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Freiwasserschwimmen im Herbst/Winter - Seite 9 - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Alt 24.11.2020, 11:40   #65
Kälteidiot
Ist alles so schön bunt hier!
 
Registriert seit: 19.10.2020
Beiträge: 25
Wellen wie geil Sorry wenn ich das toll finde. Als Badeseeplanscher hab ich nur Wellen, wenn die Enten neben mir schwimmen.

War heute morgen schwimmen. Schön auf die Armstreckung geachtet und den Zug hintenraus.

Sonst habe ich eine Latebadekappe unter der Neoprenbadekappe. Heute habe ich eine etwas dickere Silikonbadekappe benutzt. Nachteil, die Silikonbadekappe runtsch leichter wieder von den Ohren runter. Die Latexbadekappe war wesentlich rutschunfreundlicher.

hier noch eine Meinung zum Freiwasserschwimmen mit und ohne Neo.

https://swim.de/training/warum-jetzt...reiwasser-ist/
Kälteidiot ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.11.2020, 13:10   #66
bergflohtri
Szenekenner
 
Benutzerbild von bergflohtri
 
Registriert seit: 31.01.2014
Ort: Wien
Beiträge: 913
Update - bin letzten Mittwoch und diese Woche Montag wieder Freiwasser geschwommen. Am Mittwoch hatte das Wasser um die 9 Grad und ich bin ohne Probleme die üblichen 25 Minuten durchgeschwommen. Auch nachher hab ich mich gut gefühlt. Montag war dann anders - ich bin eine halbe Stunde vor Dunkelheit ins Wasser. Das reingehen ist für mich immer unproblematisch, irgendwann ist kalt sowieso kalt, und ich merke dann beim ersten Wasserkontakt und beim Neofluten eigentlich keinen Unterschied. Auch die Lösung für den Kopf mit der Radhaube unter der Neokappe hat sich bewährt. Nach ein paar Minuten später habe ich dann den Unterschied bemerkt: An den Armen wo der Neo nur 2 mm hat war die Kälte beißend, so wie wenn man mit den Händen in Schnee greift. Beim Schwimmen selbst merkte ich eigentlich keinen Unterschied, und ich wäre wohl die übliche Strecke wie sonst auch hin und retour geschwommen. Aber irgendwie hat es vom Kopf her nicht gepasst. Wenn die Sonne untergeht, dann wird das Wasser dunkel, und man sieht dann erst zu spät wenn man schon in eine Schlingpflanze oder eine von den kleinen Bojen reinschwimmt. Mir ist das offen gesagt ziemlich unangenehm, wenn mich plötzlich irgendwas unvermutet berührt. Aus diesem Grund habe ich dann nach ca 2/3 der Strecke kehrt gemacht, und das war auch gut so. Ich konnte zwar bis zum Ausstieg problemlos durchschwimmen, hatte aber gegen Ende hin das Gefühl, dass mir das ganze nicht wirklich gut bekommt. Beim Ausstieg und zuerst beim Umziehen war mir nicht besonders kalt, aber ich war kalt. Hab dann schnell zwei Becher heißen Tee getrunken, doch auch die erzeugten kein Wärmegefühl. Ich habe anschließend ungefähr 10 Minuten nach Hause mit dem Rad, und die waren eher unangenehm, ich fühlte mich angeschlagen, und die Finger waren klamm. Zu Hause hab ich dann den Rest vom Tee getrunken und nach einer halben Stunde oder so fühlte ich mich wieder besser.
Der Unterschied zwischen den beiden Malen Schwimmen von der Wirkung des kalten Wassers war offensichtlich, und als ich die Wassertemperaturinfo - die gerade nach 3 Wochen wieder mal aktualisiert wurde - gelesen hatte war klar dass ein paar Grad Unterschied wohl einen großen Unterschied ausmachen. Die Wassertemperatur am Montag war bei 6,5 Grad. Ich glaube das jetzt erst der Bereich anfängt, der die hartgesottenen Eisschwimmer von den ambitionierten Zugseilverweigerern unterscheidet. Am Sonntag hatte ich zufällig die Eisschwimmergruppe beim Beginn des Trainings getroffen. Von denen waren 2 mit Neo und 2 nur mit Badehose, und der Chef erzählte mir dass sie jetzt nur mehr einmal und nicht mehr zweimal ums Gänsehäufel schwimmen - was bei einer Runde je nach Schwimmtempo ungefähr 1 bis 1 1/4 Stunden sind. Ich hatte noch gefragt ob ich da mal mitmachen kann - das war vor Montag ich habe zunehmend mehr Respekt vor der Thematik und Hochachtung vor diesen routinierten Eisschwimmern.
bergflohtri ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 26.11.2020, 16:00   #67
Otscho
Szenekenner
 
