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Alt 28.02.2024, 21:23   #5449
sybenwurz
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Hm, die aktuellen sind von Kohla, wie geschrieben mal sehn, was die dazu sagen, wenn ich sie einschicke.
An irgendne Dummheit, die ich damit anstelle, glaube ich nicht, dazu war ich direkt bei der ersten Benutzung zu geschockt und hab direkt gegoogelt und beim Hersteller nachgelesen, was die zu Benutzung, Lagerung, Pflege schreiben.
Die Pomoca der Dynafits, die ich davor hauptsächlich benutzt hab, waren Bombe. Fünf Jahre nix damit gemacht als aufgezogen, abgezogen, Kleber auf Kleber zusammengepappt (diese Gipfelsockerln gespart... ) und im Sommer in der ungenutzten Gästetoilette, durch die die Kandidaten am Wochenende eingestiegen sind, kühl und schattig gelagert.
Denke die werdens, vorallem wegen der Erfahrung, die mal 'richtigrum' aufzuziehen.
Bei Dynafit werdense ja hinten zuerst eingehängt und gegen den Strich aufgeklebt und vorne mit so nem Gumminöppel in ner Nut eingehakt (den man immer als Ersatzteil dabeihaben sollte, aber nichtmal den ists mir bisher gelungen, zu zerstören und zu benötigen).
Aber egal, letztlich sind sogar die 20Jahre alten Colltex-Felle der Völkl SnowWolf nach dem Erneuern des Klebers problemloser als die neuen Kohla.
Schande!
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Im finstersten Winkel Frankreichs, wo das Kopfsteinpflaster herumspukt, begann ein Junge aus Gelderland zu sprinten. Eine halbe Stunde später drang durch eine Maske aus Schlamm und Kuhscheiße ein feines Lächeln. Ich schloss die Augen und hörte die Matthäus-Passion auf Rädern.
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Alt 28.02.2024, 21:52   #5450
sybenwurz
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Beiträge: 37.701
Und weil ich grad hier bin: Sonntach!

Wir haben Samstag Abend lange beratschlagt, was wir Sonntag machen wollen.
Erneut ne Skitour mit dem gleichen Ziel, nur auf (grösstenteils) anderen Wegen, die aber die vom Samstag einige Male kreuzen würden, wollte idealerweise niemand.
Vielleicht hab ich aber auch nur die Alternative, Wanderung auf den Grossen Osser, zu bombastisch dargestellt.
Ich hatte zufällig einige Tage zuvor einen Beitrag im Bayerischen Fernsehen über das Osser-Schutzhaus gesehen und nachdem der Berg als solcher direkt hinter meinem Pensionsort seit Jahren steht, lag der natürlich auch relativ nahe.
Also kurzgesagt, meine Teilnehmer stimmten alle dafür, Sonntag Wandern zu gehen.
Mir wars eh wurscht, ich freute mich aber, und hinterher sowieso doppelt.




Gleich vom Parkplatz weg gings ganz ordentlich bergauf. Wir waren früh genug dran, zum Glück, als wir von der Hütte zum Rückweg aufbrachen, wurds langsam brechend voll da droben.
Zunächst aber gings zur Osserwiese, von wo man auch mitm Gleitschirm starten kann und auf den Kleinen Osser.
Hier fanden wir dann nicht nur Schnee, sondern hübsch vereisten Fels, den wir aber bezwingen konnten, ohne die Grödeln anzuziehen.




Vorm (Grossen) Osser passierten wir noch die Künische Kapelle, von mir direkt in 'Komische Kapelle' umgetauft.




Ob der Grenz(?)stein da original hingehört, weiss ich nicht. Die Bayerisch-Tschechische Grenze verläuft ja übern Osser, nicht aber an der Komischen Kapelle vorbei, jedenfalls nicht heute.




Ein paar Schritte weiter und nach ner weiteren Kletterpartie standen wir abrupt vor der Hütte.
Klasse Haus, genau wie ichs mag. Keine ausufernde Speisekarte, Würstl mit Brot, Suppe wahlweise als Gemüsesuppe oder mit Würstleinlage, Kaffee, und der Kachelofen knallte derart, dass man ruckzuck im T-Shirt dasass.




