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ironmansub10h 13.02.2021 20:10

Zitat:

Zitat von premumski (Beitrag 1584771)
Was ist denn korrektes Kniebeugen?
Und Kreuzheben würde ich eher als eine der einfachsten Übungen bezeichnen, auch Kniebeugen ist nicht viel schwerer. Das eine ist etwas aufheben und das andere ist sich hinsetzten und wieder aufstehen, da gibt es im Alltag deutlich gefährlichere Situationen die man auch unbeschadet übersteht. Und beim Krafttraining gilt wie beim Ausdauersport nicht übertreiben dann entstehen auch keine Überlastungen.

Alleine deine Antwort lässt dich als Nichtheber identifizieren. Und auf Laiendikussionen habe ich echt keine Lust bei diesem Thema.

ironmansub10h 13.02.2021 20:12

Zitat:

Zitat von Rälph (Beitrag 1584766)
Warum sollte man eine Kraftübung machen, die bei den kleinsten Fehlern derart schwerwiegende Folgen haben kann - und noch dazu als Ausdauersportler.
Verstehe ich nicht. Allein das Feld der Bodyweight-Übungen ist soo riesig.

weil deine lineare Bewegungen, welche du im Triathlon (okay ausser Schwimmen) machst, dir früher oder später Dysbalancen bringen die du durch gezieltes Krafttraining beheben oder erst gar nicht entstehen lassen kannst.
Bodyweight ist das eine, gezieltes Krafttraining mit Gewichten (nicht Bodybuilding) etwas komplett anderes.

ironmansub10h 13.02.2021 20:19

Zitat:

Zitat von Necon (Beitrag 1584775)
Also Kreuzheben und Kniebeugen ist nicht einfach nur etwas hochheben bzw sich hinsetzen und wieder aufstehen.
Eine Übung wird dadurch definiert, dass sie eine fixen Bewegungsablauf hat der bei jeder Wiederholung ident abläuft.

Ich sehe die Übungen aber auch nicht als unendlich schwierig an, aber viele lassen es sich nicht zeigen, wenige können es unterrichten und es gibt viele Mythen.

Mythos Kniebeugen
Die Knie dürfen nicht über die Fußspitze schauen
Buttwink muss vermieden werden
Kniebeugen sind schlecht für die Knie
Am besten kehrt man die Bewegung bei 90° um
Ass to gras ist ein Muss

Mythos Kreuzheben
Die Abwärtsbewegung ist der wichtigste Teil
Kreuzheben ist schlecht für den Rücken
Und sicher noch viele mehr die ich nicht kenne

Ich durfte schon ein paar Leuten Squats und Deadlifts beibringen und bei beiden gibt es ganz einfache Anleitungen die es deutlich klarer machen was zu tun ist

Da gebe ich dir recht. Grundsätzlich sind die o.g Mythen immer noch gängig. Wenn ich einen Athleten vor mir habe und er einen Buttwink zeigt und er entsprechend seine Biomechanik aber gar nicht anders beugen kann, dann müsste man erst mal an Punkten wie Hüfte, Sprunkgelenken, Fuss arbeiten und dann nach mehrwöchigem funktionellem Training analysieren ob es was bewirkt hat. Den Zehenschmarrn bekommt man aber nie raus. Ass to grass ist ebenso wie PistolSquats muss man können eben auch durch den CF Hype entstanden. Ich persönlich konnte bis vor meiner Knie-OP PS, danach nimmer, komme gerade mal bis 1/3 der Bewegung. Was aber eher an der Sprungelenkmobi liegt und der etwas verkürzten hinteren Kette. Aber muss das auch nimmer können. :Cheese:

premumski 13.02.2021 21:00

Zitat:

Zitat von ironmansub10h (Beitrag 1584791)
Alleine deine Antwort lässt dich als Nichtheber identifizieren. Und auf Laiendikussionen habe ich echt keine Lust bei diesem Thema.

Da machst du dir das jetzt aber zu einfach.

Rälph 14.02.2021 09:40

Zitat:

Zitat von Necon (Beitrag 1584777)
Auch bei Bodyweight Übungen kann man sich großartig mit kleinen Fehlern verletzen

In der Unfallstatistik also Unfälle pro trainierte 100h schneidet Krafttraining immer sehr sicher ab und zeigt wenige Unfälle.

Klar, verletzen kann ich mich an allen Ecken, den ganzen Tag lang. Ich habe ehrlicherweise von klassischem Krafttraining auch keine Ahnung, sondern habe mich auf diese Aussagen berufen:

Zitat:

Zitat von Miss Mika (Beitrag 1584526)
Leider FALSCH und so hab ich mich bzw. meinen Rücken komplett abgeschossen. Seit über 1 Woche bin ich mit den schlimmsten Rückenschmerzen meines bisherigen Lebens gestraft und kann mich kaum bewegen.

