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dude 28.10.2010 22:33

Zitat:

Zitat von Hunki (Beitrag 477807)
Kona... wieso nicht :) wenns wieder klappt, dann überlege ich mir das auf jeden Fall...

Hat's Deiner Frau dort gefallen?

tandem65 28.10.2010 22:37

Zitat:

Zitat von bort (Beitrag 477157)
Ist es denn erlaubt, während der Zeitstrafe auf Dixi zu gehen?

Klar darfst Du aufs Dixie, nur musst Du die Stoppuhr stoppen;)

finisher05 28.10.2010 22:59

Zitat:

Zitat von Hunki (Beitrag 477846)
Klar, ich bin ja offen für neue Anssätze, aber vor allem beim langen Lauf werde ich das so beibehalten.

Das Problem ist bei mir ja eher das Radfahren... und ich denke, da wäre eine Kombination aus den beiden Ansätzen mit dem Grundlagentempo und dem gesteigerten Fettstoffwechsel und der Erhöhung des Grundtempos ein guter Ansatz, den ich verfolgen werde. Vor allem mein Fettstoffwechsel ist nicht ganz optimal.

Die Tempi der restlichen Läufe in der Woche ist unterschiedlich... es gibt Fahrtenspiel, dann gibts Koppelläufe, welche ich auch generell schneller als WK-Tempo laufe. Und natürlich auch lockeres Laufen, vor allem dann, wenn ich vor dem Frühstück unterwegs bin, als Auftaktlauf.

Hunki

Wäre es vielleicht ein Ansatz eine dieser "leeren" Einheiten durch ein Radtraining zu ersetzen?

Diese Einheit, idealerweise Di. oder Mi., oder an beiden Tagen kurz aber hart gefahren könnte deiner Radperformance durchaus zuträglich sein. Ob du jetzt eine Stunde läufst oder radelst ändert ja an deinem "Zeitbudget" nichts.

Hunki 29.10.2010 12:58

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 477935)
Hat's Deiner Frau dort gefallen?

Ja, es hat ihr auch sehr gut gefallen. Die Insel hat was spezielles... viele Dinge sieht man erst beim genaueren Hinschauen und das ist wirklich sehr speziell. Die tollen Sachen fallen einem nicht gleich in den Schoss wie bei anderne Orten...

Deshalb sicher nochmals KONA...

Hunki

Hunki 29.10.2010 13:01

Zitat:

Zitat von finisher05 (Beitrag 477956)
Wäre es vielleicht ein Ansatz eine dieser "leeren" Einheiten durch ein Radtraining zu ersetzen?

Diese Einheit, idealerweise Di. oder Mi., oder an beiden Tagen kurz aber hart gefahren könnte deiner Radperformance durchaus zuträglich sein. Ob du jetzt eine Stunde läufst oder radelst ändert ja an deinem "Zeitbudget" nichts.

Naja, finde ich jetzt nicht so der ideale Ansatz, vor allem weil bei mir Auftaktläufe vor dem Radfahren gemacht werden. Dann würde ich ja 2x am Tag aufs Rad sitzen. Einmal kurz und einmal lang...was mcht das für Sinn.

Über die Performance bei kurden Distanzen mache ich mir eigentlich keine Sorgen. Je kürzer die Strecke ist, desto schneller bin ich eigentlich. Mein Defizit ist eigentlich ab HIM aufwärts. Alles darunter kann ich eigentlich ziemlich schnell fahren und auch noch schnell laufen.

Hunki

Superpimpf 29.10.2010 13:23

Zitat:

Zitat von Hunki (Beitrag 478352)
Über die Performance bei kurden Distanzen mache ich mir eigentlich keine Sorgen. Je kürzer die Strecke ist, desto schneller bin ich eigentlich. Mein Defizit ist eigentlich ab HIM aufwärts. Alles darunter kann ich eigentlich ziemlich schnell fahren und auch noch schnell laufen.

Hunki

klingt für mich sehr danach, das du Arne sein Konzept/seine Idee verfolgen solltest. Denn wenn die Schnelligkeit eigentlich auch bei der MD kein Problem ist, dann schreit das ja nach Energieproblemen.