Danach gings mit erneut besten Ausblicken über die etwas längere Route und etwa 5km zurück zum Parkplatz.
'Länger' bedeutet, wir waren so gut wie alleine unterwegs.
Die Gipfelstürmer spalten sich auf wie folgt: der Grossteil hechelt vom Parkplatz auf kürzestem Weg zur Hütte und auf der gleichen Route zurück.
Ein deutlich kleinerer Teil nimmt noch den kleinen Umweg über die Osserwiese und den Kleinen Osser mit, 'den weiten Weg' aussenrum, den wir zurück genommen haben, so gut wie geschrieben keiner.




Zurück am Parkplatz war dieser brechend voll, Punkt Drei waren wir zurück, hatten nen super Tag, ne geile Wanderung und um noch aufzulösen, wieso ich mich nun doppelt über die Wahl der Wanderung freute: auch in der Fränkischen Schweiz kann man gut und reizvoll wandern.
'Gipfelziele' wie hier im bayerischen Wald fehlen aber.
Nachdem ich nun den Arber unds Arbergebiet (und andre auch) ausreichend oft mit MTB, Touren- und Alpinski bezwungen und mir schon lange vorgenommen hab, auch mal wieder im Sommer hinzufahren, hoffe ich nach diesem Erlebnis, dieses Jahr neben den depperten 10 Hochtouren die ich irgendwie einsammeln muss und die weite Teile meiner Freizeit in Anspruch nehmen dürften, Muse zu finden, diesen Plan umzusetzen.
Rachel, Lusen, Brotjackelriegel, Dreisessel und viele mehr warten.
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Alt 03.03.2024, 21:08   #5451
sybenwurz
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Registriert seit: 05.01.2007
Ort: Puy la Clavette
Beiträge: 37.701
Schon wieder Sonntag.
Die Zeit vergeht wie nix.
Wenn nur das nächste Wochenende mit der Winterrettungsprüfung schon vorbei wär!
ich quäle mich seit tagen oder gar Wochen mit dieser depperten Tourenplanung und kann vor schlechtem gewissen, nicht noch mehr zu machen, kaum noch aus den Augen schauen.
Gestern mal wieder untern Bus gekrabbelt, der demnächst mal zum TÜV sollte und krass erschrocken ob des Anblicks des inneren Schwellers unter der Beifahrertür.
Da komm ich nicht nur nächste Woche nicht zum Schweissen, das wird ne grössere Angelegenheit.
Vorne suppt Diesel aus der gut ein Jahr alten Austauscheinspritzpumpe und ich find die 'Quelle' nicht, dementsprechend ist auch die Motorkapselwanne bzw. das Dämmmaterial darin triefnass.
Eigentlich wollt ich gestern nur n paar Rostpickel an dem sonst vermeintlich gut dastehenden Karren wegmachen, jetzt wirft die Drecksbüchse wieder die Planungen der nächsten Wochen und Monate übern Haufen.
Da ich nur spasseshalber ein Bike in der Firma mitgenommen hatte, kam mir das jetzt gut zupass und ich bin mit dem Ding heimgefahren.
Alte ScheiBe, Carbonrahmen, was ne Klapperschüssel. Ich glaub, ich jauch mal Bauschaum überall rein wo Kabelage oder Leitungen verlaufen, das geht ja auf keine Kuhhaut.
Kürzerer Vorbau wär auch nett, aber da die Zeiten der Wäscheleinen auch bei Shimano schon vorbei und hier dazu alles im Lenker und Vorbau verlegt ist: lieber drei Jahre nix zu Weihnachten.

Naja. Heut wollt ich eigentlich n bissl wandern, da es mit ein paar Rostpickeln am Bulli aber nicht getan war, wollt ich zu dem und da weitermachen, damit ich die Büchse wieder aus der Garage krieg.
Damit das nicht wieder nur in Autofahrerei ausartete, bin ich mitm Bike hin und hab ignoriert, dass die 17°C eigentlich für Höheres bestimmt gewesen wären.

Hinweg war mein früherer Arbeitsweg bzw. eine Alternative davon, kaum fährste da mal drei Jahre nimmer, kennste dich fast nimmer aus...

Fürn Rückweg wollt ich dann nicht den Weg von gestern nehmen und entschied mich für den durch die Stadt bzw. am Main entlang.
Es war nicht erst dort als mir klar wurde, dass das nicht die beste meiner Ideen war...




