Vollständige Version anzeigen : Bike-Hersteller Canyon schlingert.
Arnold ist zurück mit dem Anhänger, wird jetzt alles gut.
D.h. jetzt warten auf Schnäppchen oder kaufen, bevor es nichts mehr gibt?
https://www.manager-magazin.de/unternehmen/canyon-bicycles-chef-canyon-ist-mein-lebenswerk-ich-werde-liefern-a-678d95d5-eead-4d1d-89e7-cc0d0faf61a4?fbclid=IwY2xjawNmscxleHRuA2FlbQEwAGFk aWQAAAY94NH79mJyaWQRMWoxaWxKT0h1V3Y2cFdrRDgBHpXnWR ZIgxKBqmbGkaMruyTHjUFdkTKW-h6pH4JNZAIIt70tqblp8BltfPN8_aem_lxDrkdpe6MNf2pDGeP K7GQ&sara_ecid=soci_pd_VXublH42dbH0ARC2Uv4gUzTmNXWTYx&utm_campaign=6622098876622&utm_content=6862833732622&utm_id=6622098876622&utm_medium=paid&utm_source=fb&utm_term=6860381992622
Michitri
23.10.2025, 10:34
Arnold ist zurück mit dem Anhänger, wird jetzt alles gut.
D.h. jetzt warten auf Schnäppchen oder kaufen, bevor es nichts mehr gibt?
https://www.manager-magazin.de/unternehmen/canyon-bicycles-chef-canyon-ist-mein-lebenswerk-ich-werde-liefern-a-678d95d5-eead-4d1d-89e7-cc0d0faf61a4?fbclid=IwY2xjawNmscxleHRuA2FlbQEwAGFk aWQAAAY94NH79mJyaWQRMWoxaWxKT0h1V3Y2cFdrRDgBHpXnWR ZIgxKBqmbGkaMruyTHjUFdkTKW-h6pH4JNZAIIt70tqblp8BltfPN8_aem_lxDrkdpe6MNf2pDGeP K7GQ&sara_ecid=soci_pd_VXublH42dbH0ARC2Uv4gUzTmNXWTYx&utm_campaign=6622098876622&utm_content=6862833732622&utm_id=6622098876622&utm_medium=paid&utm_source=fb&utm_term=6860381992622
Die Heuschrecke hat Canyon ausgeblutet, Reklamationsquoten kosten auch ne Menge...
An beidem kann Arnold arbeiten.
sybenwurz
23.10.2025, 11:38
D.h. jetzt warten auf Schnäppchen oder kaufen, bevor es nichts mehr gibt?
a) 'Schnäppchen' bedeutete nur, dass Canyon endlich wieder weg von den für nen Versender überzogenen Preise hin zu Kursen, wie im Versenderbereich üblich, käm, ohne
b) Abstriche bei der Service'qualität' machen zu müssen. So unterirdisch wie die eh ist, kann ich mir keine Verschlechterung vorstellen.
Was den ersten Punkt anbelangt, ists zudem per se erstmal interessant, dass die Schieflage trotz der mitm Fachhandel vergleichbaren Preise -aber eben ohne ein komplettes Händlernetz inklusive des Supports dafür und ohne, dass Marge im Fachhandel hängenbliebe- eingetreten ist.
Wobei ich mich jedesmal frage, was die Typen sich dabei denken, wennse ihren Laden an solche Firmen abgeben. Canyon ist ja weissgott nicht das erste Beispiel dafür, dass das mindestens mittel- bis langfristig nicht gut geht.
tridinski
23.10.2025, 11:45
Wobei ich mich jedesmal frage, was die Typen sich dabei denken, wennse ihren Laden an solche Firmen abgeben. Canyon ist ja weissgott nicht das erste Beispiel dafür, dass das mindestens mittel- bis langfristig nicht gut geht.
das ist ja in allen Branchen so, wenn die Leute reinkommen die nur wegen der Kohle da sind und keinerlei Bezug zum Produkt haben
Siebenschwein
23.10.2025, 11:54
das ist ja in allen Branchen so, wenn die Leute reinkommen die nur wegen der Kohle da sind und keinerlei Bezug zum Produkt haben
Das ist auch in allen Branchen so, dass es ein denkbar schlechter Zeitpunkt ist, aggressiv wachsen zu wollen, wenn die gesamte Branche Absatzschwierigkeiten hat.
Aber wem traut das Management denn, wenn der Investor Wachstum sehen will: dem jungen, dynamischen Marketing Manager, der die Verkaufszahlen der Covid-Zeit linear extrapoliert oder dem älteren, vorsichtigen Mitarbeiter, der meint, man sollte eventuell erstmal Zurückhaltung walten lassen, da der Boom nicht nachhaltig war...
tridinski
23.10.2025, 12:08
Das ist auch in allen Branchen so, dass es ein denkbar schlechter Zeitpunkt ist, aggressiv wachsen zu wollen, wenn die gesamte Branche Absatzschwierigkeiten hat.
Aber wem traut das Management denn, wenn der Investor Wachstum sehen will: dem jungen, dynamischen Marketing Manager, der die Verkaufszahlen der Covid-Zeit linear extrapoliert oder dem älteren, vorsichtigen Mitarbeiter, der meint, man sollte eventuell erstmal Zurückhaltung walten lassen, da der Boom nicht nachhaltig war...
Weil sie gierig sind wollen die Investoren natürlich den optimistischen Zahlen hinterherlaufen. Wenn sie Ahnung vom Produkt und dem Markt hätten hätten sie erst gar nicht investiert in der Situation.
Problem ist halt auch dass viel zu viel Geld nach Anlagemöglichkeiten sucht, da wird dann auch hohes Risiko gegangen. "Das Produkt" oder "der Kunde" interessiert da nur am Rande. Dabei wäre genau das für einen nachhaltigen Erfolgskurs zentral. Aber solche Leute wollen kurzfristig mit Horizont "ein paar Jahre" Kohle rausziehen und den Rest dann wieder abstoßen, langfristige Zukunfstperspektive egal.
Wobei ich mich jedesmal frage, was die Typen sich dabei denken, wennse ihren Laden an solche Firmen abgeben. Canyon ist ja weissgott nicht das erste Beispiel dafür, dass das mindestens mittel- bis langfristig nicht gut geht.
Weil es - leider - meistens die einzige Option ist wenn man den Laden nicht gleich dichtmachen will. Sonst gibt es ja selten jemanden der einen Laden übernehmen und weiterführen will. Und wenn es den gibt hat der selten den Ehrgeiz und die Visionen mit der ein Gründer einen Laden aufgebaut hat.
Ich kann dir hier in meiner Ecke locker 10 Firmen die gut gelaufen sind nennen die mangels Nachfolger dicht gemacht haben.
jannjazz
23.10.2025, 13:18
Ist nicht Manuel Neuer als Investor bei Canyon eingestiegen?
Ist nicht Manuel Neuer als Investor bei Canyon eingestiegen?
bei Rad Race (https://www.bike-x.de/blog/manuel-neuer-an-rennrad-firma-beteiligt/) ist er eingestiegen
tridinski
23.10.2025, 14:07
dafür ist Lebron James bei Canyon investiert, schon seit ein paar Jahren
https://www.tour-magazin.de/rennraeder/fahrertyp/profi-rennsport/lebron-james-steigt-bei-canyon-ein-radhersteller-nennt-im-tour-interview-konkretes-ziel-fuer-us-markt/
(bauen die passende Rahmengrößen für 2,06m und 113kg ?)
(bauen die passende Rahmengrößen für 2,06m und 113kg ?)
Er bekommt sicher ein passendes Rad für sein Invest.
Canyon baut ab …..:(
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/fahrradhersteller-canyon-aus-koblenz-baut-stellen-ab-100.html
m.
Canyon baut ab …..:(
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/fahrradhersteller-canyon-aus-koblenz-baut-stellen-ab-100.html
m.
Vorhersehbar. Der Preis eines falschen Wachstumskurses.
Lola rennt
26.01.2026, 10:01
Die könnten auch mal 4-5 Gewindeumdrehungen an der Preisschraube abbauen/entfernen.
StefanW.
26.01.2026, 10:51
....Preisschraube...
https://www.canyon.com/de-ch/athleten-teams/
Für das ganze Sponsoring müssen sie auch ein paar EUR pro Rad einpreisen.
