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zahnkranz 05.11.2025 18:58

Ich vermisse keine Schnellradbahn. Bin der Meinung, dass es in Deutschland ein recht gutes Radwegenetz gibt um von einer Stadt in die nächste zu kommen. Problematisch finde ich den Radverkehr in den Städten. Von Wiesbaden aus fahre ich regelmäßig mit dem Rad nach Frankfurt und zurück, kenne inzwischen viele tolle Wege, wo Autos und ich uns nicht in die Quere kommen. Auch bin ich schon mehrfach nach Mannheim geradelt, links- und rechtsrheinisch, auf beiden Seiten kann man wunderbar Rad fahren ohne Probleme mit Autos zu bekommen. Freunde von mir fahren regelmäßig mit den Rädern quer durch Deutschland, auch da höre ich viel Positives. Klar, die Wege sind nicht zu 100% Rennrad-tauglich, auch liegt derzeit etwas mehr Laub als nötig auf den Wegen, aber das finde ich jetzt nicht so wild.
Was Städte betrifft, so habe ich bspw. ziemlich gefährliche Stellen für Radfahrer inkl. detaillierter Beschreibung was vorgefallen war, an den ADFC gemeldet, und tatsächlich sind diese teils deutlich entschärft worden.

sabine-g 05.11.2025 19:23

Zitat:

Zitat von zahnkranz (Beitrag 1793530)
Ich vermisse keine Schnellradbahn. Bin der Meinung, dass es in Deutschland ein recht gutes Radwegenetz gibt um von einer Stadt in die nächste zu kommen.

Ich vermisse auch keine Schnellradbahn.
Ich vermisse aber vernünftige Radwege.
Bei uns im Münsterland gibt es Radwege, da fahre ich nicht mal mit einem Hollandrad drüber.
Außerdem sind 99,8% aller Radwege zu schmal.
Radwege müssen mindestens dem Belag der Autofahrbahn entsprechen und so breit sein, dass man dort mit vernünftiger Geschwindigkeit fahren kann.
Sehr wichtig: Bei Kreuzungen oder Kreisverkehren ist man als Radfahrer ein armes Schwein, das muss dringend besser werden.

Allerdings ist ein gescheites Schnellbahnrad-Konzept nicht zu verteufeln, als Pendler mit eBike im Ruhrpott könnte man ne Menge Leute abholen.

NBer 05.11.2025 19:48

Innerstädtische Schnellradbahnen würde ich wichtiger finden.

StefanW. 05.11.2025 19:56

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1793533)
Innerstädtische Schnellradbahnen würde ich wichtiger finden.

Was schwierig werden dürfte, da Autoverkehr, Fußgänger und Radwege sich alle Nase lang kreuzen. Dazu dann noch die E-Roller, die fahren, wo sie wollen.

tandem65 05.11.2025 22:13

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1793491)
Ein Radschutzsreifen ist normalerweise mind. 125cm. Und das reicht doch völlig aus, wenn beide in ihrem Bereich bleiben. Und das ist der Vorteil des Streifens, für beide klar ersichtlich, wo sie bleiben sollen.

Da fällt Dir persönlich nicht auf, daß 150 Abstand beim Überholen gilt. Der Radfahrstreifen signalisiert dem KfZ+Lenker daß er an der Line fahren darf. Genau das ist schon mal der Fall daß der Streifen signalisiert wer wo bleiben soll. Übrigens ist es so daß der Radfahrer vom Steifen runter darf, das KfZ aber nicht auf den Steifen fahren/stehen darf.

tandem65 05.11.2025 22:19

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1793522)
Ich verstehe was du meinst, aber hier geht es gerade um Radinfrastruktur und nicht um andere (Whatabout) Themen. :Blumen:

Ich finde Du hast Recht bleiben wir beim Thema Radfahrstreifen, ich bin tatsächlich für den Verzicht auf knappes überholen. Die Radfahrstreifen sollten breit genug angelegt werden, daß Straßen für KfZ nur noch in einer Richtung befahrbar sind. Ich halte es für Überzogen in beiden Richtungen befahrbar sein sollen für KfZ.

Schwarzfahrer 06.11.2025 08:37

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1793542)
Da fällt Dir persönlich nicht auf, daß 150 Abstand beim Überholen gilt. Der Radfahrstreifen signalisiert dem KfZ+Lenker daß er an der Line fahren darf. Genau das ist schon mal der Fall daß der Streifen signalisiert wer wo bleiben soll.

Die 1,5 m sind vor allem nötig, wenn es keine solche Trennung gibt, da es dann nicht vorhersehbar ist, ob der Radler einen Schwenk nach links macht (Schlagloch, ...), und man den Sicherheitsabstand braucht. Bei einer klaren Trennung ist dies m.M.n. nicht nötig. Auch wenn der Radweg direkt an der Straße auf dem Fußweg verläuft, sind die 1,5 m nicht erforderlich und werden auch nicht eingehalten.
Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1793542)
Übrigens ist es so daß der Radfahrer vom Steifen runter darf, das KfZ aber nicht auf den Steifen fahren/stehen darf.