Aber zum Glück reichts ja, wenn die radelnde Zunft obacht gibt, damit das Fussvolk orientierungslos kreuz und quer umeinand stehen und latschen kann.
Da stehn zwar Schilder, die von _gegenseitiger_ Rücksichtnahme fabulieren, aber nach dem Motto 'nicht geschimpft ist genug gelobt', beschränkt sich die Rücksichtnahme der Fussläufigen im Idealfall darauf, keine Radler anzukacken, wennse der Meinung sind, die könnten zu schnell sein.
Am Ende der Promenade zeugen dann brechend volle Parkplätze mit der ihnen eigenen Anarchie davon, wo die Horden alle herkommen.
Aber gut, nächstes Mal bei Pisswetter, da iss dann Ruh.

nur wenige Meter weiter, in nem (zugegebenermassen eher ländlichen) Stadtteil das krasse Gegenteil.







Schnuckelige Pfade, murmelnde Bächlein, himmlische Ruhe.
Da stecken wir die drei Hanseln da formatfüllend aufm Geh-/Radweg unterwegs auch noch weg.




Schön, dasse nicht noch alle Tölen dabeihatten, die kreuz und quer durcheinanderspringen, so dass sie schliesslich von der Klingel aufgeschreckt erstmal ein vollmundiges Raumordnungsformat anzetteln müssten, der rechts nach links, der linke dafür nach rechts hupft und der mittlere sich gleich überhaupt gar nicht entscheiden kann, während sich die Hundeleinen (im Idealfall, wobei: da neben der Strasse ists ja der eigene Fifi, der leidet, wenn er vors Auto springt, im Wald kann man das Viech ja frei laufen lassen, das Wild geht einen persönlich ja eher weniger an) derweil in alle Richtungen verknoten.

Naja ok, schee woars nedd, ich sehne nächsten Sonntag herbei, egal wie die Geschichte ausgeht, aktuell kann ich mir nicht vorstellen, da nochmal vorzutanzen, sollte ich durchfallen, knorke wärs für die Zeit danach, das Bike nicht mehr nur für die Strecke von A nach B zu gebrauchen sondern wiedermal ne fetzige, interessante (vorallem dies!) Tour auf die Reihe zu kriegen.
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sybenwurz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.03.2024, 14:03   #5452
sybenwurz
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Registriert seit: 05.01.2007
Ort: Puy la Clavette
Beiträge: 37.701
So, es ist vollbracht, tatsächlich.
Endlich 'ausgelernt'.
Ich hätt sterben können dabei.
Wegen des wie üblich völlig überladenen Programms gings bereits Freitagabend los. Tourenplanung.
Dabei habense mich gleich mal gefickt.
Wie es irgendeiner mal so schön, vielgelobt und grossartig vorgemacht hatte, hab ich lustige Kartenausschnitte zusammengetragen, die Schlüsselstellen dazu eingetragen, den Lawinenlagebericht, Wettervorhersage, Tourlänge, also Dauer berechnet und und und, man hätte nen sauberen Powerpointvortag draus basteln könnnen, allein, ich hatte zwar den richtigen Lawinenlagebricht, also das passende Datum angeklickt, mich im Treffer dann aber wohl etwas vertan und die Prognose fürn Tag danach ausgewählt.
Merke: willste den fürn 12.2.23 ausm Archiv, musst du den fürn 11.2. anklicken, denn der ist fürn Folgetag, der vom 12. dementsprechend fürn 13.

Natürlich hab ich den Lässigen gegeben und nicht wie mein Vorgänger bei seinem Bussgang ne Nachbearbeitungs- oder Korrekturzeit erbeten, sondern direkt mit dem (leider nicht sehr ähnlichen) passenden LLB ausm Stegreif alles nochmal neu gemacht.
Darüber waren wir so beschäftigt, dass die 'Kleinigkeiten' wie Zeitmanagement oder erarbeitete Ausweichrouten völlig übergangen und somit auch nicht bewertet wurden.
Ging ja gut los...

Für Samstag die Ansage: Nebelhorn.
Schöne ScheiBe, da gibts nix, wo es flach ist. Oder andersrum, auf egal welcher Piste so steile Stellen, dass der Sau graust, da mitm beladenen Akja runterzupfügen.
Andererseits: berauschende Kulisse!




Unds ging auch gleich los.




Beladen, überprüfen und auf die Piste!