Arnold hat im Interview gesagt, dass er wieder Kosten/Preis in den Fokus der Räder stellen möchte, bissi back-to-the-roots. :)
sabine-g
26.01.2026, 11:18
Die könnten auch mal 4-5 Gewindeumdrehungen an der Preisschraube abbauen/entfernen.
Das hab ich auch gedacht.
Ich war gerade mal im Outlet, Sie sparen 1000€:
Speedmax CFR DI2 (https://www.canyon.com/de-de/rennrad/triathlonrad/speedmax/cfr/speedmax-cfr-di2/3868.html?dwvar_3868_pv_rahmenfarbe=R085_P14)
Kostet aber immer noch 9999€
Und das bei einem Versender.
Arnold hat im Interview gesagt, dass er wieder Kosten/Preis in den Fokus der Räder stellen möchte, bissi back-to-the-roots. :)
Hallöchen,
Gibt es hierzu auch Infos zum Zeitfenster, wann dieses Ziel umgesetzt werden könnte?
Bin nicht Up to date, ob die Listenpreise der Rennräder (Aeroad und Co.) in 2026 bereits etwas mehr geerdet sind als in 2025…
Andererseits sind die Sponsorenverpflichtungen in 2026 fix und dort wird Canyon mittelfristig nicht sparen können.
Aus dem Kopf meine (unvollständige) Canyon-Profi-Radsport-Übersicht für 2026:
Alpecin-Premiertech
Movistar
Canyon/SRAM
Felix-Deceuninck
Dazu noch ein BNL-Development-Team und über einen Einstieg als Ausrüster für ein mögliches Gravel-Profi-Team wurde zumindest 2025 noch spekuliert.
Pro Rennstall gehen da pro Jahr bis zu 5 mio EUR aus dem Canyon-Tresor weg (Material, Bikefitting, vielleicht auch Prämien).
MvdP hebt die Mühlen regelmäßig als Sieger über die Ziellinie und besitzt einen individuellen 10 Jahresvertrag und einem geschätzten Gesamtvolumen von ca. 5 mio (Minimum, könnte auch locker das Doppelte/Dreifache bei anhaltender Erfolgswelle werden).
Meine Bierdeckelrechnung:
Das macht in 2026 einen Mindestwert an „Support“ von einem zweistelligen Millionenbetrag (sagen wir mal 10 mio/Minimum, eher 20 mio+/2026)
Bei geschätzten 40% RR-Anteil am Gesamtumsatz (letzte bekannte Zahl aus 2022 - COVID-19 Pandemiejahr=Rad-Absatz-Rekordjahr - waren knapp 232.000 Räder) sind dies knapp 100.000 RR‘s/TT‘s (realistischer sind wahrscheinlich „nur“ 80.000).
Weil: Der landesweite Absatz aller Bikes in Deutschland 2024 ist um 20% im Vgl. zu 2022 zurückgegangen, das wäre für Canyon quer gerechnet eine Stückzahl von ca. 186.000/Jahr bzw. 74.000 RR/TT.
Canyon verkauft Räder zwischen 2.500 bis weit über 10.000 EUR, wobei der Anteil der „mittelpreisigen“ RR‘s deutlich höher ist als der Anteil der hochpreisigen Bikes.
Nehmen wir als Durchschnitt 5.000 EUR/Rad.
Der „Aufpreis“ durch‘s Sponsoring wären hier eigentlich „nur“ 140-200 EUR/Rennrad, so denn das Sponsoring im Profi-Radsport ausschliesslich durch den Verkauf der Rennräder abgedeckt werden würde.
Ist der Absatz nach dem Covid-Peak noch drastischer abgestürzt, das Sponsoring wiederum stabil oder sogar ausgebaut wurde, erhöht sich der „Aufschlag“ für Hinz&Kunz dann natürlich entsprechend.
No Front against Canyon - Specialized, Cervelo und Co. engagieren sich natürlich in ähnlichem Umfang im Profiradsport und der private Hobbysportler aka Käufer bezahlt seinen Anteil am Sponsoring dort genauso mit (wer mal beim Saison-Abverkauf von Visma war, weiß Bescheid, dass es hier bei weitem nicht nur um 100 Cervelo-Rahmen/Jahr geht…).
Bzgl. Triathlon habe ich keine Ahnung, vermutlich fährt ein Großteil der zweiten Reihe die Canyons ohne weitere, zusätzliche Geldleistungen.
Für Atzen wie Rico Bogen, PL oder Laidlow gibt‘s auf jeden Fall mehr „Support“.
Persönlich finde ich einige Canyon-RR-Modelle saugeil, hatte ja auch bereits Speedmäxe und Aeroad.
Aktuell kommt es für mich allerdings nicht mit in die Top 5 Wunschliste für das N+Einste Bike, zu aggressive Werbung (egal ob bei Google-Suchanfragen oder den Atzen von Rad-Race und deren penetrante „Canyon über alles“-Philosophie), die Hochpreis-Philosophie als Versenderkette und auch unser viel zu kurzes Radsportlerleben, um es bei dem vielfältigen, geilen aktuellen Material zu oft mit derselben Marke zu verplempern.
Ride On!:Blumen:
deralexxx
26.01.2026, 16:43
Glaube nicht nur das Sponsoring drückt da, sondern auch die Schulden, die bei so einer Übernahme ja gerne mal auf die Firma selbst umgewälzt werden.
Michitri
26.01.2026, 18:49
Glaube nicht nur das Sponsoring drückt da, sondern auch die Schulden, die bei so einer Übernahme ja gerne mal auf die Firma selbst umgewälzt werden.
Laut Bundesanzeiger sah das alles noch ganz gut aus..
Aber die Heuschrecken verfolgen ja andere Strategien....Reklamationen sind auch mit einigen Mios beziffert....
Im Sponsoring sind es nicht nur die Team und Profis, da tummeln sich inzwischen auch einige Celebrities die Ihre Runden auf Canyon Bikes drehen.
zB. Andre Schürrle, Kai Pflaume oder der Rennfahrer Laurents Vanthoor wo sogar Canyon als persönlicher Sponsor auf dem Helm auftritt.
wobei ich mir vorstellen kann, das im Sponsoring von Canyon auch die Schaltgruppen und Laufräderhersteller...... ordentlich mit bezahlten.
Im Sponsoring sind es nicht nur die Team und Profis, da tummeln sich inzwischen auch einige Celebrities die Ihre Runden auf Canyon Bikes drehen.
zB. Andre Schürrle, Kai Pflaume oder der Rennfahrer Laurents Vanthoor wo sogar Canyon als persönlicher Sponsor auf dem Helm auftritt.
Meinst du, diese Promis bekommen da viel mehr als 2-3 Räder für umme und ein bisschen Zubehör?
Das ist ja nicht vergleichbar mit Mathieu: Wegen dem holen sich bestimmt viele ein Canyon.
Klugschnacker
27.01.2026, 13:45
Mich würde interessieren, wie groß der Anteil Käufer im unteren, mittleren und hohen Preissegment jeweils ist.
Nach meiner Wahrnehmung sind Rennräder in den letzten Jahren sehr teuer geworden. Der Fertigungsaufwand für aerodynamische Rahmen und Lenker-Vorbau-Kombinationen scheint die Preise nach oben zu treiben. Dazu kommen elektrische Schaltungen und hydraulische Scheibenbremsen, die praktisch Standard sind.
Das ist zweifellos faszinierende Technik – aber sind die Räder vielleicht insgesamt zu teuer geworden? 5000-6000 Euro sind heute Mittelklasse. Ist das möglicherweise eines der Probleme der Bike-Branche? Oder schätze ich das falsch ein?
:8/
Das ist zweifellos faszinierende Technik – aber sind die Räder vielleicht insgesamt zu teuer geworden? 5000-6000 Euro sind heute Mittelklasse. Ist das möglicherweise eines der Probleme der Bike-Branche? Oder schätze ich das falsch ein?
:8/
Ein großer Grund für den Preis ist (neben der Tatsache, dass Rennräder ein exklusives Nischenprodukt sind), die Tatsache, dass kaum noch einer das Rad bar bezahlt,
sondern die Räder überwiegend über Jobleasing rausgehen, wo es dann, insbesondere beim einschlägigen Klientel (Mittelstand) nicht auf 20 € im Monat ankommt, was beim Endpreis locker 1500 € sind.
