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Hinterher sagt sich das natürlich immer leicht, aber ich würde von vorneherein mit entsprechender Geschwindigkeit den Berg herunterfahren und wenn es mir zu riskant werden würde auch anhalten und absteigen. So habe ich es zum Teil auch schon gemacht. Es gibt einige Veranstaltungen bei denen es steile Abfahrten zu den Seen gibt, zB. Schömberg. Das ist bei einem Triathlon nichts ungewöhnliches, deshalb muss meiner Meinung nach auch nicht extra daraufhin gewiesen werden. Der richtige Ansatz ist jedoch nicht sich nur mit einer Warnung in der Ausschreibung, die auch nicht von jedem gelesen wird, gegen klagefreudige Anwälte/Teilnehmern abzusichern, sondern den Beuteltransport besser zu organisieren, zB. Erst Abgabe, dann Abfahrt. Wenn der Teilnehmer auf dem Berg steht und sich in dieser saudummen Situation befindet, hat er doch die Gefahr erkannt. Warum geht er dann das Risiko ein und fährt ab? Die eigene Sicherheit ist doch wichtiger wie ein paar Minuten Zeitersparnis. Er geht sofern er die Situation erkannt hat das Risiko bewusst ein und ist deshalb auch selbst Schuld. Auf jeden Fall wünsche ich den gestürzten Athleten gute Besserung. Gruß Martin |
Full ack, Drullse. Eigentlich sieht man die Abfahrt vor sich und wenn es einem dann zu heikel ist, kann man die Tüten von sich werfen, sicher anhalten und sich überlegen, wie man heil runter kommt. Verklagen und recht bekommen wären für mich echt amerikanische Verhältnisse. Sorry, die Abfahrt an sich ist nicht gefährlich, es ist das Fahren mit den Tüten am Lenker, das gefährlich ist. Ich habe mich einmal in der Ebene auf die Weise hingelegt und das tat dermaßen weh, dass ich nicht wieder mit Tüte am Lenker fahre.
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Produkthaftung und die Einführung von Sicherheitsstandarts in Autos beruhen auf der Arbeit von Leuten, die sich mit dem status quo nicht zufrieden geben wollten.
Das hat nichts mit Amerikanisierung des Rechts zu tun, zumal die zugesprochenen Beträge bei uns sehr überschaubar sind. Bei dem was ich aus dem Fred hier weiß, würde ich als Richter 50% der Schuld dem Veranstalter geben. Was meint ihr, wie es dann nächstes Jahr organisiert ist? Jetzt soll mir aber keiner damit kommen, dass die Veranstaltung nächstes Jahr dann nicht mehr stattfindet. Cengiz |
jetzt nehmen wir mal an, ich fahre während dem Jahr, also nicht am Veranstaltungstag dieselbe Strecke ab und hänge mir dazu Tüten an den Lenker, ist dann die Stadt, das Land mitschuld wenn ich stürze?
Ist die Abfahrt am Veranstaltungstag keine öffentliche Straße? |
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Ich könnte noch eine Klage gegen die Straßenbehörde verstehen, wenn da kein Schild steht, obwoh das Gefälle zweistellig ist aber was hat denn der Veranstalter damit zu tun? Gehört dem die Straße? Wohl eher nicht... Und der Weg zum Start gehört IMHO nicht zur Wettkampfstrecke - seit wann ist der Veranstalter dafür verantwortlich was auf dem Weg zum Start (oder nach Hause) passiert? Edit sagt: Turtle war schneller, man sollte nicht nebenbei telefonieren... |
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Cengiz |
Na, zu sehen wird die Abfahrt ja wohl schon gewesen sein und zu Fuß kann man da auch runter. Es gibt schließlich genügend Teilnehmer, die erkannt haben, daß es da was zu transportieren gibt und man Vorkehrungen treffen muß. Und die Tüten können schließlich nicht nur bei ner Abfahrt zum Sturz führen. Solange ein Radfahrer, der nen Schlauch auf nem Radweg sieht, drüberfährt und sich verletzt, keinen Schadensersatz kriegt, seh ich auch hier ohne Kenntnis der Verhältnisse vor Ort keinen Haftungsgrund. Prävention ist ne strafrechtliche Zielrichtung, keine zivilrechtliche und mit Produkthaftung hat das ja nun nix zu tun.
Unabhängig davon muß man 190824 nun wirklich nicht gleich anpuupen. Er hat sich als indirekt Betroffener sehr sachlich und moderat geäußert. Er hat die persönliche Verantwortung nicht abgestritten. Von neunmalklugen Kommentaren hab ich bei ihm nix gelesen. Im Gegenteil: Schaden wird ein deutlicherer Hinweis nicht und eine Antwort des Veranstalters hätte er m.E. schon erwarten können. Bei den eingetretenen Folgen wären unabhängig vom Verschulden zumindest gute Genesungswünsche des Veranstalters auf seine Email auf jeden Fall angezeigt gewesen. Auch mit nem Schildkrötenpanzer sollte man versuchen, locker zu bleiben und sich in den anderen hineinzuversetzen. |
Zitat:
Ich würde zwar nicht so weit gehen, zu klagen, da - es mir zu nervig wäre, - vermutlich wenig dabei raus kommt, - ich nicht davon ausgehe, dass auf Veranstalterseite jemand böswillig gehandelt hat, - ich es doof fände, wenn wegen solcher Klagerisiken Triathlons teurer würden oder gar nicht erst stattfänden. Ansonsten sind wir aber argumentativ in der Tat auf einer Linie. Zitat:
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