Die Strategie ist, man ist zu zweit unterwegs, einer fährt vor, guckt, wo der Patient aufgesammelt werden muss, der zweite kommt mit der Blechschüssel (alleine!) nach.
Das blieb uns zum Glück erspart, weil die Gruppen so aufgestellt waren, dass zwo Leuts bei der Lawinensuche waren und die restlichen vier zusammen bei der Akjarettung.
Einer Patient, einer Späher, zwo fahren die Büchse.
Die erste Gruppe hats ganz knorke gelöst, die waren so tief drin im steilen Tiefschnee im Hang, dass sie mit Fug und Recht das Ding seilgesichert haben ablassen können. Die Piste, wo sie dann rauskamen, war ziemlich easy zu fahren, das hab auch ich gesschafft.
Aber: erstens nicht mit dem mir angedienten Partner (wie durch einen Zufall wurden jeweils die Trupps so aufgestellt, dass es nach der schlechtesmöglichen Alternative für die Beteiligten aussah) und als ich zweitens an der Reihe war, haben wir direkt mal ne Havarie fabriziert, nach der, so der Tenor vorab, eigentlich die Prüfung schon gelaufen ist.
Allerdings habense mich dann auch nicht gleich heimgelassen, sondern noch drei(!) Mal so hergefotzt, dass ich nur noch Sternchen gesehen hab.




Der aufmerksame Beobachter sieht, dass der Hintermann die Karre anhebt, der vordere sie runterdrückt. Das hat den Hintergrund, dass vorne Bremsketten angebracht sind, die wirklich sehr effektiv sind.
Aber: meinereiner mit seiner geringen Bauhöhe hebt dahinten nix an, wenn einer drinliegt. Und drückt auch vorne nix runter im Gegenszug, weil dann nicht mehr passiert, als dass er in der Luft hängt und seine Skier wirkungslos im Nichts baumeln.
Das war nu aber von einem Prüfer so vorgegeben, nämlich, dass wir das Fuhrwerk eben an diesen Ringen am Ende der Stangen packen mussten und nicht wie bei der Vorbereitung, wo wir auch direkt an die Stangen greifen durften oder sollten, wie es von der Höhe sinnvoll gewesen wäre.
War natürlich nicht der Zeitpunkt, das gross zu diskutieren, also sehenderweise in den Abgrund springen und sich dreimal auf die Fresse packen.




Aber getreu dem Motto 'it ain't over 'til it's over' bleibste nach so nem verkorksten Tag nicht im Bett, sondern es geht weiter.
Wobei, strenggenommen hab ich in der Nacht kein Auge zugemacht, abwechselnd Schweissausbrüche und gefroren und nen Ruhepuls 20beats über Normalnull.
Immerhin kein Schädel, aber ich hatte bereits mit der Wirtin ausgemacht, dass ich das Zimmer noch bis abends nutzen konnte und meine Teilnahme an der abschliessenden Skitour (mit einigen spontanen Belustigungen) abgesagt.
Dann kam allerdings der Ausbildungsleiter daher und meinte, er würde mir anbieten, wenn ich doch mitginge, könnte ich die ersten paarhundert Aufstiegsmeter mit der Gondel fahren, dann wärens nur noch dreihundert Höhenmeter. Ich müsste nämlich nur nicht noch nen saugrossen Bock schiessen an dem Tag (und er glaube, dass ich das problemlos hinkriegen würde) um zu bestehen.
Oh Wunder, ne goldene Brücke!
Also, was machste jetzt? Die letzten sechs Jahre in den Acker kicken oder dich zsammreissen, s wenigstens probieren und im Idealfall all die Anstrengungen, Mühen und letztlich auch horrenden Kosten mit dem Bestehen abschliessen?
Ja, eben.
Weil eins war absolut klar: diese Winterrettungsausbildung würde ich mir mit tausendprozentiger Sicherheit kein zweites Mal antun.

