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Grüne Wasserstoff Mobilität - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Alt 11.06.2020, 11:05   #1
DocTom
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Beiträge: 5.590
Grüne Wasserstoff Mobilität

So kommt sie, wie vom glaurung schon korrekt beschrieben, dann nun doch:
Grüne Wasserstoff Strategie des Bundes, gefördert mit 9Milliarden Euro. Die großen Autobauer in D haben da ja alle schon Fahrzeuge fertig gehabt, vor Jahren!
BMW oder andere mit Serienfahrzeugen.


Zusammen mit Toyota konnte daraus für die Mobilität ein gewisser Druck auf die Batterie Fahrzeugindustrie entstehen.
Mal schauen, ob es einen h2 Tesla geben wird, dumm ist Elon Musk ja nicht!


Link beim ndr
__________________
Das Große ist nicht, dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein.
Sören Kierkegaard

#takeapieceofplasticofthebeacheveryday #runforoceans
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Alt 11.06.2020, 11:18   #2
Jan-Z
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Registriert seit: 03.04.2015
Beiträge: 663
Moin!
Ich glaube im PKW bleibt die Brennstoffzelle ein Nischenprodukt.
Interessant ist der Ansatz vor allem im Güterverkehr bei langen Strecken und hohen Tonnagen, so wird es auch propagiert.
Der grosse Vorteil ist halt, der Antriebsstrang ist der selbe, rein elektrisch, und nur die Bereitstellung des Stroms unterscheidet sich, so kann man an Hand des Einsatzzwecks die passende Technologie, bis hin zur Oberleitung, auswählen.
Also kürzere Strecken, Verteilerverkehr, mit Batterie, Ladekonzepte an zentralen Betriebshöfen und für die Langstrecke Wasserstoff mit besseren Gewichts-Reichweiten-Betankungsdauer-Verhältnis. Auch ein dünneren Netz an Wasserstofftankstellen ist da eher zu kompensieren, die meisten LKW kommen auf der Langstrecke an BAB-Knotenpunkten vorbei, da kann man mit wenigen Tankstellen eine relativ gute Abdeckung erreichen.
Bleibt die Frage wie grün ist denn der verwendete Wasserstoff?
Gruss Jan
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Alt 11.06.2020, 12:27   #3
FinP
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Registriert seit: 11.10.2006
Beiträge: 3.853
Zitat:
Zitat von Jan-Z Beitrag anzeigen
Bleibt die Frage wie grün ist denn der verwendete Wasserstoff?
Gruss Jan
Die Frage finde ich gefährlich, da deren aktuelle Beantwortung oft als Feigenblatt für technologischen Stillstand bzw. für Protektionismus verwendet wird.

Die Sache ist doch die: Wasserstoff hat grundsätzlich das Potential, erheblich grüner als klassische Verbrennungsmotoren zu sein. Aus "grüner" Sicht wäre eine Mobilitätsreduktion zwar noch besser, aber das will ja kaum einer.
__________________
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Alt 11.06.2020, 13:05   #4
Hafu
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Registriert seit: 24.10.2006
Beiträge: 14.528
Zitat:
Zitat von Jan-Z Beitrag anzeigen
...
Bleibt die Frage wie grün ist denn der verwendete Wasserstoff?
Gruss Jan
Zitat:
Zitat von FinP Beitrag anzeigen
Die Frage finde ich gefährlich, da deren aktuelle Beantwortung oft als Feigenblatt für technologischen Stillstand bzw. für Protektionismus verwendet wird.

Die Sache ist doch die: Wasserstoff hat grundsätzlich das Potential, erheblich grüner als klassische Verbrennungsmotoren zu sein. ...
Die Frage von Jan-Z zielt darauf, wie der Wasserstoff produziert wird und ich halte sie ebenfalls für absolut entscheidend. Derzeit wird nahezu weltweit in allen Szenarien, in denen Wasserstoff eingestzt wird, sog. "grauer Wasserstoff" genutzt, also Wasserstoff der aus Erdgas gewonnen worden ist.

Wenn man diesen in Zügen, LKWs oder gar PKWs vertankt ist für das Klima nicht nur nichts gewonnen, sondern die Ökobilanz derartigen Einsatzes ist wegen der Energieverluste bei der Wasserstoffherstellung und dem Energieeinsatz für Transport und Druckbetankung deutlich schlechter als bei direkter Verbrennung von Erdgas in entsprechenden Motoren, die technisch deutlich einfacher und damit auch billiger ist.

Die industrielle Gewinnung von grünem Wasserstoff in großem Stil ohne die bei derzeit bekannten Technologien unakzeptabel hohen Energieverluste bei der Umwandlung von regenerativem enlektrischem Strom in Wasserstoff ist der ganz entscheidende Punkt, an dem sich in der Zukunft erweisen wird, ob diese Technologie Zukunftschancen hat.
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Alt 11.06.2020, 13:40   #5
FinP
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Registriert seit: 11.10.2006
Beiträge: 3.853
Die Zielrichtung habe ich verstanden.

Ich finde sie dennoch irreführend, da Wasserstoff im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen ein Perspektive bzw. Chance hat.

Mobilität ist klima- und umweltschädlich. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Wir sind uns einig, dass die derzeitige Antwort lautet:
"Wasserstoffantriebe leisten derzeit keinen Beitrag zum Klimaschutz."