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1584610)
Kreuzheben is ne Sau.

Zitat:

Zitat von ironmansub10h (Beitrag 1584758)
Aber KH ist mitunter eine der schwersten Übungen was die Technik angeht, genauso wie korrekte Kniebeugen.

Egal, aber mir würde es nicht im Traum einfallen, so ne schwere Stange vom Boden aufzuheben, wenn ich nicht müsste. Das sieht einfach schon ungesund aus. Aber kann man ja machen, wenn man denkt, das würde den Turbo zünden.

Zitat:

Zitat von ironmansub10h (Beitrag 1584793)
weil deine lineare Bewegungen, welche du im Triathlon (okay ausser Schwimmen) machst, dir früher oder später Dysbalancen bringen die du durch gezieltes Krafttraining beheben oder erst gar nicht entstehen lassen kannst.

Ja, ja, immer die ganzen Triathleten mit ihren Dysbalancen überall. :Lachanfall:

Helmut S 14.02.2021 09:42

Ich hab in meiner Linksammlung einen Link zu nem Artikel über die Deaktivierung des großen Gesäßmuskels bzw. seine Funktion z.B. bei Sportlern. Da bei KB und KH insbesondere auch dieser trainiert wird, ist der Artikel interessant.

Die oben beschriebene Aktivierungsproblematik der Gesäßmuskulatur ist keineswegs nur bei inaktiven Büromenschen zu finden, sondern sehr häufig auch bei Sportlern, bei denen die Auswirkungen der Dysfunktionen durch die hohen Trainingsumfänge und –intensitäten oft noch enormer sind. Bei diesen hat dieses Aktivierungsproblem nicht nur eine erhöhte Verletzungsanfälligkeit zur Folge, sondern auch eine suboptimale (Schnell-)Kraftentwicklung.

:Blumen:

Helmut S 14.02.2021 10:01

@Rälph: Ich schrieb, dass KH ne Sau ist, weil bei Ermüdung durch viele Wdh. - zumindest bei mir - die Technik leidet. Das ist auch bei nem Bizepscurl der Fall oder auch bei Liegestützen, nur da hat es kaum oder geringeren Impact im Vergleich. Ja, die Übungen sind etwas komplexer als andere. Es ist aber nicht so, dass es ein bemannter Raumflug wäre. Wenn man koordinativ nicht gerade ne völlige Niete ist, kriegt man KB und KH auch hin.

Aber: Ich finde, dass man sehr geduldig sein muss und sein Ego gut im Griff haben muss, wenn man langfristig von KH und KB profitieren will. Ausserdem muss man schon etwas davon verstehen was man tut. Ich mache zB entweder KH oder KB. Nie beides in einer Einheit. Auch bereite ich diese Übungen nach Pausen vor mit Kräftigung des Rückens im Allgemeinen und auch des oberen (!) Rückens.

Ich meine auch es ist besser KT 1x (oder 2x) die Woche year round 1h die Woche zu machen, als nur im Winter 3x die Woche.

:Blumen:

Hafu 14.02.2021 10:03

Der Thread ist grundsätzlich interessant, allerdings weiß ich nicht, was ich in der Umfrage ankreuzen soll. Im Durchschnitt mache ich einmal die Woche Krafttraining, manchmal aber auch ein paar Wochen (gerade in Phasen mit hohen TRainingsumfängen im Trainingslager oder in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung) gar nicht

Ich bin eigentlich ein großer Verfechter vom Krafttraining auch für Ausdauerathleten und habe die Erfahrung gemacht, dass ich mit regelmäßigem Krafttraining deutlich seltener Knieschmerzen und Rückenschmerzen habe, sehe das Krafttraining neben dem leistungssteigernden Effekt also auch als Verletzungsprophylaxe an.

Meine Frau kommt aus dem Leistungsschwimmen und auch dort ist ein Trainingsprozess ohne integriertes Krafttraining undenkbar (sie trainierte in den Jahren, in denen sie sich in Förderkadern befand mindestens dreimal pro Woche im Kraftraum)

So ähnlich habe ich es auch meinem ältesten Sohn geraten, der Krafttraining auch regelmäßig in sein sonstiges Training integriert hat und damit (mit dem alten Trainer und meinen gut gemeinten Ratschlägen) auch zweimal Deutscher Meister geworden ist. Geschadet hat das Krafttraining in der Entwicklung von 16-22J muitmaßlich nicht.

