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Kältewelle: Spende für Obdachlosenhilfe - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Alt 11.01.2021, 13:42   #1
Klugschnacker
Arne Dyck
Triathlon TV-Sendung
Redaktion
 
Benutzerbild von Klugschnacker
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Freiburg
Beiträge: 19.830
Kältewelle: Spende für Obdachlosenhilfe

Schreibe gerade die Trainingspläne für’s individuelle Coaching... Beim Check des Wetters am kommenden Wochenende sehe ich: In Süddeutschland (München) geht es am Wochenende nachts für mehrere Tage auf -10°C bis -15°C runter. Dazu soll ein Wind gehen.

Das ist eine Wetterlage, bei der Obdachlose in Lebensgefahr sind.

Bei Google habe ich gesehen, dass es einen Kältebus – Akuthilfe für Obdachlose gibt. Die Website nennt auch eine Bankverbindung für Spenden.


Vielleicht gibt es so etwas auch in Deiner Gegend und Du hast gerade ein paar Euros übrig? In meiner direkten Nachbarschaft, 50 Meter von meiner warmen Stube entfernt, ist diesen Winter bereits eine Frau erfroren.
Klugschnacker ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2021, 14:10   #2
Trimichi
Szenekenner
 
Benutzerbild von Trimichi
 
Registriert seit: 10.06.2009
Beiträge: 5.852
Hallo Arne,

deine Initiative kann ich begruessen, da sie soziale Werte und Ideal anspricht.

An einer finanziellen Unterstuetzung kann ich mich nicht beteiligen, da ich selbst helfe. Privat, mit psychologischer Erfahrung freilich.

Ich finde Deinen Spendenaufruf klasse, weil es hier im Nuernberger Raum auch kalt wurde morgens hatten wir -8° Celsius. Deswegen fuehlte ich angesprochen, erinnert und poste in diesem Faden.

Dieses tue ich, indem ich einem inzwischen befreundeten Menschen, der namentlich nicht genannt werden moechte, auch weiter supporte, nachdem der dieser Typ die Obdachlosigkeit ueberwunden hat. So hatte ich mich heute vormittag ueber die geltenden Corona-Regeln informiert. Und das geht, ich darf also mitm Auto in die Stadt fahren. Weil wir uns im neuen Jahr noch nicht gesehen haben. Und sich dieser Mensch freut Zeit mit mir zu verbringen.

Lange Rede kurzer Sinn: etwas Gutes tun kann man auch aktiv.

Beste Gruesse,
Michael
Trimichi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2021, 14:12   #3
Estebban
 
Beiträge: n/a
Finde es toll, dass du drauf aufmerksam machst!
Einen kältebus oder ähnliches gibt es in fast jeder größeren Stadt, da ist Unterstützung fast immer gut angelegtes Geld!

Langfristig (!) kann das aber nicht die Lösung sein - langfristig muss es eine politische Priorität sein, als Gesellschaft nicht mehr zuzulassen, dass Menschen auf unseren Straßen erfrieren!
Finnland kann da als Vorbild dienen:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zei...inen-interview
In Deutschland ist ja leider oft eher die Idee „wenn ich es nicht sehe, ist das Problem nicht mehr da - also bitte raus aus den ubahnstationen.“

Was kann jeder einzelne tun, dafür, dass diese Menschen ernst genommen werden und Hilfe erfahren? Bspw im September überlegen bei wem man evtl dass Kreuz https://www.spiegel.de/politik/deuts...a-1240206.html
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Alt 11.01.2021, 16:38   #4
sybenwurz
triathlon-szene.de Autor
 
Benutzerbild von sybenwurz
 
Registriert seit: 05.01.2007
Ort: Puy la Clavette
Beiträge: 36.063
Ich halte es generell für ne gute Idee, sich der sozial Schwachen anzunehmen und hab dafür auch bereits einiges an Campingmaterial, das ich nicht mehr benutze, gespendet.

Weil nämlich, nun kommt das Aber: in Deutschland fällt eigentlich keiner durchs soziale Netz.
Will meinen, was Obdachlose angeht, steht ihnen die Möglichkeit offen, in einem Obdachlosenheim zu übernachten.
Das wird nur von vielen nicht angenommen, weil dort (aus gutem Grund) Alkoholverbot herrscht.
Das Problem ist daher eigentlich nicht, dass es an Angeboten mangelt, sondern die vorhandenen Angebote aufgrund der Bedingungen nicht angenommen werden (können).
Ob es bei diesen Bussen ähnliche Regularien gibt, weiss ich ehrlich gesagt nicht und finde dazu auch keine Informationen.
__________________
Wie weiß die Singerei?
sybenwurz ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2021, 16:49   #5
Estebban
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von sybenwurz Beitrag anzeigen
Ich halte es generell für ne gute Idee, sich der sozial Schwachen anzunehmen und hab dafür auch bereits einiges an Campingmaterial, das ich nicht mehr benutze, gespendet.