Es wird das verlangt, was bezahlt wird, nicht (nur) der Fertigungsaufwand.
Ein großer Grund für den Preis ist (neben der Tatsache, dass Rennräder ein exklusives Nischenprodukt sind), die Tatsache, dass kaum noch einer das Rad bar bezahlt,
sondern die Räder überwiegend über Jobleasing rausgehen, wo es dann, insbesondere beim einschlägigen Klientel (Mittelstand) nicht auf 20 € im Monat ankommt, was beim Endpreis locker 1500 € sind.
Es wird das verlangt, was bezahlt wird, nicht (nur) der Fertigungsaufwand.
Wäre aber nur für DE gültig. Rad-Leasing ist weltweit nicht sehr verbreitet, oder?
Ich habe das Gefühl, dass es ein immer mehr gefragtes Hobby für besser Betuchte ist. Da machen 2-3k EUR nicht den Unterschied.
Ist wie Sportwagen fahren, nur mit Sport. :Lachen2:
Meinst du, diese Promis bekommen da viel mehr als 2-3 Räder für umme und ein bisschen Zubehör?
Das ist ja nicht vergleichbar mit Mathieu: Wegen dem holen sich bestimmt viele ein Canyon.
Zumindest bei der Pflaume scheinenes ja zumindest schon mehr als die 2-3 Räder gewesen zu sein. Und bei Zabel und weiß ich noch wem steht auch für jedes Video ein neues Rad da.
Reichweite wird halt wohl gern bezahlt
Wäre aber nur für DE gültig. Rad-Leasing ist weltweit nicht sehr verbreitet, oder?
Wenn man sieht wie es den Leasing Anbieter in DE so geht vielleicht bei uns auch bald nicht mehr so :Cheese:
Siebenschwein
27.01.2026, 15:47
Ich habe das Gefühl, dass es ein immer mehr gefragtes Hobby für besser Betuchte ist. Da machen 2-3k EUR nicht den Unterschied.
Das sehe ich anders. Man will ja wachsen. Die Anzahl derer, die ohne mit der Wimper zu zucken mal fünf oder mehr grosse Scheine auf den Tisch blättern für ihr Hobbygerät - und das aller fünf, sechs Jahre - ist begrenzt. Wenn man neue Käufer ansprechen will, sind das dann eben entweder Leute, die nicht die Kohle haben oder Neueinsteiger, die meistens auch erstmal weiter unten kaufen, weil sie zuerst schauen wollen, ob das neue Hobby überhaupt was für sie ist. Und damit ist eben das Wachsumspotential erstmal begrenzt. Hinzu kommt, dass ab einem gewissen Preis viele Kunden auch ein gewisses Prestige bei der Marke erwarten. Da sehe ich Canyon mit seinem Versandhandelsmodell auch nicht gleichauf mit anderen Luxusmarken. Wer 10k auf den Kopp haut, will vielleicht auch vom Händler ein wenig gebauchpinselt werden und bei nem Espresso die Lenkerbandfarbe und auswählen. Und jemanden haben, an den man sich wenden kann, wenn es mal knarzt.
Wer 10k auf den Kopp haut, will vielleicht auch vom Händler ein wenig gebauchpinselt werden und bei nem Espresso die Lenkerbandfarbe und auswählen. Und jemanden haben, an den man sich wenden kann, wenn es mal knarzt.
Genau das hat Canyon doch 2024-2025 versucht umzusetzen :Huhu:
Wäre aber nur für DE gültig. Rad-Leasing ist weltweit nicht sehr verbreitet, oder?
Zumindest ChatGPT meint, dass in anderen Ländern die Radpreise auch weniger stark gestiegen sind. Ob das stimmt müsste man mal tiefer eruieren.
Es erscheint mir aber plausibel.
Und Leasing ist ja auch nicht der alleine Grund. Lieferketten, Corona usw sind andere.
sabine-g
27.01.2026, 16:38
Genau das hat Canyon doch 2024-2025 versucht umzusetzen :
Ist der Espresso empfehlenswert ?
Ah ok, interessant.
Vielleicht polarisiert sich auch das Angebot: Sehr günstige Einsteiger-Räder und sehr teure Race-Maschinen.
Als ich mir das Video über Neu-Vorstellungen auf der letzten Radmesse (https://www.youtube.com/watch?v=AcaBxChEt4Y)angeschaut habe, war dieser Trend so abgebildet. Man hat sogar wieder Alu-Räder mit günstigen Schaltgruppen im Angebot.
Und Ultegra-Räder kosten mittlerweile auch schon knapp 10k.
sabine-g
27.01.2026, 17:00
Und Ultegra-Räder kosten mittlerweile auch schon knapp 10k.
Die einzigen Unterschiede beim TT zwischen Ultegra und Dura Ace sind:
Kurbel
Schaltwerk
Bremssattel
und noch Verschleißteile: Kette, Kassette, Bremsscheiben
Ich weiß nicht ob ich dafür 2000€ Aufpreis zahlen würde, funktional ist das zu 100% identisch, der Gewichtsvorteil liegt vielleicht bei 100g
Wäre aber nur für DE gültig. Rad-Leasing ist weltweit nicht sehr verbreitet, oder?
Ich habe das Gefühl, dass es ein immer mehr gefragtes Hobby für besser Betuchte ist. Da machen 2-3k EUR nicht den Unterschied.
Ist wie Sportwagen fahren, nur mit Sport. :Lachen2:
Kommt drauf an. Das Beste Material gibt es immer ganz vorne und ganz hinten im Feld :Cheese:
Vielleicht polarisiert sich auch das Angebot: Sehr günstige Einsteiger-Räder und sehr teure Race-Maschinen.
Hmm, also wenn ich in meiner Ecke auf die Straße gucke ist das Einsteiger-Rad nicht mehr existent. Die Männer mit Geld und Bauch in der Midlife-Crisis fahren die teuren Rennräder, das Einstiegssegment hat sich fast völlig Richtung Gravel-Rad verschoben.
Manchmal ist aber auch die Frage ob man um jeden Preis wachsen muss oder ob man nicht von der finanzstarken Klientel die alle paar Jahre ein paar Scheine mehr für Carbon auf den Tisch legt auch sehr gut leben kann. Triathleten sind eher finanzstark und wenn man anguckt wie viele es alleine in D gibt keine so kleine Nische. Zumal die meisten auch noch mehr als ein Rad haben.
Also ich investiere definitiv lieber in Carbon als Gold :cool: :Lachanfall:
sybenwurz
27.01.2026, 20:53
Vielleicht sollte die Menschheit einfach mal wieder den Kopp einschalten und überlegen, welchen Gegenwert für 10 Mille sie wo bekommen.
(Zumals ja mit dem nackerten Fahrrad dann auch noch lange nicht getan ist)
Ein Motorrad, und da kriegt man fürs gleiche Geld schon was recht schnittiges, macht schon auch Spass, n gebrauchter Camper bietet unheimlich viel Freizeitwert oder man kriegt schon ziiieemlich viele Skitage für die Kohle zusammen.
Was im Gegensatz dazu an einem Fahrrad für 10k€ dran sein soll, kapier ich seit Jahren schon nicht und auch nicht erst seit fünfstellige Preisschilder eher die Regel als ne Ausnahme sind.
Es sind ja auch nicht nur die Rennräder, die angezogen haben und wo man n bissl Exotik und technische Finessen in die Waagschale werfen könnte und über die allgemeine Preissteigerung geht diese preisliche Entgleisung auch deutlich hinaus.
Das ist halt ein generelles Problem, wenns nicht mehr um einen reellen Gegenwert für nen Preis X geht, sondern nur noch um nen monatlichen Abschlag mit nur nem indirekten Zusammenhang mit der Zahl aufm Preisschild.
Nen Porsche ist halt auch nur ein Auto das einen von A nach B bringt. :confused:
Im Hobbybereich wo man auch mehr Geld investiert ist das das eine. Wenn ich mein Canyon vom letzten Jahr mal vergleiche mit meinem Cannondale von 2008, beide so obere Mittelklasse, jeweils Ultregra, gute Aero-Laufräder ... dann ist der Preisanstieg irgendwo noch normal. 16 Jahre auf 3% Inflation sind 60% drauf, die Relation passt.