Das gilt nur bei Streifen, die mit durchgezogenem Strich abgetrennt sind ("Radfahrstreifen"). In vielen Fällen ist es aber ein "Schutzstreifen", der mit gestrichelter Linie abgetrennt ist. Diese Sorte kenne ich überwiegend bei uns in der Region, es wird gemacht, wenn die Straße eigentlich zu schmal ist für eine komplett getrennte Radspur. Den Schutzstreifen darf der Autofahrer immer mitnutzen, wenn es Gegenverkehr gibt und keine Radfahrer vor ihm sind - das ist pragmatisch.

Warum bei beiden die 1,5 m beim Überholen vorgeschrieben sind, und bei einem Radweg, der genauso nah an der Straße ist, aber 5 - 10 cm auf den Gehweg hochgesetzt, ist für mich allerdings nicht einleuchtend und völlig unnötig.

trithos 06.11.2025 11:25

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1793549)
Die 1,5 m sind vor allem nötig, wenn es keine solche Trennung gibt, da es dann nicht vorhersehbar ist, ob der Radler einen Schwenk nach links macht (Schlagloch, ...), und man den Sicherheitsabstand braucht. Bei einer klaren Trennung ist dies m.M.n. nicht nötig.

Oft sind es die kleinen Formulierungen, die deutlich machen, aus welcher Perspektive ein Problem betrachtet wird. Du findest also, die Trennlinie dient dazu, den Radfahrer auf dem Streifen zu halten, damit er dem Autofahrer nicht in die Quere kommt. Da soll er gefälligst ins Schlagloch rattern, aber ja nicht ausweichen und den Autofahrer stören.

Entschuldige, aber das ist absurd. Ich hab gedacht, "Schutzstreifen" (oder wie immer wir sie nennen) werden errichtet, um die Radler zu schützen. Aber NEIN, sie dienen dazu, den Radler ins Schlagloch zu zwingen ... und den Autofahrer vor dem eventuell ausweichenden Radler zu schützen. :(

Nicht dass mich diese Perspektive überrascht, aber unverschämt finde ich sie trotzdem.

Schwarzfahrer 06.11.2025 11:56

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1793559)
Oft sind es die kleinen Formulierungen, die deutlich machen, aus welcher Perspektive ein Problem betrachtet wird. Du findest also, die Trennlinie dient dazu, den Radfahrer auf dem Streifen zu halten, damit er dem Autofahrer nicht in die Quere kommt. Da soll er gefälligst ins Schlagloch rattern, aber ja nicht ausweichen und den Autofahrer stören.

Entschuldige, aber das ist absurd. Ich hab gedacht, "Schutzstreifen" (oder wie immer wir sie nennen) werden errichtet, um die Radler zu schützen. Aber NEIN, sie dienen dazu, den Radler ins Schlagloch zu zwingen ... und den Autofahrer vor dem eventuell ausweichenden Radler zu schützen. :(

Nicht dass mich diese Perspektive überrascht, aber unverschämt finde ich sie trotzdem.

Man kann alles maximal negativ auslegen. Der Streifen ist eine starke optische Hilfe, damit jeder auf seiner Seite bleibt, nicht mehr und nicht weniger, genauso wie jede Fahrspur-Begrenzungsmarkierung. Es ist im Prinzip das Gleiche (nur etwas effektiver), wie die selbst projizierten "Markierungen", die es mal für Radfahrer gab.

Schlaglöcher, tiefgelegte Kanaldeckel u.ä. sind immer schlecht, aber auch mit dem Auto weiche ich nicht einem Schlagloch aus, indem ich die Trennlinie zur nächsten Fahrbahn überschreite, wenn andere Verkehrsteilnehmer unterwegs sind. Damit kann und muß keiner rechnen.

Da ich sowohl Radfahrer als auch Autofahrer bin, betrachte ich nun mal das Ganze aus beiden Perspektiven, und finde, daß es ein Miteinander statt ein Gegeneinander sein sollte und kann: Gegenseitige Rücksichtnahme ist hilfreicher, als sich gegenseitig Unverschämtheit vorzuwerfen.

Meik 06.11.2025 12:05

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1793507)
Mehr Radschnellwege? Radwege mit mind 2.5m?.

Für einen in beide Richtungen freigegebenen Weg wo sich meistens auch noch Fußgänger bewegen ist das IMHO schon das Minimum wenn der zügig und gefahrlos befahrbar sein soll. Ein Lastenrad ist durchaus mal bis 1m breit, plus Gegenverkehr ...

Was bei Autofahrern nicht ankommt: Ja, im ersten Moment nimmt man dem PKW-Verkehr Platz weg zugunsten der Fahrräder. Aber im Umkehrschluss bedeutet jeder Radfahrer mehr ein Auto weniger in der Stadt. Komisch dass das auf Dauer in allen Städten funktioniert hat die das konsequent umsetzen. Braucht man nur in die Niederlande zu gucken. In vielen Städten aus 2spurigen Straßen 1spurig plus breiter Radweg, aber trotzdem weniger Stau als früher weil einfach mehr Leute umsteigen wenn es als Radfahrer gut, sicher und bequem funktioniert was hierzulande meist nicht der Fall ist.