Weil nämlich, nun kommt das Aber: in Deutschland fällt eigentlich keiner durchs soziale Netz.
Will meinen, was Obdachlose angeht, steht ihnen die Möglichkeit offen, in einem Obdachlosenheim zu übernachten.
Das wird nur von vielen nicht angenommen, weil dort (aus gutem Grund) Alkoholverbot herrscht.
Das Problem ist daher eigentlich nicht, dass es an Angeboten mangelt, sondern die vorhandenen Angebote aufgrund der Bedingungen nicht angenommen werden (können).
Ob es bei diesen Bussen ähnliche Regularien gibt, weiss ich ehrlich gesagt nicht und finde dazu auch keine Informationen.
In der theorie hast du mit deiner Aussage vollkommen recht - in der Praxis gibt es jedes Jahr Fälle von erfrorenen Menschen auf unserer Straße. Es gibt tausende Obdachlose in Deutschland. Offensichtlich ist es in der Praxis so, dass man durch das soziale Netz fallen kann - Alkoholismus oder Sucht nach anderen Drogen ist eine Krankheit, die man alleine durch „ich will nicht mehr trinken“ nur schwerlich bekämpft kriegt. Diese Menschen brauchen Hilfe. Und offensichtlich andere als es aktuell passiert.
Deshalb finde ich die Umkehr der Reihenfolge in Finnland so spannend:

In D musst du dein Leben halbwegs auf die Reihe bekommen - Dokumente beisammen haben, Termine auf dem Amt wahrnehmen, idealerweise nicht unter Einfluss von Alkohol oder anderen Rauschmitteln. Dann bekommst du irgendwann eine Wohnung gestellt.

Der finnische Weg kehrt das um: erst von der Straße in eine Wohnung - dann geht es weiter mit evtl Entzug / Therapie, Wiedereingliederung in die Gesellschaft / den Arbeitsmarkt etc. Dann braucht es eben auch keine privat initiierte Hilfe mehr in Form von kältebussen - mE eine absolute Kernaufgabe des Staates den allerschwächsten zu helfen (auch lange lange in der Liste der Prioritäten vor der Rettung des Pauschalurlaubers bei der tui).
Solange es aber nicht vom Staat organisiert wird finde ich natürlich den Aufruf zu helfen extrem wichtig!!
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Alt 11.01.2021, 19:43   #6
TRIPI
Szenekenner
 
Registriert seit: 23.04.2015
Beiträge: 469
Habe schon öfters gehört dass in diesen Heimen alles geklaut wird was nicht niet- und nagelfest ist, weshalb viele die Brücke vorziehen um die paar wenigen Habseligkeiten zu behalten, an denen sie hängen.
TRIPI ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2021, 11:10   #7
DocTom
Szenekenner
 
Benutzerbild von DocTom
 
Registriert seit: 19.12.2016
Ort: HH, oder fast...
Beiträge: 7.383
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
...einen Kältebus – Akuthilfe für Obdachlose gibt. Die Website nennt auch eine Bankverbindung für Spenden.


Vielleicht gibt es so etwas auch in Deiner Gegend und Du hast gerade ein paar Euros übrig? ...
da es bei den anderen viel disskutierten Themen hier leicht untergeht, nochmal neu befeuern! Hier in HH kann man am Kältebus auch überzählige saubere (!) Decken abgeben, die ja bei vielen Aufräumaktionen heute potentiell schnell mal die Altkleidercontainer verstopfen könnten!

Kältebus in Hamburg bei einer guten Alternative zu Onkel Googel
__________________
„Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.„

Albert Einstein (1879 – 1955)
DocTom ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2021, 16:38   #8
Klugschnacker
Arne Dyck
Triathlon TV-Sendung
Redaktion
 
Benutzerbild von Klugschnacker
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Freiburg
Beiträge: 19.830
Das Thema ist auch dieses Jahr aktuell. Vielleicht hat jemand einen Zehner oder einen Fuffi übrig? Auch kleine Beträge können viel helfen.


https://kaeltebus-muenchen.de/helfen-sie-mit/
Klugschnacker ist gerade online   Mit Zitat antworten
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