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Ist die Ernährung in Wirklichkeit völlig wurscht?
Moin,
ich will hier nur so aus Spaß an der Freud' (insb. bei Ernährungsthemen) eine These in den Raum stellen: es ist völlig egal was man ißt. Wie komme ich zu der Idee? Nun, ich habe die letzten 15+ Jahre eigentlich mindestens einmal jährlich bei meinem Hausarzt ein Blutbild machen lassen. War gar nicht so geplant, aber irgendwie kam's dann doch immer. Da gab es viele Jahre, da habe ich mich jedes WE besoffen und habe mich nur von Tiefkühlpizza ernährt, da gab es ein völlig vegetarisches Jahr, zwischenzeitlich habe ich geraucht, dann habe ich ein Jahr (als die anfängliche Tria Euphorie noch zu maximaler Leichtgläubigkeit führte) alles an NEMs gefressen was der Markt hergab. Blutbild war immer nahezu identisch. Eisen und Cholesterin immer bisserl niedrig, sonst alles im Normbereich, alles gut. BMI immer so 21-22, nie dick geworden, auch wenn ich wochenlang nur McDonalds gegessen hatte, sowie jeden Abend 200g Schoki und 2 Liter Cola. Kann es sein das die Ernährung tatsächlich einigermaßen wurscht ist (solange man nicht unterernährt ist...), und die Gene bei der Futterverwertung die entscheidende Rolle spielen? Oder habe ich einfach nur Glück gehabt? Gibt es Experten/Studien/Sonstwas, die diese These stützen würden? |
;)
1. Du hast einfach Glück das Dein Körper alles mitmacht und nicht sofort auf die verschiedenen Reize reagiert. 2. Du bist ein "Klon" :Cheese: ...so ein Glück müsste ich auch mal haben - ich nehm' schon zu wenn in der Werbung Schoki im Angebot ist :Lachanfall: Also mein Blutbild hat sich vor einigen Jahren als ich keinen Sport gemacht habe und dafür jede Woche gut unterwegs war drastisch geändert :Nee: und mein Körper hat mir schmerzhaft klar gemacht dass es so nicht weitergehen kann. Viele Grüße Andy |
Jeder ist anders.
Blutbild ok, sagt nicht wirklich viel. Das Alter ist auch entscheidend, bei den meisten ist es tatsächlich relativ egal, was sie essen, wenn sie unter 30 sind. Mit richtiger (was ist richtig?) Ernährung würdest du sicher besser drauf sein und länger leben. |
Bis 40 konnte ich auch futtern was das Zeug hält. Inzwischen ist das etwas anders.
Ich hab mal gelesen, dass die Futterverwertung von den Darmbakterien abhängt und die sollen sehr individuell sein. Allerdings kann man die verpflanzen lassen. Wenn man nu so faules Pack im Darm rumhängen hat, kann man sich auch fleißiges Personal einspritzen lassen. |
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hast du auch wärend der ganzen Zeit Sport gemacht? Und gehörst du zu den Vielessern oder vergisst du es auch mal was zu essen. Bei mir ist es ähnlich. Trotz Alkohol und Nikotin, war mein Blutbild ok. Was aber letztendlich ein Blutbild aussagt ist die Frage. Ich glaube wenn man normal Sport macht ist die Ernährung nicht so wichtig. Solange man nicht hungert. Da verlasse ich mich auf meinen Appetit. Die Leistungssportler mögen da andere Meldesysteme haben und auch andere Bedürfnisse. So ganz im Hinterkopf meine ich mal von einer Studie diesbezüglich gelesen zu haben. Grüße Wolfgang P.S. Dr. Powerbar ist ganz anderer Meinung |
Nö, viele Jahre kein Sport (ausser tanzen und Bass spielen zählt), aber schon viel Bewegung, da ich Autoverweigerer bin und viel zu Fuß gehe (ich habe eine recht radikale Meinung zu Autos, die ich hier aber besser nicht zum besten gebe. :Lachen2: ).
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Musiker, :Cheese:
als ich noch geraucht habe war mein Blutbild auch ok. Aber ich war dünn wie ein Hering. Raucher kennen das ja. Ich glaube auch, dass so ein Körper erstmal viel verkraftet. Die Folgeschäden tauchen später auf. Grüße Wolfgang |
Die Ernährung wird definitiv gnadenlos überbewertet.
