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triathlon-szene Saisonausklang "Hammer the bike" in Freiburg 12./13.09.2020 - Seite 31 - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Individuelle Trainingspläne / Coaching In diesem Bereich geht es um das individuelle, persönliche Coaching von triathlon-szene

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Alt 30.09.2020, 11:23   #241
longtrousers
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Registriert seit: 03.07.2011
Beiträge: 3.030
Ich habe dieses Jahr vor Podersdorf auch Wettkampfrunden simuliert. 30 km bei mir in der Gegend, manchmal mehrere Runden mit kurzer Pause. Ich fahre sie mit Herzfrequenz 138, was heisst dass ich versuche unter 139 zu bleiben.
Hierunter eine Tabelle wo ich jeweils die Wattzahl der ersten Runde notiert habe, die Zweite oder Dritte hatten natürlicherweise immer weniger Watt bei HF 138.
Die erste Augustwoche war die "echte" Podersdorfrunde (ich war dort in Urlaub) und die erste Septemberwoche war die erste Runde im Wettkampf.

2. Juliwoche 210W
4. Juliwoche 199W
4. Juliwoche 203W
5. Juliwoche 206W
1. Augustwoche 208W
3. Augustwoche 185W
4. Austwoche Mo-Do leichter Infekt Freitag 195W
1. Septemberwoche 185W

Man sieht, dass ich zwischen 185 und 210 W schwankte. Woran das lag weiss ich auch nicht.
Jedenfalls, wenn ich jetzt am Wettkampftag 195W gefahren wäre, was eh schon konservativ gewesen wäre gegenüber die Juliwochen, hätte ich mit HF 145 fahren müssen und wäre 100% eingebrochen.

Also manche gähnen schon wenn ich meine Meinung wieder kundtun muss: man sollte nach HF oder wenigstens nach Gefühl fahren, die Wattzahl ist lediglich das, was am Ende rauskommt. Zumindest bei mir: aber vielleicht gibt es Leute bei denen das besser klappt.
__________________
Teil einer seriösen Vorbereitung ist immer, sich Ausreden zurechtzulegen.
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Alt 30.09.2020, 12:02   #242
Klugschnacker
Arne Dyck
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Registriert seit: 16.09.2006
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Beiträge: 18.486
Zitat:
Zitat von longtrousers Beitrag anzeigen
Man sieht, dass ich zwischen 185 und 210 W schwankte. Woran das lag weiss ich auch nicht.
Vielleicht liegt es an den höheren Umfängen im Juli? Durch die Ermüdung ist der Puls dann bei gleicher Leistung niedriger. Oder andersherum: Bei gleichem Puls ist die Leistung durch die Ermüdung höher.

Wenn Du dann getapert und ausgeruht bist, geht der Puls bei gleicher Leistung wieder rauf. Oder andersherum: Bei gleichem Puls ist die Leistung niedriger.

Könnte das sein?
Klugschnacker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.09.2020, 12:25   #243
tandem65
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Registriert seit: 21.08.2010
Ort: 69493 Hirschberg
Beiträge: 7.085
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Wenn Du dann getapert und ausgeruht bist, geht der Puls bei gleicher Leistung wieder rauf. Oder andersherum: Bei gleichem Puls ist die Leistung niedriger.
Oder ganz andersherum, bei Ermüdung höherer Puls bei gleicher Leistung?
__________________
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Alt 30.09.2020, 12:32   #244
Estebban
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Registriert seit: 17.01.2019
Beiträge: 1.980
Zitat:
Zitat von tandem65 Beitrag anzeigen
Oder ganz andersherum, bei Ermüdung höherer Puls bei gleicher Leistung?
Oder der Ausreißer nach unten im August lag daran, dass man dehydriert ins Training gegangen ist weils ja die hitzeperiode war?
Mir persönlich ist Puls viel zu variabel - alleine schon die Aufregung im Rennen bringt schon nen Ausschlag nach oben.
Aber ist doch gut, wenn du mit Puls deinen Richtwert gefunden hast, bei mir funktionieren NP Watt deutlich besser.
Die Frage ist ja auch immer wie viel spielt nicht vielleicht der Kopf mit rein? Bspw bei dir: du denkst du darfst nicht über 138 Puls raus. Bist aber radgefahren mit 145 und denkst beim Start des Marathons schon „das kann nix geben“. Wenn’s bei km 25 dann richtig hart wird denkst du entweder „ich muss das können, weil der Puls unten war, ich beiß mich da jetzt durch“ oder „nee das gibt nix, war ja klar, Puls war ja auch zu hoch“.

