gemeinsam zwiften | facebook-Gruppe | youtube | instagram | forum heute
Individuelle Trainingspläne vom persönlichen Coach
Start 2023!
Individueller Trainingsplan vom persönlichen Coach
Wissenschaftliches Training
Doppeltes Radtraining: Straße und Rolle mit separaten Programmen
Persönlich: Regelmäßige Skype-Termine
Mehr erfahren: Jetzt unverbindlichen Skype-Talk buchen!
Putin und die Ukraine - Seite 801 - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
Zurück   triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum > Offtopic > Politik, Religion & Gesellschaft
Registrieren Benutzerliste Suchen Heutige Beiträge

Thema geschlossen
 
Themen-Optionen
Alt 10.06.2022, 09:52   #6401
TriVet
Szenekenner
 
Benutzerbild von TriVet
 
Registriert seit: 25.05.2008
Ort: Kraichgau
Beiträge: 3.377
Zitat:
Zitat von Koschier_Marco Beitrag anzeigen
Umfrage zur Stimmung des europäischen Business in Russland.
Auf n-tv klingt das wenig optimistisch:
Russland scheint die vom Westen verhängten Sanktionen recht gut wegzustecken. Doch das Land steht vor einer heftigen Rezession. Und das ist erst der Anfang.

Dem Ökonomen Branko Milanovic zufolge ist Russland auf dem Weg zu einer Re-Sowjetisierung. Das Land sei völlig abhängig von westlicher Technologie, schreibt der Ökonom in seinem Blog. Er war viele Jahre der Chef-Ökonom der Forschungsabteilung der Weltbank. Russland habe die Industrie, das Rückgrat von wirtschaftlicher Entwicklung, über Jahrzehnte vernachlässigt und sich auf Rohstoffe und Nahrungsmittelproduktion beschränkt, so Milanovic. Das Land müsse seine Industrie auf Grundlage einer Infrastruktur wiederbeleben, die "seit 30 Jahren vor sich hin rostet".
TriVet ist gerade online  
Alt 10.06.2022, 10:09   #6402
Hafu
Szenekenner
 
Benutzerbild von Hafu
 
Registriert seit: 23.10.2006
Beiträge: 18.025
Ich würde vermuten, dass die Schlüsselrolle, wie Russland mit den westlichen Sanktionen zukünftig zurecht kommt, ganz entscheidend von China abhängen wird.

China ist groß genug und wirtschaftlich stark genug, um einerseits als zukünftiger alternativer Käufer von Russlands Rohstoffen in Frage zu kommen und um andererseits aber auch wichtige Schlüsseltechnologien nach Russland zu verkaufen.

Allerdings steht Chinas Premier Xi Jinping wegen seiner Nähe zu Putin in der chinesischen Partei gerade unter Druck und könnte alleine um seine innenpolitische Machtbasis zu stärken demnächst auf mehr Distanz zu Russland achten.

Auf n-tv gibt es gerade einen interessanten Text zur Situation von Jinping.

China steckt in zwei Sackgassen:
Putins Niederlage wäre Xis Horrorszenario


Wenn die in dem Text skizzierten Annahmen stimmen, wäre das doppelter Ansporn für die USA, alles dafür zu tun, dass die Ukraine mittelfristig die Oberhand gewinnt gegen Putin, da damit indirekt auch die Machtbasis der USA im für die Amis weitaus bedeutsameren Konflikt gegen das aufstrebende China gestärkt wird.
Und auch die EU mit ihren wirtschaftlich stärksten Ländern Frankreich und Deutschland sollten diesen Aspekt bei der Entscheidung über schnelle weitere Waffenlieferungen nicht aus den Augen verlieren, denn auch die EU hat keinerlei Interessen, dass die für die EU teilweise teuren Sanktionen von China unterlaufen werden und China damit über Wettbewerbsvorteile gegenüber der europäischen Wirtschaft verfügt.
__________________
balancing triathlon with life

www.funkfamily.de
Hafu ist offline  
Alt 10.06.2022, 10:34   #6403
TriVet
Szenekenner
 
Benutzerbild von TriVet
 
Registriert seit: 25.05.2008
Ort: Kraichgau
Beiträge: 3.377
Interessanter Einblick in russische Exilseelen auf republik.ch:
Warum unterstützen Millionen von Russinnen weltweit den Krieg, obwohl sie Zugang zu allen Informationen haben? Die Propaganda des Kreml ist nicht der wichtigste Grund.

Daraus:
In der Republik Moldau, in der ich damals lebte, wurde alles um mich herum – TV-Sendungen, Laden- und Strassen*schilder und sogar Strassen*namen – von Russisch auf Rumänisch umgestellt. Ausserdem kehrte man zum lateinischen Alphabet zurück (eine Umkehrung der vorherigen Zwangs*kyrillisierung), man verpflichtete russisch*sprachige Schulkinder zum Rumänisch*lernen und veränderte die Lehrpläne für den Literatur- und Geschichts*unterricht.

Für mich als Kind war das alles nicht weltbewegend. Ich lernte zügig Rumänisch, wie Kinder das eben machen. Für die russisch*sprachigen Erwachsenen war es allerdings nicht so einfach. Im Erwachsenen*alter eine komplett neue Sprache von der Pike auf zu lernen, ist schwer. Das eigentliche Hindernis aber war die Überheblichkeit. Jahrzehnte sowjetischer Propaganda – allein schon die vielen Filme, die in Moskau spielten – hatten Menschen wie Tanja die Vorstellung vermittelt, die russische Sprache sei «die reinste und schönste Sprache» überhaupt. Russisch*sprachige Menschen wie Tanja sahen nicht ein, warum sie eine «rückständige» Sprache wie Rumänisch oder gar eine «tote» Sprache wie Ukrainisch oder Estnisch lernen sollten, wo sie doch schon «die Sprache Dostojewskis» sprachen. Genauso wenig leuchtete ihnen ein, warum sie eine Regierung akzeptieren sollten, die aus lauter Leuten bestand, die nicht Russisch sprachen. Ausserdem lohnte sich der Versuch in ihren Augen schon deshalb nicht, weil sie ernsthaft davon ausgingen, dass die Wieder*vereinigung der Sowjetunion nur eine Frage der Zeit sei.

