gemeinsam zwiften | facebook-Gruppe | youtube | instagram | forum heute
4 Radtage Südbaden
4 Radtage Südbaden
Keine Flugreise
Deutschlands wärmste Gegend
Kilometer sammeln vor den Wettkämpfen
Traumhafte Trainingsstrecken
Training auf dem eigenen Rad
Ostern 15.-18.04.2022
EUR 199,-
Neues Tempolimit auf deutschen Landstraßen gefordert - Seite 37 - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
Zurück   triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum > Offtopic > Politik, Religion & Gesellschaft
Registrieren Benutzerliste Suchen Heutige Beiträge

Umfrageergebnis anzeigen: Seid ihr für ein generelles Tempolimit auf deutschen Landstraßen?
Ja, max. 70 km/h 21 14,29%
Ja, max. 80 km/h 57 38,78%
Nein, alles soll so bleiben wie es ist: 100 km/h 69 46,94%
Teilnehmer: 147. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

Antwort
 
Themen-Optionen
Alt 02.09.2021, 08:45   #289
petra_g
Szenekenner
 
Registriert seit: 25.11.2020
Beiträge: 508
Zitat:
Zitat von osarias Beitrag anzeigen
In NL ist stellenweise soviel los auf den Radwegen das man mit dem RR auch gerne auf die Straße geht :-)

Mal von abgesehen ist es in Deutschland ne total Katastrophe Radwege oder ähnliches zu bauen. Weil immer irgendwo Eidechsen, Eichhörnchen, Frösche oder Mamuts ihre Eier ausbrüten :-) Dann werden halt wieder extravagante Lösungen gebaut die am ende keiner braucht.

Wenn wir eines nicht haben dann ist das Platz.

https://www.np-coburg.de/inhalt.b-30...3ed5cb17a.html
Wir haben viele Wirtschaftswege in D, die man ausbauen also teeren könnte.
petra_g ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2021, 08:52   #290
Roini
Szenekenner
 
Benutzerbild von Roini
 
Registriert seit: 12.06.2007
Ort: Rheinhausen
Beiträge: 335
Zitat:
Zitat von Schwarzfahrer Beitrag anzeigen
Wenn du statt "gefühlt" gelesen machst, merkst Du vielleicht, daß mein Argument meist nicht "unzumutbar" sondern "unnötig" weil "zu gering wirksam" und "zu viele Nachteile" ist. Ja, ich bin gegen Veränderungen, die um einer hypothetischen Vision willen für viele Menschen wesentliche Nachteile oder Risiken bedeuten, oder sehr kostspielig und aufwändig sind, ohne einen nachweisbaren Nutzen für eine mindestens so große Menschengruppe zu bewirken. Und in vielen Punkten weicht halt meine Priorisierung von Zielen und Definition von Nutzen wesentlich von der im Forum dominanten Meinung ab.
Alles klar.
Da du trotz deiner penetranten Unbelehrbarkeit immer höflich und sachlich bleibst gebe ich dich noch nicht auf

Ich nehme jetzt einfach mal den konkreten Vorschlag eines Tempolimits auf.
Sagen wir 80 auf Landstraßen und 130 auf Autobahnen:

Welche wesentlichen Nachteile entstehen dadurch für viele Menschen?
Welche Risiken würden sich daraus ergeben?
Welche horrenden Kosten würden entstehen?
Welchen hohen Aufwand würde dies bedeuten?

Roini ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2021, 08:53   #291
Roini
Szenekenner
 
Benutzerbild von Roini
 
Registriert seit: 12.06.2007
Ort: Rheinhausen
Beiträge: 335
Zitat:
Zitat von petra_g Beitrag anzeigen
Wir haben viele Wirtschaftswege in D, die man ausbauen also teeren könnte.
Ich kann aus eigener leidgeprüfter Erfahrung berichten, dass das teeren von Wirtschaftswegen in unserem Bürokratiedschungel bei weitem nicht so einfach ist wie du dir das eventuell vorstellst.
Roini ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2021, 08:56   #292
longo
Szenekenner
 
Benutzerbild von longo
 
Registriert seit: 21.12.2009
Ort: Schallstadt-Mengen
Beiträge: 476
Zitat:
Zitat von petra_g Beitrag anzeigen
Wir haben viele Wirtschaftswege in D, die man ausbauen also teeren könnte.
Das heißt übrigens asphaltieren, geteert (und gefedert) wird schon seit längerer Zeit nicht mehr

Aber das ist auch nicht die Lösung, noch mehr Flächen zu versiegeln.
Den Autos muß man langfristig etwas Platz auf den bereits vorhandenen Straßen wegnehmen, die vorhandenden Radwege viel besser pflegen und auf dem neuesten Stand halten und auf den Straßen das Tempo drosseln, damit ein besseres, entspannteres und vor allem sichereres Miteinander wieder möglich ist..
longo ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2021, 08:57   #293
Tilly
Szenekenner
 
Registriert seit: 17.12.2009
Beiträge: 868
Hallo,
Ich hab das mal ausprobiert.
60Km/h auf Landstrassen und 30Km/h im Dorf.
Hier ist eine Ländliche Gegend, alle 10 - 15 Km mal ein Dorf.