Der neue Trainer hält wenig von Krafttraining, so dass Frederic seit etwas über einem Jahr kein Krafttraining mehr betreibt, sondern Kraft nur noch spezifisch auf dem Rad, mit Paddles im Wasser oder in Form von Bergaufläufen trainiert. Der Leistungsentwicklujng, die immer noch bergauf zeigt, hat es bis jetzt nicht geschadet, so dass ich vorläufig nicht ausschließen würde, dass der neue Trainer leistungsphysiologisch betrachtet Recht hat.

Allerdings betreiben viele andere Profitriathleten durchaus regelmäßig Krafttraining. Ich denke, es ist eine Frage, die man individuell beantworten muss. Wer genetisch gute Kraftwerte hat, wenig Probleme mit dem Schwimmen und Radfahren hat und wenig verletzungsanfällig ist, kann evt. auf echtes Krafttraining verzichten. Wer in diesem Bereich Defizite hat, wird echtes Krafttraining (als eins von vielen Trainingselementen) wohl benötigen.

Helmut S 14.02.2021 10:30

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1584855)
Der neue Trainer hält wenig von Krafttraining, so dass Frederic seit etwas über einem Jahr kein Krafttraining mehr betreibt, sondern Kraft nur noch spezifisch auf dem Rad, mit Paddles im Wasser oder in Form von Bergaufläufen trainiert.

Im Junkmiles Podcast von Björn Geesman (#14) sagt er, dass er früher auch nix von KT gehalten hat und mittlerweile seine Meinung aber etwas geändert hat. Maximalkrafttraining sieht er inzwischen als Vorteilhaft. Ein glühender Verfechter ist er aber auch nicht. Diese Art der neuen und hervorragenden Trainer haben m.E. vor allem Probleme damit, dass sie durch KT das Belastungsmanagement nicht mehr so gut steuern können, dass der KH Verbrauch (Neudeutsch: VLamax) sich ggf negativ entwickelt, dass es Verletzungen gibt und das die Regenerationszeit leidet.

Das mag für Profitirathelten in entsprechendem Alter gelten. Für den älteren Amateur trifft es m.E. die Dinge nicht im Kern. Da geht es um viele andere Dinge, stimme dir also voll zu, wenn du von individueller Beurteilung sprichst. :Blumen:

Klugschnacker 14.02.2021 13:31

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1584865)
... der KH Verbrauch (Neudeutsch: VLamax) ...

Nur um der Legendenbildung vorzubeugen: Der Kohlenhydratverbrauch bei einem gegebenen Tempo ist nicht identisch mit der VLamax. Das sind zwei sehr indirekt miteinander gekoppelte Größen. Man kann den Kohlenhydratverbrauch bei einem gegebenen Tempo steigern oder verringern, ohne an der maximalen Laktatbildungsrate etwas zu verändern.
:Blumen:

sabine-g 14.02.2021 13:38

ich habe für alle KT Fans eine Hantelbank und eine Langhantel und 2 Kurzhanteln inkl. Gewichten abzugeben
Ich mach noch Fotos und einen Thread in B/S/T....
Das war zu meiner Zeit bei der ich dachte KT wäre die Lösung um stärker auf dem Rad zu werden, in Wirklichkeit lag die Lösung dann aber doch woanders.

Helmut S 14.02.2021 13:52

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1584894)
Nur um der Legendenbildung vorzubeugen: Der Kohlenhydratverbrauch bei einem gegebenen Tempo ist nicht identisch mit der VLamax.

Das is mir klar. War flapsig formuliert.

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1584894)
Man kann den Kohlenhydratverbrauch bei einem gegebenen Tempo steigern oder verringern, ohne an der maximalen Laktatbildungsrate etwas zu verändern.
:Blumen:

Das allerdings nicht. :o Is ja interessant. Ich will den Thread nicht kapern - haste mal was zu lesen für mich?

Danke :Blumen:

su.pa 14.02.2021 15:40

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1584855)

So ähnlich habe ich es auch meinem ältesten Sohn geraten, der Krafttraining auch regelmäßig in sein sonstiges Training integriert hat und damit (mit dem alten Trainer und meinen gut gemeinten Ratschlägen) auch zweimal Deutscher Meister geworden ist. Geschadet hat das Krafttraining in der Entwicklung von 16-22J muitmaßlich nicht.