Prozentual viel krasser finde ich die unteren Preissegmente. So ein einfaches Endurance-Rennrad mit 105er (ggf. DI2) gegen ein Einsteigerrennrad vor 16 Jahren, da steht locker mehr als das Doppelte bei vielen Herstellern. Und das kann ich nicht mit einer Scheibenbremse oder elektronischer Schaltung begründen, das sind in der Klasse immer noch günstige massengefertigte Teile, keine vollintegrierten Cockpits oder supderuper Aerorahmen mit hunderten Stunden Entwicklung oder Windkanal.
Wenn ich gucke was ich vor Corona für mein Gravel bezahlt habe und was ich heute für ein gleichwertiges Rad bezahlen muss, Trainingsschlorre, Einstelgerklasse ... alter Falter, das hat nichts mehr mit Inflation oder Preissteigerung zu tun, das ist völlig abgedreht wenn man vergleicht dass in der gleichen Zeit sich die Preise im hochpreisigen Segment nur wenig erhöht haben.
Riegelfress0r
27.01.2026, 21:46
Die einzigen Unterschiede beim TT zwischen Ultegra und Dura Ace sind:
Bremssattel
Das stimmt so nicht, denn die TT-Bremsschalthebel für die Di2 (diese ***9180) gibt es nur als Dura-Ace und nicht auch als Ultegra, als Set haben die dann auch Dura-Ace-Bremssättel. So stattet Canyon auch die Ultegra-Speedmäxe mit DA-Bremsen aus, siehe Ausstattungsdetailliste.
sabine-g
27.01.2026, 21:47
Das stimmt so nicht, denn die TT-Bremsschalthebel für die Di2 (diese ***9180) gibt es nur als Dura-Ace und nicht auch als Ultegra, als Set haben die dann auch Dura-Ace-Bremssättel. So stattet Canyon auch die Ultegra-Speedmäxe mit DA-Bremsen aus, siehe Ausstattungsdetailliste.
Dann gibt es ja noch weniger Unterschiede
Michitri
28.01.2026, 08:53
Wir schauen uns gerade nen E-Auto an, da sind wir beim gleichen Preis bei dem neuen Dacia Spring...das wird letztlich komplett mein Standing für eine neues Bike zerstören....
Siebenschwein
28.01.2026, 09:15
Wir schauen uns gerade nen E-Auto an, da sind wir beim gleichen Preis bei dem neuen Dacia Spring...das wird letztlich komplett mein Standing für eine neues Bike zerstören....
Abgesehen davon, dass "Auto" sächlich ist, würde ich in einer solchen Diskussion immer die Folgekosten herausstreichen - das Rad braucht halt keinen Strom und keine teure Wartung, ausserdem ist der gesundheitliche Effekt des Radfahrens jedem Auto überlegen. Und böse gesagt, ist die Reichweite des Rades sicher höher als die des Spring.
Aber schlussendlich ist so eine Diskussion nur zu verlieren, also am besten gar nicht aufkommen lassen :)
Habe gerade mal die Canyon Seite durchgeschaut. Ist interessant, was preislich da abgeht, wenn man ein paar Jahre Abstand zu dem Thema hatte. Es gibt nur noch ein einziges Alurennrad, wenn ich das richtig sehe und das ist kagge. Der Bereich, aus dem Canyon einst kam, ist praktisch tot.
Würde ich mir wieder ein Rennrad zulegen, dann würde ich zum Klassiker von Radon greifen, das R1 105. Hand aufs Herz - 99% der Leute hier im Forum brauchen nicht mehr.
Ich sehe es genau so:
Vielleicht sollte die Menschheit einfach mal wieder den Kopp einschalten und überlegen, welchen Gegenwert für 10 Mille sie wo bekommen.
Vielleicht sollte die Menschheit einfach mal wieder den Kopp einschalten und überlegen, welchen Gegenwert für 10 Mille sie wo bekommen.
Ok du hast Recht 10 Mille sind übertrieben, 6 Mille sind aber angemessen :cool:
Hab ich mir im Sommer gegönnt und bin seit dem gut 6000 km damit gefahren.
Für mich ist es das wert.
Für 6 Mille bekomm ich im übrigen 30 Skitage, das Rad fahre ich aber wahrscheinlich
6 Jahre, 60.000 km, 2400 Stunden Spaß.
Schwarzfahrer
28.01.2026, 11:02
Ok du hast Recht 10 Mille sind übertrieben, 6 Mille sind aber angemessen :cool:
Hab ich mir im Sommer gegönnt und bin seit dem gut 6000 km damit gefahren.
Für mich ist es das wert.
Für 6 Mille bekomm ich im übrigen 30 Skitage, das Rad fahre ich aber wahrscheinlich
6 Jahre, 60.000 km, 2400 Stunden Spaß.
Ich finde, der Vergleich mit Skifahren hilft nicht weiter; das Verhältnis war schon immer so; Skifahren bedingt ausser Ausrüstung Liftkosten, Unterkunft, u.a.m.. Fürs Rennradfahren zahle ich nicht mal Steuern.
Die Frage, wie ich Sybenwurz verstehe ist, welchen Mehrwert an "Spaß" die Räder für 10k oder 6k gegenüber z.B. meinem alten 2006-er Kuota Kalibur (gebraucht für 2,8 k) bieten - ist das im Verhältnis? Objektiv dürfte es schwer begründbar sein, außer vielleicht für Top-Athleten, deren Erfolg an wenigen Watt Unterschied hängt. Andererseits sind solche Anschaffungen natürlich höchst subjektiv und brauchen keine Begründung.
Müssige Diskussion über „Mehrwert“ von besserem Material, weil völlig individuell.
Es ist ein Hobby, es sind Emotionen im Spiel.
sybenwurz
28.01.2026, 12:44
... würde ich in einer solchen Diskussion immer die Folgekosten herausstreichen - das Rad braucht halt keinen Strom und keine teure Wartung, ...
Nu, dann bezieh mal noch den Nutzwert beider Fahrzeuge für die Familiengemeinschaft mit ein.
Andererseits sind solche Anschaffungen natürlich höchst subjektiv und brauchen keine Begründung.
Naja, ich sehe im Kreise einer Lebensgemeinschaft schon Erklärungs- bzw. Begründungsbedarf, dass ich ein deppertes Fahrrad für 10 Mille brauch (womit beim Triathlon ja noch bei weitem nicht Schluss ist).
Inklusive aller Kompensationskäufe, um die Holde auf jeden Fall, vielleicht aber auch noch Kinder ruhigzustellen, nähern wir uns finanziell da ja bereits einem Schwarzen Loch.
Siebenschwein
28.01.2026, 13:00
...
Naja, ich sehe im Kreise einer Lebensgemeinschaft schon Erklärungs- bzw. Begründungsbedarf, dass ich ein deppertes Fahrrad für 10 Mille brauch (womit beim Triathlon ja noch bei weitem nicht Schluss ist)....
Ich persönlich bin für mich absolut Deiner Meinung. Ich weiss aber, dass die finanziellen Realitäten individuell sehr unterschiedlich sein können. Das finanzielle schwarze Loch einer alleinverdienenden Mutter, die im Drogeriemarkt an der Kasse arbeitet, mag seinen Rand schon bei 300€ haben - während der Geschäftsführer eines Mittelständlers einen Teil seines wohlverdienten Bonus' von mehreren Zehntausend vielleicht als Kompensation seiner Überstunden in ein Colnago mit Paintbrush und Super Record ausgeben will - einfach weil er es kann und denkt, dass er sich das jetzt verdient hat. BRAUCHEN tut er das objektiv natürlich nicht. Seine Zahnarztgattin in Gütertrennung wird den Teufel tun, ihm das auszureden, auch weil sie sich letztes Jahr das Audi-Cabrio geleistet hat, obwohl der 5er, den sie sonst fährt, auch erst zwei Jahre alt war.
Die absoluiten Wahrheiten sind hier, finde ich., falsch am Platz. Wobei es sicher hilft, mal einen Blick über dne Tellerrand zu werfen. Wer die Chance hat, mal einen indischen Slum zu besuchen, wird bei solchen Summen eventuell schneller nachdenklich als jemand, der nur die Goldküste am Zürichsee und vom Urlaub St. Moritz und die Malediven kennt.
Klugschnacker
28.01.2026, 13:17
Müssige Diskussion über „Mehrwert“ von besserem Material, weil völlig individuell. Es ist ein Hobby, es sind Emotionen im Spiel.