FuXX 29.10.2010 16:05

Zitat:

Zitat von Vinoman (Beitrag 477699)
Ja ok, langen Lauf, klar. Aber sicher nicht die ganze Zeit im sub3 Tempo??? Üblicher ist eine Minute über Wettkampftempo und die Idee dabei ist halt auch die Schulung der Fettverbrennung.

Eine Minute ueber WK Tempo bringt doch ueberhaupt nix. IM Renntempo ist ziemlich passend fuer den langen Lauf. Ich lauf meist etwas langsamer los und werd dann schneller. Frueher hab ich dann ne EB eingebaut, wie Greif sie beschreibt und bin die mit nem Tempo fuer einen IM Mara - 20min gelaufen. Dieses Jahr hab ich nach gut 10 oder 12km 3*4min in 3:30 Tempo eingebaut, mit je 3min Pause. Den Rest der Strecke bin ich dann ein klein wenig schneller als IM Tempo gelaufen. Funktioniert hat beides. Ewiges Rumgegondel hilft jedoch keinem.

Insgesamt ist mir das hier zuviel Pfennigfuchserei. Zum Beispiel die Geschichte mit den Pulswerten beim Rad fahren, IM-7, IM-3 - da halt ich nix von. Das wuerde bei mir auch nie klappen. Am Renntag ist mein Puls anders, da ich viel besser erholt bin. Wenn man so genau planen will, dann braucht man ein SRM. IMHO ist das aber gar nicht notwendig.

ironlollo 29.10.2010 16:16

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 478495)
Insgesamt ist mir das hier zuviel Pfennigfuchserei. Zum Beispiel die Geschichte mit den Pulswerten beim Rad fahren, IM-7, IM-3 - da halt ich nix von.

Danke! :Blumen: So ähnlich sehe ich es auch. Mein Pulsmesser ist zwar dabei aber ich kann die Belastung selten exakt nach dem Puls steuern. Wenn ich dann manche Leute bei der Ausfahrt höre, dass ihr Puls nun 2 Schläge zu hoch sei. So what?! Mann kann es meiner Meinung nach auch übertreiben und für mich geht dabei auch immer ein wenig der Spaß flöten. Klar, wenn man GA1 trainieren will und der Puls 20 Schläge höher ist, dann ist das Käse (insofern schaue ich auch schon ab und zu auf die Uhr bzw. die Pulsanzeige) aber ne kurzzeitige Abweichung ist nun sicher nicht das Ding.

Rälph 29.10.2010 18:35

Ohne mich in diesem Temposegment auszukennen:

Was vielleicht interessant wäre, ist deine Vorgeschichte und deine Leistungsentwicklung auf der LD. Hast du auf der 10ten oder der 2ten eine 9:0x gemacht?

Evt. brauchst du ja gar nicht groß was zu ändern, sondern einfach noch 2-3 Jahre abwarten.

Klugschnacker 29.10.2010 18:43

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 478495)
Zum Beispiel die Geschichte mit den Pulswerten beim Rad fahren, IM-7, IM-3 - da halt ich nix von. Das wuerde bei mir auch nie klappen.

Meiner Meinung nach sind die Tempo- und Belastungsunterschiede, die sich daraus ergeben, gar nicht so gering. Wenn der Wettkampfpuls auf dem Rad bei 150 liegt, ist ein Puls von 143 doch etwas ganz anderes. Meiner Meinung nach sind das sehr deutlich spürbare Unterschiede. Und um das "Spüren" geht es doch: Ein Gefühl für das Wettkampftempo zu bekommen.

Wer ohne Pulsmesser, SRM und Tacho unterwegs ist, kommt auch in den Himmel. Aber in einem Trainingsplan muss man schriftliche Anweisungen geben. Das geht mit Maß und Zahl ganz gut.

Grüße,
Arne

dude 29.10.2010 19:26

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 478495)
Eine Minute ueber WK Tempo bringt doch ueberhaupt nix.

Mehrfach Comrades champion Bruce Fordyce lief die langen Laeufe mit der langsamsten Gruppe im 6er Schnitt.