Mein Frau war Leistungssportlerin in einem Land der sogenannten dritten Welt. Mit 12 wurde ihr riesen Talent entdeckt und anschließend massiv gefördert. Wovon haben die sich ernährt? Hautpsachlich von: - Reis und Bohnen (jeden Tag !), - Fisch und Hühnchen dazu (fast täglich), - Avocado, Kokosnuss, Guave, Yucca, Süßkartoffel, Banane, Ananas, Mango (fast täglich). Gemüse und Salat ? Fehlanzeige ! Kräuter und Ackerschachtelhalm ? Dito ! Und nach besonders intensiven Einheiten: Zuckerwasser. Ein Feil oder eine Ruscher würde angesichts dieser Junk Ernährung wahrscheinlich entsetzt die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Aber die verdienen auch Geld damit, dass sie Athleten die angebliche Wichtigkeit der Ernährung einflüstern. Aber damit kann man durchaus Olympiasieger und Weltmeister werden. Zwar nicht meine Frau aber ihre Landsleute, und das nicht zu knapp. Und alles ohne SuperUltraMultiVitaminmineralPowerbarrecoverymix :Lachanfall: Es heißt ja immer, Leistung = Training * Ernährung^2. Das ist imho Quatsch. Richtig ist Leistung = Ernährung * Training^5. Miles make champions ! |
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Allein schon wie widersprüchlich die verschiedenen Ernährungthesen sind zeigt doch, das der Einfluss nicht so groß werden kann. Kenne jemanden, der sich quasi nur von Nudeln und Wein ernährt und damit Altersklassen-Weltbestzeiten gelaufen ist, wieder andere verteufeln Nudeln (AKA Kohlenhydrate pur) als das größte Übel seit der Pest und laufen damit auch ganz gut. Das zeigt m.E., das Gene und Training einen massiv höheren Einfluss haben müssen als die Ernährung. Warum machen sich dann alle verrückt mit dem Thema Ernährung? Weil das richtige mampfen "Free speed" verspricht? *duck* |
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Mich interessiert folgende Frage: Wenn ich nur Junk esse aber nicht fett werde, habe ich dann auch ein höheres Gesundheitsrisiko ( z.B. Aterienverkalkung, Bluthochdruck ) oder habe ich dieses nur bei entsprechender Fetteinlagerung, gibt es da Erkenntnisse zu? |
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ich kriege auch gleich wieder Hunger auf Fisch mit Reis... Grüße Wolfgang |
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Und, keine ausgewogene Ernährung -> keine Erfolge. Wirklich ?? |
Morgen.
M.E. ist es aber auch gerade, wenn Megalodon davon berichtet, dass seine Frau aus einem "DritteWeltLand" auch ohne diese ganzen Thesen und Supplemente auskommt, ein Beleg dafür, dass es eben doch von den Genen abhängig ist. Denn dass die definitiv anders gestrickt sind bei den Menschen aus diesen angesprochenen Ländern, steht ja nicht zur Diskussion, und dass diese Menschen regelmäßig im Ausdauersport(nehmen wir den Triathlon mal aus weil er dort nicht populär ist und auch weniger gefördert wird) die herausragenden Leistungen abliefern ist ja auch kein Zufall. Also eben doch die Gene. Dazu kommt natürlich ganz entscheidend, dass die gesamte Ernährung, wie sie dort an der Tagesordnung ist, ja per se eine durchaus gesündere ist. Was Megalodon aufzählt ist ja nicht gerade ungesund und wird übrigens im Rahmen von empfohlenen Sportlerernährungen durchaus als richtig und hochwertig angesehen. Betreffs der Einseitigkeit dieser Ernährung stimme ich euch zu , da zieht das Argument bezüglich des Abwechselreichtums nicht, aber vielleicht ist das auch gar nicht nötig, solange man die richtigen Sachen ist. Weiterhin ist man bei einer solchen, von Megalodon beschriebenen Ernährung, von den "bösen" Dingen der Nahrung ja auch weit weg - Schlechte Zucker, zuviel Zucker, zuviel schlechte weil verarbeitete Fette (gehärtet) nimmt man bei einer solchen Ernährung ja gar nicht auf. Ich meine Reis, Bohnen, Fisch, Huhn, Avocado - eben dass sind ja alles sehr hochwertige und empfohlene Lebensmittel. Und wenn dann die "schlechten" Einflussfaktoren wie Alkohol und eben Beschriebene fehlen - dann passt es doch. Weiterhin ist es ja auch nicht