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Alt 31.07.2015, 20:33   #3193
Hoppel
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Ort: Iserlohn
Beiträge: 3.721
Ich bin stolz auf dich da hast du dir dein Abendessen verdient
__________________
... und Kalorien sind übrigens kleine Tiere, die einem nachts die Kleidung enger nähen!!!
Hoppel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.08.2015, 13:13   #3194
jannjazz
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Registriert seit: 10.08.2011
Ort: Metropolregion Hamburg, auf dem Dorf
Beiträge: 5.923
Erinnerst Du Dich eigentlich noch an Dein Schwimmen im Zürichsee?
__________________
Funkateers lend me your ears!
https://www.youtube.com/watch?v=Uw5OLnN7UvM
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Alt 09.08.2015, 15:50   #3195
holger-b
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Registriert seit: 21.02.2013
Ort: Schwarzwald
Beiträge: 2.877
Zitat:
Zitat von jannjazz Beitrag anzeigen
Erinnerst Du Dich eigentlich noch an Dein Schwimmen im Zürichsee?
Du kennst doch Frau, "26km geschafft, dann kann ich auch 28km (Ärmelkanal)"!
__________________
! BANG !

Is there really a human race?
holger-b ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.08.2015, 15:03   #3196
bellamartha
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Registriert seit: 30.05.2010
Beiträge: 5.918
Urlaubsbericht Teil 1

Die erstaunlichsten Erkenntnisse meiner Reise nach Bayern und in die Schweiz sind die beiden folgenden:

1. Es gibt tatsächlich schönere Flecken Erde als das Ruhrgebiet und Essen.
2. Schweizerdeutsch ist ja ganz einfach!

Aber bevor ich diese beiden Erkenntnisse gewinnen durfte, reiste ich zunächst mal mit dem Liebsten nach Roth. Es war schon vorher klar, dass Björns Start unter keinem guten Zeichen stand, da ihn eine stark schmerzende Verletzung im Bereich der Hüfte plagte und bis zur Abreise leider keinerlei Besserung eingetreten war.
Die Zeit bis zum Sonntag verging wie im Flug und schon fand ich mich am Kanal wieder, auf den Liebsten wartend, der in der letzten Startgruppe dran war. Ich sah ihn dann aus dem Wasser kommen und freute mich über seine schöne Schwimmzeit, denn er war in der Vorbereitung eher wenig und stets langsam geschwommen. Dann flugs zum Ausgang der Wechselzone, um ihm fürs Radeln alles Gute zu wünschen, aber er kam und kam nicht. Als er dann doch endlich kam, hielt er ganz kurz an und berichtete, dass ein Reifen platt gewesen war und er das erst mal habe beheben müssen. OK, dann aber jetzt los! Von wegen, kaum saß er auf dem Rad, hielt er an, drehte um und schob das Rad zurück: Hinten auch Platten!

So kam er mit großer Verspätung auf die Radstrecke. Ich sah ihn beim Radfahren dann nur einmal am Solarer Berg, da ging es ihm ganz gut. Er bekam aber wohl schon gegen Ende der Radstrecke Probleme mit seiner Verletzung und so kam es wie befürchtet: Er stieg aus dem Rennen aus, bei Laufkilometer 4, wo ich stand und auf ihn wartete. Er hatte starke Schmerzen, wenn er lief, er konnte nur gehen und ich fand es richtig, dass er dann ausstieg. Er hat’s mit Fassung getragen, sehr tapfer, zumal man ja davon ausgehen muss, dass das die letzte Langdistanz für ihn war.
So teilen wir das Schicksal, dass unsere jeweils letzte Langdistanz was für’n Arsch war…

Ich selbst hatte einen sehr schönen Tag, den ich teils mit Freunden aus Essen an der Strecke verbrachte und später vor allem mit Tandem aus’m Forum, mit dem es wie in Frankfurt sehr nett war. (Leider gab’s in Roth aber eine sehr schlechte Infastruktur in Sachen Dolomiti-Eis, da können die echt noch von den Frankfurtern lernen.)