Zitat:

Insgesamt ist mir das hier zuviel Pfennigfuchserei. Zum Beispiel die Geschichte mit den Pulswerten beim Rad fahren, IM-7, IM-3 - da halt ich nix von.
Das ist richtig. Hunki hat sich zunaechst per langer email mit Ideen an mich gewandt.
Meine erste Reaktion: Du denkst schon wieder viel zu viel nach.
Zweite reaktion: frag' doch mal im Forum.

dude 29.10.2010 19:31

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 478578)
Wer ohne Pulsmesser, SRM und Tacho unterwegs ist, kommt auch in den Himmel. Aber in einem Trainingsplan muss man schriftliche Anweisungen geben. Das geht mit Maß und Zahl ganz gut.

In der neuesten RunningTimes war ein super Artikel ueber Lydiard's coaching "run by feel". Sobald der Artikel auch online ist, verlinke ich ihn.

Helmut S 29.10.2010 19:34

@Hunki:

War war denn Dein 3:11er IM Marathon? Bist Du den "straight" durchgelaufen in Deinem Tempo oder hattest Du nen größeren Hänger?

Und Deine Solo-M PB? wo liegt die denn?

Danke
H.

Hunki 29.10.2010 19:39

Zitat:

Zitat von Rälph (Beitrag 478576)
Ohne mich in diesem Temposegment auszukennen:

Was vielleicht interessant wäre, ist deine Vorgeschichte und deine Leistungsentwicklung auf der LD. Hast du auf der 10ten oder der 2ten eine 9:0x gemacht?

Evt. brauchst du ja gar nicht groß was zu ändern, sondern einfach noch 2-3 Jahre abwarten.

In diesem Jahr war es der 4. Anlauf...

11:12 / 9:59 / 9:22 / 9:15 (9:09)

Die Steigerung ist also vorhanden...

Hunki 29.10.2010 19:41

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 478587)
@Hunki:

War war denn Dein 3:11er IM Marathon? Bist Du den "straight" durchgelaufen in Deinem Tempo oder hattest Du nen größeren Hänger?

Und Deine Solo-M PB? wo liegt die denn?

Danke
H.

Die erste Frage verstehe ich nicht ganz... ich bin den Marathon aber nicht im regelmässigen Schnitt gelaufen... ich wurde gegen Ende langsamer... vielleicht könnte das aber auch daran liegen, dass ich pro 10km nur 1 Gel zu mir genommen habe. Allenfalls müsste ich hier noch mehr nachlegen ???

Meine Solo-Marathon-PB liegt bei 4:20 glaube ich... bin ich vor 6 Jahren zum letzten Mal gelaufen... Marathon mit ca. 500HM wenn ich mich nicht irre... bis dahin kein Solo Marathon mehr.

Hunki

Hunki 29.10.2010 20:03

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 478584)


Das ist richtig. Hunki hat sich zunaechst per langer email mit Ideen an mich gewandt.
Meine erste Reaktion: Du denkst schon wieder viel zu viel nach.
Zweite reaktion: frag' doch mal im Forum.


Dude, du hast ja grundsätzlich vermutlich recht... einfach machen. Aber man muss sich ja schliesslich auch ein bisschen Gedanken darüber machen was man "einfach so" machen will. Es ist ja nicht verkehrt mal ein paar neue Ansätze zu probieren. Deshalb ja auch die Anfrage.

dude 29.10.2010 20:14

Zitat:

Zitat von Hunki (Beitrag 478598)
Aber man muss sich ja schliesslich auch ein bisschen Gedanken darüber machen was man "einfach so" machen will.

Ich hab' das entscheidende Wort fuer Dich markiert. :Cheese:

Hunki 29.10.2010 20:25

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 478601)
Ich hab' das entscheidende Wort fuer Dich markiert. :Cheese:

Genau... ein paar neue Ansätze :) ein bisschen was neues...

benjamin3341 29.10.2010 21:17

Zitat:

Zitat von Hunki (Beitrag 478352)
Naja, finde ich jetzt nicht so der ideale Ansatz, vor allem weil bei mir Auftaktläufe vor dem Radfahren gemacht werden. Dann würde ich ja 2x am Tag aufs Rad sitzen. Einmal kurz und einmal lang...was mcht das für Sinn.

Über die Performance bei kurden Distanzen mache ich mir eigentlich keine Sorgen. Je kürzer die Strecke ist, desto schneller bin ich eigentlich. Mein Defizit ist eigentlich ab HIM aufwärts. Alles darunter kann ich eigentlich ziemlich schnell fahren und auch noch schnell laufen.