Der neue Trainer hält wenig von Krafttraining, so dass Frederic seit etwas über einem Jahr kein Krafttraining mehr betreibt, sondern Kraft nur noch spezifisch auf dem Rad, mit Paddles im Wasser oder in Form von Bergaufläufen trainiert. Der Leistungsentwicklujng, die immer noch bergauf zeigt, hat es bis jetzt nicht geschadet, so dass ich vorläufig nicht ausschließen würde, dass der neue Trainer leistungsphysiologisch betrachtet Recht hat.

Allerdings betreiben viele andere Profitriathleten durchaus regelmäßig Krafttraining. Ich denke, es ist eine Frage, die man individuell beantworten muss. Wer genetisch gute Kraftwerte hat, wenig Probleme mit dem Schwimmen und Radfahren hat und wenig verletzungsanfällig ist, kann evt. auf echtes Krafttraining verzichten. Wer in diesem Bereich Defizite hat, wird echtes Krafttraining (als eins von vielen Trainingselementen) wohl benötigen.

Ich finde das total spannend und man sieht mal wieder, dass viele Wege nach Rom führen.
Als Amateur finde ich es allerdings schwierig selber rauszufinden, was der richtige Weg ist.
Wenn ich davon ausgehe, dass ein Reiz über mehrere Wochen gesetzt werden muss und man merkt dann, dass es für die Tonne war, da kann so eine Saisonvorbereitung auch mal suboptimal verlaufen. Die Zeit zurück drehen kann man ja schlecht.

Nachdem ich auch älter werde und letztes Jahr auch die magische 4 überschritten habe, kommt für mich aber auch immer mehr der Gesundheitsaspekt in den Vordergrund. Scheinbar baut man pro Jahr 1 % Muskelmasse ab und dem kann man mit Krafttraining entgegen wirken. Für mich also ein Grund pro Krafttraining. Ob's mich auch schneller macht, steht auf einem anderen Blatt...

Necon 14.02.2021 15:51

Das von Hafu ist spannend aber eigentlich wäre es spannend zwei Federics zu haben die unterschiedlich trainieren. Nur weil er jetzt ohne Krafttraining schneller wird, stimmt der Schluss nicht, dass er mit nicht gleich schnell wäre oder schneller (natürlich auch langsamer möglich)

handbremse 14.02.2021 16:53

An die, die Ahnung haben, im Gegensart zu mir...ich habe jetzt über Stangenlänge (mind.180 cm?), Aufnahmedurchmesser (50mm?), Haltedurchmesser (<30mm) usw. gelesen, tja, der Markt scheint riesig. WeLche Marke wäre denn eine gute mittlere Qualität? Zu welcher Langhantelstange würdet ihr raten? Danke!

premumski 14.02.2021 17:09

Zitat:

Zitat von handbremse (Beitrag 1584921)
An die, die Ahnung haben, im Gegensart zu mir...ich habe jetzt über Stangenlänge (mind.180 cm?), Aufnahmedurchmesser (50mm?), Haltedurchmesser (<30mm) usw. gelesen, tja, der Markt scheint riesig. WeLche Marke wäre denn eine gute mittlere Qualität? Zu welcher Langhantelstange würdet ihr raten? Danke!

Es gibt zwei verschiedene Aufnahmen für Gewichte. Einmal 30mm und einmal 50mm. 30mm ist eher Homegym und 50mm ist das was man bei Langhanteln typisch im Fitnessstudio findet. Wenn man nicht wirklich viel vor hat und nicht viel Gewicht bewegt reichen eigentlich die 30mm. Wenn man ernsthafter ins Krafttraining einsteigt kommt man an einer 50mm Hantel nicht mehr vorbei, das es nur die in vernünftiger Qualität gibt, die auch mal mehr als 100kg locker wegstecken . Momentan kann man aber froh sein wenn man überhaupt was bekommt und meine Empfehlung ist immer eine 50mm Crossliftingstange zu kaufen, die sind normalerweise nicht zu scharf, langlebig und man kann mit denen alles machen. Ganz klare Empfelung ist Simpleproducts, die bieten so die beste Preis/Leistung. Wenn du mehr ausgeben willst, dann Rogue oder Eleiko. Die haben definitiv die beste Qualität. Gibt aber auch noch einen Haufen andere Anbieter.

Necon 14.02.2021 17:20

Gibt nichts hinzuzufügen.

Versuchen gebraucht zu kaufen
Ich habe meine von einem Crossfit Studio für den Betrieb hat es nicht gereicht. Für 50 Euro gekauft und wird noch 10 Jahre halten

Hafu 14.02.2021 17:22

Zitat:

Zitat von su.pa (Beitrag 1584911)
...
Nachdem ich auch älter werde und letztes Jahr auch die magische 4 überschritten habe, kommt für mich aber auch immer mehr der Gesundheitsaspekt in den Vordergrund. Scheinbar baut man pro Jahr 1 % Muskelmasse ab und dem kann man mit Krafttraining entgegen wirken. Für mich also ein Grund pro Krafttraining. Ob's mich auch schneller macht, steht auf einem anderen Blatt...