Am nächsten Tag sind wir dann weiter gereist Richtung Süden und ich setzte den Liebsten in so einem Siemens-Führungskräfte-Camp am Starnberger See ab, wo er eine Fort-bildung hatte und fuhr selbst zu meiner Freundin S. nach München.
Ach Leute, was hatte ich für eine schöne Zeit dort! Herrliches Wetter, eine meiner liebsten Freundinnen um mich, ihren zuckersüßen Hunde-Welpen um mich herum wuselnd. Wir verbrachten die Zeit mit schlafen, lesen, essen, fuhren nach Wolfratshausen an die Isar und ich ließ mich in der starken Strömung in glasklarem Wasser treiben, es war ein Genuss! Ich radelte durch München, sah den Surfern im Englischen Garten zu, staunte über die schöne Stadt.
An einem Tag ging ich ins Deutsche Museum, was mir nicht so ganz gut gefiel (zu viel und zu viel Technik – erstaunlich in einem technischen Museum, was?) und an einem anderen fuhr ich nach Dachau in die KZ Gedenkstätte, die ich vor vielen Jahren schon mal besucht hatte. Es war wieder krass dort und leider habe ich längst nicht die ganze Ausstellung im Museum geschafft.

Kein Problem, denn Björn und ich nahmen kurzerhand S.s nette Einladung an, dass wir auch zusammen noch bei ihr bleiben könnten, nachdem Björns Fortbildung beendet war, denn eigentlich hatten wir geplant, bis zur Reise in die Schweiz noch irgendwo in Bayern zu bleiben. So holte ich Björn in Starnberg ab, wo ich eine längere Einheit im wunderschönen See schwamm und dachte, dass es hier doch eventuell schöner ist als in Essen und dann blieben wir in München und radelten noch mal gemeinsam nach Dachau, um den Rest der Ausstellung anzuschauen.
Auch sonst waren wir viel mit dem Rad unterwegs, es war täglich super Wetter. Wir wa-ren im Kino und lachten über die Minions, wir waren mit dem Hündchen unterwegs und haben gekocht und gegessen.

Dann wurde es Zeit, Abschied von München zu nehmen und am Donnerstag Vormittag fuhren wir los in Richtung Zürich. Wir ließen uns Zeit und schauten uns am Bodensee Lindau an und so kamen wir erst am Abend in Richterwill an. Dort hatten wir ein Zimmer in der Jugendherberge, zusammen mit meinem Bruder, der am nächsten Tag ankam. Meine Eltern kamen auch schon Donnerstag abends.

Den Freitag verbrachten Björn und ich in Zürich und staunten allenthalben über die Preise. Wir machten mit dem Ticket vom Zug eine kleine Rundfahrt mit dem Boot auf dem See, weil es dafür auch galt. Ich fragte mich, wo ich am Sonntag wohl ankommen würde, weil ich mir das alles so genau noch gar nicht angeschaut hatte.
Am Freitag Abend kam heftiger Wind und ein Gewitter auf und viel Regen und der See war sehr unwirtlich. Ich hatte Angst, was das Wetter am Sonntag wohl bringen würde, aber die Vorhersage war OK.

Am Samstag ging es am Nachmittag dann zur Abholung der Startunterlagen, wo es sehr unaufgeregt zuging. Die Wettkampfbesprechung genauso. Meine Aufregung war nun doch recht groß.
Ein Telefonat mit keko beruhigte mich, es tat gut, dass er an mich glaubte und sich sicher war, dass alles gut werden würde. Bei aller Aufregung und auch der Furcht, freute ich mich doch auch sehr auf den nächsten Tag.
Mein Vater war auch aufgeregt und plante alles generalstabsmäßig, was mich (ungerech-terweise, sorry, Papa!) teilweise ungeduldig machte, anstatt dankbar zu sein, dass wenigstens einer sich ernsthafte Gedanken machte.

Ach, in diesen Tagn gelangte ich auch zur zweiten wichtigen Erkenntnis, nämlich der, dass Schweizerdeutsch viel einfach ist als immer behauptet wird. Ich spreche es jetzt annähernd fließend. Es ist nämlich so, dass man einfach immer nur überall eine Verniedlichung, meist in Form eines "i" dran hängen muss.
Ein Dialog am Frühstücksbüffet der Jugendherberge zwischen einem Vater und seiner Tochter:
Vater: "Welche Marmelade möchtest du? Erdbeeri, Himbeeri, Aprikosi oder Heidelbeeri?"
Tochter: "Erdbeeri!"

Mein Gott, ist das süß!
Oder der Puff in Richterswill: Paradiesi, heißt der! Großartig!
bellamartha ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.08.2015, 16:02   #3197
SwimAlex
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Benutzerbild von SwimAlex
 
Registriert seit: 17.07.2012
Beiträge: 963
Juhuuuu, endlich.