Hier planen leider meist Autofahrer, hauptsache die Straße ist frei von Radfahrern, mehr zählt da oft bei Planungen anscheinend nicht.

In der Unfallstatistik sind übrigens die Schutzstreifen weit besser als ihr Ruf und ihr subjektives Sicherheitsgefühl, ein hohes Risiko haben Radfahrer auf Radwegen die nicht unmittelbar an der Straße liegen sondern hinter Park- oder Grünstreifen und damit nicht im unmittelbaren Sichtfeld.

Adept 06.11.2025 12:24

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1793559)
Oft sind es die kleinen Formulierungen, die deutlich machen, aus welcher Perspektive ein Problem betrachtet wird. Du findest also, die Trennlinie dient dazu, den Radfahrer auf dem Streifen zu halten, damit er dem Autofahrer nicht in die Quere kommt. Da soll er gefälligst ins Schlagloch rattern, aber ja nicht ausweichen und den Autofahrer stören.

Entschuldige, aber das ist absurd. Ich hab gedacht, "Schutzstreifen" (oder wie immer wir sie nennen) werden errichtet, um die Radler zu schützen. Aber NEIN, sie dienen dazu, den Radler ins Schlagloch zu zwingen ... und den Autofahrer vor dem eventuell ausweichenden Radler zu schützen. :(

Nicht dass mich diese Perspektive überrascht, aber unverschämt finde ich sie trotzdem.

Hast du viele >1m Breite Schlaglöcher in DE gesehen? Ich nicht.

Und ja, BEIDE sollen Rücksicht aufeinander nehmen, nicht nur der Autofahrer auf den Radfahrer. Das vergessen hier anscheinend auch viele.
Der Autofahrer sollte möglichst nicht behindert werden und der Radfahrer sicher auf der Strasse fahren können.

trithos 06.11.2025 12:45

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1793567)
Hast du viele >1m Breite Schlaglöcher in DE gesehen? Ich nicht.

Und ja, BEIDE sollen Rücksicht aufeinander nehmen, nicht nur der Autofahrer auf den Radfahrer. Das vergessen hier anscheinend auch viele.
Der Autofahrer sollte möglichst nicht behindert werden und der Radfahrer sicher auf der Strasse fahren können.

Die Schlaglöcher hab ja nicht ich ins Spiel gebracht. Ich hab nur die Autofahrer-Erwartung an Radfahrer im Umgang mit Schlaglöchern thematisiert.

Und ja, BEIDE sollen Rücksicht aufeinander nehmen. Was aber gerne übersehen wird: Die Rücksichtnahme wird asymmetrisch interpretiert.

Der Autofahrer sollte vom Radfahrer nicht behindert werden: eine Missachtung dieser Form der Rücksichtnahme führt dazu, dass der Autofahrer vielleicht mal bremsen muss oder im schlimmsten Fall sein Auto einen Kratzer im Lack erleidet.

Der Radfahrer sollte auch im Kfz-Verkehr sicher auf der Straße fahren können: eine Missachtung dieser Form der Rücksichtnahme bringt den Radler in Lebensgefahr.

"Der Starke schützt den Schwachen" hab ich mal gelernt (bei den Pfadfindern :) ). Oder "Aus großer Macht folgt große Verantwortung" (Spiderman :Cheese: ) Das vermisse ich oft im Straßenverkehr.

Klugschnacker 06.11.2025 13:50

In Freiburg wird die Situation für die Radfahrer ständig verbessert. In den letzten 15 Jahren hat sich viel getan. Von den innerstädtischen Fahrten entfallen mittlerwele doppelt so viele auf das Fahrrad wie auf das Auto. Das verbessert aus meiner Sicht die Lebensqualität für alle.

Wir haben vier Kategorien: Mehrere Radschnellwege, bevorrechtigte Radwege, normale Radwege und auf die Fahrbahn aufgemalte Dinger. Wo zu wenig Platz ist, etwa unter einer Bahnbrücke, die unterquert werden muss, wird der Radstreifen gegenüber der Fahrbahn höher gelegt. Ein Bordstein schützt hier die Radfahrer vor den Autofahrern. Wo ausreichend Platz ist, wird in der Regel der Fahrstreifen für die Autos schmaler und der für die Radfahrer breiter gemacht.

Auf vielen großen Straßen gilt hier Tempo 30. Alles in allem kommen die Radfahrer und Autofahrer in der Freiburger Innenstadt gut miteinander klar, auch wenn es natürlich brenzlige (überlastete) Stellen gibt.

Auch als Autofahrer denke ich, dass die Euros in die Rad-Infrastruktur gut investiert sind.
:Blumen:

Adept 06.11.2025 14:43

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1793571)
Die Schlaglöcher hab ja nicht ich ins Spiel gebracht. Ich hab nur die Autofahrer-Erwartung an Radfahrer im Umgang mit Schlaglöchern thematisiert.

Und ja, BEIDE sollen Rücksicht aufeinander nehmen. Was aber gerne übersehen wird: Die Rücksichtnahme wird asymmetrisch interpretiert.

