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Homöopathie - Seite 3 - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Alt 23.02.2017, 19:58   #17
qbz
Szenekenner
 
Benutzerbild von qbz
 
Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 8.257
Zitat:
Zitat von BananeToWin Beitrag anzeigen
Ich bin weder Anhänger noch Gegner der Homöopathie, habe selbst keine Erfahrungen damit. War früher selbst entschiedener Gegner und fand alle Leute, die das nicht so sahen, sehr komisch. Und wenn man das schulmedizinische Weltbild zugrunde legt, dann mag dieser Eindruck auch entstehen. Soweit ich allerdings die Homöopathie verstanden habe (hatte einige abendliche Gespräche mit einem befreundeten Homöopathen), ist dieses "Mittel Z für Krankheit A" überhaupt nicht die Herangehensweise. Es geht mehr um das Schlüssel-Schloß-Prinzip. Ich brauche eine genaue Anamnese und entscheide dann, welches Mittel ich versuche. Dass es für eine bestimmte Krankheit ein Mittel gibt, welches bei den allermeisten Patienten hilft, ist nicht unbedingt Teil des homöopathischen Weltbilds. Und wenn ich jetzt mit schulmedizinischen Prinzipien die Wirksamkeit dieser Mittel untersuchen möchte, dann mache ich genau das: ich gebe genau das gleiche Mittel für alle Patienten. Das da keine Signifikanz dabei rauskommt, ist nicht gerade überraschend. Aber so funktioniert eben eine schulmedizinische Studie.
..........
Danke für Deine Erläuterungen. Für mich basiert eine angewandte Wissenschaft wie Medizin auf empirischer Forschung. Und wenn ich lese, auch bei den der Homöopathie Wohlgesonnen, dass ein pharmakologischer oder physikalischer Wirkmechanismus für homöopathische Arzneien bis heute nicht bekannt ist, liegt die Vermutung eines reinen Placeboeffektes schon sehr nah.

Bei Erwachsenen kann nun jeder eigenverantwortlich entscheiden, ob er lieber nach Lourdes fährt, betet, eine homöopathische Behandlung in Anspruch nimmt oder eine medizinische entsprechend den ärztlichen Standard-Leitlinien. Für Kinder würde ich das etwas anders zu beurteilen. Sie haben immer ein Recht auf eine medizinische Behandlung nach den aktuellen ärztlichen Leitlinien zur Behandlung von Erkrankungen, welche die Eltern ihnen ermöglichen müssen.
qbz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2017, 20:32   #18
Lui
Szenekenner
 
Registriert seit: 03.11.2009
Beiträge: 4.757
Ich glaube zwar null an Homöopathie, aber das tue ich bei vielen "richtigen" Medikamenten auch nicht. Da wirkt auch oft nur der Placeboeffekt.
Lui ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2017, 22:20   #19
FinP
 
Beiträge: n/a
ich wundere mich über unsere Gegenwart - unsere Gesellschaft ist in einer Phase, die alle modernen Errungenschaften negiert.
Die überwundengeglaubte nationalstaatlichkeit kehrt zurück, die Erkenntnisse von 200 Jahren Wissenschaft werden mit einem "Gefühl" über den häufen geworfen bzw. mit Esoterik verschwurbelt.

Für mich sind das "Alternative Fakten" - egal was Fakt ist, das subjektive Gefühl bestimmt und alles was nicht passt wird passend gemacht.

Wenn sich Homöopathen über Donald Trumps Wähler wundern, dann wundere ich mich aber auf einmal nicht mehr.
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Alt 24.02.2017, 06:09   #20
ThomasG
Gesperrt
 
Registriert seit: 23.01.2012
Beiträge: 4.786
Zitat:
Zitat von FinP Beitrag anzeigen
ich wundere mich über unsere Gegenwart - unsere Gesellschaft ist in einer Phase, die alle modernen Errungenschaften negiert.
Die überwundengeglaubte nationalstaatlichkeit kehrt zurück, die Erkenntnisse von 200 Jahren Wissenschaft werden mit einem "Gefühl" über den häufen geworfen bzw. mit Esoterik verschwurbelt.

