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amimarc 24.09.2008 17:36

dito

Bin mal gespannt, was die nächsten Tage alles über seine "schwere" Kindheit ans Tageslicht kommt..:Nee:

Ich wüßte was ich mit solchen Straftätern machen würde...

neonhelm 24.09.2008 18:34

Zitat:

Zitat von amimarc (Beitrag 134263)
Ich wüßte was ich mit solchen Straftätern machen würde...

Sie in einem persoenlichen Gespreach fragen, wann der Punkt kam, an dem es fuer sie das erste Mal legitim erschien, Gewalt gegen andere einzusetzen?

Joerg aus Hattingen 24.09.2008 19:57

Bevor jetzt wieder auf Stammtischniveau nach härteren Strafen gerufen wird, sollte man sich mal Gedanken darüber machen, wieso die Krimimalität in Staaten mit teilweise drakonischen Strafen erheblich höher ist als in Staaten mit gemäßigtem Strafmaß.

Wie Björn schon schrieb, der fiel bestimmt schon früher mit einem gewissen Aggressionspotetial auf. Hier hilft nur Netzwerk und rechtzeitige Hilfe. Leider gibts dafür kein Geld, jetzt kommt's der Gesellschaft teurer.

Und einer musste bitter dafür bezahlen!

Joerg

kaiseravb 24.09.2008 20:05

Zitat:

Zitat von Speedy Gonzales (Beitrag 134223)
Das dolle an solchen Fällen ist ja, dass sich da bestimmt ein gewiefter Anwalt findet, dann gibts ne positive Sozialprognose von nem Phsychologen und schwups ... fällt die Strafe in D gar nicht so hoch. :Nee:

Zitat:

Zitat von amimarc (Beitrag 134263)
dito

Bin mal gespannt, was die nächsten Tage alles über seine "schwere" Kindheit ans Tageslicht kommt..:Nee:

Ich wüßte was ich mit solchen Straftätern machen würde...

Schön, dass ihr zwei tatsächlich ein paar Klischees zum breittreten gefunden habt.

Raimund 24.09.2008 20:32

Zitat:

Zitat von neonhelm (Beitrag 134280)
Sie in einem persoenlichen Gespreach fragen, wann der Punkt kam, an dem es fuer sie das erste Mal legitim erschien, Gewalt gegen andere einzusetzen?

:Liebe: :Blumen:

Das liebe ich an dir!

drullse 24.09.2008 22:06

Zitat:

Zitat von kaiseravb (Beitrag 134304)
Schön, dass ihr zwei tatsächlich ein paar Klischees zum breittreten gefunden habt.

Naja Kaiserchen, so ganz unrecht haben sie ja nicht. Die sogenannte "schwere Kindheit" muss IMHO heutzutage für zuviele Entschuldigungen hinhalten.

RibaldCorello 24.09.2008 22:15

was heisst schwere Kndheit, ich hatte auch ne schwere Kindheit, wurde von meinen Eltern so geprügelt, die würden dafür heute wegen Kindesmisshandlung in den Knast kommen, aber jemand dafür töten ist mir nie in den Sinn gekommen.


Letztendlich kann jeder im Moment der Tat darüber entscheiden mach ich es oder mach ich es nicht.

qbz 24.09.2008 22:23

Zitat:

Zitat von neonhelm (Beitrag 134249)
a) das von ocean genannte und b) geht's meistens so schnell, dass nach Schock und Abwaegung der Risiken fuer das eigene Leib und Leben das Ganze auch schon wieder vorbei ist. Minutenlange Schlaegereien gibt's nur in Hollywood...

Gut wir kennen den konkreten Ablauf nicht genau, aber zwischen sich passiv verhalten, weggucken und weghören, einfach zuschauen, den Gewalttäter anschreien (Hör auf! Wenn er auf das Opfer tritt), sich schützend dem am Boden liegenden Opfer zuwenden etc., gibt es meines Erachtens schon ein sehr breites Spektrum des Einmischens, die nur etwas Zivilcourage erfordern. Meine Kollegin, eine eher zierliche Frau, z.B. greift immer in irgend einer Art ein, wenn sie an einer Handgreiflichkeit, Gewalttätigkeit vorbeikommt.

Als ich wiederum eines morgens auf dem Fussweg zur Arbeit an einer kleinen Spielhalle vorbeikam, hörte ich Geschrei und Hilferufe und ich ging zur Tür, um hineinzugehen und bin nicht einfach weitergegangen, als hätte ich keine Hilferufe aus der Spielhalle gehört, was zwei (in der Halle noch) maskierte Täter zur Flucht unmittelbar an mir vorbei veranlasste (der Besitzer war blutüberströmt infolge von Messerattacke), spontan wollte ich dem einen ein Bein stellen, Kopf sagte Nein!, ich hinterher gerannt, verfolgt bis zur U-Bahn (die Masken und Messer warfen sie unterwegs weg)... Ein anderer Passant kümmerte sich dabei um das Opfer; bis die Polizei kam ging es leider 20 Minuten .... Sie wurden übrigens später gefasst und deswegen und noch wegen anderer Raubüberfälle verurteilt. Natürlich bekommt man später ein etwas mulmiges Gefühl, wenn plötzlich Anschreiben von Zeugenschutzvereinen in den Briefkasten flattern, oder wenn es an der Wohnungstür überraschend klingelt.

Ein anderes Mal erlebte ich eine schreckliche Zugfahrt Magdeburg-Erfurt, wo eine grössere Gruppe junger, hierarchisch organisierter Neonazis den ganzen Zug echt terrorisierte und eine Provokation nach der anderen startete. (ständige Beleidigungen, Beschimpfungen, Bedrohungen anderer Menschen: z.B. Jugendliche mit langen Haaren im Zug, Inder, Schwarze, Asiaten. Überlaute Nazimusik wurde hinter meinem Rücken bewusst abgespielt, weil ich mehrfach den Schaffner ansprach und bat, er möchte den "Terror" unterbinden. Ich musste befürchten, dass man mich in Erfurt evtl. "abpasst". Also sagte ich dem Schaffner, ich fühle mich, auch Ausländer, nicht mehr sicher, zeigte ihm den Schweizerpass und bat ihn, die Gruppe aus dem Zug zu weisen. Das wollte er nicht, dafür verständigte er dann den Bundesgrenzschutz, der Zug hielt ausserplanmässig im nächsten Dorf und die Neonazis wurden alle kontrolliert, auch auf Waffen, (leider nicht aus dem Zug geworfen) und in Erfurt gab es ein Grossaufgebot der Polizei zum Schutz der Reisenden.
Interessant die Reaktion der "Nichteinmischer": Früher in der DDR hätte es das nicht gegeben (maulten sie über den "Terror" der Neonazis), anschliessend maulten dieselben über die Zugverspätung.

Sorry, dass ich etwas länger schrieb, ich suche solche Situationen nicht, aber bitte, mischt Euch ein ....

-qbz


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