Der Autofahrer sollte vom Radfahrer nicht behindert werden: eine Missachtung dieser Form der Rücksichtnahme führt dazu, dass der Autofahrer vielleicht mal bremsen muss oder im schlimmsten Fall sein Auto einen Kratzer im Lack erleidet.

Der Radfahrer sollte auch im Kfz-Verkehr sicher auf der Straße fahren können: eine Missachtung dieser Form der Rücksichtnahme bringt den Radler in Lebensgefahr.

"Der Starke schützt den Schwachen" hab ich mal gelernt (bei den Pfadfindern :) ). Oder "Aus großer Macht folgt große Verantwortung" (Spiderman :Cheese: ) Das vermisse ich oft im Straßenverkehr.

Willst du etwa das deutsche Radinfrastruktur-Konzept auf Basis der Pfadfinder und Spiderman-Maxime aufbauen? :Lachen2:

Das ist jetzt richtig woke. :Blumen:

tridinski 06.11.2025 16:17

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1793579)
In Freiburg wird die Situation für die Radfahrer ständig verbessert.

Auch in Frankfurt wurde und wird einiges getan für den Radverkehr. Die aktuelle Stadtregierung mit SPD, Grünen und Volt, (bis Sommer 2025 war auch die FDP dabei die dann das geplante Crack-Suchthilfezentrum nicht mittragen wollte und die Koalition verlassen hat) ist da sehr aktiv. Ganz so ausgefeilt wie in Freiburg scheint es mir allerdings noch nicht zu sein, aber es gibt übergreifende Konzepte, nicht nur lokales Stückwerk. Auch Radschnellwege sind in Planung und Bau. https://www.radfahren-ffm.de/731-0-R...skonzepte.html

Meine Lieblingsroute in die Stadt führt am Flüsschen Nidda entlang und ist 90% autofrei, heute morgen bin ich ne kürzere Strecke gefahren mit mehr Autointeraktion, weiss nicht warum aber heute war sehr viel los uff de Gass und gleich an drei Stellen hat das rechtsabbiegende Auto den Fahrradfahrer rechts daneben (also mich) nicht beachtet. Diesen potentiellen Fehler muss man standardmässig mit eingeplant haben, nicht nur bei LKW.

Meik 06.11.2025 18:18

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1793583)
aber es gibt übergreifende Konzepte,

Per se sind wir hier im Münsterland ja auch eine Radfahrregion, aber genau das fehlt hier völlig. In den letzten Jahren hat es gerade auf Kreisebene eher einen Rückschritt gegeben, weg von Radwegförderung hin zu mehr PKW-Priorität. Am Ende hat's ziemliches Stückwerk, in dem einen Ort interessieren Radfahrer wenig, der nächste hat eine halbwegs gute Infrastruktur, der übernächste "war stets bemüht" wie mein Wohnort, außerorts hat es manchmal Radwegführungen wo du erstmal vorstehst, dir das anguckt und dich fragst was man sich dabei gedacht hat oder wo jetzt die versteckte Kamera steht.

Den kürzesten Radweg haben wir mit sage und schreibe 5m Länge, Verkehrsinsel und man soll dafür die Straßenseite wechseln. :Nee:

zahnkranz 06.11.2025 23:45

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1793583)
Auch in Frankfurt wurde und wird einiges getan für den Radverkehr.

Es ist auch eine Randschnellverbindung zwischen Wiesbaden und Frankfurt geplant. Die Machbarkeitsstudie liegt bereits vor.
https://radschnellverbindungen-hesse...frankfurt-frm3

An der Nidda zu fahren ist tatsächlich sehr schön. Im Sommer allerdings stellenweise etwas voll und eng, vor allem an schönen Tagen nachmittags wenn Radfahrer, Spaziergänger und Ausflügler mit Kindern unterwegs sind. Da meint so mancher Idiot voll draufhalten zu müssen.

deralexxx 07.11.2025 00:18

Zitat:

Zitat von zahnkranz (Beitrag 1793530)
Ich vermisse keine Schnellradbahn. Bin der Meinung, dass es in Deutschland ein recht gutes Radwegenetz gibt um von einer Stadt in die nächste zu kommen. Problematisch finde ich den Radverkehr in den Städten. Von Wiesbaden aus fahre ich regelmäßig mit dem Rad nach Frankfurt und zurück, kenne inzwischen viele tolle Wege, wo Autos und ich uns nicht in die Quere kommen. Auch bin ich schon mehrfach nach Mannheim geradelt, links- und rechtsrheinisch, auf beiden Seiten kann man wunderbar Rad fahren ohne Probleme mit Autos zu bekommen. Freunde von mir fahren regelmäßig mit den Rädern quer durch Deutschland, auch da höre ich viel Positives. Klar, die Wege sind nicht zu 100% Rennrad-tauglich, auch liegt derzeit etwas mehr Laub als nötig auf den Wegen, aber das finde ich jetzt nicht so wild.
Was Städte betrifft, so habe ich bspw. ziemlich gefährliche Stellen für Radfahrer inkl. detaillierter Beschreibung was vorgefallen war, an den ADFC gemeldet, und tatsächlich sind diese teils deutlich entschärft worden.