Geht natürlich mit Watt genauso
Estebban ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 30.09.2020, 12:33   #245
longtrousers
Szenekenner
 
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Registriert seit: 03.07.2011
Beiträge: 3.030
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Vielleicht liegt es an den höheren Umfängen im Juli? Durch die Ermüdung ist der Puls dann bei gleicher Leistung niedriger. Oder andersherum: Bei gleichem Puls ist die Leistung durch die Ermüdung höher.

Wenn Du dann getapert und ausgeruht bist, geht der Puls bei gleicher Leistung wieder rauf. Oder andersherum: Bei gleichem Puls ist die Leistung niedriger.

Könnte das sein?
Danke zuerst mal für deine Gedanken.
Vielleicht ist es das. Das habe ich so noch nicht gehört. Hört sich auf den ersten Blick unlogisch an, aber wird wohl so sein.


Ich hatte Ende August nutürlich auch dieses kleine Infekt.

Ein anderer Punkt woran ich arbeiten will nächster Saison ist was du schon mal schriebst bezüglich GA1 bei langen Ausfahrten. Ich mache das seit Jahren im oberen GA1. Du schriebst, dass das zuviel ist. Vielleicht hat mir das auch ein wenig zu müde gemacht. Jedenfalls werde ich meine GA1 Runden nächstes Jahr bei HF 125 statt 130 machen.
__________________
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Alt 30.09.2020, 12:56   #246
Klugschnacker
Arne Dyck
Triathlon TV-Sendung
Redaktion
 
Benutzerbild von Klugschnacker
 
Registriert seit: 16.09.2006
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Beiträge: 18.486
Zitat:
Zitat von tandem65 Beitrag anzeigen
Oder ganz andersherum, bei Ermüdung höherer Puls bei gleicher Leistung?
Das wäre dann meiner Meinung nach bereits ein mögliches Anzeichen für Übertraining, also chronische Ermüdung. Bei normaler Ermüdung bis hin zum Overreaching ist der Puls im gesamten Leistungsspektrum niedriger, erreicht aber auch keine Spitzenwerte mehr.

Ein "lebendiger" Puls, der dicht am Gas hängt und auch individuell hohe Werte erreicht, ist normalerweise ein Zeichen für einen ausgeruhten Zustand. Ein träger Puls, der nur zäh der Leistung folgt und insgesamt recht niedrig ist und keine individuellen Spitzenregionen erreicht, ist ein Zeichen für einen ermüdeten Zustand.
Klugschnacker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.09.2020, 22:01   #247
ThomasG
Szenekenner
 
Registriert seit: 23.01.2012
Beiträge: 4.721
Früher haben sie zwischen zwei Arten von Übertraining unterschieden.
Bei der einen Art überwiegenden die erregenden Prozesse, was sich in einem erhöhten Ruhepuls vor allem zeigt und einer schlechten Erholungsfähigkeit, womit die Zeit gemeint war, die verstreicht bis man nach Belastungen nach anschließender völliger Entlastung wieder den Ruhepuls bzw. den Ausgangspuls in unbelastetem Zustand erreicht.

Bei der zweiten Art von Übertraining hieß es würden die hemmenden Prozesse überwiegen, was sich in einem tiefen Ruhepuls zeigen würde.
Die Erholungsfähigkeit in dem Sinne, wie ich es oben beschrieben habe, wäre da häufig ausgesprochen gut.