Das ist natürlich richtig. Wer sich High-End-Material kaufen kann und will, soll das tun. Dagegen ist aus meiner Sicht nichts einzuwenden.
Wir diskutieren hier über die wirtschaftlichen Probleme der Fahrradindustrie, speziell bei Canyon. Bei der Analyse der möglichen Ursachen stoße ich auf die hohen Preise bei Rennrädern, selbst in der Mittelklasse (Ultegra/Force).
Die Leute bei Canyon verstehen zweifellos mehr davon als ich. Sie wissen vermutlich genau, in welchen Preissegmenten sie ihre Räder platzieren müssen.
Ich vermisse eine Auswahl an Rennrädern zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Ein solider Alurahmen, Alufelgen und Felgenbremsen auf Ultegra-Niveau haben mir stets gereicht und würden mit auch weiterhin reichen. Es gibt diese Räder auch heute noch zu kaufen, aber sie sind meistens so lieblos zusammengestellt, dass man sich nicht in sie verlieben kann.
Wir hatten doch früher alle solche Räder, mit einfacher Technik und mehr Individualität. Hat uns da irgend etwas gefehlt, außer vielleicht breitere Reifen?
Ich meine das nicht als Kritik an den heutigen High-End- oder Mittelklasse-Bikes zwischen 6.000 und 10.000 Euro. Das sind in der Regel wirklich gute Bikes. Doch der Preisbereich von 2.000 bis 3.000 Euro hat an Charme stark eingebüßt. Wie seht Ihr das?
:Blumen:
Nu, dann bezieh mal noch den Nutzwert beider Fahrzeuge für die Familiengemeinschaft mit ein.
Naja, ich sehe im Kreise einer Lebensgemeinschaft schon Erklärungs- bzw. Begründungsbedarf, dass ich ein deppertes Fahrrad für 10 Mille brauch (womit beim Triathlon ja noch bei weitem nicht Schluss ist).
Inklusive aller Kompensationskäufe, um die Holde auf jeden Fall, vielleicht aber auch noch Kinder ruhigzustellen, nähern wir uns finanziell da ja bereits einem Schwarzen Loch.
Achtung Ironie: Der Triathlet/in ist mit dem Fahrrad gut gelaunt, fährt er/sie einen Dacia Spring, ärgert er sich jeden Tag, dass er einen Dacia Spring fahren muss, alle 150km an die Ladesäule muss, wo er 60 Cent für die kWh bezahlt und nicht Fahrradfahren darf. Monate- bzw. jahrelange schlechte Laune führen schließlich zu einer Scheidung der Ehe, die schnell mal 50k kostet.
Damit sind die Folgekosten des Dacia Spring um mindestens das 50-fach höher (das Geld für den Ladestrom kann der Triathlet mit Fahrrad aber ohne Dacia Spring in Startgebühren umsetzen (somit auch auf der Fahrradseite Folgekosten vorhanden).
Ergo: Das Rad ist das deutlich bessere Investment, der Nutzwerz für die Familie zumindest Langfristig deutlich höher. Ironie aus…
Ich beteilige mich schon lange nicht mehr an diesem Preisirrsinn. Mein TT hat letztes Jahr ne neue Scheibe und ein neues Vorderrad für 1000€ bekommen, vor 5 Jahren bin ich von mechanisch auf elektrische Schaltung geupgradet. Der Rahmen geht jetzt dann in die 9. Saison, nachdem der Rahmen davor bei nem Unfall ein Totalschaden war.
Mein Rennrad ist genauso alt und wird jetzt dann mal gegen einen Gravelrahmen ausgetauscht, alle Komponenten werden übernommen. Beide Räder zusammen haben inklusive aller Upgrades am Triathlonrad weniger als 7000€ gekostet und ich bin auch einer derer, die für 40km/h nur um die 200W brauchen.
Wenn man ein bisschen selbst schrauben kann und ein wenig clever im Sale einkauft, tritt man für deutlich unter 8k (für alle 3 Disziplinen inkl. Neo und Carbon-Superschuhen) mit absolutem Spitzenmaterial an.
Klar 8000€ ist auch ne Menge Geld, aber wenn man das Zeug dann 8 Jahre nutzt und die Stunden, die man jährlich damit trainiert, wettkämpft und Spaß hat, dürfte es auf die Stunde gerechnet im Centbereich liegen.
Ich kenne genug Leute die 80€ im Monat fürs Fitnesstudio ausgeben und dann 1x in der Woche hingehen.
Die zahlen pro Stunde deutlich mehr.
Das ist natürlich richtig. Wer sich High-End-Material kaufen kann und will, soll das tun. Dagegen ist aus meiner Sicht nichts einzuwenden.
Wir diskutieren hier über die wirtschaftlichen Probleme der Fahrradindustrie, speziell bei Canyon. Bei der Analyse der möglichen Ursachen stoße ich auf die hohen Preise bei Rennrädern, selbst in der Mittelklasse (Ultegra/Force).
Die Leute bei Canyon verstehen zweifellos mehr davon als ich. Sie wissen vermutlich genau, in welchen Preissegmenten sie ihre Räder platzieren müssen.
Ich vermisse eine Auswahl an Rennrädern zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Ein solider Alurahmen, Alufelgen und Felgenbremsen auf Ultegra-Niveau haben mir stets gereicht und würden mit auch weiterhin reichen. Es gibt diese Räder auch heute noch zu kaufen, aber sie sind meistens so lieblos zusammengestellt, dass man sich nicht in sie verlieben kann.
Wir hatten doch früher alle solche Räder, mit einfacher Technik und mehr Individualität. Hat uns da irgend etwas gefehlt, außer vielleicht breitere Reifen?
Ich meine das nicht als Kritik an den heutigen High-End- oder Mittelklasse-Bikes zwischen 6.000 und 10.000 Euro. Das sind in der Regel wirklich gute Bikes. Doch der Preisbereich von 2.000 bis 3.000 Euro hat an Charme stark eingebüßt. Wie seht Ihr das?
:Blumen:
Da stimme ich komplett zu und ich verstehe nicht, warum dieser Bereich komplett von den Herstellern ignoriert wird.
Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: In dem Segment könnte es sogar eine mechanische Scheibenbremse sein.
Gerade für Einsteiger ist das die simpler zu wartende Technik, bei gleichzeitig allen Vorteilen der Scheibenbremse und dem sogar fehlenden Nachteil des Fadings beim Überhitzen, falls ein ungeübter Dauerbremser doch mal in etwas bergigeren Regionen unterwegs ist.
Das könnte ich als Hersteller ohne große Eigenentwicklung in Auftrag geben, wodurch die HK und FK inkl. Nebenkosten pro Rad unter 1000€ liegen können. Somit kann ich ne Gewinnmarge bei einem VK von 2500€ von etwa 50% als Hersteller erzielen. (Direktvertrieb sogar noch höher oder eben niedriger VK.)
deralexxx
28.01.2026, 14:01
Das ist natürlich richtig. Wer sich High-End-Material kaufen kann und will, soll das tun. Dagegen ist aus meiner Sicht nichts einzuwenden.
Wir diskutieren hier über die wirtschaftlichen Probleme der Fahrradindustrie, speziell bei Canyon. Bei der Analyse der möglichen Ursachen stoße ich auf die hohen Preise bei Rennrädern, selbst in der Mittelklasse (Ultegra/Force).
Die Leute bei Canyon verstehen zweifellos mehr davon als ich. Sie wissen vermutlich genau, in welchen Preissegmenten sie ihre Räder platzieren müssen.
Ich vermisse eine Auswahl an Rennrädern zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Ein solider Alurahmen, Alufelgen und Felgenbremsen auf Ultegra-Niveau haben mir stets gereicht und würden mit auch weiterhin reichen. Es gibt diese Räder auch heute noch zu kaufen, aber sie sind meistens so lieblos zusammengestellt, dass man sich nicht in sie verlieben kann.
Wir hatten doch früher alle solche Räder, mit einfacher Technik und mehr Individualität. Hat uns da irgend etwas gefehlt, außer vielleicht breitere Reifen?
Ich meine das nicht als Kritik an den heutigen High-End- oder Mittelklasse-Bikes zwischen 6.000 und 10.000 Euro. Das sind in der Regel wirklich gute Bikes. Doch der Preisbereich von 2.000 bis 3.000 Euro hat an Charme stark eingebüßt. Wie seht Ihr das?