Hunki

Was sind denn Kurden Distanzen:Lachanfall:

Ostanatolischer Triathlon:Cheese:

Helmut S 29.10.2010 21:23

Hunki: Passt schon. Das meinte ich. Hätte ja auch sein können, dass Du in der Mitte mal nen Hänger gehabt hast (in der Mitte des Laufs nicht in der Mitte des Körpers ;) .

Nicht das ich in der Liga wäre - ne Meinung hab ich trotzdem ;)

Worauf ich raus will: Wenn das so is wie Arne sagt, dass Du ein Energieproblem hast, dann müsste das beim Laufen spürbar sein.

Andererseits ist es ja so, dass swim und run locker für sub9 reichen. Deine Radzeit kackt ab. Ein Energieprob hats Du auf dem Rad aber m.E. nicht. Ich glaube hier fehlt schlicht der Dampf.

Ich würde mich deshalb wohl eher auf die Seite derer schlagen, die meinen fahr mehr und länger härter.

LG H.

harryhirsch77 29.10.2010 21:28

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 478584)
Mehrfach Comrades champion Bruce Fordyce lief die langen Laeufe mit der langsamsten Gruppe im 6er Schnitt.

die geschichte erzaehlt man sich ueber baumann auch. wenn der lange gelaufen ist soll er nie unter 6er schnitt getrabt sein.

FuXX 29.10.2010 23:46

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 478578)
Meiner Meinung nach sind die Tempo- und Belastungsunterschiede, die sich daraus ergeben, gar nicht so gering. Wenn der Wettkampfpuls auf dem Rad bei 150 liegt, ist ein Puls von 143 doch etwas ganz anderes. Meiner Meinung nach sind das sehr deutlich spürbare Unterschiede. Und um das "Spüren" geht es doch: Ein Gefühl für das Wettkampftempo zu bekommen.

Das stimmt. Aber das nützt nur begrenzt, da der Puls kein fester Richtwert ist. Der variiert einfach zu stark mit Temperatur und Erholungszustand.

Die Kombi aus Puls und Geschwindigkeit und Körpergefühl funktioniert ganz gut. Oder eben SRM.

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 478584)
Mehrfach Comrades champion Bruce Fordyce lief die langen Laeufe mit der langsamsten Gruppe im 6er Schnitt.

Und wieviel ist der sonst noch pro Woche gelaufen? Weitere 200km?

Ganz davon abgesehen, dass das Training ja auch Spaß machen sollte, oder? Wir sind ja Amateure...

@Hunki: Schick mir mal deine mail addy, dann schick ich dir mal meine Pläne, auch wenn ich die meist nicht komplett geschafft habe (weniger wegen der Belastung, sondern weil anderes Anlag).

FuXX

dude 30.10.2010 01:02

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 478704)
Und wieviel ist der sonst noch pro Woche gelaufen? Weitere 200km?

Nee, TDL und Bahn. Hart. Der lange lauf war bei ihm locker. Nicht jedermann's Sache, aber kann eben auch funktionieren, nur darum ging es mir.

Klugschnacker 30.10.2010 01:28

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 478644)
Worauf ich raus will: Wenn das so is wie Arne sagt, dass Du ein Energieproblem hast, dann müsste das beim Laufen spürbar sein.

Da hast Du mich missverstanden. Ich bin nicht der Meinung, dass Hunki ein Energieproblem hat. Mir ging es darum, zu erkennen, wo er nach seinem bisherigen Radtraining noch die größten Potentiale für eine zukünftige Verbesserung haben könnte. Und die sehe ich auf dem Rad bei höheren GA-Umfängen in der BASE-Phase, allerdings notwendig ergänzt um die anderen Trainingsformen, die ich genannt habe.

Außerdem bin ich der Meinung, dass bei allgemein erhöhtem Tempo, also auch im Grundlagenbereich, die Energiebereitstellung im Rennen ein Problem werden könnte. Hunki selbst erkennt bei sich Anzeichen dafür, dass da etwas dran sein mag, sofern ich ihn da richtig verstanden habe. Ich bezog mich aber nicht auf seine jetzige Form und sein letztes Rennen, sondern auf die möglichen zukünftigen Auswirkungen eines (zu) hohen Grundlagentempos.

Grüße,
Arne

Rälph 30.10.2010 09:18

Zitat:

Zitat von Hunki (Beitrag 478589)
In diesem Jahr war es der 4. Anlauf...

