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Alt 25.05.2021, 15:24   #33
LidlRacer
Szenekenner
 
Benutzerbild von LidlRacer
 
Registriert seit: 01.02.2008
Beiträge: 16.133
Aufschlussreicher Artikel inkl. Bericht eines Teilnehmers, der wohl nur knapp überlebt hat:
Known as China’s “Easiest Marathon 100km Cross-Country Race” has become a death track, 21 runners unfortunately died

Diese Karte aus der Wikipedia zeigt die Lage der Katastrophenzone:

https://zh.wikipedia.org/wiki/%E9%BB...%8B% E6%95%85

Höhenprofil hab ich nicht gefunden.
Der im Artikel genannte höchste Punkt in der Gegend mit 3017 m liegt nicht auf der Strecke.
Tiefster Punkt ist am gelben Fluss mit 1480 m.
Von da aus ging es wohl 1000 Hm rauf zum Checkpoint 3, also ca. bis 2500 m.
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Alt 25.05.2021, 20:05   #34
Siebenschwein
Szenekenner
 
Registriert seit: 24.06.2019
Ort: Zürič
Beiträge: 580
Ich weiss, dass das an der Wettersituation nichts geändert hätte - aber schon die Tatsache, dass der Veranstalter den Start nicht bei Sonnenaufgang macht, damit das Gros der Teilnehmer die Chance hat, bei Tageslicht zu finishen, zeigt ja, dass es offensichtlich andere Prioritäten als die Sicherheit der Teilnehmer gab.
Und wenn diese Mentalität beim Veranstalter schon mal Einzug gehalten hat, würde ich auch bei der Reaktion auf den Wetterumschwung eine gewisse Inkonsequenz nicht ausschliessen.
Ich hoffe, dass man wenigstens draus lernt.
__________________
Wenn Ihr alle die Zeit, die Ihr hier im Forum vertüdelt, fürs Training nutzen würdet...
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Alt 25.05.2021, 21:03   #35
sybenwurz
triathlon-szene.de Autor
 
Benutzerbild von sybenwurz
 
Registriert seit: 05.01.2007
Ort: Puy la Clavette
Beiträge: 35.766
Zitat:
Zitat von qbz Beitrag anzeigen
Für den Zweck standen offenbar keine Hubschrauber in Bereitschaft wie bei uns in den Alpen.
Da muss nix heissen.
Ich bin sicher, wenn Helis hätten fliegen können, hätte man in der Zeit, inder man 1000 (anderswo stand 1200) Hilfskräfte und Retter organisieren kann, auch den ein oder anderen Hubschrauber auftreiben können.
Ist wie bei uns in den Alpen auch, wo einige das Denken haben, 'ich bin beim DAV, wenn irgendwas ist, kommt der Heli und holt mich'.
Ist aber nicht so.
Erstens gibts Triage, also wenn der beim Verkehrsunfall um die Ecke nen Schwerverletzten abholen kann, fliegt er dorthin und nicht aufn Berg zu jemand, der noch selber anrufen konnte, und zweitens, wenns Wetter nicht mitspielt (und darauf deutete in China ja einiges hin) oder schlicht auch dunkel wird (und kein für Nachtflug ausgerüsteter Hubschrauber zur Verfügung steht), bleibt er am Boden und es steigen ein paar meiner Kollegen zu Fuss auf.

Bei den Bedingungen wie geschildert, von Jetzt auf Gleich 15-20° weniger und knapp über Null, nass im leichten Wams bei Sturm und ohne Bewegung unter nen Felsvorsprung gekauert, gehts rapide mit der Gesundheit bergab.
Wie an anderer Stelle mehrfach geschrieben, brauchts dazu nichtmal ne Extremaktion.
Sturz mitm MTB im nicht grad Hochsommer irgendwo im Wald;- man liegt locker ne Stunde verletzt da rum ehe ein Notarzt oder Sanitäter auch nur in die Nähe kommen, dito beim Laufen mal fix den Knöchel verstaucht. Erstens kühlt man verletzt auch unter ansonsten als angenehm empfundenen Bedingungen schnell aus, wenn man zuvor noch geschwitzt hat und zweitens dauerts einfach mit der Rettung.
Da reicht hier ein Mittelgebirge mit mildem Jahresdurchschnitt ne Kleinigkeit und plötzlich stehts Spitze auf Knopf.