Auf der Strecke fällt mir aber eine Stadt ein, an dessen Rheinufer es furchtbar ist mit dem Rad zu fahren, da man garnicht erst an den Rhein kommt. Aber da wird es auch langsam besser. Aber ja ich bin auch immer mehr auf der Suche nach den Wirtschaftswegen die gut genug für das Rennrad ausgebaut sind, weniger Stress ist einfach toll.

welfe 07.11.2025 09:19

Zitat:

Zitat von zahnkranz (Beitrag 1793603)
Es ist auch eine Randschnellverbindung zwischen Wiesbaden und Frankfurt geplant. Die Machbarkeitsstudie liegt bereits vor.
https://radschnellverbindungen-hesse...frankfurt-frm3

An der Nidda zu fahren ist tatsächlich sehr schön. Im Sommer allerdings stellenweise etwas voll und eng, vor allem an schönen Tagen nachmittags wenn Radfahrer, Spaziergänger und Ausflügler mit Kindern unterwegs sind. Da meint so mancher Idiot voll draufhalten zu müssen.

Hier dasselbe an der Saar. Wochentags am Vormittag kann man wunderbar fahren, wer möchte von Straßburg bis Trier. Aber bei schönem Wetter nachmittags oder gar am Wochenende sollte man es tunlichst lassen, wenn man nicht Stop und Go fahren will (und das ist ok, weil auch Fußgänger, Läufer, Familien und Hundebesitzer den Weg nutzen dürfen und sollen).

Schwarzfahrer 07.11.2025 10:15

Zitat:

Zitat von zahnkranz (Beitrag 1793603)
An der Nidda zu fahren ist tatsächlich sehr schön. Im Sommer allerdings stellenweise etwas voll und eng, vor allem an schönen Tagen nachmittags wenn Radfahrer, Spaziergänger und Ausflügler mit Kindern unterwegs sind. Da meint so mancher Idiot voll draufhalten zu müssen.

Solche Wege sind natürlich schöne Ausflugswege - aber solange sie mit Fußgängern geteilt werden, keine wirklichen Radschnellwege für schnelles, ungestörtes und gefahrenminimiertes vorankommen. Das sollte man dann als Radfahrer auch nicht falsch interpretieren, sondern mit Rücksicht nutzen (oder an entsprechenden Tagen ausweichen).

Das ist so wie der Unterschied zwischen den sog. "Themenstraßen" oder "Ferienstraßen" für Autofahrer, die für schöne Ausflüge gedacht sind, und Autobahnen, die für den Fernverkehr gedacht sind.

tridinski 07.11.2025 10:42

die angesprochene Nidda im Frankfurter Umland ist MO-FR morgens und abends reine Radpendler-Piste, an Feiertagen oder Wochenende bei schönem Wetter tagsüber Familienausflugsgelände. Aber die Überlappung zum Radpendeln ist da ja gering, von daher aus meiner Sicht alles entspannt. An solchen Tagen fahre ich mit dem Rad lieber auf der Strasse, wo dann ja auch entsprechend wenig los ist.

Radschnellweg ist natürlich nur Radschnellweg und kein Spazierweg, das könnte auch noch etwas Zeit benötigen dass sich das einpendelt. Aber erstmal muss es überhaupt nennenswert Radschnellweg-km geben ...

Matthias75 07.11.2025 11:16

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1793616)
die angesprochene Nidda im Frankfurter Umland ist MO-FR morgens und abends reine Radpendler-Piste, an Feiertagen oder Wochenende bei schönem Wetter tagsüber Familienausflugsgelände. Aber die Überlappung zum Radpendeln ist da ja gering, von daher aus meiner Sicht alles entspannt. An solchen Tagen fahre ich mit dem Rad lieber auf der Strasse, wo dann ja auch entsprechend wenig los ist.

Radschnellweg ist natürlich nur Radschnellweg und kein Spazierweg, das könnte auch noch etwas Zeit benötigen dass sich das einpendelt. Aber erstmal muss es überhaupt nennenswert Radschnellweg-km geben ...

Ab wann bzw. ab welcher Geschwindigkeit darf man denn dann auf einem solchen Rad-schnell-weg fahren und wie wird das begründet, dass man einen sehr teuren Radweg schafft, der dann nicht für alle Radfahrer offen ist?

Am Beispiel Wiesbaden-Frankfurt: Die Strecke ist aus meiner Sicht schon jetzt überwiegend frei fahrbar. Die Einschränkungen halte ich auch als Rennradfahrer großteils für akzeptabel. Ein Ampelstopp pro Ortschaft zerschiesst mir weder das Training noch den Zeitplan. Wenn ich ohne Einschränkung fahren will, fahre ich frühmorgens am Main. Nur vereinzelt (z.B. Wallau-Ikea, Höchst-MTZ,…) würde ich mir eine sicherere Verkehrsführung wünschen. Ob das dann aber in Summe eine Investition von ca. 200 Mio € (laut Machbarkeitsstudie) rechtfertigt, die ja dann vermutlich die Kommunen (mit)tragen müssen? Wie schon geschrieben: Ich halte die Investitionen innerort für wichtiger. Auf den Kurzstrecken könnten viel mehr Radfahrer unterwegs sein, wenn di Infrastruktur stimmt. Am örtlichen Hallenbad ist auch mangels Radweg der sowieso schon sehr klein dimensionierte Fahrradständer selten aufgelastet.