11:12 / 9:59 / 9:22 / 9:15 (9:09)

Die Steigerung ist also vorhanden...

Ich glaube du packst das. Deine Entwicklung ist schon echt beeindruckend. (Ich habe zehn Jahre gebraucht, um auf 9:22 zu kommen.)

Eine Trainingsmethode, die dich so nach vorne schießt, kann nicht verkehrt sein. Ich würde weitermachen wie bisher und wenn, dann nur mit ganz kleinen Veränderungen.

Hunki 30.10.2010 10:09

Ja, so sehe ich das auch. Es werden nicht die grossen Veränderungen sein, die mein Training weiterbringen werden. Es sind die kleinen Sachen die ich jetzt hier aus den Diskussionen herausgehört habe.

Allen voran der Ansatz von dude... einfach nicht studieren... nur machen. Und dann natürlich der Ansatz über das Energieproblem und die gesteigerte Grundgeschwindigkeit... wird alles in mein Training einfliessen.

Hunki

Helmut S 30.10.2010 10:19

@Arne: Ah!. Stimmt. Habe Dich missverstanden.

Klugschnacker 30.10.2010 14:49

Zitat:

Zitat von Hunki (Beitrag 478785)
einfach nicht studieren... nur machen

;)
Das geht natürlich auch, aber es ist durchaus eine Studie – mit einem einzigen Proband, nämlich Dir selbst. Es gibt für beide Strategien – intuitiv trainieren oder sorgfältig planen – gute Argumente.

Aus meiner Beobachtung heraus zeigen sich allerdings häufig die immer gleichen Muster, die ich ganz kurz skizzieren möchte. Vielleicht interessiert’s jemanden. Ich beziehe mich dabei auf erfahrene Athleten, aber nicht auf Hunki.

Intuitiv trainierende Athleten haben normalerweise keine Probleme, innerhalb ihres Trainings eine sinnvolle Abfolge von Belastung und Erholung zu realisieren, die fast immer auch von Zwängen des Alltags beeinflusst ist. Das gilt für Zeiträume von 1-4 Wochen. Defizite zeigen sich, wenn man größere Zeiträume betrachtet: Eine strategisch aufeinander aufbauende Abfolge verschiedener Trainingsschwerpunkte über den Saisonverlauf fehlt oft völlig oder ist nur in Ansätzen vorhanden.

Typisch wäre, dass von Winter bis Sommer einfach die Umfänge gesteigert werden. Mit nahendem Wettkampf steigt dann die Motivation und mit ihr das allgemeine Tempo. Langsame Einheiten gibt es kaum noch. Das geht 4 Wochen so, dann hat der Athlet seine Topform erreicht, typischerweise 4 Wochen zu früh.

In fast allen Fällen macht auch die Ruhewoche die immer gleiche Karriere durch: Anfangs wird sie eingehalten, später versucht der Athlet, in der Ruhewoche das aufzuholen, wofür er in den Belastungswochen schon zu platt war. Es wird immer schwieriger, zwischen Be- und Entlastungswochen einen echten Unterschied auszumachen.

Normalerweise zeigen sich die Probleme des intuitiv trainierenden Athleten am deutlichsten erst in der BUILD2-Phase, also 7-3 Wochen vor dem Wettkampf. In dieser Phase macht der planvoll trainierende Athlet – wenn der Plan aufgeht – einen Leistungssprung, während der intuitiv trainierende Athlet häufig stagniert. Der Grund dafür ist, dass in dieser Phase geerntet wird, was zuvor an Grundlagen gelegt wurde. Klassisches Beispiel ist das im Winter erarbeitete Kraftniveau, das sich jetzt auszahlt, wenn der Athlet Kraftausdauer trainiert, die auf der Kraft und der Ausdauer aufbaut. Wenn der intuitiv trainierende Athlet dieses Defizit bemerkt, ist es zu spät. Noch schlimmer ist es, wenn das Defizit mit der Grundlagenausdauer zu tun hat, denn Verbesserungen in diesem Bereich brauchen Zeit.

Intuitiv trainierende Athleten liegen auch oft mit den Trainingsmethoden daneben, mit denen sie sportliche Defizite beheben wollen. Es wird dann schlicht an der falschen Baustelle gerackert. Sehr häufig steht auch die Sahnedisziplin zu sehr im Vordergrund.