Dies waren die Gespräche, die ich in unserem Russisch sprechenden Freundes- und Bekannten*kreis als Kind mitbekam. Überraschender*weise höre ich 30 Jahre später meine eigenen Verwandten immer noch so reden. Diese Menschen hoffen noch immer, dass Russland sie vor den «minderwertigen» nationalen Mehrheiten erretten und ihnen ihre ersehnten russischen Renten zahlen werde. Diese Menschen warten nach wie vor darauf, dass Russland ihnen die Sparbuch*guthaben zurück*geben wird, die sie beim Zusammen*bruch der Sowjet*union verloren. Die Angehörigen dieser sogenannten «betrogenen Generation» sind die letzten Opfer der sowjetischen Propaganda. «Betrogene Generation» ist die umgangs*sprachliche Bezeichnung für die russischen Mutter*sprachler, die ein nostalgisches Verhältnis zur Sowjet*vergangenheit haben. «Betrogen» sind sie, weil sie an die sowjetische und nunmehr russische Propaganda glauben und hoffen, dass Russland sie vor den «Ungerechtigkeiten» der postsowjetischen Welt beschützen wird. Insbesondere glauben sie fest daran, dass Russland ihnen helfen wird, ihre Ersparnisse zurück*zubekommen, die sie auf ihren sowjetischen Sparbüchern liegen hatten und ihnen verloren gingen, als die Sowjetunion zu existieren aufhörte.
TriVet ist gerade online  
Alt 10.06.2022, 10:42   #6404
dr_big
Szenekenner
 
Registriert seit: 17.03.2011
Beiträge: 2.440
Absolut widerlich, egal was da früher passiert ist, nichts rechtfertigt den Mord an einer Nation. Ich verstehe diese Menschen nicht.
dr_big ist gerade online  
Alt 10.06.2022, 10:45   #6405
Koschier_Marco
Szenekenner
 
Benutzerbild von Koschier_Marco
 
Registriert seit: 15.06.2011
Beiträge: 1.523
Zitat:
Zitat von TriVet Beitrag anzeigen
Auf n-tv klingt das wenig optimistisch:
Russland scheint die vom Westen verhängten Sanktionen recht gut wegzustecken. Doch das Land steht vor einer heftigen Rezession. Und das ist erst der Anfang.

Dem Ökonomen Branko Milanovic zufolge ist Russland auf dem Weg zu einer Re-Sowjetisierung. Das Land sei völlig abhängig von westlicher Technologie, schreibt der Ökonom in seinem Blog. Er war viele Jahre der Chef-Ökonom der Forschungsabteilung der Weltbank. Russland habe die Industrie, das Rückgrat von wirtschaftlicher Entwicklung, über Jahrzehnte vernachlässigt und sich auf Rohstoffe und Nahrungsmittelproduktion beschränkt, so Milanovic. Das Land müsse seine Industrie auf Grundlage einer Infrastruktur wiederbeleben, die "seit 30 Jahren vor sich hin rostet".
Das stimmt so langfristig haben nur westliche Firmen investiert, die Oligarchen verwenden das Eisen aus der SU investieren nur in Jachten aber nicht in Anlagen
Koschier_Marco ist offline  
Alt 10.06.2022, 12:52   #6406
Koschier_Marco
Szenekenner
 
Benutzerbild von Koschier_Marco
 
Registriert seit: 15.06.2011
Beiträge: 1.523
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
Ich würde vermuten, dass die Schlüsselrolle, wie Russland mit den westlichen Sanktionen zukünftig zurecht kommt, ganz entscheidend von China abhängen wird.

.
Ich würde da Indien nicht vergessen, die nehmen im Moment mehr Rohstoffe ab als China.

Russen sind gegenüber Chinesen ziemlich rassitisch - obwohl Sie sich das nicht leisten können - diese Zweckehe hält solange es für beide gut ist und ist von tiefen beiderseitigen Mißtrauen gekennzeichnet.

муравьи werden die Chinesen oft genannt - Ameisen
Koschier_Marco ist offline  
Alt 10.06.2022, 14:32   #6407
craven
Szenekenner
 
Registriert seit: 03.01.2011
Ort: BaWü
Beiträge: 689
Wahnsinn. Eine beängstigende Beschreibung...
craven ist gerade online  
Alt 10.06.2022, 15:21   #6408
TRIPI
Szenekenner
 
Registriert seit: 23.04.2015
Beiträge: 575
Ein Zitat aus dem nächsten Absatz:
Zum Russen oder zur Russin wird man, indem man alles aus Russland Stammende als «unbestreitbar überlegen» und alles, was nicht aus Russland kommt, als «offenkundig minderwertig» erkennt.




Ich kenne ein paar von denen. Russland ist toll und groß und mächtig. Fragt sich nur warum dann Omi und Opi immer aus Russland angekutscht werden um hier operiert zu werden wenn es wo zwickt.

Einfach feinstes Cherrypicking
TRIPI ist offline  
Thema geschlossen


Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 14:30 Uhr.

XXX
Nächste Termine
Anzeige:
Anzeige:
Rechner

Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2022, Jelsoft Enterprises Ltd.