M.

Klugschnacker 07.11.2025 11:28

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1793621)
Ab wann bzw. ab welcher Geschwindigkeit darf man denn dann auf einem solchen Rad-schnell-weg fahren und wird das begründet, dass man einen seh teuren Radweg schafft, der dann nicht für alle Radfahrer offen ist?

Ich kann verstehen, dass Dich diese Frage bewegt.

Würde man beispielsweise die Mindestgeschwindigkeit auf 60 km/h festlegen, würde niemand diesen Radweg nutzen können. Das gilt es vorher abzuklären.

Bei 30 km/h Mindestgeschwindigkeit wäre für viele Radler die Windrichtung entscheidend. Man könnte den Radweg mit Rückenwind nutzen, müsste aber in der Gegenrichtung auf die Landstraße ausweichen. Generell würde man an allen Steigungen ein Knöllchen wegen Unterschreitens der Mindestgeschwindigkeit riskieren. Das kann schnell ins Geld gehen.

Adept 07.11.2025 11:36

Insbesondere, weil diese teuren Radschnell-Wege im Winter ggf. kaum noch genutzt werden.

Ich sehe das bei uns im Büro. Im Sommer stehen ca. 20 Räder, im Winter (oder bei Regen) nur noch 2. Das hat dann nichts mit der Infrastruktur zu tun, sondern niemand außer ein paar Freaks pendeln bei Nässe und Kälte. Dagegen ist zu dieser Zeit das Parkhaus mit 100 Autos voll, der Rest kommt mit dem ÖPNV.

Da muss man sich schon überlegen, ob sich so eine Investition lohnt oder ob die bereits vorhandene Infrastruktur sinnvoll genutzt wird. Wenn man ballern will, eignet sich die Strasse besser, die ist ja für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt.

Und ich glaube, dass jeder Radschutzstreifen hervorhebt, dass hier die Radfahrer das Recht haben einen bestimmten Platz der Fahrbahn beanspruchen zu dürfen. Es hebt automatisch die Akzeptanz bei Autofahrern, finde ich.

trithos 07.11.2025 11:54

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1793580)
Willst du etwa das deutsche Radinfrastruktur-Konzept auf Basis der Pfadfinder und Spiderman-Maxime aufbauen? :Lachen2:

Das ist jetzt richtig woke. :Blumen:

Was am Konzept der gegenseitigen Rücksichtnahme "woke" sein soll, verstehe ich zwar nicht (das klingt in meinen Ohren eher altmodisch als woke), aber sei´s drum.:Blumen:

Und es geht ja gar nicht um ein Konzept, das gibt es ohnehin schon. Es heißt Straßenverkehrsordnung. Die könnte man jetzt ganz streng auslegen und alle bestrafen, die zu wenig Abstand beim Überholen von Radfahrern halten. Aktuellen Zahlen zufolge sind das im Ortsgebiet in Österreich ca. 60 Prozent! Dagegen was zu unternehmen fände ich gut und sinnvoll und die meisten anderen Radfahrer sehen das wohl genauso.

Sowohl in der Praxis (siehe obenstehende Zahl) als auch in der Stammtisch-Theorie ("Die Radfahrer behindern mich dauernd!") sind es die Autofahrer, die sich nicht an das Konzept der Straßenverkehrsordnung und der darin festgelegten Radverkehrs-Regeln halten und "Rücksichtnahme" auf Autofahrer fordern, die aus ihrer Sicht darin besteht, dass Radfahrer auf ihr festgeschriebenes Recht (=Überholabstand) verzichten müssen.

Willst Du etwa das Radinfrastruktur-Konzept auf Basis des Faustrechts aufbauen?

PS: bitte jetzt nicht darauf hinweisen, dass auch viele Radfahrer die Straßenverkehrsordnung übertreten. Ja, tun sie! Aber dafür werden sie auch bestraft (ich rede von dauernden Radlerkontrollen in Wien vor allem am "Gürtelradweg"). Ich würde mir wünschen, dass man die Regeln der StVO ähnlich konsequent bei Autofahrern anwendet.

tridinski 07.11.2025 11:57

ich meinte jetzt gar nicht eine Mindestgeschindigkeit für Radfahrer sondern eher dass der Familienausflug mit Kinderwagen und Hund oder die Vatertags-Bollerwagen-Gruppe da nichts verloren hat. die könnten ja auch denken, "oh schöner Weg, let's go"

Ich glaube nicht dass es eine Mindestgeschwindigkeitsvorgabe für Radfahrer braucht, ich würde sagen da dürfen alle Radfahrer drauf. Ausser S-Pedelec, aber das ist ja heute auch schon so dass die auf die Strasse müssen.