Planvolles vorgehen und sorgfältiges Studieren würde ich empfehlen
  • für das Aufspüren leistungsrelevanter sportlicher Defizite (wo müssen Schwerpunkte gesetzt werden?)
  • für das Festlegen geeigneter Trainingsmethoden (welche Trainingseinheiten versprechen eine Verbesserung?)
  • für die Planung der Saisonphasen und ihrer Trainingsinhalte (wann trainiere ich was?)

Intuitives oder spontanes Vorgehen ist dann für die feinere Ausgestaltung und Umsetzung einzelner Trainingswochen gut geeignet, genauer: für die Balance von Belastung und Erholung.

Grüße,
Arne

X S 1 C H T 30.10.2010 14:51

Manchmal möchte man nicht meinen wir machen das hier aus Spaß =)

Krass mit was für komplexen Dingen sich hier manche beschäftigen.

Marsupilami 30.10.2010 15:46

Zitat:

Zitat von X S 1 C H T (Beitrag 478853)
Manchmal möchte man nicht meinen wir machen das hier aus Spaß =)

Krass mit was für komplexen Dingen sich hier manche beschäftigen.

die planung MACHT aber spass :)

dude 30.10.2010 16:12

Zitat:

Zitat von Rälph (Beitrag 478773)
Ich glaube du packst das. Deine Entwicklung ist schon echt beeindruckend. (Ich habe zehn Jahre gebraucht, um auf 9:22 zu kommen.)

Er hatte den richtigen Coach. :Lachen2:

Hunki 30.10.2010 17:46

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 478893)
Er hatte den richtigen Coach. :Lachen2:

Das stimmt. Der nötige Arschtritt immer zum richtigen Zeitpunkt.

Oh, ich liebe Planung. Das werde ich vermutlich auch in der nächsten Saison wieder machen.

tandem65 03.11.2010 08:33

Zitat:

Zitat von Hunki (Beitrag 477340)
OK, jetzt ist mir das mal klar... Fettstoffwechseltraining... das Prinzip kenne ich ja auch... Längere Trainings nur mit Wasser. Bisher habe ich mich damit aber immer etwas schwer getan... Ich fahre im Winter auch Touren von 3 Stunden immer mit Iso... vor allem wenns Kalt wird und mein Körper viel Energie mit Heizen verbraucht fahre ich da sonst ziemlich schnell in ein Loch und komme nicht mehr Heim :) deutet wohl alles auf einen ziemlich schlechten Fettstoffwechsel hin, oder? Bis 2 Stunden passt Wasser aber... drüber wirds kritisch.Hunki

Hallo Hunki,

ich fahre seit 5 Jahren morgens um 7Uhr knappe 40km mit dem Rad zur Arbeit. Ich fahre da grundsätzlich nüchtern und ohne Getränke. Ist mir sonst einfach zu früh. Es erinnert mich ausserdem daran, daß ich als wir an Ostern Regensburg abgefahren sind erst nach der 2 Abfahrt vom Brennberg zur Flasche gegriffen habe und erst 7km vor dem Guggi eine Bäckerei besucht habe. War natürlich mit meiner geliebten Frau unter meinem Renntempo, Aber auch am Samstag meine 73km Runde mache ich ohne Getränke und nur mit einem leckeren Eis 15km vor dem Ziel:-) Dafür bin ich aber auch in einer anderen Liga unterwegs als Du.
Mein Fettstoffwechsel scheint also ganz gut zu funktionieren, auch wenn ich das selbst ncht vermute wenn ich an mir runter sehe:cool: Aber da will ich keinesfalls jammern:)

Hunki 31.01.2011 08:43

Ich möchte hier mal kurz einen aktuellen Stand meines Sub9 Projektes geben...

Das Training hat sich ja die letzten Wochen wieder etwas stabilisiert und ich kann behaupten wieder im normalen Trott zu sein.

Das Radfahren läuft zur Zeit besser als auch schon zu dieser Jahreszeit. Die Ausdauer stimmt. Ich bin noch keine "schnelleren" Touren gefahren, da ich zuerst vesuche konsequent die Ausdauer zu festigen, bevor ich dann in 1-2 Monaten auch das Tempo auf den Ausdauer-Einheiten zu erhöhen... dies mal zur Grundlage.