Registriert seit: 08.02.2018
Beiträge: 126
Zitat:
Zitat von bergflohtri Beitrag anzeigen
Der Unterschied zwischen den beiden Malen Schwimmen von der Wirkung des kalten Wassers war offensichtlich...
Man spürt im niedrigen Bereich jedes Grad Unterschied.
Und es ist dann auch nicht nur einfach Kälter, sondern das Gefühl ansich ist auch ein anderes. Bei mir ist es so, dass ich bis etwa 8 Grad gefühlt normale Schwimme, natürlich ist es am Anfang kalt, dann gewöhnt man sich aber dran und schwimmt erstmal in einem einigermaßen komfortablen Bereich, der sich dann eigentlich auch nicht wirklich kalt anfühlt. Erst nach 45-60min fängt es dann an, kälter zu werden und das ist dann so das Zeichen dass man langsam raus gehen sollte.
Temperaturen beim Eisschwimmen, also <5 Grad, sind dagegen eher Dauerstress. Zumindest ich komme da nicht in einen Bereich wo ich mir sage, ja, jetzt ist es eigentlich ganz angenehm, sondern man merkt immer, worin man eigentlich schwimmt.
Otscho ist offline   Mit Zitat antworten
Alt Gestern, 21:06   #68
Kälteidiot
Ist alles so schön bunt hier!
 
Registriert seit: 19.10.2020
Beiträge: 25
Hallo,

ja ich verstehe mich auch immer mehr als "nur" Zugseilverweigerer. und auch die Dunkelheit motiviert mich nicht unbedingt.

Wie man bei den Wassertemperaturen nur mit Badehose und Badekappe überhaupt und sogar über eine Stunde schwimmen kann wird mir ewig ein Rätsel bleiben. Grossen Respekt vor dieser Leistung.

Bei mir sind es zur Zeit ca 7 - 8 Grad Wassertemperatur. Ich schwimme tapfer meine 1200 bis 1500 Meter und finde es auch gut.
Das Gefühl wechselt quasi von einem auf den anderen Meter von ok gut auf uäh unangenehm um dann wieder auf ok gut zu wechseln.
Cool ist, ich kann den Grund sehen und manchmal "versinke" ich mit meinen Gedanken im Schwimmen und Dahingleiten.

Dennoch, am schwierigsten ist es den ersten Schritt zu tun, also den Neo anzuziehen. Wenn das geschehen ist läuft alles mehr oder weniger automatisch ab.

Und nach dem Shwimmen ist es einfach irre wie ich mich freue wieder im Wasser gewesen zu sein.

Zum GPS Empfang:
Am Handgelenk zeichnet die Uhr (Fenix 3) utopische Strecken auf. Ich hab mir einen kleinen wasserdichten Beutel besorgt. Den habe ich (wie eine Resttube an ein Startnummerngurt gebunden. Der GPS Empfang ist deutlich besser, leider schwimme ich doch nicht so viel wie ich dachte.

Heute Morgen am See war es richtig sportlich. Eine Frau machte Tai Chi, zwei Männer übten sowas wie Stockkampf und ich schwamm da rum. Toll ist, man grüsst sich freundlich, wünscht sich einen schönen Sonntag und lässt sich ansonst in Ruhe und trotzdem freue mich da nicht ganz alleine zu sein.

Ich freue mich auf den ersten Schnee....
Kälteidiot ist offline   Mit Zitat antworten
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