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Hallux Valgus - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Alt 15.06.2011, 18:19   #1
iron-bambi
Szenekenner
 
Benutzerbild von iron-bambi
 
Registriert seit: 22.11.2008
Beiträge: 378
Hallux Valgus

Viele werden den von sich selbst oder Bekannten kennen.
Für alle anderen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hallux_valgus

Ich habe mir im Laufe der Jahre den rechten Ballen auch soweit raus getreten, sehr wahrscheinlich mit Absinken des Quergewölbes als Ursache, dass das bei langen Läufen und in engen Radschuhen schon gelegentlich schmerzhaft wird.

Jetzt frage ich mich natürlich, ob und wie man das "therapieren" kann. Bringen Schienen oder sonstige Gimmicks was? Wie sieht es mit Fußgymnastik, Kräftigungsübungen aus? Oder muss ich die Chirurgen sowieso irgendwann ranlassen?

Danke schon mal für sachdienliche Hinweise!
Gruß Bambi
iron-bambi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2011, 18:42   #2
pinkpoison
 
Beiträge: n/a
MEine ehemalige Lebensgefährtin hatte an beiden Füßen massiv ausgeprägten Hallux Valgus, mit dem sie aber trotzdem Marathon gelaufen ist. Irgendwann aber führte dann vor gut 18 Jahren kein Weg mehr an drei OP's (erst links, dann rechts, dann nochmal ne Materialentfernung) vorbei, die das Problem zwar nicht ganz beseitigt haben, aber zumindest deutliche Linderung der Alltagsbeschwerden brachten sowie den Kauf von normalen Schuhen wieder möglich machte. In den Folgejahren konnte sie dann wieder problemlos Marathon laufen und trotz ihrer verhauten Füße auch in Roth finishen. Sie würde die OP's jederzeit wieder machen, auch wenn es eine harte Zeit war, wieder in Tritt zu kommen.

Ihre/unsere Erfahrungen damals liefen darauf hinaus, dass das beste Mittel, das Problem einzudämmen regelmäßige Kräftigung und Mobilisation der Fußmuskulatur insb. des Großzehengrundgelenks ist. Das bleibt einem auch nach einer OP lebenslang als Aufgabe erhalten.

Einlagen mit ausgeprägter Pelotte lindern an einem langen Tag den Schmerz, aber machen die Muskeln eben auch faul. Über Nacht kann man es auch mal mit speziellen Schienen versuchen, die das "schiefe Gelenk etwas begradigen helfen sollen. Ich hatte den Eindruck, dass das eher von vernachlässigbarer Wirkung gegenüber Kräftigung und Mobilisation war.

Wichtig ist, Schuhe zu kaufen, die ordentlich breite Zehenboxen haben - zb die Schuhe von Bär, aber auch viele NB-Modelle kommen da in Frage. Sind die Schuhe zu schmal, so führt das regelmäßig zu Scheuerstellen und Blasen und Großzehengrundgelenk.

Gruß Robert
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Alt 15.06.2011, 22:24   #3
oldrunner
Szenekenner
 
Benutzerbild von oldrunner
 
Registriert seit: 12.07.2007
Beiträge: 341
http://www.orthoillustrated.com/

vermutlich wirst du um eine OP nicht herumkommen
__________________
http://grizzlies.de
oldrunner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2011, 23:20   #4
iron-bambi
Szenekenner
 
Benutzerbild von iron-bambi
 
Registriert seit: 22.11.2008
Beiträge: 378
Danke für den Erfahrungsbericht und den interessanten Link.

Was die OP angeht klammere ich mich erstmal an folgende Passage:


!How is it treated?

Non-operative
Bunions that are not painful should be treated non-operatively. Your surgeon will prescribe shoes with wide toe boxes, a device that corrects the position of the toe, or a pad that protects the bunion from rubbing inside the shoe."

Bei mir tuts ja bislang nur durch den Druck und das Scheuern im Schuh weh.
iron-bambi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2011, 06:33   #5
Goldie
Szenekenner
 
Registriert seit: 17.05.2011
Beiträge: 451
Larsen thematisiert u.a. den hv, und Übungen fürs Quergewölbe sind da auch drin.
Goldie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2011, 07:42   #6
Shangri-La
Szenekenner
 
Benutzerbild von Shangri-La
 
Registriert seit: 18.04.2009
Ort: Back in Town ;-)
Beiträge: 1.324
Bei mir fing das Problem mit dem Triathlontraining und den dadurch gesteigerten Laufumfängen an.
Letzten Sommer hatte ich auch immer Schmerzen beim Laufen, allerdings war es bei mir egal ob lang oder kurz, bei langen Läufen habe ich mich sogar irgendwann an den leichten Schmerz gewöhnt.