Leider läuft es beim Laufen nicht so richtig. Ich habe mir bei diesem bescheidenen Schnee-Wetter eine Entzündung in einer Sehne am Sprunggelenk zugezogen. Sehr ärgerlich... jetzt heisst es Salbe einschmieren und nur noch locker tranieren. Meine Osteopatin hat mir empfohlen das Training nicht zu unterbrechen, sondern lediglich bis zum Schmerzpunkt zu laufen. Bewegung soll den Heilungsprozess besser fördern als ein stillegen des Fusses. Wenigstens verlieren dadurch meine Knochen nicht ganz die Erinnerung ans Laufen. Und durch das Radfahren kann ich so eine gute Basis legen... ich kann dadurch im Moment viel mehr Radfahren, was sich dann hoffentlich im Sommer auch auf dem abschliessenden Marathon zeigen wird.

Beim Schwimmen läuft es auch sehr gut. Ich bin besser drauf als noch vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt. Stimmt mich also zuversichtlich.

Es ist im Moment sehr schwer mich beim Laufen richtig zurückzuhalten und das Ziel Sub9 nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn man nicht Laufen kann, ist das richtig hart... aber ich weiss, dass ich im Moment gut in Form bin, bin ich doch Ende November einen HM mit 1:14 gelaufen und das vor dem Saisonstart nach der Pause... ich denke, auf das lässt sich gut aufbauen, auch wenn ich jetzt nochmals 2-3 Wochen reduziert Laufen kann...

Also, jetzt muss ich mich etwas am Riemen reissen und auf die Zähne beissen... aber ich hoffe, das vermehrte Radtraining wirkt sich dann beim Radsplit positiv aus und ich starte den Marathon frischer :) Es wäre auch schön 10min schneller Rad zu fahren und nochmals einen 3:11 Marathon zu laufen, ohne den Penalty reicht auch das zu Sub9 :)

Hunki

3-rad 20.06.2013 09:52

Gibt es am 7.7.2013 in FFM einen neuen Versuch?

Hunki 20.06.2013 10:01

So wäre der Plan gewesen... ich musste das aber aus verschiedenen privaten Gründen aufgeben. Mein Sportarzt hat kurz mal das Wort sportlicher Burnout in den Mund genommen, kann ich mir aber nicht wirklich ganz vorstellen... deshalb habe ich meine Saison auf Mitteldistanz eingeschränkt.

Im Moment ist das Projekt SUB9 und Langdistanz mal für 2 Jahre auf Eis gelegt... vor 2015 stehe ich an keiner Startlinie einer Langdistanz.

Aber freut mich, dass man an mich gedacht hat... Hawaii uns SUB9 sind aber nach wie vor ein grosses Thema... obwohl im Moment der Kopf keine Lust dazu hat. Die Emotionen sind nach wie vor gross....

JF1000 20.06.2013 16:25

Magst Du kurz erläutern wie er zu der Erkenntnis kommt? (gern auch per PN)



Zitat:

Zitat von Hunki (Beitrag 916022)
Mein Sportarzt hat kurz mal das Wort sportlicher Burnout in den Mund genommen


Hunki 20.06.2013 18:29

Zitat:

Zitat von JF1000 (Beitrag 916239)
Magst Du kurz erläutern wie er zu der Erkenntnis kommt? (gern auch per PN)

Ich war nicht deswegen beim Sportarzt, sondern wegen der Untersuchung einer Verletzung... wir haben dann so über mein Seelenbefinden und die ganze Verletzungsgeschichte und den Frust gesprochen... dann fiel unter anderm auch dieses Wort. Er meinte, die Anzeichen seien zwar nicht typisch, könnten aber dazu führen, wenn man die Signale nicht rechtzeitig beachte...

Viel verletzt und krank, dann Motivationsprobleme, Schlafprobleme... es ging um verschiedene Dinge...

Aber hauptsächlich hats auch damit zu tun, dass ich mir im Moment auch etwas mehr Zeit für meine Familie nehmen will und das zurückgeben will, was ich in den letzten Jahren eingefordert habe. Quasi ein Geben und Nehmen... und es scheint, als will mein Kopf einfach im Moment nicht mehr...

Hunki


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