so, dass es nur ums Zunehmen oder Abnehmen geht, sondern vielmehr auch um Langzeitfolgen wie Folgen für den Muskel-, Sehnen- und Kapselapparat des Körpers. Wie etwa zum Beispiel die Tatsache, dass der Körper im Falle der Zufuhr zu weniger Kohlenhydrate bei Sportlern eben auf die körpereigene Harnsäure zurückgreift, und auch körpereigene Eiweisse versucht umzusetzen. Das kann ganz unmittelbare Folgen haben wie höhere Verschleisserscheinungen und in schlimmen Fällen Eiweissabbau sogar aus dem Herzmuskel. Natürlich braucht es dafür schon sehr viel, aber alleine die Gefahr reicht schon aus, dass ich ein wenig darauf achte, was ich zu mir nehme. Versteht mich nicht falsch, ich bin der Letzte, den man im Bezug auf Ernährung als verbissen betrachten kann, ich esse auch wirklich sehr viel "Schrott", einfach weil ich Essen und Kochen liebe, und auch gerade fettreiche Speisen. Aber dennoch versuche ich darauf zu achten, dem Körper nebst dessen auch viele hochwertige Bausteine zuzuführen, einfach um im "Ersatzteillager" genug Stoffe liegen zu haben, um dem Körper bei Engpässen auszuhelfen. Ich weiss nicht mehr wo ich es gelesen habe, aber da war mal der Spruch: " Mit dem Körper ist es wie mit dem Auto. Ohne den richtigen Sprit und die richtigen Ersatzteile läuft er nicht richtig, und vor allem nicht auf Höchstleistung." Woher soll der Körper zu solchen Lestungen fähig sein, wenn er die falschen oder minderwertigen "Betriebsstoffe" erhält? Liebeb Gruss, Thomas Edit: Von Supplementen halte ich übrigens nichts. Hatte ich noch nie und werde ich auch nicht. Bei sinnvoller Ernährung m.E. völlig unnötig. |
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Die Ernährungsfrage wird m.E überbewertet. Studien dazu kenn ich nicht. Das einzige ist, dass sich mein Appetit mit dem Sport geändert hat. Schokolade kann, muß aber nicht sein. In dem Umfang geht sie auch weg. Wir hatten z.B. ne große Packung Hanuta im Büro, die Damen achten auf's Gewicht und so bleibt alles an mir hängen. Die Packung ist leer. Aber ich kauf auch keine, denk beim Einkaufen nicht mal dran. Ich esse aber auch - weils mir schmeckt - jeden Morgen Müsli mit reichlich Obst und mittags 1-3 mal nen Salat. Und ich glaube schon, dass da viel einfach Veranlagungssache ist, d.h. genetisch oder sonstwie typbedingt ist. Es gibt einfach die Leute, die das fettgedruckte in der Zeitung lesen und dicker werden. Das mag durch die Darmflora oder durch die Gene bedingt sein, läßt sich aber nicht ändern. Jedenfalls würde ich mir da nie was anders in den Darm pflanzen lassen. Der Körper hat ein funktionierendes sehr komplexes Gebilde "hergestellt". Wenn wir da zu viel grundlegend dran "rumschrauben" gefährden wir das Gleichgewicht. Deshalb halte ich auch nix von NEMs und auch nix von Eiweißshakes, BCAAs usw., solange das Zeugs künstlich ist. Ich nehm lieber z.B. nen Trinkjoghurt, da hat die Menschheit schon ne wesentlich längere Erfahrung mit, auch wenn die Paleos mit Milchprodukten ihre Probleme haben. |
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Ausgewogen heißt doch erstmal, das die Stoffe, die der Körper braucht, in der Nahrung verfügtbar sind. Sagen wir mal der Sportler braucht dringend 10mg Magnesiumbullshithydrochlorinsulfat (linksdrehend), dann ist ihm vermutlich einigermaßen wurscht ob er in der Tiefkühlpizza 12mg vorfindet, im Paleo-Snack 14mg, oder in den NEM 3kg. Gefährlich wirds vermutlich dann, wenn man nur noch Reis und Wasser hat, nicht mal nen Apfel zwischendrin o.ä. - dann gibt's wirklich Mangelerscheinugen a la Skorbut. Aber mal Hand auf's Herz: derzeit geht ja wieder die Vitamin D Hysterie um, wer kennt jemanden mit 'ner Rachitis? Eben. |
habe als kind/jugendlicher immer sehr wenig gegessen und dann auch noch viel schlecht. also viel schokolade und cola. war als kind sogar mal zu einer aufpäppelkur, wo man erst vom tisch aufstehen durfte, wenn man alles aufgegessen hatte. der effekt......400g in 4 wochen zugenommen. also nichts.