Mach' so weiter.:Blumen:
Ich mach ja auch (schon aus Tradition) weiter. Für alternde Sportler macht es meiner Meinung nach schon wegen der vielfältigen hormonellen Effekte auf alle Fälle Sinn.

Ich habe mir letztes Jahr sogarn noch einen Power-Cage und 'ne TrapBar gekauft und das Homegym um einen zusätzlichen Raum erweitert.

Das was im Hochleistungssport gegen echtes Krafttraining spricht (dass man danach am nächsten Tag oft nicht mit hoher Qualität und Intensität trainieren kann) spricht bei Amateuren eher dafür, da man hier zeitlich (wg, beruflicher und familiärer Pflichten) und hinsichtlich der orthopädischen Belastbarkeit ( beim Laufen) ohnehin meist limitiert ist und im Amateurbereich eher bestrebt ist, mit möglichst wenig Trainingsaufwand möglichst viel zu erreichen.

tuben 14.02.2021 19:10

Bei mir steht da eine ganz andere Ziffer... keine 4 :Lachanfall:
Ja, ich tue es, 2-3x pro Woche.
Und ohne KT, die richtige Methode muss jeder für sich finden,
wäre Triathlon für mich gar nicht vorstellbar und wohl auch nicht möglich. :)

Klugschnacker 15.02.2021 07:29

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1584925)
... spricht bei Amateuren eher dafür, da man hier zeitlich (wg, beruflicher und familiärer Pflichten) und hinsichtlich der orthopädischen Belastbarkeit (beim Laufen) ohnehin meist limitiert ist und im Amateurbereich eher bestrebt ist, mit möglichst wenig Trainingsaufwand möglichst viel zu erreichen.

Das wäre für mich noch die Frage, ob man bei Krafttraining von einem hohen Ertrag für die eingesetzte Trainingszeit sprechen kann. Die meisten haben ja keinen Kraftraum zu Hause und müssen für echtes Krafttraining ins Studio gehen. Das kostet ordentlich Zeit.

Ich würde schätzen, dass Triathleten im Durchschnitt etwa 3x pro Woche laufen gehen und dabei im Durchschnitt einen wöchentlichen Laufumfang zwischen 30 und 40 Kilometer schaffen.

Nehmen wir an, dass jemand das aufsplittet und nur 2x pro Woche Laufen geht, 1x pro Woche ins Fitnessstudio tigert und dort Kniebeugen macht. Ein anderer bleibt bei drei Läufen pro Woche. Dann läuft letzterer satte 50% mehr als der Kollege im Fitnessstudio. Woche für Woche. Wenn die beiden bei einem Laufwettkampf gegeneinander antreten, würde ich mein Geld auf den Kerl mit den 3 wöchentlichen Läufen setzen.

Falls das Krafttraining nicht zulasten des Lauftrainings geht, sondern für das Krafttraining eine Schwimmeinheit gestrichen wird, ergibt sich für mich ein ähnliches Bild. Wie oft geht der durchschnittliche Amateur-Triathlet pro Woche schwimmen? Vielleicht 2x? Streicht er eine dieser beiden wöchentlichen Schwimmeinheiten zugunsten des Krafttrainings, dann bleibt ihm eine Schwimmeinheit pro Woche, also vielleicht 3km als Wochenumfang. Ohne Krafttraining würde er doppelt so viel schwimmen. Ob Krafttraining das ausgleichen kann?

Beim Radfahren ist das Bild aus meiner Sicht ähnlich wie beim Laufen. Wenn der Durchschnitt vielleicht 3 Radeinheiten pro Woche macht, sind das wohl zwei Grundlagen- und eine kleine Tempoeinheit. Welche davon will man zugunsten des Krafttrainings streichen?

Oder es werden gar keine Trainingseinheiten gestrichen, sondern das Krafttraining findet zusätzlich statt. Dann ist die Sache einfach, denn mehr Training bringt in aller Regel größere Fortschritte als weniger Training. Ein eigener Kraftraum wie bei Dir ist sicher ideal.

Wegen dieser Überlegungen halte ich das Krafttraining für eine recht individuelle Sache. Für manche ist es gut, für andere hingegen eher nicht. Die positiven Effekte für die Ausdauerleistung sind nach meiner Erfahrung nicht sehr groß, aber immerhin.