Was das für ne Veranstaltung mit >100 Leuten heisst, wenn die Kagge _richtig_ am Dampfen ist, kann sich jede/r selbst ausrechnen, wenn die Retter nur zu Fuss ausschwärmen und einsammeln können, wen und wo sie finden.
'Gefunden' bedeutet ja noch lang nicht gerettet und alles Hilfsmaterial, trockene Sachen, Decken etc. muss alles auch per pedes hintransportiert werden.
Ne Bergrettungstrage beispielsweise, um jemanden abtransportieren zu können, bedeutet in Bayern zwei Retter, die haben dann aber ausser dem Ding noch nix weiter dabei. Keine Medizin, kein Garnix.
Das sind erstmal nur die Träger vom groben Gerät.
Auf Garmisch übertragen mags 4, vielleicht sogar 5 so Dinger geben, rechnen wir Ehrwald dazu und Grainau, macht unterm Strich 50 Retter und die bringen dann in zig Stunden 15 Leute runter (oder wenn sie (die Retter) Glück haben, vielleicht auch nur zur Bahn, wo andere sie übernehmen).
Nur mal so grob zur Einordnung...
__________________
Wie weiß die Singerei?
sybenwurz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.2021, 21:11   #36
qbz
Szenekenner
 
Benutzerbild von qbz
 
Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 7.149
Zitat:
Zitat von sybenwurz Beitrag anzeigen
Da muss nix heissen.
Ich bin sicher, wenn Helis hätten fliegen können, hätte man in der Zeit, inder man 1000 (anderswo stand 1200) Hilfskräfte und Retter organisieren kann, auch den ein oder anderen Hubschrauber auftreiben können.
......
Vielleicht waren die Winde zu stark? Ich kam auf die Hellis, weil nach den Berichten auch mit Drohnen und Wärmesensoren das Gelände abgesucht worden ist.
qbz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.2021, 21:19   #37
sybenwurz
triathlon-szene.de Autor
 
Benutzerbild von sybenwurz
 
Registriert seit: 05.01.2007
Ort: Puy la Clavette
Beiträge: 35.766
Ja, das irritiert mich auch. An sich würde ich nen Heli bei Wind als flugtauglicher einschätzen als ne Drohne.
Andererseits haste bei ner Drohne im Problemfall nur Materialverlust in überschaubarer Höhe, treibst leichter mehr davon auf (schätze ich) und die können in der Regel auch bei Nacht eingesetzt werden.
__________________
Wie weiß die Singerei?
sybenwurz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.05.2021, 08:10   #38
MatthiasR
Szenekenner
 
Benutzerbild von MatthiasR
 
Registriert seit: 27.08.2009
Ort: Angelbachtal
Beiträge: 3.098
Zitat:
Zitat von sybenwurz Beitrag anzeigen
Daher schrieb ich oben auch, dass ich den Veranstalter in der Pflicht sehe, über den Kontakt zu einem Wetterdienst sicherzustellen, dass keine Unwetterlage droht.
Das muss aber auch nicht unbedingt helfen. Ich war 2005 beim Graubünden-Marathon am Start. Es war ein sehr heißer Tag, aber laut Wetterdienst sollte es höchstens in der Westschweiz (also weit weg) gegen Abend zu Gewittern kommen. So die Lautsprecherdurchsage vor dem Start.

Tatsächlich gab es gegen Nachmittag (ich war da schon wieder mit der Seilbahn unten) ein heftiges Berggewitter und etliche der langsameren Läufer mussten gerettet werden. Zum Glück ist nichts Schlimmes passiert.

Gruß Matthias
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Alt 26.05.2021, 09:24   #39
happytrain
Ist alles so schön bunt hier!
 
Registriert seit: 15.05.2021
Beiträge: 39
Zitat:
Zitat von sybenwurz Beitrag anzeigen
Naja, 30km sind aufm Trail mit Höhenmetern rund gut 3 Stunden.
Da muss wirklich nicht für jedermann beim Start ersichtlich sein, dass Ungemacht droht.
Daher schrieb ich oben auch, dass ich den Veranstalter in der Pflicht sehe, über den Kontakt zu einem Wetterdienst sicherzustellen, dass keine Unwetterlage droht.

Das ist bei quasi jedem Wetterdienst im Angebot. Alleine beim DWD in Offenbach gibts mindestens >60 solcherart individuelle Vorhersageangebote, spezifiziert auf die jeweiligen Bedürfnisse, sei es Fliegerei in allen Formen (gibt ja nicht nur Passagierjets, sondern auch Gleitschirmflieger oder ballonfahrer), Agrar, Höhenarbeit usw., ähnlich siehts beim österreichischen Pendanten ZAMG aus, die vorallem im Alpenraum noch häufiger zu solcherart Vorhersagen herangezogen werden und darüber hinaus und auf Anfrage von beispielsweise Spitzenalpinisten auch für Aktivitäten im Himalaya und auf ganz anderen Kontinenten als in Europa konsultiert werden.