Ansolutes Nein.

Das wird nicht funktionieren.

In dichter Bevölkerten Landstrichen kann ich das nicht sagen.

Ich bin dafür, das es so bleibt wie es ist.
Tilly ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2021, 09:01   #294
trithos
Szenekenner
 
Registriert seit: 13.07.2014
Ort: neue Kloster- und Burgstadt bei Wien
Beiträge: 1.169
Zitat:
Zitat von noam Beitrag anzeigen
Was ist denn das auch für eine unerträgliche Einstellung zum Miteinander. Wer zwingt dich mit 23mm Reifen auf 8bar mit dem Rennrad zu trainieren? Wäre doch auch zumutbar mit einem Gravelbike / Crosser / Treckingrad oder gar MTB seine Fitness zu verbessern.

Du möchtest als Teil einer verschwindend geringen Minderheit hier eine unglaublich hohe Zahl an anderen gesetzlich zwingen, etwas zu verändern, damit du dich bei der Ausübung deines Hobbys besser fühlst? Besuch eine Therapie.
Ich hab mal die entscheidende Passage markiert. Viel zu viele Autofahrer sind ja tatsächlich der Meinung, der Radfahrer gehe stets seinem Hobby nach und sekkiere damit die Autofahrer, die ja aus einem viel wichtigeren Grund unterwegs sind.

Das ist aber nicht so. Viele Radfahrer fahren z.B. genauso in die Arbeit wie die Autofahrer. Sie wollen also zügig von A nach B kommen, wie das ja auch in dieser Diskussion viele Autofahrer wollen. Und da fahre ich z.B. nicht mit dem Zeitfahrrad und 23-mm-Reifen, sondern mit einem Alltagsrad. Trotzdem sind viele Radwege entweder wegen ihrer Anlage oder ihres Zustandes de facto unbenützbar für den zweckorientierten zügigen Berufs-Radverkehr.
trithos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2021, 09:04   #295
biologist
Szenekenner
 
Registriert seit: 20.11.2009
Beiträge: 156
Zitat:
Zitat von petra_g Beitrag anzeigen
Ihr redet hier zu viel über KFZ und motorisierten Verkehr und dessen Wünsche. Die Zukunft wird anders aussehen.
Das glaube ich erst, wenn ich es sehe. Mir fehlt KOMPLETT die Phantasie, dass das passieren wird. Und das Problem sehe ich nicht bei fehlenden Radwegen, sondern schlichtweg bei der Faulheit der Menschen. Ja, es ist nicht immer Faulheit sondern auch Zeitdruck, aber mal ganz sicher nicht in dieser Masse, wie sich das auf den Straßen präsentiert.

Ich wohne in Südhessen, es ist hier komplett flach und ich finde das Angebot an Radwegen recht ok. An der Faulheit der Menschen ändert das genau gar nix. Wenn ich morgens meine 30k zur Arbeit fahre, dann sehe ich bei schönen Wetter vielleicht so ein Dutzend Radfahrer. Gleichzeitig halt hunderte von Autos. Und das, obwohl in der Nähe noch eine Autobahn verläuft.


Beispiele aus der Nachbarschaft:
Nachbar1: Fährt jedes WE an beiden Tagen 1km mit dem Auto zum Bäcker, um Brötchen zu holen. Der geht laufen, der spielt auch Fußball, der ist auch nicht fett. Das Rad steht, genau wie das Auto, in der Garage.

Nachbar2: Fährt mit dem Auto zur Arbeit. Die ist 3km weg. Wie gesagt: Alles komplett flach. Könntest sogar schön durch die Felder fahren mit dem Rad, dann siehst nicht mal Autos. Auch der ist nicht fett. Auch da steht das Rad in der Garage.

Nachbar(n)3: Haben einen Laden in 5km Entfernung. Die fahren oft genug sogar mit zwei Autos hin. Im Anschluss dann wieder heim und von hier dann mit dem Auto ins Fitnessstudio. Oder man führt den Hund halt mit dem eBike (!) aus.

