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Alt 07.12.2020, 09:01   #1
phonofreund
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Registriert seit: 28.12.2007
Beiträge: 1.833
Amanal Petros

Ein Marathon entscheidet sich erst auf den letzten Kilometern. Aber was überhaupt möglich ist, das wird oft schon früh deutlich. Beim Marathon in Valencia waren erst fünf Kilometer absolviert, da setzte Amanal Petros die im Sport so berühmte Duftmarke: Fünf Kilometer lief der 25-Jährige in 14:52 Minuten, er lief an der Seite der besten Läufer mit. »Als ich die Zwischenzeit gesehen habe, war ich kurz vor dem Herzstillstand«, sagte Petros' Trainer Tono Kirschbaum bei leichtathletik.de.Amanal Petros, das weiß man nun, ist in jenem Rennen nie eingebrochen. So couragiert wie er diesen Marathon begonnen hat, so entschlossen brachte er ihn zu Ende – nach 2:07:18 Stunden überquerte Petros die Ziellinie. Das ergibt einen Schnitt von 3:01 Minuten pro Kilometer. Der von Arne Gabius im Jahr 2015 aufgestellte deutsche Rekord, 2:08:33 Stunden, er wurde von Petros weggepustet. Und das erst bei seinem zweiten Marathonstart überhaupt.
Die Laufkarriere des Amanal Petros ist noch eine junge. Offiziell soll sie zwar schon mit kleineren Laufwettbewerben in Äthiopien begonnen haben, wohin der in Eritrea geborene Petros im Alter von zwei Jahren mit seiner Mutter geflüchtet war. Doch wirklich professionell wurde sie erst ab 2012. In jenem Jahr war Petros nach Deutschland gekommen, geflüchtet vor dem Bürgerkrieg in Äthiopien. Er kam allein, an einem Tag im Januar landete der damals 16-Jährige in Frankfurt, draußen soll es kalt gewesen sein und Petros trug lediglich ein T-Shirt. Etwas Wärmeres hatte er nicht dabei.
»Ich fühlte mich einsam und hatte Langweile«, sagte Petros einmal über die Anfangszeit in Deutschland in einem Flüchtlingsheim in Bielefeld. Petros entschied sich, jeden Tag laufen zu gehen. Er glaubte, so schnell Anschluss finden zu können. »Der Sport hat es mir nicht nur erleichtert, die Sprache zu lernen. Die Kontakte mit den Deutschen waren auch wichtig, um Mentalität und Kultur zu verstehen«, hatte Petros damals gesagt.

Was in den Jahren danach folgte, mag an ein Märchen erinnern: Petros' Lauftalent wurde in Bielefeld schnell erkannt, er wurde gefördert, gewann diverse deutsche Meistertitel, triumphierte bei Junioren-Europameisterschaften. Er wurde in die Sportfördergruppe der Bundeswehr aufgenommen und ist seit 2015 deutscher Staatsbürger. Petros ist nun einer der Stars der deutschen Leichtathletik.

Aus dem Spiegel von heute morgen.
phonofreund ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2020, 12:19   #2
NiklasD
Ist alles so schön bunt hier!
 
Registriert seit: 13.12.2018
Beiträge: 38
Zitat:
Zitat von phonofreund Beitrag anzeigen
Ein Marathon entscheidet sich erst auf den letzten Kilometern. Aber was überhaupt möglich ist, das wird oft schon früh deutlich. Beim Marathon in Valencia waren erst fünf Kilometer absolviert, da setzte Amanal Petros die im Sport so berühmte Duftmarke: Fünf Kilometer lief der 25-Jährige in 14:52 Minuten, er lief an der Seite der besten Läufer mit. »Als ich die Zwischenzeit gesehen habe, war ich kurz vor dem Herzstillstand«, sagte Petros' Trainer Tono Kirschbaum bei leichtathletik.de.Amanal Petros, das weiß man nun, ist in jenem Rennen nie eingebrochen. So couragiert wie er diesen Marathon begonnen hat, so entschlossen brachte er ihn zu Ende – nach 2:07:18 Stunden überquerte Petros die Ziellinie. Das ergibt einen Schnitt von 3:01 Minuten pro Kilometer. Der von Arne Gabius im Jahr 2015 aufgestellte deutsche Rekord, 2:08:33 Stunden, er wurde von Petros weggepustet. Und das erst bei seinem zweiten Marathonstart überhaupt.
Die Laufkarriere des Amanal Petros ist noch eine junge. Offiziell soll sie zwar schon mit kleineren Laufwettbewerben in Äthiopien begonnen haben, wohin der in Eritrea geborene Petros im Alter von zwei Jahren mit seiner Mutter geflüchtet war. Doch wirklich professionell wurde sie erst ab 2012. In jenem Jahr war Petros nach Deutschland gekommen, geflüchtet vor dem Bürgerkrieg in Äthiopien. Er kam allein, an einem Tag im Januar landete der damals 16-Jährige in Frankfurt, draußen soll es kalt gewesen sein und Petros trug lediglich ein T-Shirt. Etwas Wärmeres hatte er nicht dabei.
»Ich fühlte mich einsam und hatte Langweile«, sagte Petros einmal über die Anfangszeit in Deutschland in einem Flüchtlingsheim in Bielefeld. Petros entschied sich, jeden Tag laufen zu gehen. Er glaubte, so schnell Anschluss finden zu können. »Der Sport hat es mir nicht nur erleichtert, die Sprache zu lernen. Die Kontakte mit den Deutschen waren auch wichtig, um Mentalität und Kultur zu verstehen«, hatte Petros damals gesagt.