Sicherlich ist die solide Wettervorhersage keine einfache Aufgabe und man muss vorallem berücksichtigen, dass die im Fernsehen, der Tageszeitung oder sonstigen Medien auf ein bestimmtes Informationsniveau runtergebrochen wird, werden muss, weshalb sie einfach auch nur bedingt taugt und vorallem nicht allgemeingültig ist.
Wichtig wärs vor diesem Hintergrund aber vorallem mal für alle, die in die Berge wollen, zu verstehen, dass eine Wetterapp, egal welche und unabhängig davon, was der Anbieter behauptet, für ach-so-tolle-Berechnungsmodelle zu verwenden, keine wirkliche Wettervorhersage ist. Da kann man genausogut würfeln.
Man schaue sich alleine beim DAV in den FAQ die Erklärungen zur Bergwettervorhersage an ( https://www.alpenverein.de/services/...aid_31669.html ), schon anhand der Einteilung und Zusammenfassung von Gebieten die dort beschrieben wird, kann einem klar werden, dass eine App dies gar nicht leisten kann, denn oft sind ja zwei Käffer dort Luftlinie nichtmal zwo Kilometer auseinander, aber in unterschiedlichen Tälern, was vollkommen unterschiedliches Wetter bedeuten kann.
Das berücksichtigt beispielsweise ne App gar nicht, drüber hinaus ist mir noch keine begegnet, die so deutlich beschreibt, was die jeweiligen Angaben und Anzeigen/Icons bedeutetn und wie sie jeweils zu interpretieren sind.
Darüber hinaus gabs von der ZAMG vor einiger Zeit eine Umfrage aufgrund deren Bestreben, die Wettervorhersagen verständlicher für die Allgemeinheit zu machen.
Die haben erstmal Allgemeinplätze abgefragt, wie es denn beispielsweise zu verstehen sei, wenn von 'überwiegend wolkig' die Rede ist, was im Gegensatz dazu beispielsweise 'vorwiegend' bedeutet, aber auch so banale Geschichten, was denn genau mit 'vormittags', 'abends' usw. gemeint sei.
Das alles zeigt die Schwierigkeiten, einerseits ne vernünftige Wettervorhersage herauszustellen, speziell örtlich genaue Wettervorhersagen im Rahmen öffentlicher Medien zu veröffentlichen, aber von anderer Seite (Bergsportler oder allgemein Verbraucher) auch, mit ner Vorhersage was anfangen zu können und sie zu verstehen.

Aber lange Nase, kurzer Sinn: ein Veranstalter muss das imho im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht abfrühstücken.

Worüber ich allerdings noch keinerlei Informationen gefunden hab: wie hoch das Gebiet generell liegt. Ich mein, wenn die ganze Gegend schon 1800m hoch liegt gibts vielleicht noch 200m hohe Felsformationen, aber das muss erstmal noch nix mit alpinem Gelände zu tun haben (bedeutet aber nicht, dass es nicht dennoch einen Wettersturz geben könnte, man bei Starkregen in nem Flusstal ersaufen könnte (was problemlos sogar in der Wüste passieren kann, selbst wenn der Regen hunderte Kilometer entfernt gefallen ist), von Felsschlag getroffen werden oder auf nem Plateau vom Blitz erschlagen).
Da musst schon sauber trainiert sein um 10km in 60min bei Höhenmetern (von wievielen HM sprichst auf den 10km?)
Wenn du alpin schon mal unterwegs warst wirst du mir sicher zustimmen,
dass da
Das Mittelfeld max. 6-8km/h schafft. Niemals aber 10km in 1 h , das zeugt von Unwissenheit im alpinen Ultrabereich. Selbst auf meinem eigenen Ultra mit ner 10km Runde (320hm) schaffen das nur wenige und die ist nicht mal alpin
happytrain ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.05.2021, 11:12   #40
qbz
Szenekenner
 
Benutzerbild von qbz
 
Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 7.149
Zitat:
Zitat von happytrain Beitrag anzeigen
Da musst schon sauber trainiert sein um 10km in 60min bei Höhenmetern (von wievielen HM sprichst auf den 10km?)
Wenn du alpin schon mal unterwegs warst wirst du mir sicher zustimmen,
dass da
Das Mittelfeld max. 6-8km/h schafft. Niemals aber 10km in 1 h , das zeugt von Unwissenheit im alpinen Ultrabereich. Selbst auf meinem eigenen Ultra mit ner 10km Runde (320hm) schaffen das nur wenige und die ist nicht mal alpin
Offtopic: ich kalkuliere eigentlich immer mit 300-400 Höhenmeter pro Stunde beim Bergwandern (nicht Rennen), allerdings sind die Strecken dann eher 1-4km lang. Das Unglück passierte wohl beim Aufstieg im steilsten Geländeabschnitt.

Geändert von qbz (26.05.2021 um 11:23 Uhr).
qbz ist offline   Mit Zitat antworten
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