Bei älteren Athleten mache ich gute Erfahrungen damit, die häufig anzutreffende Einförmigkeit des Radtrainings zu durchbrechen und variabler zu trainieren. Unsere Zwift-Grouprides sind dafür eine Möglichkeit. Beim Lauftraining funktionieren simple Waldläufe in hügeligem Gelände gut. Solche Maßnahmen würde ich nach meinem aktuellen Erfahrungsschatz über das Krafttraining an Gewichten stellen.

Wenn jemand aus gesundheitlichen Gründen Krafttraining macht, etwa für den Rücken, ist das natürlich etwas anderes. Von Yoga, Pilates und anderen Formen von Bodyweight-Übungen halte ich bei älteren Sportlern und Sportlerinnen viel.
:Blumen:

Hafu 15.02.2021 08:17

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1585030)
...

Du hast sicher Recht, dass das mit dem Krafttraining individuell ist und das der Sinn davon bei Amateuren unbedingt hinterfragt werden muss, wenn dafür aufgrund des zur Verfügung stehenden zeitlichen Budgets eine Schwimm- oder Laufeinheit gestrichen werden muss. Ich bin bei den Grundannahmen schon davon ausgegangen, dass sich das KT mit geringem Aufwand in den sonstigen Alltag integrieren lässt (wenn kein Homegym vorhanden, dann zumindest Kombination mit dem Radtraining, indem man mit dem Rad zum Fitnesstudio fährt und somit schon aufgewärmt dort erscheint und den obligaten CoolDown auf dem Heimweg erledigt.)

Beim Schwimmen sehe ich wegen der komplexen Motorik das Optimum in 3x/ Woche, was meiner Erfahrung nach kaum ein Amateur das Jahr über erreicht (ich auch nicht, selbst ohne Locldown). Erst wenn man die Möglichkeit eine 4. Einheit pro Woche drauf zu packen, würde es für viele Sinn machen, diese 4. Einheit durch KT zu ersetzen.

Laufen lässt sich wegen der minimalen Rüstzeiten viel leichter in den Alltag integrieren (ebenso wie Radfahren), aber der Limiter ist hier (bei den meisten jenseits der 40) die orthopädische Belastbarkeit: bei mehr als 30-40km/ Woche steigt das Verletzungsrisiko. Wenn man diese Wochen-km mit z.B. drei bis vier Einheiten erreicht hat und sich mit dem Zeitbudget noch nicht am oberen Limit bewegt, macht es sehr wohl Sinn, sich zu fragen, ob man noch eine vierte Lauf-Einheit draufpackt, dadurch mutmaßlich schneller läuft, aber auch sein invididuelles Verletzungsrisiko gravierend erhöht, oder ob man diese Zeit nicht besser in einen low-impact-Reiz wie Krafttraining steckt (was den meisten Amateuren hinsichtlich schnellerer Schwimmzeiten und schnellerer Radzeiten helfen würde) .

(Was das Radfahren angeht: dreimal pro Woche halte ich für viel zu wenig, was daran liegt, das ich als Fahrradpendler ganzjährig mindestens 8mal pro Woche auf dem Rad sitze. Radfahren hat den großen Vorteil, dass es motorisch einfach und wenig verletzungsträchtig ist und lockeres Radfahren, das sowieso 80% der Trainingszeit bei ambitionierten Amateuren umfassen sollte, sich problemlos mit Schwimmen oder auch Krafttrainining davor/ danach kombinieren lässt)

BananeToWin 15.02.2021 09:23

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1585036)
lockeres Radfahren, das sowieso 80% der Trainingszeit bei ambitionierten Amateuren umfassen sollte

Da würde ich widersprechen, halte ich für viel zu hoch.


Ich persönlich mache Krafttraining. Über den Sinn und Unsinn hinsichtlich einer möglichen Leistungssteigerung lässt sich streiten. Aber gerade für Amateure, die viel trainieren ist es aus meiner Sicht eine gute Sache. Bringt Abwechslung rein und gibt (zumindest gefühlt) ein bisschen einen anabolen Reiz. Ich fühle mich immer gut danach.

KevJames 15.02.2021 11:25

Zitat:

Zitat von BananeToWin (Beitrag 1585046)
Da würde ich widersprechen, halte ich für viel zu hoch.


80% der Zeit zu hoch bei ambitionierten Amateuren zu hoch? Ich fahre sicher mehr Rad als andere, aber ich habe niemals Wochen unter 10 Stunden, gerne auch mal 15h+. 20% Intensität wären dann gerne mal 3h und mehr. Da halte ich 80% für eher zu niedrig.