Was in den Jahren danach folgte, mag an ein Märchen erinnern: Petros' Lauftalent wurde in Bielefeld schnell erkannt, er wurde gefördert, gewann diverse deutsche Meistertitel, triumphierte bei Junioren-Europameisterschaften. Er wurde in die Sportfördergruppe der Bundeswehr aufgenommen und ist seit 2015 deutscher Staatsbürger. Petros ist nun einer der Stars der deutschen Leichtathletik.

Aus dem Spiegel von heute morgen.
Toller Athlet. Ich meine im Runnersworld Magazin gab es im Frühjahr auch quasi eine Homestory über ihn. Müsste zu Beginn der "Coronazeit" im März/April gewesen sein. Bin gespannt, was die nächsten Jahre von ihm noch kommt. Mit 25 Jahren noch ziemlich jung und eigentlich war der Marathon schon im letzten Jahr eher nur ein Ausflug auf die längere Distanz
NiklasD ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2020, 12:28   #3
flachy
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Benutzerbild von flachy
 
Registriert seit: 02.08.2007
Ort: Lausitz
Beiträge: 1.817
Zitat:
Zitat von NiklasD Beitrag anzeigen
Toller Athlet. Ich meine im Runnersworld Magazin gab es im Frühjahr auch quasi eine Homestory über ihn. Müsste zu Beginn der "Coronazeit" im März/April gewesen sein. Bin gespannt, was die nächsten Jahre von ihm noch kommt. Mit 25 Jahren noch ziemlich jung und eigentlich war der Marathon schon im letzten Jahr eher nur ein Ausflug auf die längere Distanz
Jan Fitschen hatte Amanal im August in seinem Podcast - neben seinem Podcast mit Mocki mein Favorit.
https://anchor.fm/laufenisteinfach/e...ager-12-eifeev

Er erzählt unter anderem, wie er nach Deutschland und danach hier wieder zurück zum Laufen kam (eigentlich wollte er ja in Deutschland Fußballstar werden, sehr lustige Geschichte).
Da ist bei Amanal auch der Coach Tono teilweise mit dabei - geile Stories vom ersten Marathon (2:10), als der Athlet einfach mal seine individuelle Laufverpflegung "vergessen hatte" vor dem Start abzugeben.
Der Coach versuchte dann, parallel zum Rennen die Pullen mit dem E-Scooter (damals noch eine Runde durch valencia) zu verteilen. Klappte auch nicht, weil Batterie alle war. Da hat der Athlet dann einfach das Wasser der Volksläufer genommen - einfach mal reinhören - ist echt kurzweilig!
__________________
The person in you screams NO, the athlete in you says GO - Project Sub9
flachy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2020, 13:25   #4
hein
Szenekenner
 
Registriert seit: 10.01.2017
Beiträge: 122
Zitat:
Zitat von flachy Beitrag anzeigen
Da ist bei Amanal auch der Coach Tono teilweise mit dabei - geile Stories vom ersten Marathon (2:10), als der Athlet einfach mal seine individuelle Laufverpflegung "vergessen hatte" vor dem Start abzugeben.
Der Coach versuchte dann, parallel zum Rennen die Pullen mit dem E-Scooter (damals noch eine Runde durch valencia) zu verteilen. Klappte auch nicht, weil Batterie alle war. Da hat der Athlet dann einfach das Wasser der Volksläufer genommen - einfach mal reinhören - ist echt kurzweilig!
Und dabei ist er doch zu Wattenscheid gewechselt, weil ihm dort ein professionelles Umfeld geboten wird...
Der Sprung in die Weltspitze ist ihm übrigens bei einem Wald- und Wiesenverein gelungen.
hein ist offline   Mit Zitat antworten
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