Für mich sind das "Alternative Fakten" - egal was Fakt ist, das subjektive Gefühl bestimmt und alles was nicht passt wird passend gemacht.

Wenn sich Homöopathen über Donald Trumps Wähler wundern, dann wundere ich mich aber auf einmal nicht mehr.
Ich bin eigentlich der Homoöpathie gegenüber eher skeptisch gestimmt, aber ich weiß darüber sehr wenig und habe mich nie intensiver damit beschäftigt.
Es könnte doch tatsächlich sein, dass selbst bei Doppelblindstudien die Wirksamkeit von homöopathischen Stoffen nicht gelang, weil die Herangehensweise dies nicht zuließ.
Klingt vielleicht esoterisch, aber so meine ich es gar nicht.
Mal angenommen Homoöpathie wirke in erster Linie dadurch, dass sie die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, dann könnte es ja durchaus sein, dass je nach Patient unterschiedliche homöopathisch wirksame Stoffe dem Körper helfen können, obwohl gleiche oder ähnliche Beschwerden o.ä. vorliegen.
Auch mit dem Placeboeffekt habe ich mich nie intensiver beschäftigt.
Der könnte ja auch maßgeblich in einer Aktivierung der Selbstheilungskräfte begründet sein.
Wie gesagt, gibt es ja auch im Bereich Physik Phänomene, die über den Verstand einem großen Teil der Menschheit nicht wirklich zu begreifen sind.
Beim Doppelspaltexperiment stellte sich heraus, dass Elektronen sich zeitgleich an zwei Orten aufhalten können, soweit ich weiß.
Auch damit habe ich mich bisher kaum beschäftigt.
Es muss keinen Gegensatz geben zwischen Homöopathie und Vernunft bzw. Rationalität.
Zitat:
Welle-Teilchen-Dualismus

Der Welle-Teilchen-Dualismus ist eine Erkenntnis der Quantenphysik, wonach den Objekten der Quantenphysik gleichermaßen die Eigenschaften von klassischen Wellen wie die von klassischen Teilchen zugeschrieben werden müssen.

Klassische Wellen breiten sich im Raum aus. Sie schwächen oder verstärken sich durch Überlagerung und können gleichzeitig an verschiedenen Stellen mit verschiedener Stärke einwirken.
Ein klassisches Teilchen kann zu einem Zeitpunkt nur an einem bestimmten Ort anwesend sein. Nur dort wirkt es, aber stets mit seiner gesamten Energie, Ladung, Impuls etc.

Beide Eigenschaften scheinen sich gegenseitig auszuschließen. Trotzdem wurde in mehreren Schlüsselexperimenten für verschiedene Quantenobjekte belegt, dass beide Eigenschaften vorliegen, so dass man jedem Körper eine Materiewelle zuschreibt.


Es ist unmöglich, eine anschauliche Vorstellung zu entwickeln, die dem Welle-Teilchen-Dualismus gerecht wird.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Welle-Teilchen-Dualismus
ThomasG ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2017, 09:34   #21
trithos
Szenekenner
 
Registriert seit: 13.07.2014
Ort: neue Kloster- und Burgstadt bei Wien
Beiträge: 1.267
Zitat:
Zitat von ThomasG Beitrag anzeigen
Es könnte doch tatsächlich sein, dass selbst bei Doppelblindstudien die Wirksamkeit von homöopathischen Stoffen nicht gelang, weil die Herangehensweise dies nicht zuließ.
Das Problem ist aber genau, das selbst Homöopathen nichts anderes behaupten, als dass in ihren Kügelchen und Wässerchen KEINE Stoffe mehr drin sind, weil das Zeug so verwässert bzw. verdünnt wird, dass nix mehr drin ist. Homöopathen nennen das dann "potenzieren", ein völlig irreführender Begriff, weil er im allgemeinen Sprachgebrauch komplett gegenteilig verwendet wird als bei den Homöopathen. Man könnte auch sagen, ein pseudowissenschaftlicher Marketing-Schmäh, ergänzt durch esoterisches Geschwurbel.