Helmut S 15.02.2021 11:35

Zitat:

Zitat von BananeToWin (Beitrag 1585046)
Da würde ich widersprechen, halte ich für viel zu hoch.

Ich denke er meint 80% des Radfahrtrainings. 80% der gesamten Trainingszeit kommt ja praktisch gar nicht hin bei 3x Laufen und 3x Schwimmen. :Blumen:


Ins Studio würde ich year round für KT auch nicht gehen/bezahlen wollen. Das halte ich im Normalfall auch für sehr viel Aufwand. Ein einfacher Langhantelständer und ne LH braucht aber nicht viel Platz. Der passt eigentlich in jedes Zimmer.

:Blumen:

premumski 15.02.2021 11:44

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1585110)
Ins Studio würde ich year round für KT auch nicht gehen/bezahlen wollen. Das halte ich im Normalfall auch für sehr viel Aufwand. Ein einfacher Langhantelständer und ne LH braucht aber nicht viel Platz. Der passt eigentlich in jedes Zimmer.
:Blumen:

In einer Wohnung freuen sich die Nachbarn bestimmt über die morgentliche Kreuzhebesession ;)

Helmut S 15.02.2021 12:12

Zitat:

Zitat von premumski (Beitrag 1585113)
In einer Wohnung freuen sich die Nachbarn bestimmt über die morgentliche Kreuzhebesession ;)

Kann schon sein :Lachen2: Man muss ja aber nicht zwingend die Hantel hinschmeißen, dass es scheppert wie im Studio :Cheese:

Ich hab so Fallschutzmatten untergelegt, dass ist schon mal gut. Genaugenommen habe ich die für den Estrich und den Großen untergelegt. Der is noch jung und übertreibet es manchmal, vor allem trainiert der spät. ;)

Dann gibt es ja solche und solche Verschlüsse. Ich mag die Federverschlüsse gerne, weil die Scheiben schnell zu wechseln gehen - allerdings sind die lauter als die Schraubverschlüsse. Und wenn man das Gewicht kontrollieren kann, dann kann man es auch einigermaßen leise absetzen. Wenn dir natürlich beim heben laute Brummer entfleuchen, kann man wenig machen :Cheese:

:Blumen:

DocTom 25.02.2021 20:32

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1585131)
...Wenn dir natürlich beim heben laute Brummer entfleuchen, kann man wenig machen :Cheese:

:Blumen:

Waschmaschinendämmplatten sollen auch gut was taugen.:Blumen:

Zum Zitat: Miezekatzen, Miezekatzen, Mietzekatzen....
Shit, bekomme das "Hebe-Hantel-Pfurzbild" nicht mehr aus dem Kopf.

You made my day.
T.

Benni1983 28.10.2021 14:00

Sorry, dass ich diesen Tread dafür verwende, aber ich wollte keinen neuen extra auf machen :Lachen2:

Jemand erzählte mir gerade, dass sein Trainer im Krafttraining (vermutlich Crossfit Bude) den Leuten das empfiehlt:

"Atmet beim Krafttraining nur durch die Nase, dass ist wie Höhentraining!"

Es soll sich mehr Co² ansammeln und das Höhentraining simulieren.

Was hat Höhentraining mit Krafttraining zu tun?
Und das ist doch völliger Quatsch oder?

:Lachanfall:

Siebenschwein 28.10.2021 14:34

Zitat:

Zitat von Benni1983 (Beitrag 1630784)
Sorry, dass ich diesen Tread dafür verwende, aber ich wollte keinen neuen extra auf machen :Lachen2:

Jemand erzählte mir gerade, dass sein Trainer im Krafttraining (vermutlich Crossfit Bude) den Leuten das empfiehlt:

"Atmet beim Krafttraining nur durch die Nase, dass ist wie Höhentraining!"

Es soll sich mehr Co² ansammeln und das Höhentraining simulieren.

Was hat Höhentraining mit Krafttraining zu tun?
Und das ist doch völliger Quatsch oder?

:Lachanfall:

Naja, das funktioniert nur, wenn man es ohne Nasenpflaster macht :Lachanfall:
Oder meinte er "Höhenkrafttraining"? Wobei ja zu beachten ist, dass die Gravitationskonstante mit der Entfernung vom Erdmittelpunkt abnimmt... also er auch darauf hinweisen sollte, dass man in der Höhe auch mehr Gewicht auflegen sollte...

(Abgesehen davon, dass es auch noch grammatikalisch falsch ist, falls er das mit "dass" gesagt hat.)