Was ist jetzt aber darauf die Konsequenz?
Möglichkeit A: Wir verzichten auf Wasserstoff und damit auch auf Mobilität bis wir eine aktuell bessere Antriebsart haben (von mir aus, aber unrealistisch)
Möglichkeit B: Wir verzichten auf Wasserstoff und machen weiter wie bisher (nur jetzt mit besserem Gewissen, weil es gibt ja keinen Alternativen)
Möglichkeit C: Wir investieren in Infrastruktur, dass in Zukunft die Möglichkeit besteht, Wasserstoffbasiert weniger klimaschädlich unterwegs zu sein.

Leider ist in meiner Erfahrung die Frage dazu geeignet und meist auch verwendet, um für Möglichkeit B Akzeptanz zu schaffen. Und das finde ich, wie gesagt irreführend und gefährlich.
__________________
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Alt 11.06.2020, 14:46   #6
Jan-Z
Szenekenner
 
Benutzerbild von Jan-Z
 
Registriert seit: 03.04.2015
Beiträge: 663
Moin!
So kritisch war das gar nicht gemeint ...
Ich halte die BSZ definitiv für den zielführenden Weg für den Gütertransport oder auch die stationäre (Not-) Stromversorgung, aber es gehört eben ein Gesamtkonzept inklusive der ökologisch sinnvollen Erzeugung von Wasserstoff dazu.
Und inzwischen scheint sich der Ansatz auch durchzusetzen, damit ließe sich auch das Problem der Speicherung von regenerativen Energien angehen, kleine, dezentrale Anlagen zur Erzeugung von Wasserstoff, kurze Transportwege usw.

Ich bin gespannt wie sich das entwickelt und, ja, auch ein Stückchen daran beteiligt ...
Gruss Jan
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Alt 11.06.2020, 15:05   #7
Siebenschwein
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Registriert seit: 24.06.2019
Ort: Zürič
Beiträge: 285
Ich verstehe immer noch nicht, wie unsere Regierung das Problem der Speicherdichte lösen möchte. Das wird sich mit noch so vielen Milliarden nicht lösen lassen.
Druckspeicherung ist sehr limitiert, Kryo kostet enorme Energiemengen für die Abkühlung und Abdampfverluste. Bleibt die Speicherung als organische Flüssigkeit wie Methanol.
Egal was man tut, ich sehe eigentlich nur Nachteile gegenüber BEV
1. komplett neue Infrastruktur von der Generierung bis zur Distribution und Nutzung. Die ersten Nutzer zahlen praktisch alles mit. Strom ist flächendeckend vorhanden und kann parallel mit der Zahl der Fahrzeuge ausgebaut werden. Die paar Ladestationen sind Pillepalle gegen H2-Tankstellen.
2. Der vielzitierte Überschussstrom existiert nicht oder nur so selten, dass niemand dafür Elektrolysekapazität bauen würde. Solche Anlagen rechnen sich eben über 8000 Vollaststunden im Jahr. Wenn wir aber kontinuierlich Strom haben, kann ich den auch in BEV einspeisen.
3. Netze und Verbraucher werden intelligenter verknüpft, die Vorhersagemodelle für Wind und Sonne immer genauer. Ich kann also z.B. dem Auto am Freitagabend sagen, dass es bis Montagmorgen Zeit hat, voll zu laden. Der intelligente Lader klärt dann mitdem Versorger, wann ich die fehlenden 30kW nachlade. Imzweiten Schritt kann meine Fahrzeubatterie sogar als Speicher im Netz genutzt werden. Alles ohne komplett neue Infrastruktur.
4. Die gesamte chemische, metallurgische und vermutlich sich dieZementindustrie müssen konsequenterweise auf H2 umgestellt werden. Wir haben also genügend Grossabnehmer für Wasserstoff. Warum soll ich Infrastruktur für so viele Kleinverbraucher bauen, solange die Grossverbraucher noch nicht versorgt sind? Pro kg H2 sind dort sicher geringere Investitionen für die Verteilung nötig.
5. Trotz alledem wird es Nischenanwendungen für H2-Fahrzeuge geben. Lokale Emissionsminderung in Städten geht nur über Elektrofshrzeuge. Eventuell ist eine Flotte Brennstoffzellenbusse billiger und schneller aufzubauen als ein Trolleybusnetz mit Oberleitungen. Busse können regelmässig im Depot nachgetankt werden, da braucht man keinNetz von Tankstellen.

Also: ich denke, H2 ja, aber nicht signifikant in mobilen Anwendungen.
__________________
Wenn Ihr alle die Zeit, die Ihr hier im Forum vertüdelt, fürs Training nutzen würdet...
Siebenschwein ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 11.06.2020, 15:05   #8
Körbel
Szenekenner
 
Registriert seit: 19.01.2018
Beiträge: 4.074
Zitat:
Zitat von FinP Beitrag anzeigen
Möglichkeit B: Wir verzichten auf Wasserstoff und machen weiter wie bisher (nur jetzt mit besserem Gewissen, weil es gibt ja keine Alternativen)
Wieso gibts keine Alternativen.
Ich halte E-Autos mit kleineren Motoren für die absolut beste Alternative die uns im Moment zur Verfügung steht.

Was wir nicht brauchen sind grosse E-Autos mit 300 oder mehr KW, die sind der absolute Irrsinn.
Zurück zu "neuer Bescheidenheit" und vernünftig kleinen Motoren und schon hat man sehr viel für eine emissionsarme Fortbewegung getan.
Wer dann sein Auto noch mit 100% Ökostrom aufladen kann, gehört schon zu den ganz Vernünftigen.

Aber hier gehts ja um H2.
__________________
ich hätte nie gedacht, dass ich eine Zeit erleben würde,
in der so viele Menschen so grosse Angst haben zu sterben,
dass sie bereitwillig aufhören zu leben!
Körbel ist offline   Mit Zitat antworten
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