war also immer ein guter "verbrenner". mit 26 wog ich zb knapp 61kg bei 1,80 höhe. habe aber immer viel sport getrieben, seit der 2. klasse eigentlich täglich (fussball). nach erreichen meines großen ziels (hawaii) habe ich dann ende 20 das training deutlich zurückgefahren und weiter so gegessen wie bisher. und siehe da....plötzlich gings bergauf mit dem gewicht. versuche jetzt mein gewicht zwischen 69 und 72kg zu halten, war zwischendurch aber auch schon mal auf 76-78 hoch, wo ich mich aber richtig unwopl gefühlt habe. für mich also ein deutlicher zusammenhang zwischen bewegung und ernährung, wobei es eigentlich egal ist WAS gegessen wird. ernähre mich nach wie vor schlecht, mein gewicht hängt eigentlich nur vom grad der sportlichen betätigung ab. |
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Ich finde man sieht an ob einer sich gesund ernährt. Ich kenne einen, der sich nur von TK-Pizzen und Fertignudeln ernährt und genauso aussieht: Hautfabe wie Analogkäse. Gleichzeitig sehen viele Leute, die sich schlecht ernähren, viel älter aus als sie sind. Also wer glaubt es ist egal was man isst, soll weiter träumen. Anderseits ist es auch keine Garantie, daß man alt wird, wenn man sich gesund ernährt. |
Mal Butter bei die Fische: was konkret ist an einer Tiefkühlpizza schlecht? Ist die Tomate, die da drauf ist, radioaktiv, oder explodiert der Spinat da drauf im Magen? Was ist die direkte, bewiesene negative Folge des Verzehrs einer Tiefkühlpizza?
(ich meine die Frage tatsächlich ernst!) |
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Schau dir mal die einzelnen Inhaltsstoffe der Nahrung an, besser geht doch kaum !!! Nahrung pur, ohne den ganzen Dreck den wir in unserer Nahrung vorfinden. |
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spannender Fred - danke dafür! Zu deiner Frage: Die "schechten" Fette in der TK Pizza und von denen nicht zu knapp?! Grüße |
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Im Ernst, ab-und zu Convenience-Food zu essen, bringt dich nicht um aber irgendwie finde ich das auch degeneriert, wenn man nie frische Gerichte selbst zubereitet. Mach doch mal eine Pizza selbst mit frischen Zutaten. Die schmeckt 10 mal besser. Zitat:
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Mir scheint: Ursache->Wirkung Zusammenhang bei Ernährung und Gesundheit ist schwer bis gar nicht zu beweisen, maximal lassen sich Tendenzen aus Statistiken ableiten - oder liege ich da falsch (hier gibbet ja genug Mediziner)? Disclaimer; Übrigens esse ich heute sehr viel Obst und Gemüse, aber weil's mir schmeckt. Und mit frischen Zutaten gekochtes finde ich saulecker. Aber ich mache mir keine Illusionen a la "mit 10cm Ingwer am Tag kann ich 10sec auf'n km schneller rennen". Es geht mir nicht darum TK Pizza zu verteidigen, sondern ich will verstehen was an dieser Ernährungsthemenhysterie allerorts dran ist. |
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Dass auf einmal Kohlenhydrate die Hauptschuldigen für Fettleibigkeit sind, möchte ich ebenfalls anzweifeln. Dass eine große Menge von Kohlenhydraten im Essen gesundheitliche Auswirkungen haben, die bei mir eher negativ sind, kann ich bestätigen. Vitamin C führt bei mir nicht zur Selbstentzündung - esse diese Vitamine regelmäßig im Obst oder Gemüse. ;) Keine Grund zur Beunruhigung. Man könnte die sich ständig widersprechenden (neutralen) Studien auch als Entwicklung interpretieren. Einige neue Erkenntnisse machen sicher Sinn, andere wiederum nicht. Fazit: Muss jeder für sich entscheiden was zu tun ist. |