Adept 07.11.2025 13:42

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1793626)
Was am Konzept der gegenseitigen Rücksichtnahme "woke" sein soll, verstehe ich zwar nicht (das klingt in meinen Ohren eher altmodisch als woke), aber sei´s drum.:Blumen:

Und es geht ja gar nicht um ein Konzept, das gibt es ohnehin schon. Es heißt Straßenverkehrsordnung. Die könnte man jetzt ganz streng auslegen und alle bestrafen, die zu wenig Abstand beim Überholen von Radfahrern halten. Aktuellen Zahlen zufolge sind das im Ortsgebiet in Österreich ca. 60 Prozent! Dagegen was zu unternehmen fände ich gut und sinnvoll und die meisten anderen Radfahrer sehen das wohl genauso.

Sowohl in der Praxis (siehe obenstehende Zahl) als auch in der Stammtisch-Theorie ("Die Radfahrer behindern mich dauernd!") sind es die Autofahrer, die sich nicht an das Konzept der Straßenverkehrsordnung und der darin festgelegten Radverkehrs-Regeln halten und "Rücksichtnahme" auf Autofahrer fordern, die aus ihrer Sicht darin besteht, dass Radfahrer auf ihr festgeschriebenes Recht (=Überholabstand) verzichten müssen.

Willst Du etwa das Radinfrastruktur-Konzept auf Basis des Faustrechts aufbauen?

PS: bitte jetzt nicht darauf hinweisen, dass auch viele Radfahrer die Straßenverkehrsordnung übertreten. Ja, tun sie! Aber dafür werden sie auch bestraft (ich rede von dauernden Radlerkontrollen in Wien vor allem am "Gürtelradweg"). Ich würde mir wünschen, dass man die Regeln der StVO ähnlich konsequent bei Autofahrern anwendet.

Wäre halt das Naturgesetz: "Das Recht des Stärkeren!" "Survival of the fittest!" :Lachen2:

Aber im Ernst, die Radfahrer regen sich über rücksichtslose Autofahrer aus. Die Fussgänger/Bummler über rücksichtslose Raddüsen. Mit dem Rad bist du halt dazwischen und im clinch mit den beiden anderen Gruppen.

Vielleicht doch: Schnelle Radfahrer auf die Strasse, langsame auf die normalen Radwege?

sabine-g 07.11.2025 14:06

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1793632)
Wäre halt das Naturgesetz: "Das Recht des Stärkeren!" "Survival of the fittest!"

bedeutet allerdings "der am besten angepasste" und nicht der stärkste

TriVet 07.11.2025 14:13

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1793580)
Das ist jetzt richtig woke. :Blumen:

So what. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass woke mit aufgewacht/aufgeweckt übersetzt wird, ist woke beim stabilen Genie und seinen Juengern genauso falsch in Benutzung wie Antifa.

trithos 07.11.2025 14:18

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1793632)
Wäre halt das Naturgesetz: "Das Recht des Stärkeren!" "Survival of the fittest!" :Lachen2:

Aber im Ernst, die Radfahrer regen sich über rücksichtslose Autofahrer aus. Die Fussgänger/Bummler über rücksichtslose Raddüsen. Mit dem Rad bist du halt dazwischen und im clinch mit den beiden anderen Gruppen.

Vielleicht doch: Schnelle Radfahrer auf die Strasse, langsame auf die normalen Radwege?

Mit der "Doppelmühle" für Radfahrer hast Du hundertprozentig Recht! Und "schnelle Radfahrer auf die Straße" fände ich auch vernünftiger als benützungspflichtige gemischte Fuß/Radwege.:Blumen:

Klugschnacker 07.11.2025 14:28

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1793624)
Insbesondere, weil diese teuren Radschnell-Wege im Winter ggf. kaum noch genutzt werden. […]

Es gibt auch andere Infrastruktur, die saisonal unterschiedlich stark genutzt wird. Für Radfahrer sind jedoch aus meiner Sicht gerade in der dunklen Jahreszeit Landstraßen besonders gefährlich und Überland-Radwege besonders sinnvoll.

Selbst wir hier in diesem Forum, die wir weit überdurchschnittlich gut ausgerüstet sind, meiden Landstraßen bei Dunkelheit wie die Pest. Aus gutem Grund. Mit einer Stvo-zugelassenen Funzel am Rad auf stockdunkler Landstraße herumzueiern, womöglich noch bei Regen, kann lebensgefährlich sein. Ein straßenbegleitender oder separater Radweg ist aus meiner Sicht gut ausgegebenes Geld. Sieh das auch mal aus der Perspektive der Menschen, die kein Auto haben.
:Blumen:

Matthias75 07.11.2025 15:49

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1793636)
Es gibt auch andere Infrastruktur, die saisonal unterschiedlich stark genutzt wird. Für Radfahrer sind jedoch aus meiner Sicht gerade in der dunklen Jahreszeit Landstraßen besonders gefährlich und Überland-Radwege besonders sinnvoll.

Selbst wir hier in diesem Forum, die wir weit überdurchschnittlich gut ausgerüstet sind, meiden Landstraßen bei Dunkelheit wie die Pest. Aus gutem Grund. Mit einer Stvo-zugelassenen Funzel am Rad auf stockdunkler Landstraße herumzueiern, womöglich noch bei Regen, kann lebensgefährlich sein. Ein straßenbegleitender oder separater Radweg ist aus meiner Sicht gut ausgegebenes Geld. Sieh das auch mal aus der Perspektive der Menschen, die kein Auto haben.
:Blumen:

Zwischen einem straßenbegleitenden Radweg und einem Radschnellweg ist aber dann doch noch ein kleiner Unterschied. Den Sinn eines Radweges stellen sicher nur die wenigsten infrage. Aber braucht es unbedingt einen separaten Schnellweg, dessen Nutzung - je nach Auslegung - ausschließlich Radfahrern vorbehalten sein soll?