:Blumen:
Für 2500 bekommt man aktuell bei Rose ein Carbon E-Rennrad mit 105er Gruppe. Keine Ahnung warum man ohne Motor bei Canyon das Doppelte zahlen sollte.
sabine-g
28.01.2026, 14:03
Ich vermisse eine Auswahl an Rennrädern zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Ein solider Alurahmen, Alufelgen und Felgenbremsen auf Ultegra-Niveau haben mir stets gereicht und würden mit auch weiterhin reichen. Es gibt diese Räder auch heute noch zu kaufen,
Carbon für 2999 (https://www.bike-discount.de/de/radon-vaillant-8.0-1)
https://www.bike-discount.de/media/91/09/be/1745241264/h-s_website_vorlage_stage_2025_vaillant_8-0.jpg
oder als nicht Aero für 2499 (https://www.bike-discount.de/de/radon-spire-8.0-1)
https://www.bike-discount.de/media/27/ab/de/1755538921/h-s_website_vorlage_stage_2025_spire_8-0.jpg
und vom Urlaub St. Moritz
In St. Moritz hab ich im Dezember den billigsten Skiurlaub seit 20 Jahren gehabt :cool:
Tipps per PN, wer Interesse hat. (Oder wenn ihr Bitte, Bitte sagt, auch hier) :Cheese:
Ich vermisse eine Auswahl an Rennrädern zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Ein solider Alurahmen, Alufelgen und Felgenbremsen auf Ultegra-Niveau haben mir stets gereicht und würden mit auch weiterhin reichen. Es gibt diese Räder auch heute noch zu kaufen, aber sie sind meistens so lieblos zusammengestellt, dass man sich nicht in sie verlieben kann.
Die Preise fange bei Canyon für das Endurace bei 1099 € an.
Dass man für den Preis kein Rad bekommt, was einen anmacht wie ein Ferrari, darüber sollte man nicht diskutieren. Was daran lieblos zusammengestellt ist, weiß ich nicht.
Für 2-3 k bekommst du ein sehr gutes Rad bei Canyon, über das keiner meckern kann.
Ansonsten um mal einen Altbundespräsidenten abgewandelt zu zitieren: Ich liebe nicht mein Fahrrad, sondern meine Frau! :Blumen: :liebe053:
Klugschnacker
28.01.2026, 14:24
oder als nicht Aero für 2499 (https://www.bike-discount.de/de/radon-spire-8.0-1)
https://www.bike-discount.de/media/27/ab/de/1755538921/h-s_website_vorlage_stage_2025_spire_8-0.jpg
Ja, das ist doch mal was. Ob die elektronische Schaltgruppe sein muss, könnte man aus meiner Sicht noch debattieren. Und ob es so scheiße lackiert sein muss. Positiv finde ich jedenfalls, dass es nicht die übliche Rentnter-Geometrie dieser Preisklasse hat, und dass für das Foto der Sattel höher ist als der Lenker.
X S 1 C H T
28.01.2026, 15:14
Man bekommt doch für deutlich unter 6k ein absolut brauchbares RR welches auch noch gut aussieht. Vielleicht nicht gerade für 2k aber zwischen 3-4k gibt es doch mehr als genug.
Ja, das ist doch mal was. Ob die elektronische Schaltgruppe sein muss, könnte man aus meiner Sicht noch debattieren. Und ob es so scheiße lackiert sein muss. Positiv finde ich jedenfalls, dass es nicht die übliche Rentnter-Geometrie dieser Preisklasse hat, und dass für das Foto der Sattel höher ist als der Lenker.
Mit der Aussage der Rentner-Geometrie scheinst du aber die letzten 2 Jahre verschlafen zu haben. Der Trend eines extrem kurzen Steuerrohrs mit Long and Low ist mittlerweile komplett überholt.
Ein modernes Rennrad (insbesondere Aero-Rennrad) kommt mit Sitzwinkel eines ehemaligen TT daher und einem Steuerrohr eines Endurance-Bikes vor 10 Jahren.
Gibt ja auch diverse Test dazu. Zu dem Thema aus meiner Sicht besonders empfehlenswert, weil auch stellenweise echt unterhaltsam ist Arne Peters YouTube Kanal. Der startet gerade eine eigene Fahrradmarke mit einem Aerorahmen, der das von mir beschriebene Prinzip auf die Spitze treibt.
ich finde das CUBE Attain C:62 SLT 2026 für 2999€ auch absolut fair bzgl. Preis-Leistung. Wer bei Canyon kauft muss sich halt bewusst sein dass er einen Marken-Aufpreis zahlt
Foto:
https://multicycle.b-cdn.net/stage/wp-content/uploads/4054571501691-2-cube-attain-c62-2026-carbon-n-coalchrome.webp?width=1200&quality=100&format=auto
Ausstattung:
https://multicycle.de/cube/fahrraeder/rennraeder/attain/cube-attain-c62-slt-2026?color=carbon-n-coalchrome
Klugschnacker
28.01.2026, 16:07
Mit der Aussage der Rentner-Geometrie scheinst du aber die letzten 2 Jahre verschlafen zu haben.
Kann sein – ich bekomme wenig mit vom Sport. Hier und da ein Bröckchen. Das meiste verschlafe ich wohl.
Antracis
28.01.2026, 16:08
Ich vermisse eine Auswahl an Rennrädern zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Ein solider Alurahmen, Alufelgen und Felgenbremsen auf Ultegra-Niveau haben mir stets gereicht und würden mit auch weiterhin reichen.
….
Ich meine das nicht als Kritik an den heutigen High-End- oder Mittelklasse-Bikes zwischen 6.000 und 10.000 Euro. Das sind in der Regel wirklich gute Bikes. Doch der Preisbereich von 2.000 bis 3.000 Euro hat an Charme stark eingebüßt. Wie seht Ihr das?
:Blumen:
Ich glaube, Du überschätzt möglicherweise aus Deiner Perspektive den Markt für diese spezielle Gruppe an Rädern zu diesem Preis.
Meine Wahrnehmung ist, dass viele Käufer:
- entweder das gleiche Rad wie die Profis fahren möchten ( und dann auch gerne bezahlen)
- oder eins möchten, dass ähnlich professionell ist/wirkt/aussieht
Wer das Geld nicht hat oder nicht ausgeben möchte, kauft dann ein Bulls für unter 1000€ mit einer Gruppe unterhalb 105er. Das hat keinen Charme, aber ist billig. Der Käufer hat aber nicht Deine Ansprüche.
Meiner Einschätzung nach ist dieses Mittelsegment nicht so gefragt, weil viel über sehr billig geht oder es darf halt /muss halt viel kosten. :Blumen:
Klugschnacker
28.01.2026, 16:18
ich finde das CUBE Attain C:62 SLT 2026 für 2999€ auch absolut fair bzgl. Preis-Leistung. Wer bei Canyon kauft muss sich halt bewusst sein dass er einen Marken-Aufpreis zahlt
Foto:
https://multicycle.b-cdn.net/stage/wp-content/uploads/4054571501691-2-cube-attain-c62-2026-carbon-n-coalchrome.webp?width=1200&quality=100&format=auto
Das ist offenbar Geschmacksache. :Blumen:
Für meine persönliche Sicht ist es eher ein Negativbeispiel (no offense). Einerseits eine Geometrie wie ein Hollandrad, andererseits aerodynamisches Gedöns wie eine innenliegende Sattelklemmung, durch’s Lenkrohr verlegte Züge und 62er Aerowheels. Dazu optisch das Charisma eines Bleistifts.
tandem65
28.01.2026, 20:10
Das ist offenbar Geschmacksache. :Blumen:
Für meine persönliche Sicht ist es eher ein Negativbeispiel (no offense). Einerseits eine Geometrie wie ein Hollandrad, andererseits aerodynamisches Gedöns wie eine innenliegende Sattelklemmung, durch’s Lenkrohr verlegte Züge und 62er Aerowheels. Dazu optisch das Charisma eines Bleistifts.
Immerhin in schickem leuchtschwarz. Dir kann man es aber auch nicht recht machen.:Lachen2:
Hab als RR ein Rose Pro SL mit Alurahmen, solider 105er Schaltung und Felgenbremsen.
Macht bei jeder Ausfahrt mit den Kumpels Spaß und reicht völlig, es hat mich auch schon 2x durch Rad am Ring gebracht :-)
Wie gesagt, es ist Hobby und da darf man auch Leidenschaftlich sein und wer es sich leisten kann, der soll seinen Spaß haben.