Es gibt als keine homöopathischen STOFFE, und was es nicht gibt, kann auch nicht wirken.

Natürlich gibt es Zuwendung, Zuspruch, Streicheleinheiten, ... und auch Placebo-Effekte. Alles das könnte dazu führen, dass der Homöopathie eine Wirkung zugeschrieben wird, allerdings ist das eben nur eine scheinbare Wirkung.
trithos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2017, 09:53   #22
captainbeefheart
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von trithos Beitrag anzeigen
Das Problem ist aber genau, das selbst Homöopathen nichts anderes behaupten, als dass in ihren Kügelchen und Wässerchen KEINE Stoffe mehr drin sind, weil das Zeug so verwässert bzw. verdünnt wird, dass nix mehr drin ist. Homöopathen nennen das dann "potenzieren", ein völlig irreführender Begriff, weil er im allgemeinen Sprachgebrauch komplett gegenteilig verwendet wird als bei den Homöopathen. Man könnte auch sagen, ein pseudowissenschaftlicher Marketing-Schmäh, ergänzt durch esoterisches Geschwurbel.

Es gibt als keine homöopathischen STOFFE, und was es nicht gibt, kann auch nicht wirken.

Natürlich gibt es Zuwendung, Zuspruch, Streicheleinheiten, ... und auch Placebo-Effekte. Alles das könnte dazu führen, dass der Homöopathie eine Wirkung zugeschrieben wird, allerdings ist das eben nur eine scheinbare Wirkung.
Die sehr ausführliche Anamnese ist das Gegenmodell zum rein-raus in der Schulmedizin. Und auch in der Schulmedizin wissen wir, dass das Maß an Zuwendung einen Einfluss hat.

Was wir, neben der nicht bewiesenen Wirksamkeit, sicher über die homöopathischen Arzneimittel wissen ist, dass es ein extrem gutes Geschäft ist. Zucker mit den geringen Wirkstoffmengen, die in einem relativ günstigen Potenzierungsverfahren verdünnt werden, offerieren gigantische Margen. Der Endverkaufspreis von Globuli liegt bei durchschnittlich 800 € pro Kilogramm und der Markt ist weltweit ca. 2 Mrd. Euro groß.
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Alt 24.02.2017, 09:58   #23
MattF
Szenekenner
 
Registriert seit: 27.04.2011
Beiträge: 8.031
Zitat:
Zitat von Mo77 Beitrag anzeigen
Weil es hilft.
Und wer heilt hat recht...
... Die meisten sachen gehen von alleine weg.

Wenn man sich den letzten Satz mit "Und wer heilt hat recht." in VErbindung setzt erkennt man dass "Und wer heilt hat recht." einfach Unsinn ist.


"Wer heilt (mit Homöophathie) hat Glück gehabt, weil die meisten sachen gehen von alleine weg."

So ist der Satz sinnvoll formuliert.
MattF ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.02.2017, 10:53   #24
LidlRacer
Szenekenner
 
Benutzerbild von LidlRacer
 
Registriert seit: 01.02.2008
Beiträge: 17.559
Zitat:
Zitat von trithos Beitrag anzeigen
Natürlich gibt es Zuwendung, Zuspruch, Streicheleinheiten, ... und auch Placebo-Effekte. Alles das könnte dazu führen, dass der Homöopathie eine Wirkung zugeschrieben wird, allerdings ist das eben nur eine scheinbare Wirkung.
Die Wirkung von Placebos ist schon tatsächlich vorhanden, aber nur scheinbar ist es eine Wirkung der Homöopathie. Man könnte auch jeden anderen Hokuspokus veranstalten.
Oder einfach an die eigenen Selbstheilungskräfte glauben - so mache ich das jedenfalls i.d.R.
LidlRacer ist offline   Mit Zitat antworten
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