Rälph 28.10.2021 14:41

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Das kommt ganz auf die Nase an!

tridinski 28.10.2021 15:04

wenn man seinen Trainingsansatz immer dahingehend anpasst weil irgendjemand gehört hat dass jemand anderes dies und das gesagt haben soll ... dann bist du schnell beim Sanders-Ansatz und trainierst ständig irgendwas, aber in Summe viel zu wenig konsistent.

Nasenatmung kenne ich vom lockeren Dauerlauf, da mach ich das auch ab und zu, trainiert die Atemmuskulatur, bremst das Tempo ein, schützt vor eiskalter Luft. Mehr als ein netter Randaspekt ist das aber eher nicht.

Beim Krafttraining? Im Maxkraftbereich 2-5 Reps hast du andere Probleme als Nasenatmung, im Hyperthrophiebereich 8-12 Reps solltest du als Triathlet eher selten trainieren weil du ja nicht in größerem Stil Muskelmasse aufbauen willst, bleibt extensives wie zB 4x20 ... kann schon funktionieren, aber ob das jetzt groß was bringt glaub ich nicht.

Spargel 28.10.2021 15:45

Zitat:

Zitat von Benni1983 (Beitrag 1630784)
"Atmet beim Krafttraining nur durch die Nase, dass ist wie Höhentraining!"
Es soll sich mehr Co² ansammeln und das Höhentraining simulieren.
Was hat Höhentraining mit Krafttraining zu tun?
Und das ist doch völliger Quatsch oder?
:Lachanfall:

Quatsch. In der Höhe ist Sauerstoff der limitierende Faktor. Willst du das simulieren trainierst du im Hypoxiezelt. Ist für Krafttraining aber denkbar schlecht, da dadurch die Belastung geringer ausfällt.

Wenn dir das Training zu leicht ist steigere Gewicht, Wdh. und verkürze die Pausen.

Macht genauso wenig Sinn, wie mit Gewichtsweste laufen gehen.

hein 28.10.2021 16:21

Zitat:

Zitat von Benni1983 (Beitrag 1630784)
Sorry, dass ich diesen Tread dafür verwende, aber ich wollte keinen neuen extra auf machen :Lachen2:

Jemand erzählte mir gerade, dass sein Trainer im Krafttraining (vermutlich Crossfit Bude) den Leuten das empfiehlt:

"Atmet beim Krafttraining nur durch die Nase, dass ist wie Höhentraining!"

Es soll sich mehr Co² ansammeln und das Höhentraining simulieren.

Was hat Höhentraining mit Krafttraining zu tun?
Und das ist doch völliger Quatsch oder?

:Lachanfall:

Ich vermute, dass es im Kern um die Wim-Hof-Methode geht: Link

steinhardtass 29.10.2021 08:22

Kraft Training an sich ist schon eine gute Sache. Meine Erfahrung ist aber, dass ich an den Tagen danach gerade eine verlängerte Regenerationsphase benötige. Das wirft mich dann beim Rad - und Lauftraining zurück.

Somit muss ich für mich entscheiden, was wichtiger ist. Da ich kein Profi Athlet bin und nicht direkt nach den Trainingseinheiten der Physio mit Massage auf mich wartet, haben Radfahren und Laufen und deren Trainingsinhalte Vorrang.

Gerade Intervalle beim Laufen finde ich wichtiger, wenn ich diese aber nicht absolvieren kann weil ich Muskelkater habe, bringt mir Krafttraining herzlich wenig für unsere Sportart.


Ich bin immer noch der Meinung, dass es bei Amateure genügend Potenzial gibt. Welcher Amateur schafft es knapp 4:55 Stunden Rad zu fahren und dann noch 3:10 einen Marathon zu laufen? Vom Schwimmen mal abgesehen.

Ich bin der Meinung, dass man diese Leistung auch ohne gezieltes Krafttraining erreichen kann. Geht es darum wirklich die letzten Minuten/Sekunden heraus zu holen wie bei Profi Athleten, kann Krafttraining sinnvoll sein.

Es ist immer ein Abwägen, welchen Vorteil bringt Krafttraining, und welche Nachteile habe ich dadurch bei den anderen Einheiten.

Ich habe herausgefunden, dass eher mal eine Massage sinnvoll sein kann, und bevor man sich mit Krafttraining beschäftigt, lieber auf die Ernährung achten oder Mobilität trainieren, damit man auf dem Zeit - Fahrrad eine bessere Sitzposition einnehmen kann.

Übertrieben gesagt: was bringt dir muskulöse Beine vom Krafttraining, wenn du eine schlechte Sitz - Opposition hast und der Vorteil der Kraft durch die miese Aero Position wieder aufgehoben wird.


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