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Vielleicht bedeutet sich um eine vernünftige Ernährung kümmern vielmehr, dass man sich darüber Gedanken macht, was man nicht isst, als sich darüber Gedanken zu machen, was man isst ? Vielleicht bedeutet gesunde Ernährung ja auch einfach, dass man vieles von dem Industriemüll, der im Supermarkt liegt, eben nicht zu sich nimmt ? Dass man Fertigessen, fette Wurst und Süßkram zB einfach links liegen lässt? |
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Sprechen wir wirklich "nur" über Statistiken, die eine (evtl. auch nur geringe) Korrelation zwischen zum Beispiel Ernährung und Herzinfarkten vermuten lassen (Statisik kann nix beweisen), oder konkrete, naturwissenschaftlich belegte Ursache-Wirkung Mechanismen? |
Dass die Bedeutung der Ernährung überbewertet wird, glaube ich auch. Der eindeutigste Hinweis darauf sind die immer wieder als Negativbesipiel zitierten USA, in denen ja nach landläufiger Meinung nur Fettsäcke herumlaufen, die sich von absolut todbringender Nahrung "ernähren".
Jetzt ist es tatsächlich so, dass in den USA 45 Mio. Menschen oder so nicht krankenversichert sind, viele Menschen dem Prekariat zuzuordnen sind, ein Drittel der Erwachsenen übergewichtig ist UND sich diese Leute im Durchschnitt noch schlechter ernähren dürften als anderswo (um jetzt auch einmal alle Vorurteile zu bedienen). Dennoch ist die Lebenserwartung in den USA in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen (wenn sie auch relativ zu anderen Ländern zurückgefallen ist) und der Unterschied zu den Topnationen beträgt gerade einmal ein paar Jahre. Wie man aus dieser Entwicklung jetzt ableiten kann, dass ausschließlich Paleoernährung der reinen Lehre das Mittel zum Heil ist, leuchtet mir persönlich nicht ein. |
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Das heißt langfristig, daß der Körper, der überwiegend nährstoffarme Lebensmittel isst, mehr Kalorien essen muß um die gleichen Nährwerte einer gesunden Ernährung zu erlangen. Das ist der Grund wieso viele, die nur Junkfood essen ständig hungrig sind, weil sie zwar viel essen aber ihr Körper trotzdem hungert. Das Resultat sieht man an die ernormen Zahlen von Fettleibigkeit in den USA, Deutschland und anderen Ländern. Zitat:
Helmut Schmidt wäre ohne Herzschrittmacher längst tot, wogegen die Leute auf Okinawa mit 100 noch munter die Berge raufwandern. |
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Abgesehen davon sind echte Mangelerscheinungen doch eher selten bei uns, oder? Zitat Wikipedia: "In Deutschland sind nach Aussage von Experten Mangelerscheinungen nur in Ausnahmefällen möglich." ( http://de.wikipedia.org/wiki/Vitamin...versorgun gen ) Evtl. muss auch sagen: Mangel an gewissen Vitalstoffen und ggf. Übergewicht sind erstmal zwei Themen - und dann ist immer noch die Frage, ob moderates "Übergewicht" (wer definiert die Norm?) überhaupt schädlich ist. |
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Für die vielen unterschiedlichen Studien, Meinungen und Moden zum Thema Ernährung gibt es eine Reihe von Gründen. Erstmal betrifft es offensichtlich jeden auf der Welt, sei es wegen Mangel oder Überfluss an Essen. Dann ist es ein riesiger Markt mit entsprechenden Industrieinteressen dahinter, die Ernährung der Bevölkerung in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen. Schöne Bespiele: Wieviele Menschen denken wohl das "Frühstückscerealien" etwas gesundes sind, oder das in der Milchschnitte "das gute aus einem Glas Milch" steckt? Das wir ausgelaugte