecken immer wieder mal ganz gerne. Man gleitet besser, und es dehnt und relaxt die Muskeln irgendwie.

Ich werde Verschiedenes ausprobieren und dann bei dem bleiben, was ich am ehesten vertrage. :)
Was ich aber auf jeden Fall lernen möchte, ist, prinzipiell in der Lage zu sein, die Bewegung "korrekt" auszuführen.

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1444792)
Also wir sind das früher im Training des Schwimmvereins unter Wasser in Seitenlage und ohne Bänder und Flossen mit angelegten Armen regelmässig zur Abwechslung geschwommen, macht Spass ....

Hier eine Vorübung mit Flossen, geht genauso gut ohne, nur etwas langsamer.
https://www.youtube.com/watch?v=rpKV4WhZVWg

Die Übung probiere ich ab und zu auch, merke dann aber direkt, dass ich noch nicht soweit bin, weil sie mich sehr anstrengt. ;)
Sollte ich aber mal wieder testen.

Zitat:

Zitat von nogood (Beitrag 1444892)
Im Idealfall streift der Oberarm am Ohr lang.

Das fühlt sich für mich aber unnatürlich an. Bin ich nur zu unbeweglich oder ist die Idee eher falsch.
Was sind eure Gedanken?

Ich höre es meist so, dass der Hand direkt vor der Schulter ins Wasser soll und der Arm dann gerade nach vorne in Schwimmrichtung gestreckt wird. Also so, wie Jono van Hazel es macht.

Es gibt allerdings auch Leute, die einen eher weiten Winkel für besser halten. Als Begründung wird in der Regel angegeben, dass dies für weniger Übergreifen und fishtailing sorgt.

Ich habe schon beides probiert und es macht für mich keinen großen Unterschied. Ich finde das Eintauchen und Strecken vor der Schulter sieht geradliniger aus, deswegen übe ich es so - mit wechselndem Erfolg. :)


Bildinhalt: schnodo in der Streckphase

papa2jaja 08.04.2019 04:12

Kannst schon Recht haben.

Ich bin halt im Umkehrschluss vorgegangen - die Schwimmer in den moderneren Wettkampfvideos, die ich mir angesehen hatten, schwimmen über die Strecke meiner Meinung alle ungefähr so wie ich, und ich hab es um 1961/62 gelernt. Damals hat man sicher noch nicht großflächig so über Strömungsmechanik nachgedacht, wie heute. Aber du schaust sicher genauer hin als ich.

Ich könnte mir vorstellen, dass eine eventuell größere Oszillation der Knie keine Absicht, sondern nur mangelnde Konzentration auf das Thema Strömungsmechanik war. Autos wurden ja auch erst später allgemein strömungsgünstig gestaltet.

Und physiomechanisch funktioniert ja auch eine etwas größere Oszillation der Knie. Sie könnte sogar mehr Rückstoß erzeugen. Das könnte bedeuten, dass praktisch die Diskussion um die Knie ein Nullsummenspiel ist - strömungsgünstig, aber schwächerer Rückstoß.

Was meinst du dazu?

schnodo 08.04.2019 13:57

Zitat:

Zitat von papa2jaja (Beitrag 1444935)
Aber du schaust sicher genauer hin als ich.

Dafür würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen, immerhin beschäftige ich mich erst seit kurzem mit den Feinheiten des Brustschwimmens. Dafür, dass ich sehr wenig Ahnung besitze, habe ich ziemlich viel Meinung. ;)

Zitat:

Zitat von papa2jaja (Beitrag 1444935)
Und physiomechanisch funktioniert ja auch eine etwas größere Oszillation der Knie. Sie könnte sogar mehr Rückstoß erzeugen. Das könnte bedeuten, dass praktisch die Diskussion um die Knie ein Nullsummenspiel ist - strömungsgünstig, aber schwächerer Rückstoß.

Ich habe nochmal bei Maglischo nachgelesen, bin aber nicht so richtig schlau draus geworden. :Gruebeln:

Er bestreitet aber, wenn ich es richtig verstanden habe, mit Verweis auf Counsilman, dass man durch größere Öffnung der Oberschenkel und "Quetschen" Vortrieb erzeugen kann.

Wenn ich es richtig sehe, gibt es bei der Öffnung der Knie vergleichsweise viel Spielraum. Schulterbreit ist aber zu viel und man soll die Oberschenkel beim Heranführen der Beine nicht unter den Körper ziehen.

Ich habe den Verdacht, dass die Erforschung des Brustschwimmens mich ähnlich lange beschäftigen wird wie meine Lernbemühungen beim Kraulen. :Lachen2:

Helios 08.04.2019 15:13

Zitat:

Zitat von nogood (Beitrag 1444892)
.........
im Moment beschäftigt mich, welchen Winkel der gerade eintauchende Arm in Bezug zur Kopf/Wirbelsäulen Geraden hat.
......

Servus, wie willst Du den Winkel messen ???? und beim Schwimmen checken??

Der Triathlon Tarden analysiert auf youtube die Schwimmtechnik von Pro's aus deren geposteten Video's - malt Striche rein und bestimmt Winkel .... und das aus der Perspektive... wow - was haben wir früher im Technischen Zeichnen für einen Aufwand betrieben um an Wahre Längen und Winkel zu kommen....

Kurzum, das ist Quatsch und geht so nicht.

Bei Lucy Charles ist er abgeblitzt, die hat ihm sauber gesagt, dass ihr 90grad Ellenbogenwinkel passt, weil sie in ihrem Pool einen Spiegel hat und dauernd checkt.

Es ist einfach: wennst beim Eintauchen der Hand Mist machst, wird Dein Schultergelenk sich bei Dir rühren, dann weist es war verkehrt.

Es hängt auch von Deiner Anatomie ab und in welche Wasseroberfläche die Hand eintauchen soll - ist bei Wellen anders als bei ruhiger Wasseroberfläche.

Die Jugend hat mehr Drang als das Alter, und so weiter.....

Winkel??? ....hmm (ear hops, mail slot, wide tracks, draw a line)

schnodo 08.04.2019 15:57

Zitat:

Zitat von Helios (Beitrag 1445039)
Servus, wie willst Du den Winkel messen ???? und beim Schwimmen checken??

Ich hatte seine Zeichnungen so aufgefasst, dass der Kreis den Kopf darstellt, der waagerechte Strich die Schulterpartie und der senkrechte Strich den Arm. Und die Frage hatte ich so interpretiert, ob der Arm gerade nach vorne oder schräg zur Seite gestreckt werden soll.

Hier eine Ergänzung der Zeichnung in grün, damit wir uns zumindest darüber einig sind, wie ich sie verstanden habe. :)


Bildinhalt: Armwinkel in der Streckung

Helios 08.04.2019 17:19

Servus,

und weil der Oberkörper noch in die Eine oder andere Richtung rotiert, dabei im Wasser nahezu waagrecht liegt, bzw. on the move ist, wird das mit dem Winkel noch interessanter.

Da finde ich die NLP-Anwendung von Terry mit dem Speer, der zu einem Ziel geschleudert werden soll, ganz brauchbar - das geht dann wie von alleine, unter der Voraussetzung, dass man bei den Balance-Übungen dem Hirn mitgeteilt hat, wo das Ziel ist und die Hand schon weis, wo sie hin soll - und dann bloß nicht einmischen, weil sonst gibt es Brain-Crash :Lachen2:

tsh .... dann kommt er daher mit seinem Winkel ... kopfschüttel... :)


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