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keko 25.05.2007 09:45

Zitat:

Zitat von powermanpapa (Beitrag 23311)
und nochmal wegen Zabel

ich bin absolut sicher das die Fahrer die jämmerlichsten Würstchen im System waren

Er ist immerhin derjenige, der das Doping schluckt, Siege und Preisgelder einfährt und sich vor die Kammera stehlt und sagt, nicht zu dopen.

Und die Sache mit "Wenn wir keine Leistung bringen, stehen wir am Ende des Jahres auf der Straße",..... geht uns das nicht allen so?

Danksta 25.05.2007 09:54

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 23318)
Und die Sache mit "Wenn wir keine Leistung bringen, stehen wir am Ende des Jahres auf der Straße",..... geht uns das nicht allen so?

Ja, aber wir können idR mit legalen Mitteln und Fleiß dafür sorgen, dass dem nicht so ist.
Wenn man aber kriminell handeln muss, um im Geschäft zu bleiben, ist das in der Tat eine Zwickmühle in der ich nicht sein möchte.

Oder anders formuliert:
Wenn man im normalen Job zwei Monate pro Jahr mehr Ferien hätte, wenn man sich was spritzen würde...

Rhing 25.05.2007 09:56

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 23314)
Herzlichen Dank für die Antworten zur Verjährung!:Blumen:

Vielen Dank für diese Seite :Blumen:

bello 25.05.2007 10:01

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 23318)
Und die Sache mit "Wenn wir keine Leistung bringen, stehen wir am Ende des Jahres auf der Straße",..... geht uns das nicht allen so?

Letzten Endes trägt der Fahrer genau die gleiche Verantwortung wie jeder Arbeitnehmer: Ich entscheide in welcher Firma ich arbeite und was ich für diesen Job in Kauf nehme und für vertretbar halte.

Ich kann beim Deutschen Roten Kreuz arbeiten oder in einer Firma die Landminen herstellt. Ich kann in meinem Job 2000 Stellen streichen oder Senioren betreuen. Die Verantwortung für mein Tun liegt immer bei mir. Never ever kann ich mich hinstellen und sagen ich bin unschuldig, mein Chef wollte das so oder er hätte mich rausgeschmissen. Rechtlich mag das so sein, moralisch bin ich es der die Handlung durchgeführt hat. Und zwingen kann mich keiner. Es ist immer eine Interessenabwägung: Schmeiß ich 2000 Leute raus und verstoße gegen meine Grundsätze und kann weiter mein Haus abbezahlen? Oder schmeiß ich den Job hin und muß im Zweifelsfall mein Haus verkaufen.

Insofern sind die Fahrer sicher keine armen Würstchen sondern voll verantwortlich für das was sie taten und tun. Eine Wahl hatten jeder von Ihnen. Immer.

kupferle 25.05.2007 10:04

Zitat:

Zitat von powermanpapa (Beitrag 23311)
was ich grad so feststelll

-----SOOO VIIIIIEL wie momentan, ist noch NIE über den Radsport berichtet worden, nichtmal wärend der TDF

ob man bei Triathlon?? :cool: :Hexe:

und nochmal wegen Zabel

ich bin absolut sicher das die Fahrer die jämmerlichsten Würstchen im System waren

-----ich kenn schon die Anworten.....interessiert mich nicht!

mein Gerechtigkeitsempfinden .... die "kleinen" werden gehängt den großen kann man nix nachweisen

und soll immer mal der den ersten Stein werfen der KEiN Dreck am Stecken hat

Allerdings geht es da nicht um den Sport sondern nur um das was da sonst noch gelaufen ist....
In der bekannten Tageszeitung mit vier Buchstaben, steht in einer kleinen Spalte rechts am Rand, dass Di Luca wieder Rosa inne hat...vorher zwei Seiten Sonderbericht Doping....
Titelseite lautet: "Du auch,Zabel"....
Was mich jetzt wundert ist die Art und Weise wie da vorgegangen wird...und diese Entrüstung obwohl es eh klar war, dass da viele Fahrer nachhelfen....und wie bereits mehrfach geschrieben ist es ja nicht nur der Radsport....
Also mir gehts langsam auf den Sack...wobei mich eher diese Scheinheiligkeit der Leute wie Bach Scharping usw. aufregt:Diskussion:

Rhing 25.05.2007 10:14

In solchen Zwickmühlen stehen wir doch alle mal. 3 Monate nachdem ich mich selbständig gemacht habe hat mir der Leiter Recht eines größeren Unternehmens Mandate in Aussicht gestellt. Kleiner Haken: Er wollte ne persönliche Teilrückvergütung von meinem Honorar. Ist nach 3 Monaten schon ne "interessante" Frage, wenn Gehälter und Mieten laufen.
Jemand, der Millionär ist kann kein armes Würstchen sein, höchstens ein reiches. Und sie sind/waren Teil des Systems und haben sich entschieden. Durch ihr Eingeständnis haben aber einige in meinen Augen ne ganze Menge gut gemacht.

RatzFatz 25.05.2007 10:15

Was mich ein wenig irritiert, dass es nur um EPO ging. Wachstumshormone waren ebenfalls nicht nachweisbar. Dietz hat auch deren Einnahme zugegeben.
Zabel hat die Einnahme von EPO nicht aus moralischen Gründen beendet, sondern weil er die Nebenwirkungen nicht vertragen hat. Ansonsten hätte er wohl damit weiter gemacht. Seine Einstellung ist danach auch nicht viel besser als die der anderen.
Zu Wachstumshormonen und anderen Mitteln hat er sich nicht geäußert.
Das Geständnis vom Dietz fand ich offener. Konnte er wohl auch, da er schon länger nicht mehr im Radsport tätig ist.
Ich glaube da ist noch nicht alles gesagt worden.. gerade weil es eventuell noch nicht verjährt ist.

keko 25.05.2007 10:28

Zitat:

Zitat von Danksta (Beitrag 23319)
Ja, aber wir können idR mit legalen Mitteln und Fleiß dafür sorgen, dass dem nicht so ist.
Wenn man aber kriminell handeln muss, um im Geschäft zu bleiben, ist das in der Tat eine Zwickmühle in der ich nicht sein möchte.

Man kann mal einen groben Fehler machen, von mir aus auch 2x. Aber Aldag hat über Jahre bewußt beschissen und gelogen. Da wäre genug Zeit gewesen für einen Aus- oder Umstieg. Er hätte nicht über Jahre "kriminell" handeln müssen, er hat es toliert und mitgemacht.


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