Ich habe das Problem derzeit ganz gut mit folgenden Punkten in den Griff bekommen:
  • Ich trage an der Arbeit keine engen Schuhe mehr. Habe für mich die "El Naturalista" Schuhe entdeckt und dann von denen auch welche mit höherem Absatz anziehen (für dich jetzt nicht von Bedeutung ).
  • Des Weiteren ist mein rechter Großzeh fast immer mit Kinesiotape so getaped, dass das Gelenk nach außen gezogen wird.
  • Ich mobilisiere auch sehr häufig das Gelenk und massiere / dehne die Sehnen im inneren Fußgewölbe.
  • Ich habe mich lange gegen Einlagen / Pelotten gewehrt, weil ich ebenfalls der Meinung bin, dass dadurch die Muskulatur leidet. Leider geht es nicht mehr ohne, vorallem in "normalen" Schuhen an der Arbeit. Daher habe ich in allen meinen Schuhen mittlerweile eine ausgeprägte Pelotte. In meinen "Arbeitsschuhen" trage ich Einlagen. In meinen Rad- und Laufschuhen die ich häufig benutze ebenfalls Einlagen mit starker Pelotte. Ansonsten habe ich mir für die leichten, schnellen Laufschuhe einfach eine Pelotte unter die Originaleinlage kleben lassen. Das funktioniert bei mir super.
  • In der Freizeit trage ich fast nur Nike Frees oder Five Finger Schuhe. Letztere helfen super bei schmerzendem Großzehengelenk! Kann ich nur empfehlen.
  • Da meine Radschuhe vorne etwas eng waren und an mein Zehgelenk gedrückt haben, habe ich sie erstens weiten lassen und zweitens vorne am Großzehengelenk eingeschnitten. Ich habe genau da einen Klettverschluss, den ich dadurch lockerer schließen kann.

Für mich habe ich derzeit mit den o.a. Punkten einen Weg gefunden ohne Schmerzen trainieren zu können.
Shangri-La ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.2011, 09:12   #7
aRa
Szenekenner
 
Benutzerbild von aRa
 
Registriert seit: 21.06.2008
Ort: Gründau
Beiträge: 578
Moin,

je nach Stadium des Hallux ist eine konservative Therapie recht schwierig und muss sehr intensiv sein um Fortschritte zu machen.

Im Prinzip wurden schon die wichtigsten Sachen angesprochen. Um jedoch einen deutlich Effekt zu erziehlen müssen die Turn-Over Zeiten von Kollagen-Gewebe beachtet werden. d.h. Am Anfang der Therapie steht erst einmal das Mobilisieren des Großzehengrundgelenks im Vordergrund und die Festigung dieses Ergebnisses.
Die Schiene, welche von Robert bereits erwähnt wurde, und Einlagen spielen hier die Entscheidende Rolle! Trägst du die Schiene nur Nachts wird ein Effekt so gut wie 0 sein, da der Reiz auf das Kollagen einfach zu kurz ist. Es braucht einen ständigen Reiz um sich an die Situation anzupassen. Wichtig ist hier jetzt auch ide Turn-Over Zeit, sie beträgt 6 Wochen. Diese Zeit braucht das Gewebe um sich an die "neue" Gegebenheit anzupassen und zu festigen. In dieser Zeit muss die Schiene 24 Std. getragen werden!!! Einlagen immer dann wenn der Fuß belastet wird, also nachts und beim Sitzen nicht, Schiene jedoch 24 Std.!!!

Für die Therapie heißt das im Prinzip:
Mobilisieren des Gelenkes und des gesamten Fußes durch einen PT mit Manueller Therapie. Parallel dazu muss das Gelenk geschient werden und zwar 24 Std. über 6 Wochen. Anschließend muss die Muskulatur gekräftigt werden.

Entscheidende ist das ständige tragen der Schiene über 6 Wochen!!!!

LG
Flo
aRa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2011, 23:24   #8
reisetante
Szenekenner
 
Benutzerbild von reisetante
 
Registriert seit: 26.11.2010
Ort: Wieder dahoam!
Beiträge: 1.018
Falls Du das irgendwann operieren lassen musst, dann kann ich Dir Dr. Niezold in Neuss empfehlen (falls das nicht zuweit weg ist). Ich habe zwar von ihm keinen Hallux Valgus operieren lassen, dafür etwas anderes am Fuß, was nicht jeder macht. In der Belegbettenklinik war ich jedenfalls umgeben von Patienten/-innen, die schon nach wenigen Tagen vom Ergebnis begeistert waren und danach auch nicht mit Krücken laufen mussten.
reisetante ist offline   Mit Zitat antworten
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