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03.-11. Juli 2021
31. Juli bis 8. August 2021
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Alt 18.06.2021, 11:45   #1
aequitas
Szenekenner
 
Registriert seit: 10.07.2014
Beiträge: 1.419
Mobilitätswende

Da der Thread zur Bundestagswahl immer mehr von Themen im Bereich der Mobilitätswende gekapert wird, habe ich mir mal die Freiheit genommen hier einen allgemeinen Thread zur Mobilitätswende zu erstellen.

Bisher wurde hauptsächlich über die Bahn diskutiert und es gibt einen anderen Thread zur E-Mobilität. Schön wäre es, wenn wir hier in diesem Thread einen übergreifenden Austausch führen können.

Als Einstieg in das Thema teile ich hierzu einen kurzen Beitrag der Leopoldina:

Der Verkehr trägt mit rund 20 Prozent wesentlich zu den CO2-Emissionen Deutschlands bei, Tendenz steigend. Der Straßenverkehr läuft noch fast ausschließlich mit fossilen Brennstoffen. Herkömmliche Verbrennungsmotoren haben einen niedrigeren Wirkungsgrad als Elektromotoren und stoßen zudem CO2 aus. Beim Personen- und Gütertransport werden nur 19 Prozent bzw. 25 Prozent durch umweltfreundliche betriebene Transportmittel erbracht.

[Evtl. könnten die Beiträge zur Bahn-Diskussion aus dem BTW21-Thread hierhin verschoben werden, @Arne?]
aequitas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2021, 12:14   #2
TTTom
Szenekenner
 
Registriert seit: 26.09.2019
Beiträge: 240
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
Da kommt das Verkehrsmittel Fahrrad, das ja dem ein oder anderen hier aufgrund sportlicher Bezüge vertraut sein könnte, ins Spiel.

Für die letzten 5 bis 15km gibt es IMHO kein besseres Verkehrsmittel. Natürlich gibt es auch noch Verbesserungspotenzial hinsichtlich der Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an Bahnhöfen (in Kopenhagen und Niederlande gibt es dafür längst Fahrradparkhäuser mit reduziertem Vandalismusrisiko).

(Aber da der Diskussionsfaden mit der Bahn hier immer weniger mit der Bundestagswahl zu tun hat und trotzdem in seinen vielen Facetten wichtig ist, sollten wir ihn vielleicht doch mal langsam in einen separaten Thread verschieben, wie auch schon von anderen vorgeschlagen... @Arne?)
Ich probier mal HAFU hierher zu zitieren.
Gefühlt ist ja die halbe deutsche Bevölkerung übergewichtig und/oder fußkrank.
@HAFU: Wieviele Patienten müsstest du weniger behandeln, wenn die alle Strecken von 5 bis 15 km zu Fuß oder mitm Fahrrad (von mir aus sogar mitm eBike) zurücklegen würden?
Für den deutschen Normalbürger ist das unzumutbar. Vielleicht sollte da die Politik mal dran. Fressen und Bewegungsarmut werden uns in der Krankenversicherung und wegen Frühverrentung auch in der Rentenversicherung extrem viel Geld kosten.

Wenn ich beruflich unterwegs bin (jetzt glücklicherweise weniger) hab ich Anzug an, Köfferchen und Notebooktasche dabei. Damit setz ich mich nicht die letzten 15km in die Pampa aufs Leihfahrrad. Bei schlechtem Wetter erst recht nicht.

Ins Büro bin ich auch Radpendler. Meiner Beobachtung nach hat das auch zugenommen. Bei schlechterem Wetter bist dann aber fast alleine unterwegs. Und die Radwege werden im Winter nicht oder zuletzt geräumt - herzlichen Dank. Dem Klimawandel sei Dank wird das Thema ja entfallen.
TTTom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.2021, 15:31   #3
Hafu
Szenekenner
 
Benutzerbild von Hafu
 
Registriert seit: 23.10.2006
Beiträge: 15.808
Ich versuch' auch mal (thematisch besser passend) hier zu antworten, statt im Bundestagswahlkampf-Thread.

Zitat:
Zitat von Thomas1987 Beitrag anzeigen
Ein erfolgreiches Zugsystem ist nur möglich wenn Nah, Güter und Schnellzüge auf streng getrennten Gleisen fahren. Siehe Japan. Leider ist das in Deutschland reine Utopie und hätte, wie so vieles, vor 30, 40 Jahren angepackt werden müssen.
Gleise kann man bauen und niemand erwartet, dass die Mobilitätswende in zwei Jahren gelingt. Aber man muss irgendwann auch damit anfangen und darf das Verkehrsmittel Bahn nicht alleine unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit betrachten und wie ein privates Unternehmen führen.
Es ist richtig, privaten Unternehmen den Zugang zum Gleisnetz zu verschaffen und Wettbewerb zuzulassen (wie es ja in den letzten 20 Jahren passiert ist), aber letztlich ist die Bahn daneben auch ein wichtiger Teil unserer infrastruktur und unverzichtbar, wenn man Menschen davon überzeugen wil, in Zukunft weniger Autos zu kaufen und weniger Autos zu nutzen. Komplett alles dem Markt zu überlassen ist verkehrt und würde man beim Straßenbau und bei Straßen- und Brückensanierung ja auch niemals machen.