Gibt genug Menschen, die würden überhaupt kein Geld für ein RR ausgeben oder halten die Startgebühren für Ironman-Veranstaltung für absolut wahnwitzig.
Mir dagegen machen meine alten Räder überhaupt keinen Spass mehr. Ich will elektronisch, Scheibenbremsen, breite Reifen usw. gar nicht mehr missen.
Habe hier noch ein altes Cervelo Soloist, top ausgestattet (alles Carbon, SRAM Red, 6.8kg), stehen, ist nur noch Ausstellungsstück. Fahre mittlerweile ein Cervelo Calendonia mit SRAM Red, macht richtig Bock.
Klugschnacker
29.01.2026, 11:35
Wie gesagt, es ist Hobby und da darf man auch Leidenschaftlich sein und wer es sich leisten kann, der soll seinen Spaß haben.
Natürlich! Selbstverständlich! :Blumen:
Mir geht es eher um die Preisentwicklung der Bike-Branche insgesamt, sowie um Canyon als einen der größten Hersteller. Wenn ein Rad der Mittelklasse heute 5.000 - 7.000 Euro kostet, ist das doch eine bemerkenswerte Entwicklung. Da fliegt so mancher Konsument aus der Kurve.
Ich könnte mir vorstellen, dass der Rennrad-Branche ein kleiner Richtungswechsel gut täte. "Keep it pure and simpel" könnte so ein Trend heißen. Der aktuelle Trend, der den Radsportlern das alleralleraerodynamischste Rennrad nahelegt (plus wadenhohe Aerosocken und ein hautenges Trikot) geht an den tatsächlichen Bedürfnissen einer großen Zielgruppe vorbei, meine ich. Den meisten Rennradlern ist die Aerodynamik ihres Rennradrahmens oder Lenkers ziemlich wumpe. Es ist nach meiner Überzeugung der Look, die Mode, der Trend, der solche Räder sexy macht.
Wir haben bereits andere Trends erlebt. Der letzte Trend war der der Leichtgewichts-Fetischisten und wurde vom aktuellen Aero-Trend abgelöst. Die Räder kratzten damals an der 6 Kilo-Marke; Hans-Christian Smolik wurde als klassische Gottheit verehrt. In Deutschland und den USA gab es als Sonderform den Stiffness-to-weight-Fetisch mit Principia oder Klein – wer hat damals nicht von einem Klein Quantum Pro geträumt? Davor lag die Ära der italienischen Rahmenbauer, in der es viel um Emotion ging. Ein verchromter Hinterbau und schön geschmiedete Muffen waren in den Magazinen ein ganzseitiges Foto wert. Das ästhetische Niveau dieser Zeit ist nie wieder erreicht worden. Ganz kurz gab es auch damals bereits einen Aero-Trend, der sich aber nicht durchsetzte.
Wer weiß, was nach dem aktuellen Aero-Trend kommt? Ich nicht. Vielleicht werden die Bikes wieder einfacher und günstiger.
sybenwurz
29.01.2026, 11:45
...Die Räder kratzten damals an der 6 Kilo-Marke; Hans-Christian Smolik ...
Smolik kratzte meiner Erinnerung nach eher an der Sub 4kg-Marke.
Klugschnacker
29.01.2026, 11:57
Smolik kratzte meiner Erinnerung nach eher an der Sub 4kg-Marke.
Ja, aber nicht bei Serienrädern.
Siebenschwein
29.01.2026, 12:03
Smolik kratzte meiner Erinnerung nach eher an der Sub 4kg-Marke.
Ja, aber kommerziell war sowas nicht verfügbar, das waren reine Prototypen, soweit ich mit erinnere. Aber zugegebenermassen faszinierend.
Schlussendlich können einem die Rennradhersteller schon ein wenig leid tun. Was sollen sie denn tun, wenn sich eigentlich an der Technik über die Jahre nur inkrementell etwas ändert? Der Nutzwert meines 2004er Canyon Scandium mit 3x9 Ultegra (und Smolik Komponenten :) ) ist nicht wirklich geringer als eines neuen Rades mit Scheibenbremsen und Aeropipapo. Klar sieht das bei Leuten, die Rennen fahren, sicher anders aus, aber für die Sonntagsnachmittagsrunde ist das alles komplett irrelevant.
Trotzdem muss die Industrie irgendwie ständig neue Räder in den Markt drücken, sie können ja nicht sagen "Wir machen jetzt drei Jahre ein Neurad-Moratorium".Wenn die Anzahl nicht wächst, versucht man eben, mehr Umsatz über höhere Preise zu machen. Und versucht den Leuten einzureden, dass die neueste Generation irgendwie revolutionär besser als das Vorgängermodell sei - das aber angeblich auch schon revolutionär besser als das davor revolutionär Bessere usw usf.
Ob ich das alles mitmache und jede Hipster-Scheisse mit in meiner Wahrnehmung völlig überteuerten Klamotten und Rädern nachmachen muss, ist ja am Ende meine private Entscheidung.
Klugschnacker
29.01.2026, 12:10
... jede Hipster-Scheisse ....
So würde ich das aus meiner Sicht nicht bezeichnen. Es sind halt Trends, welche die jeweiligen Entwicklungsziele beeinflussen.
Antracis
29.01.2026, 12:36
Ich könnte mir vorstellen, dass der Rennrad-Branche ein kleiner Richtungswechsel gut täte. "Keep it pure and simpel" könnte so ein Trend heißen. Der aktuelle Trend, der den Radsportlern das alleralleraerodynamischste Rennrad nahelegt (plus wadenhohe Aerosocken und ein hautenges Trikot) geht an den tatsächlichen Bedürfnissen einer großen Zielgruppe vorbei, meine ich.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Zielgruppe wirklich so groß ist oder präziser formuliert: Ob das wirklich die kaufrelevante Gruppe ist. Du beschreibst ja im Prinzip Räder, die Du selbst gerne (wieder) kaufen würdest und bist nach allem, was ich so weiß, ja eher der Alptraum des ambitionierten Radverkäufers:
Du kauft sehr selten, fährst Räder sehr lange, bist preissensibel. Es reichen 85-90% Performance für 60-70% des Preises statt 15k Raumschiff.
Der immer relevantere Markt rekrutiert sich meines Wissens nach aber seit 10-15 Jahren zunehmend aus einer Gruppe 35-55 jähriger gute verdienender Freizeitfahrer (oft ohne jegliche Wettkampfambition!) ohne Schrauber-Sozalisation.
Für die ist ein 6K kein Mittelklasserad, sondern ein Rad, was alles kann und trotzdem „State of the Art“ ist und die Kaufkraft haben die und kaufen dann auch nich das Gravelbike für 3-5k zwei Jahre später.
Die ganzen integrierten Carboncarbonplattformen sind auch aus Herstellersicht sicher gut skalierbar, haben hohe Margen und eine gute Produktstory.
Ein Top-Alubike mit mechanischer Ultegra ist mittlerweile technischer eher teuer zu produzieren für geringe Margen und für eine Gruppe, die vielleicht kn der Communitylaut aber eher klein ist.
Die Probleme der Radbranche liegen doch in der Postcorona-Zeit eher bei teils sehr unrealistischem Wachstum, Überkapazitäten, Kapitalbindung und gewisser Marktsättigung.
Das man an der Zielgruppe vorbeientwickelt hat und damit das Ruder herumreissen könnte, glaube ich nicht.
PS: Mein erstes Rennrad hab ich mir vor knapp 8 Jahren gekauft, damals ein CAAD12 mit mechanischer Ultegra für 1299€ und Felgenbremse. War ein Top Rad.
Siebenschwein
29.01.2026, 12:36
So würde ich das aus meiner Sicht nicht bezeichnen. Es sind halt Trends, welche die jeweiligen Entwicklungsziele beeinflussen.
Jo, bezog sich mehr auf die Klamotten. Bei Rädern ist speziell Canyon weit enfternt davon, in diese Kategorie zu fallen.
Klugschnacker
29.01.2026, 12:46
Wenn ich eine KI danach befrage, liegt der Schwerpunkt der tatsächlich gekauften Rennräder bei 3.000 Euro.
Antracis
29.01.2026, 12:53
Wenn ich eine KI danach befrage, liegt der Schwerpunkt der tatsächlich gekauften Rennräder bei 3.000 Euro.