PS. Was meinst Du, warum ich aus NRW in Bayern gelandet bin?!
__________________
"Die Grenzen deiner Gedanken, sind die Grenzen deines Erfolges."
SwimAlex ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.08.2015, 20:04   #3198
soloagua
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Benutzerbild von soloagua
 
Registriert seit: 18.04.2009
Ort: Schweiz
Beiträge: 5.902
Zitat:
Zitat von bellamartha Beitrag anzeigen

Ach, in diesen Tagn gelangte ich auch zur zweiten wichtigen Erkenntnis, nämlich der, dass Schweizerdeutsch viel einfach ist als immer behauptet wird. Ich spreche es jetzt annähernd fließend. Es ist nämlich so, dass man einfach immer nur überall eine Verniedlichung, meist in Form eines "i" dran hängen muss.
Ein Dialog am Frühstücksbüffet der Jugendherberge zwischen einem Vater und seiner Tochter:
Vater: "Welche Marmelade möchtest du? Erdbeeri, Himbeeri, Aprikosi oder Heidelbeeri?"
Tochter: "Erdbeeri!"

Mein Gott, ist das süß!
Oder der Puff in Richterswill: Paradiesi, heißt der! Großartig!
Endlich der langersehnte Bericht!

Aber bitte, bitte wende diese Erkenntniss das nächste Mal in der Schweiz NICHT an! Das kommt ganz schlecht an... viele Deutsche unterliegen diesem Irrglauben.
__________________
Ein Stück Kuchen nicht zu essen, ist auch nicht die Lösung!
soloagua ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.08.2015, 09:30   #3199
Newbie
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Registriert seit: 10.10.2006
Ort: irgendwo südlich von Stuttgart
Beiträge: 1.947
genau - und Aprikosi gibt's nicht

das i kommt von den Beeri (Beeren), und da Aprikosen nicht aus Beeren bestehen...

ich kenne nur gaaanz wenige Deutsche, welche so akzeptabel Schweizerdeutsch sprechen, dass es sich nicht übel anhört, meistens ist es einfach nur peinlich

aber schön, dass Du uns verstehst - das tun ja manche unserer nördlichen Nachbarn eher selten
__________________
Arbeitet, als würdet ihr kein Geld brauchen.
Liebt, als hätte euch noch nie jemand verletzt.
Tanzt, als würde keiner hinschauen.
Singt, als würde keiner zuhören .


emu5.de - alles andere ist nur Triathlon

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Alt 11.08.2015, 09:36   #3200
bellamartha
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Benutzerbild von bellamartha
 
Registriert seit: 30.05.2010
Beiträge: 5.918
Urlaubsbericht Teil 2

Der Wettkampftag begann früh, aber nicht ganz so abartig früh wie das bei manchen Triathlons der Fall ist.
Ich habe sehr unruhig geschlafen und wurde vor dem Wecker wach, so um 4:30 Uhr. Ich habe so viel Futter (Rosinenbrötchen) wie möglich in mich hinein gestopft und um 5:30 Uhr fuhren wir zum Start nach Raperswill. Dort parkierten wir kurz (ich sach‘ ja, ich spreche annähernd fließend Schweizerdeutsch, denn neben Verniedlichung ist Verkomplizierung ein weiteres Hauptmerkmal der Sprache), um das Boot abzuladen. Mein Bruder half mit und parkte dann noch mal vernünftig, er nahm das Auto nach dem Start mit nach Meilen, wo Björn das Begleitboot verlassen wollte und mein Bruder dafür einstieg.
Ich verließ meinen Vater und Björn, die im Wasser auf mich warten würden und ging die paar Meter zum Start im Badi (Freibad für die, die nicht des Schweizerdeutschen mächtig sind). Es war auch dort wieder angenehm unaufgeregt. Ich hatte gar nicht mehr so viel Zeit, ging noch zum 4001. und 4002. Mal zur Toilette an diesem Morgen und zog mich dann schon aus und schmierte Vaseline überall dick hin, nicht wissend, ob das eigentlich irgendeinen Kälteschutz bietet oder nicht. Macht man halt so als Freiwasserschwimmer…  Naja, zumindest sollte dann nichts scheuern und man kommt sich sehr professionell vor.

Ich freute mich, dass dann mein Bruder noch angehetzt kam und mir alles Gute wünschte und verfluchte mich dafür, dass ich Björn und meinen Vater so sang-und klanglos verlassen hatte, denn mir ging die Gereiztheit meines Vaters auf die Nerven, wenn irgendwas anders gemacht wurde, als er es für richtig hielt. Ich hatte mich deshalb einfach umgedreht und gesagt, dass ich auf bad vibrations jetzt so kurz vor’m Start keinen Bock hätte und war davon gestiefelt.