Böden haben und deshalb NEM brauchen usw. Über dieses Interesse kommt auch entsprechendes Geld in die Forschung, mit dem Wunsch bestimmte Thesen zu verstärken oder andere eben schlecht dastehen zu lassen. Nur an der allereinfachsten Empfehlung für die 1. Welt, nämlich schlicht weniger zu essen, hat überhaupt niemand Interesse. Der stärkste Grund für das Ernährungschaos ist für mich aber, dass die "optimale" Ernährung schlicht nicht existiert. Der Mensch ist auf nahezu jedes natürlicher Weise (!) vorkommende Nahrungsangebot gut angepasst, von den Extremen wie (fast) nur Fleisch und Fett bei den Eskimos bis zu (fast) vegetarisch bei Naturvölkern in Afrika und alles was dazwischen kommt, es funktioniert alles! Insofern ist die Frage ob LowCarb, LowFat oder sonstwas "besser" ist nicht beantwortbar. Und das verschieden Menschen mit verschiedenen Ernährungen gut klarkommen, gesund sind und alt werden können die logische Folge. Edit: Auch hier darf der Link zu Dr. Moosburger nicht fehlen. Besonders Lesenswert: Vernüftige Ernährung; Ernährung und Nahrungsergänzung im Sport; Trinken im Sport; und zum Thema LowCarb/LowFat: Unwissenschaftliche Nachschrift oder die endlose und dabei doch beendbare Ernährungsdebatte |
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Tatsache klingt so bewiesen.... *grübel* wenn Du das schreibst... ist das so? laut diesem Artikel "Muskelschwund", der bei Dr. Strunz zu finden ist, liegt dieser Eiweissabbau an der Zufuhr von zuwenig Eiweiss und zuviel bzw. statt dessen Kohlehydraten. Auf was wirst Du in Zukunft achten? :Blumen: Grüße! |
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Bei Fragestellungen wie "was ist die optimale Ernährung" tut man sich mit wissenschaftlichen Methoden natürlich schwer, man hat methodische Probleme und stößt auch an Grenzen. Wie will man zum Beispiel eine Langzeitstudie zwischen Low Carb und Low Fat machen? Wenn überhaupt geht das über die Auswertung von Ernährungsprotokollen, da muss man sich dann darauf verlassen das die Angaben stimmen (man hat aber schon rausgefunden das die systematisch falsch sind, rate mal in welche Richtung :-). Und die Verblindung der Testperson ist im Alltag ja garnicht möglich. Setzt man die Leute ins Labor und gibt Ihnen Lösungen hätte man alles im Griff, kann das aber nicht über längere Zeiträume machen. Nun geht man aber davon aus das es längere Zeiträume braucht bis sich negative Auswirkungen manifestieren (auch ein Grund warum dein persönliches Beispiel nicht viel aussagt). |
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du hast natürlich recht, es ging um Eiweiße, da waren die Gedanken schneller als die Finger:-), danke für den Hinweis! Unabhängig davon nehme ich das Wort Tatsache aber trotzdem gerne zurück, denn wie du richtig sagst, klingt dass so absolut in Stein gemeißelt - was vieles in diesem Bereich natürlich nicht ist. Gruss |
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Das ist für mich ein Hinweis darauf, dass medizinischer Fortschritt für die Entwicklung der Lebenserwartung nicht der entscheidende Faktor ist. Bei der Ernährung scheint es so zu sein, dass der westlich industrielle Ernährungsstil eher kontraproduktiv ist ;) Der Körper kommt mit einem zeitweisen Mangel anscheinend besser zurecht, als mit ständigem Überfluss. |
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Grundbegriffe wie Induktion und Deduktion sollten schon geläufig sein, wenn man anderen erklären will, wie Wissenschaft funktioniert... |
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