Die erste Art von Übertraining wäre relativ leicht zu erkennen und auch zu überwinden.
Ein paar Wochen regeneratives Training würden genügen.

Die zweite Art wäre viel schwerer zu erkennen bzw. zu überwinden und unter ihr würden in der Regel nur Leute leiden, die viele Jahre Ausdauersporttraining hinter sich haben auf einem hohen Niveau.

Da die Leute in der Regel nicht über Monate oder gar Jahre in den beschriebenen Zuständen verharren, hörte die Beschreibung des Verlaufs sozusagen auf.
Der Ruhepuls wird denke ich auch bei den Leuten, bei denen er relativ tief war irgendwann steigen einfach, weil die Herzkreislauffähigkeit mit der Zeit sinken müsste, wenn eben nur noch zunächst ganz tiefe Intensitäten erreicht werden können.
Der Puls steigt dann, weil das Herz in erster Linie weniger Kapazität hat (geringeres maximales Schlagvolumen).

Was passieren könnte, wenn man im ersten Zustand länger verharrt dagegen, da las ich Hinweise.
Dann würde man in den zweiten Zustand geraten.

Das zentrale Nervensystem steuert die Leistungsbereitschaft.
Es gibt zwei Nerven.
Den Sympathikus (er erhöht die Erregungsprozesse) und den Parasympathikus (er erniedrigt die Erregungsprozesse und fördert die Regenerationsfähigkeit).
Je nachdem welcher Nerv dominiert, ergibt sich eine relativ hohe oder eine relativ niedrige Leistungsbereitschaft.
Das ist auch bei Sportlern so, die nicht übertrainiert sind, aber bei ihnen findet ein harmonischer Wechesl statt, je nachdem, ob sie gerade trainieren oder sich von Training erholen.
Im übertrainierten Zustand funktioniert das "Umschalten" immer schlechter.

Das was ich geschrieben habe und eben noch ergänzt ist das Bild zu dem ich über die Jahre gekommen bin.
Früher habe ich ziemlich viel über sportwissenschaftliche Themen gelesen.

Geändert von ThomasG (01.10.2020 um 02:20 Uhr).
ThomasG ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.09.2020, 23:24   #248
Nole#01
Szenekenner
 
Benutzerbild von Nole#01
 
Registriert seit: 17.02.2016
Ort: Steiermark
Beiträge: 1.184
Spannendes Thema.

Kann folgendes von meiner ersten LD heuer berichten:
Nach den Keysessions am Wochenende (lang Rad Sa + langer Lauf So) habe ich zu Beginn der Folgewoche den Puls kaum hochbekommen. In der Ruhewoche gegen Ende ging der Puls leichter hoch. Bis 2 Wochen vor dem Rennen alles im Rahmen.

Genau 2 Wochen vor dem Rennen habe ich dann am Woche Gefühlt nix mehr auf die Reihe bekommen und der Puls war deutlich höher als die Wochen davor. Daraufhin habe ich mich die letzten beiden Wochen ziemlich mies gefühlt und die Pulswerte waren hoch wie lange nicht. Habe dann etwas mehr rausgenommen im Tapering als geplant. Auch am Tag vor dem Rennen konnte ich mir nicht vorstellen ein gutes Rennen abzuliefern und Leistung bringen.

Das Rennen lief dann aber richtig gut.
Vermutlich war ich in den Wochen davor etwas drüber und nicht in Bestform. Das Ergebnis war für mich aber spitze.

Den Puls habe ich im Rennen am Rad weggeschalten, weil ich sonst vermutlich gleich die Nerven weggeschmissen hätte wenn ich das gesehen hätte. Bin nach Gefühl gefahren und an der unteren Range meiner Zielwatt. Hatte dann am Puls 145 Schnitt. Rund 10 Schläge mehr als ich erwartet hätte. Der Marathon war trotzdem stark.

Wie würdest du das einschätzen Arne?
__________________
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