M.

tandem65 07.11.2025 16:01

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1793637)
Den Sinn eines Radweges stellen sicher nur die wenigsten infrage. Aber braucht es unbedingt einen separaten Schnellweg, dessen Nutzung - je nach Auslegung - ausschließlich Radfahrern vorbehalten sein soll?

Ahm, auch wenn es KfZ-Fahrern schwer fällt, alle Radwege sind Radfahrern vorbehalten. Ich dachte eigentlich nicht daß das eine Auslegungssache ist, daß dies der Sinn von Radwegen ist.:Gruebeln:

Matthias75 07.11.2025 16:28

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1793641)
Ahm, auch wenn es KfZ-Fahrern schwer fällt, alle Radwege sind Radfahrern vorbehalten. Ich dachte eigentlich nicht daß das eine Auslegungssache ist, daß dies der Sinn von Radwegen ist.:Gruebeln:

Ich ging jetzt weniger von einer KfZ-Nutzung aus, sondern von allen anderen Verkehrsteilnehmern (siehe tridinski).

Soweit ich das Konzept des Radschnellweges bzw. Die Forderungen dazu verstanden habe, soll dieser ausschließlich Radfahrer vorbehalten sein, damit diese möglichst schnell und ohne Einschränkungen voran kommen. Es ist also eine Wegführung gewünscht, die nicht nur Konflikte mit Autofahrer vermeidet, sondern auch mit allen anderen Verkehrsteilnehmern. Diese Forderung macht das Vorhaben aber extrem aufwändig, da häufig eine neue und separate Trassenführung erforderlich sein dürfte. Ein Ausbau des bestehenden - konventionellen - Radwegenetzes bzw. das Schließen von Lücken oder das gezielte Entschärfen von Gefahrenstellen würde ich persönlich für sinnvoller halten.

M.

Schwarzfahrer 07.11.2025 19:36

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1793641)
Ahm, auch wenn es KfZ-Fahrern schwer fällt, alle Radwege sind Radfahrern vorbehalten. Ich dachte eigentlich nicht daß das eine Auslegungssache ist, daß dies der Sinn von Radwegen ist.:Gruebeln:

Sag das mal allen Spaziergängern und Hundeausführern, die haben davon meist nichts gehört, fürchte ich.

Adept 07.11.2025 20:43

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1793636)
Es gibt auch andere Infrastruktur, die saisonal unterschiedlich stark genutzt wird. Für Radfahrer sind jedoch aus meiner Sicht gerade in der dunklen Jahreszeit Landstraßen besonders gefährlich und Überland-Radwege besonders sinnvoll.

Selbst wir hier in diesem Forum, die wir weit überdurchschnittlich gut ausgerüstet sind, meiden Landstraßen bei Dunkelheit wie die Pest. Aus gutem Grund. Mit einer Stvo-zugelassenen Funzel am Rad auf stockdunkler Landstraße herumzueiern, womöglich noch bei Regen, kann lebensgefährlich sein. Ein straßenbegleitender oder separater Radweg ist aus meiner Sicht gut ausgegebenes Geld. Sieh das auch mal aus der Perspektive der Menschen, die kein Auto haben.
:Blumen:

Also hör mal, ich fahr schon noch ab und zu Fahrrad. :Blumen:

Heute mal wieder gemerkt wie gut das mit dem Radschutzstreifen auf der Strasse funktioniert. Ich als Radfahrer fühle mich dort sicher und kann selbst entscheiden, wie nah mir die Auto kommen können, in dem ich soweit links bis zum Streifen fahre wie ich bereit war das Risiko zu nehmen. :)

JENS-KLEVE 10.11.2025 15:26

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1793624)
Insbesondere, weil diese teuren Radschnell-Wege im Winter ggf. kaum noch genutzt werden.

Bei uns wurde ein Radschnellweg parallel zur Bundesstraße gebaut. Da sagte man auch, nutzt im Winter keiner, die B9 hat schon einen Radweg, Geldverschwendung, die schöne Natur wird zerstört…

Als der Weg fertig war wurde er direkt genutzt, auch im Winter. Die Natur ist inzwischen nachgewachsen und auf der B9 wird auch noch radgefahren. Es sind also insgesamt einfach mehr als doppelt so viele Radfahrer geworden.

Vorteile gegenüber dem alten Radweg: Keine Autos nebenher, keine Autos aus Ausfahrten der Häuser, keine parkenden Autos, keine Kanten für Blinde, breiter gebaut.

Nachteil: viele Fußgänger nutzen den Weg, sind im dunkeln kaum als Hindernis zu erkennen, Hundeleinen sind extrem gefährlich. Die Ampeln sind ungünstig geschaltet, könnte man besser weglassen.


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