Meine KI sagt:
Ja, die meisten Räder werden um 3.000 € verkauft.
Aber das ist der Absatzschwerpunkt, nicht der Innovations- oder Gewinnschwerpunkt.
Hersteller optimieren auf Marge, Skalierung und Markenwirkung .
Aber wir wollen ja jetzt kein KI-Battle, ich hab leider auch sonst zu wenig Ahnung von dem Thema. :Blumen:
Ich glaube, ich schreib mal wieder was übers schwimmen.:Cheese:
sybenwurz
29.01.2026, 14:29
Die ganzen integrierten Carboncarbonplattformen sind auch aus Herstellersicht sicher gut skalierbar, haben hohe Margen und eine gute Produktstory.
Ein Top-Alubike mit mechanischer Ultegra ist mittlerweile technischer eher teuer zu produzieren für geringe Margen und für eine Gruppe, die vielleicht kn der Communitylaut aber eher klein ist.
Ich denke nicht, dass die Preisentwicklung eine Frage des Rahmenmaterials ist.
Will meinen, dass es sowohl mit Alu wie auch Stahl möglich wäre, ein preiswürdiges Bike anzubieten. Grad abseits von Leichtbau kriegste nen Carbonrahmen genauso teuer oder billig zusammengeleimt wie nen Alurahmen grob zusammengeschweisst.
Und im gewichtssensiblen Bereich machts eh keinen Sinn mehr, über was anderes als Carbon nachzudenken, auch Titan spielt da eher keine ernstzunehmende Rolle.
Was ich wichtig fand, ich kam als Laie auf diese Bühne und wollte ein Rad haben, andem ich selber "Schrauben lernen" kann ohne dabei viel kaputt zu machen.
An meinem Rose hab ich gelernt eine Schaltung einzustellen, diverse Teile ( Räder, Reifen, Kette etc ) zu wechseln oder banal ein neuen Lenkerband anzubringen.
Was dabei in diesem Lernprozeß inkl. KH besuche und genähten Finger alles schief gegangen ist, dies ist eine Geschichte für sich...
Generell bin ich aber der Meinung ein Umdenken wäre für die Branche nicht schlecht, aber das wird nicht passieren. Der Großteil der Konsumenten möchte immer das SOTA haben.
Regelt das nicht gerade der Markt?
Wenn die Räder wirklich zu teuer werden, kauft sie niemand mehr und jemand anderes beginnt günstigere Räder anzubieten. Niemand muss die teueren Räder kaufen, es ist ja nur ein Hobby. :Blumen:
Manche bezahlen tausende von EUR für eine Briefmarke, die 2EUR Portowert hat. Und ich bin sicher, der Käufer ist glücklich damit.
slo-down
29.01.2026, 16:50
Haben wir doch schon, schau dir Cube und Canyon an.
Wenn ich zwei Räder vergleiche bekomme ich bei Cube einfach "mehr" als beim anderen.
Und wenn man noch in Betracht zieht, dass Cube auf lokalen Handel setzt macht es das ganze noch absurder.
Wer weiß, was nach dem aktuellen Aero-Trend kommt? Ich nicht. Vielleicht werden die Bikes wieder einfacher und günstiger.
Der Gewichtsjagd damals hat die UCI ein Ende gesetzt; 6,8kg und das wars dann. Und auch jetzt sehen Rennräder ja nur so aus, inwieweit die UCI das erlaubt, d.h. es sind halt blank geleckte, flache Diamantrahmen.
Vielleicht kommt ja irgendwann der Schritt zurück und es dürfen nur Rundrohre im WK gefahren werden oder so was. Ich fände das natürlich tiptop.
sybenwurz
30.01.2026, 09:31
Haben wir doch schon, schau dir Cube und Canyon an.
Wenn ich zwei Räder vergleiche bekomme ich bei Cube einfach "mehr" als beim anderen.
Naja, optisch vielleicht, technisch steckt bei Canyon sicherlich mehr Eigenentwicklung drin und die reichen nicht einfach n paar gemalte Entwürfe an die Chinesen und schreiben dazu 'macht mal!'.
Der Preis kommt ja nicht von ungefähr oder daher, dass die einfach gute Kerle sind, die für jede Rodel n paar Hunderter weniger einstecken.
Und wie ichs schon lange sage, musste es als Versender auch erstmal hinkriegen was Canyon geschafft hat, nämlich Fachhandelspreise für Versenderkisten bezahlt zu kriegen.
Hat halt nur scheinbar nix genutzt, wenn jetzt die Kohle knapp ist;- irgendwo muss die durchs Umgehen des Fachhandels und dem Vertrieb dafür eingesparte Knöse ja versickert sein.
Wenns daran liegt, dass die Muttergesellschaft die Kohle abgezogen hat, sollts ja kein sturkturelles Problem sein und der Drops wär nachm nächsten Geschäftsjahr wieder gelutscht.
jannjazz
30.01.2026, 09:42
Und wie ichs schon lange sage, musste es als Versender auch erstmal hinkriegen was Canyon geschafft hat, nämlich Fachhandelspreise für Versenderkisten bezahlt zu kriegen.
…und trotzdem wurde nie Geld verdient. Der große Schiedsrichter „Markt“ wurde ja hier schon bemüht.
Microsash
30.01.2026, 10:08
Paar minuten Internetz und dann ist doch ganz schnell erklärt, wieso das nicht mehr läuft.
Spontan auf Canyon rumgeklickt kostet so n Aerodings 10500 (!) eur mit DA . Lokales Geschäft hier in Freiburg fahr ich nacher hin und bekomme für 8999 ein S-Works Tarmac statt knapp 14k.
Michitri
30.01.2026, 10:28
Naja, optisch vielleicht, technisch steckt bei Canyon sicherlich mehr Eigenentwicklung drin und die reichen nicht einfach n paar gemalte Entwürfe an die Chinesen und schreiben dazu 'macht mal!'.
Der Preis kommt ja nicht von ungefähr oder daher, dass die einfach gute Kerle sind, die für jede Rodel n paar Hunderter weniger einstecken.
Und wie ichs schon lange sage, musste es als Versender auch erstmal hinkriegen was Canyon geschafft hat, nämlich Fachhandelspreise für Versenderkisten bezahlt zu kriegen.
Hat halt nur scheinbar nix genutzt, wenn jetzt die Kohle knapp ist;- irgendwo muss die durchs Umgehen des Fachhandels und dem Vertrieb dafür eingesparte Knöse ja versickert sein.
Wenns daran liegt, dass die Muttergesellschaft die Kohle abgezogen hat, sollts ja kein sturkturelles Problem sein und der Drops wär nachm nächsten Geschäftsjahr wieder gelutscht.
DAs die Kohle knapp ist wird wo genau explizit nachgewiesen? Vielleicht ist die Heuschrecke mit der Rendite nicht zufrieden, wird sie aber auch nie sein...
Meiner Meinung nach viel Rauch um nichts....
Andag007
30.01.2026, 10:30
DAs die Kohle knapp ist wird wo genau explizit nachgewiesen? Vielleicht ist die Heuschrecke mit der Rendite nicht zufrieden, wird sie aber auch nie sein...
Meiner Meinung nach viel Rauch um nichts....
Das sehen die rund 300 freigestellten Mitarbeiter sicher anders
sybenwurz
30.01.2026, 10:53
...rund 300 freigestellte Mitarbeiter...
Das ist natürlich auch so n Punkt.
Wenn ich nicht selbst produziere sondern die Kisten, wie ich sie aus China krieg, nur weiterreiche, wo hab ich dann wieso 300Leute über und was haben die bis dahin gemacht?
…und trotzdem wurde nie Geld verdient. Der große Schiedsrichter „Markt“ wurde ja hier schon bemüht.
Das meine ich ja. Wenn andere trotz Kosten für ein Zwischenhandelsnetz und ggf. noch günstigeren Bikes über die Runden kommen, wo landet dann die durch den Direktvertrieb eingesparte Knete?
Siebenschwein
30.01.2026, 10:57
Das ist natürlich auch so n Punkt.
Wenn ich nicht selbst produziere sondern die Kisten, wie ich sie aus China krieg, nur weiterreiche, wo hab ich dann wieso 300Leute über und was haben die bis dahin gemacht?
...
Telefonsex und Maaaaketing?
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