Ein Typ lief herum und filmte und interviewte die Teilnehmer. Ich hatte mir schon am Vortag bei der Wettkampfbesprechung gedacht, dass man sich mal überlegen müsste, was man da so sagt, denn da lief der Film vom Vorjahr. Habe ich dann aber natürlich doch nicht gemacht und so stammelte ich dann doof vor mich hin als er mich ansprach und faselte davon, dass ich mich sehr freuen würde, weil ich mich so lange vorbereitet habe und sagte x-mal, dass ich aufgeregt sei. Toll. Naja, würde nicht Angelina Jolie, die Schlampe, MEIN Leben an der Seite von Brad Pitt führen und ich statt dessen ihr armseeliges Würstchen-Leben, dann wäre ich geübter vor der Kamera und müsste jetzt auch nicht mit Walross-Figur und Vaseline beschmiert durch den Zürichsee schwimmen…
Egal, irgendwie hat sie das mit dem Leben-Tausch hinbekommen, ich würde jetzt also das Beste draus machen, hier und heute am Zürichsee.

Dann ging es auch schon ins Wasser, nachdem jeder einzelne Starter namentlich aufgerufen worden war. Waren ja nicht so viele, nämlich 44 Einzelstarter, von denen später 41 ins Ziel kommen sollten. Dazu kamen noch 48 Teilnehmern, die in 12 Staffeln ohne und 6 Staffeln mit Neoprenanzügen starteten, jeweils zu zweit oder zu dritt. Bei den Einzelstartern waren es 28 Teilnehmer ohne Neo, davon 7 Frauen.

Schön war, dass vor dem Start noch eine Schweigeminute einlegt wurde, also als wir alle schon im Wasser waren. Das brachte noch mal Ruhe in die Sache. Das ausrichtende Team hat es ja sehr mit spirituellen Themen und Mediation und so. Es handelt sich um das Sri Chinmoy Team. Der Namensgeber ist so ein indischer Guru, der aber auch ein guter Ausdauersportler war und es gibt weltweit solche Teams, die sich in der Ausrichtung solcher Ultra-Events hervor tun.

Nach der Schweigeminute ging es dann endlich los, der Wettkampf, auf den ich mich- mit Unterbrechung durch die Rückenprobleme – seit zwei Jahren vorbereitete, begann endlich, hurra!
Ich schwamm locker los, viele starteten schneller, aber da schwimmen ja auch viele gute und erfahrene Freiwasserschwimmer mit. Ich suchte auch nicht mein Boot, sondern ver-traute darauf, dass sie mich schon finden werden und das war auch rasch der Fall.
Das Wetter war schön, die Luft war morgens kühl, aber der See mit ca. 24 °C schön warm.
Das Boot platzierte sich wie von mir gewünscht schräg rechts neben/vor mir. Man darf weder im direkten Wasserschatten des Bootes schwimmen noch in dem von anderen Schwimmern. Am Boot festhalten ist natürlich eh verboten.
Das ist schön, wenn das Boot nebenher fährt, weil man sich so einfach daran orientieren kann und nie den Kopf heben muss. Ich musste mich auf nix konzentrieren, konnte einfach schwimmen und zu diesem Zeitpunkt musste ich mich nicht einmal darauf konzentrieren, denn ich fand sofort ein Tempo, das mir passte, musste mich weder bremsen noch motivieren, es fühlte sich einfach richtig an und Björn bestätigte mir das, als er dann ein paar Kilometerzeiten nannte und die immer knapp unter 20 Minuten lagen.
So sollte es auch sein und es fühlte sich so an, als könnte ich ewig so schwimmen.

Manche Schwimmer werden mit Motorbooten begleitet, die mussten 150 m Abstand zum Ufer einhalten. Papa und Björn waren ja aber im Kajak unterwegs und damit darf man auch näher an das Ufer heran, nur die gelben Bojen, die die Schwimmbereiche der Badis kennzeichnen, muss man zwingend beachten. Nach einer Weile wechselte ich auf die rechte Seite des Bootes, damit ich das Ufer besser sehen konnte, um das Fortkommen zu bemerken und der Abwechslung wegen.

Alle halbe Stunde kam der vereinbarte Pfiff mit der Trillerpfeife und es gab Futter. Bah, ekeliges Futter! Ich hatte dreierlei Sorten Flüssignahrung:

1. Sponsorgel in Cola aufgelöst. Eigentlich kann ich auf Sponsorgel gut, aber diesmal hatte ich erstmalig die Variante mit Salz genommen und musste leider feststellen, dass das völlig anders ist als das normale. Viel dicker in der Konsistenz und mit total ekelhaftem Geschmack. Deshalb in Cola aufgelöst, was die Sache erträglicher, aber auch nicht gerade köstlich gemacht hat.