Die meisten Menschen in Deutschland würden es schon als gravierenden Fortschritt ansehen, wenn die Bahn wieder das Pünktlichkeitsniveau erreichen würde, das sie in den 80er- oder 90er-Jahren schonmal hatte und das Nachbarländer wie Österreich, Schweiz und Frankreich aufweisen.
__________________
balancing triathlon with life

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Hafu ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 16:23   #4
captain hook
Szenekenner
 
Registriert seit: 15.11.2011
Beiträge: 20.381
Gehört Streiken nach Corona zum Ferienbeginn wenn die Welt nach Urlaub und mal ein bisschen Ausspannen lechzt eigentlich auch zum Programm der Attraktivitätssteigerung der Deutschen Bahn?
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Alt Gestern, 19:53   #5
zahnkranz
Szenekenner
 
Benutzerbild von zahnkranz
 
Registriert seit: 17.09.2008
Beiträge: 488
Dass sich etwas ändern muss, ist unbestritten. Allerdings sind die Triathleten als Gruppe betrachtet, keineswegs besser als die AMG-Fahrer, die am Wochenende ihre Wagen aus den Garagen fahren und zu einer Spritztour über die Landstraßen aufbrechen. Wie wäre es wenn man die Flug-Mobilität einschränkt? Keine Trainingslager mehr in der Ferne, keine Flüge mehr zu Wettkämpfen, erst recht nicht nach Hawaii. Stattdessen wird jeder einzelne für sich eine Rechtfertigung finden, weshalb dieser Flug noch ok gewesen war. Klar, man fährt nur noch elektrisch oder besitzt gar kein Auto mehr, hat Solarpanels auf dem Balkon, da wird man doch mal nach Hawaii fliegen dürfen. Und die Familie darf selbstverständlich mitkommen, den Urlaub hat man sich schließlich verdient. Um den gleichen CO2-Fußabdruck zu hinterlassen, muss der AMG-Fahrer schon oft und kräftig aufs Gaspedal treten. Aber auch er hat seine Rechtfertigung, denn er arbeitet ja nur noch im Home Office mit selbst produziertem Strom, da wird er doch am Wochenende cruisen dürfen. Und der Hobbypilot hat genauso seinen Grund um hin und wieder eine Cessna zu chartern und seine Runden über die Rheinschleifen zu drehen.

Das muss man mal einem nicht-Triathleten erklären: da kommt ein Kanadier zu einem Duell (das keine 8h dauert) nach Deutschland geflogen und die gesamte Triathlon-Community rastet aus. Wo ist da der CO2-Aufschrei? Wieviele Triathlon-Profis fliegen mehrere male im Jahr in die Trainings- und Höhenlager, zu Wettkämpfen, und werden hier gefeiert? Alles Umweltsünder vom feinsten. Aber der Pendler mit dem Verbrenner-Auto soll schlechtes Gewissen haben. Da gibt's auch nichts zum Schönrechnen. Ausgestossenes CO2 ist ausgestossen. Da helfen keine grünen Sponsoren oder schicke e-Autos auf Instagram.

Ich bin gespannt wie sich die e-Autos entwickeln werden. Die Laufleistungen müssten locker Bereiche von 1mio Kilometern erreichen. Schließlich ist es auch eines der Argumente, kaum bewegte Teile wie beim Verbrenner, da kann nicht viel kaputt gehen. Meinen jetztigen Verbrenner habe ich mit über 300TKM auf der Uhr gekauft, der läuft ohne Probleme weitere 200TKM. Was könnte aber passieren? E-Autos verkommen zu Modeartikeln wie Handys und Fernseher, die nach kurzer Nutzungsdauer nicht mehr Update-fähig sind und schnell auf dem Elektroschrott landen. Und dann? Kann man ja auf einen anderen Kontinent verschiffen... Ein Bekannter hat unerlaubterweise Elektroschrott auf dem Wertstoffhof mitgenommen und ausprobiert was davon noch funktionsfähig war. Fast alles ging noch, Handys, Fernseher, Drucker, Verstärker, ... Das waren keine alten Artikel, sahen teils wie neu aus.

Versteht mich nicht falsch, auch ich freue mich auf das Duell im Allgäu. Aber solnage wir sowas in Ordnung finden, ist der Umwelt nicht geholfen. Und 50mio e-Autos werden auch nicht die Lösung sein. Ich frage mich gerade, ob es realistisch ist für so viele Autos Ökostrom zu produzieren, oder ob dann nicht doch eine Energiewende hin zum Atomstrom kommt....
zahnkranz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 20:33   #6
merz
Szenekenner
 
Registriert seit: 10.11.2006
Beiträge: 4.795
Interessanter Punkt, wollte ich auch mal fragen: stellen wir uns vor alle PKW in DE (nicht LKW, nicht Busse) sind Stromer, wieviel GW an Strom verlangt das? Gibt es da gute Schätzungen?

m.
merz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 21:06   #7
Siebenschwein
Szenekenner
 
Registriert seit: 24.06.2019
Ort: Zürič
Beiträge: 500
Zitat:
Zitat von merz Beitrag anzeigen
Interessanter Punkt, wollte ich auch mal fragen: stellen wir uns vor alle PKW in DE (nicht LKW, nicht Busse) sind Stromer, wieviel GW an Strom verlangt das? Gibt es da gute Schätzungen?

m.
Mit Sicherheit. Du kannst selber ganz grob die Gesamtmenge Benzin/Diesel durch einen Durchschnittsverbrauch teilen und erhältst die gefahren Kilometer. Die dann mit den kWh/km für ein durchschnittliches E-Auto multiplizieren… fertig.
Das kannste noch beliebig verfeinern, als erstes mal den LKW-Verkehr rausrechnen usw.
__________________
Wenn Ihr alle die Zeit, die Ihr hier im Forum vertüdelt, fürs Training nutzen würdet...
Siebenschwein ist offline   Mit Zitat antworten
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