Nachbar4: Ist fett. Den habe ich in den zehn Jahren, in denen ich hier wohne, vielleicht 3mal zu Fuß laufen sehen, aber hunderte Male mit dem Rad. Wurde unser Sohnemann und u.a. auch deren Tochter eingeschult. Der Schulweg ist so etwa 600m lang. Und jetzt rate mal, ob der da mit seiner Familie zu Fuß hingelaufen ist.

Und dann sehe ich manchmal noch andere Nachbarn, die fahren ihre Kinder ernsthaft mit dem Auto zur KiTa. "Ernsthaft" deswegen, weil die KiTa ist im gleichen Wohngebiet - da reden wir von 150m. Das ist diesen Menschen nicht peinlich! Ne andere Nachbarin ist mit dem Auto mal hier im Wohngebiet 150m zu Freunden gefahren. Wir haben dann noch gewitzelt und sie meinte dann toternst, dass sie ja was transportieren musste. Ja, musste sie: Ein 2kg-Netz mit Zwiebeln.


Da könnte ich hier noch 20 andere Beispiele bringen - für mich geht diese ganze Faulheit halt schon in der Nachbarschaft los. Tja, aber sie alle tun ja nichts, was nicht rechtens wäre. Die Meisten von denen gehen auch in der Freizeit radeln oder laufen. Aber dass man Sport/Bewegung auch schön in den Alltag einbinden kann, das scheint, machen wir uns nix vor, für die meisten Menschen undenkbar zu sein. Völlig egal, ob das eine innere Einstellung ist und ob man sich bewegen möchte.

Ich sehe ehrlich gesagt nicht, dass sich das ändern wird. Viele Kinder kriegen es ja schon von den Eltern vorgelebt, in dem sie in immer fetteren Karren direkt auch zum Schulhof gekarrt werden. Da bin ich mal sehr gespannt, ob die Generation nach mir (und das meine ich gar nicht ketzerisch), die ja offenbar vermehrt für ökologische Werte steht, tatsächlich auch noch so "grün" ist, wenn es darum geht, den eigenen Arsch bewegen zu müssen.


Dass Radwege oft kacke sind, da brauchen wir nicht drüber reden. Aber selbst wenn sie gut sind, dann ändert das nix an der Grundeinstellung der Menschen. Und über das Gejammere, dass es zu warm, zu kalt, zu windig oder zu dunkel ist, haben wir da noch nicht mal geredet.

Zitiere meine Aussage hier in zehn Jahren gerne wieder und stelle mich an den Pranger, wenn ich Unrecht habe/hatte. Ich sage auf jeden Fall: Das wird sich nicht ändern. Nicht in Deutschland. Was ich daraus ziehe ist: Dann habe ich wenigstens auf den Radwegen meine Ruhe :-)

Geändert von biologist (02.09.2021 um 09:12 Uhr).
biologist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2021, 09:04   #296
longo
Szenekenner
 
Benutzerbild von longo
 
Registriert seit: 21.12.2009
Ort: Schallstadt-Mengen
Beiträge: 476
Zitat:
Zitat von Schwarzfahrer Beitrag anzeigen
Ja, ich bin gegen Veränderungen, die um einer hypothetischen Vision willen für viele Menschen wesentliche Nachteile oder Risiken bedeuten, oder sehr kostspielig und aufwändig sind, ohne einen nachweisbaren Nutzen für eine mindestens so große Menschengruppe zu bewirken. Und in vielen Punkten weicht halt meine Priorisierung von Zielen und Definition von Nutzen wesentlich von der im Forum dominanten Meinung ab.
Hey Schwarzfahrer!

Hast Du Dir mal die 5 Minuten Zeit genommen, um den von mir verlinkten Artikel gründlich zu lesen ?
Hier noch mal:
Virus Auto

Ein sehr interessantes Interview mit dem Wiener Professor für Verkehrswissenschaften Hermann Koflacher, sehr lesenswert, und übrigens aus dem Jahr 2019, also noch vor dem "anderen" Virus..
"Was ist das grösste Verkehrsproblem unserer Zeit?"

Koflacher: "Dummheit."
longo ist gerade online   Mit Zitat antworten
Antwort


Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 08:57 Uhr.

XXX
Nächste Termine
Filmtipp aktuell
180 km Zeitfahren:
Fakten, Fazit, Sitzposition
Anzeige:
Playlists
Filmtipp aktuell
Umrüsten auf tubeless
Soll ich oder soll ich nicht?
Anzeige:
Anzeige:
Anzeige:

Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2021, Jelsoft Enterprises Ltd.