2. High 5 Liquid Gel Orange. Das geht echt gut vom Geschmack her.

3. High 5 Pulver, aufgelöst in Apfelsaft/Wasser. Geht auch, ist meine Standverpflegung bei Triathlons und Marathons gewesen.

Alle halbe Stunde gab es jedenfalls 150 ml im Wechsel von diesen drei Köstlichkeiten und danach 150 ml Wasser zum Nachspülen. Ich bekam die Sachen in so kleinen Trinkfläschchen, die man in den Trinkgürteln beim Laufen benutzt und die hatten wir an zwei Schnüren befestigt (eines davon waren – hier könnt ihr noch mal die Professionalität bestaunen, mit der ich alles vorbereitet habe – zwei aneinander gebundene Schnürsenkel von Turnschuhen). Björn warf mir dann sehr zielgenau erst die eine, dann die andere Flasche zu. Das Trinken ging auch schnell.. In meinem Freiwasser-Schwimmbuch steht, dass man nicht mehr als ca. 15 Sekunden dafür brauchen sollte, damit man nicht zu viel Zeit verliert. Das haute sogar fast hin, allerdings nutzte ich die Verpflegungspausen meist auch zum Pinkeln (von dem High 5 Zeug muss man tierisch viel pinkeln, finde ich) und das dauerte dann meist auch noch mal ca. 30 Sekunden, weil ich halte nicht beim Schwimmen pinkeln kann und mich auch auf dem Wasser liegend erst mal sehr darauf konzentrieren muss. Ich konnte das kaum üben, weil ich mich ja überwiegend im Pool vorbereitet habe.

Ich bin also von Verpflegung zu Verpflegung geschwommen und die Zeit ging schnell herum und mir war nicht langweilig. Ich fror nicht, schaute mir Fische an, freute mich, dass es gut lief und schwups, schon waren die ersten paar Stunden herum.

Bei Meilen ist gut die Hälfte der Schwimmstrecke geschafft, nämlich 14,3 km. Dort muss man eine Cut off Zeit schaffen, die, ich glaube, bei 5:30 h liegt. Ein Stück vor Meilen verließen mich Björn und mein Vater, weil dort mein Bruder ins Boot sollte und Björn raus, der dann das Auto mit zum Ziel nehmen sollte. Ich schwamm also eine Weile alleine weiter und fragte mich irgendwann, wo die denn bleiben, denn Meilen rückte näher und näher und ich sah schon die großen Fähren, die an dieser Stelle den See queren und wegen denen man diese Stelle auf keinen Fall ohne Begleitboot passieren darf. Das Veranstalterboot kam zum zweiten Mal seit ich ohne Boot war vorbei und fragten, wo es denn sei. Ich sagte, dass ich mich selbst wunderte und was ich tun solle, wenn ich an den Fähren ankomme und es noch nicht da ist. Sie sagten, dass sie in meiner Nähe blieben und ich erst mal weiter schwimmen solle. Ich sah, dass sie zu telefonieren anfingen und mir fiel ein, dass man ja eine Handynummer vom Bootsführer in der Anmeldung angegeben hatte. Das Handy meines Vaters hatte allerdings meine Mutter bei sich, die irgendwo in Zürich oder so herum turnte…
Irgendwann endlich sah ich die Leute vom Veranstalterboot winken und zeigen und dann sah ich auch mein Begleitboot und war froh, weil ich schon Sorge hatte, dass irgendwas mit Papa sei. Mein Bruder berichtete mir hinterher, dass sie Ärger von den Veranstaltern bekommen hatten, weil sie mich so lange alleine gelassen hatten. Wir hatten wohl ein Abspracheproblem gehabt, denn sie hatten dort auf mich gewartet, anstatt gleich zu mir zurück zu paddeln.

Naja, jetzt waren sie ja wieder da und ich konnte ohne Wartezeit die Fahrrinne der Fähren passieren und hatte da Glück, denn ich konnte mich schön zwischen zwei von den Riesendingern durchschlängeln. Die kommen einem da ziemlich nahe, das war schon beeindruckend. Da ist aber extra ein Boot vom Veranstalter positioniert, das dort aufpasst und Zeichen gibt, wann man passieren darf. Ich war da dann 4:36 h unterwegs und hatte also viel Luft zum Cut off.

Geändert von bellamartha (11.08.2015 um 13:08 Uhr). Grund: Rechtschreibfehler
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