Dann kams aber anders, als geplant. 300hm hochhatschen ist nicht das Ding, but then shit hit the fan.
Beim Aufstieg nachm Ausstieg ausm Lift wurd mir schon klar, dass ich trotz Händicap und beeindruckendem Puls nicht die Bremse im Feld war. Konnt mich also zurücknehmen und locker mithatschen.
200m vorm Gipfel wollten wir (angeblich) ein Schneeprofil graben, einer der Ausbilder geht an die Kante dort und brüllt plötzlich "Da ist ne Lawine abgegangen, da sind mindestens zwo verschüttet!!!"
Äh, wott? Ich hab nix gehört. Keine Lawine jedenfalls.
Die andern Ausbilder haben noch die Hände in den Taschen (bildlich jedenfalls), einer zückts Telefon und filmt. Achso ist das...
Felle runter, Helm auf, Augen zu und die 3-4m die Kante runterspringen, nachdemst geschaut hast, dass von oben möglichst keine Nachlawine droht unds LVS-Gerät schonmal auf 'Suchen' umstellen.
Signalsuche, Grobsuche, Feinsuche, Punktortung mit der Sonde, wie gelernt und tausendmal trainiert (derweil rettet ne Freundin von der DAV-Sektion tatsächlich einem Verschütteten das Leben, den sie von der Hütte ausbeobachtet hat, ausgraben und erfolgreich reanimieren kann), am Tag davor hatte ich bei dieser Prüfung noch die Bestzeit.
Hier klappt allerdings nix, die Werte springen wieder hin und her, die Richtungspfeile synchron dazu, klar ist nur, die Kollegen können schonmal graben, es ist wirklich Lawinenschnee und ne tiefe Verschüttung.
Jetzt ist definitiv nix mehr mit Ruhepuls, das ist HIIT.
Wir brauchen geschlagene 50Minuten, 'das Opfer' auszubuddeln, tot.
(Ok;- real gibts Wunder, bei der Verschüttungszeit aber eher nicht zu erwarten)
Die andre Gruppe mit dem zweiten Verschütteten war schneller, der Dummy lebt noch, aber die Bergrettung ist bei nem anderen Einsatz, wir müssen alleine klarkommen, der Landrettungsdienst wartet mit nem Rettungswagen an der Talstation.

Cut.
Die Skitour bei der Vorbereitung beinhaltete sowohl das Graben eines Schneeprofils wie auch den Bau eines Behelfsakjas aus Skiern, Schaufeln, Stöcken und Rucksack.
Da war ich nur nicht dabei.
Schneedeckentest kann ich, den Behelfsbau hab ich mir angeguckt, geht aber mit meinen Skiern nicht, daher hab ichs gar nicht ausprobiert.
Die Kollegen haben sich ohne Absprache mit der restlichen Gruppe ziemlich unkameradschaftlich selbst zu zweit vorbereitet, obwohl ich mehrmals nachgefragt hab und stets aufm Radar, dass die Frage mit dem Behelfsding komplett offen ist, nu stehen also die (vorallem, weil, die habens ja schonmal live gesehen) und ich (dass ich nicht dabeiwar, wird selbstverfreilich eher nicht als Entschuldigung akzeptiert) da und haben keine Ahnung, wie wir das Lawinenopfer die 500m zur Hütte runterbringen sollen.
Erste Versuche, irgendwas zusammenzuknoten schlagen peinlich fehl, meine konkrete Nachfrage, wer in der Vorbereitung dabeiwar und das kann, bringt nix (wie im Unterricht, wenn der Lehrer fragt und alle unter die Bänke rutschen, um nicht zu forsch die Nase in den Raum zu strecken), also ist MacGuyver gefragt.
Ich hab das mit dem Biwaksack mal gesehn (ihr erinnert euch), dachte nie und nimmer, dass das klappen kann, alleine, wir hatten keine andre Chance.
Und leider auch keinen wirklich robusten Biwaksack.
Aber: es gelingt, ich hab den Sack (damit dann auch bildlich) zugemacht.
Bingo!

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sybenwurz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2024, 08:27   #5453
Harm
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Benutzerbild von Harm
 
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Beiträge: 2.586
wenn ich alles richtig verstanden habe, muss man gratulieren!
Alles richtig gemacht!
Harm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2024, 08:35   #5454
sybenwurz
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sybenwurz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2024, 09:06   #5455
TriVet
Szenekenner
 
Benutzerbild von TriVet
 
Registriert seit: 25.05.2008
Ort: Kraichgau
Beiträge: 4.519
Glückwunsch!, bestanden ist bestanden.
TriVet ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.03.2024, 12:08   #5456
Guru
Szenekenner
 
Registriert seit: 29.10.2010
Beiträge: 806
Auch von mir herzlichen Glückwunsch
Das war ja schon beim Lesen nervenaufreibend. Super, dass es geklappt hat.
Guru ist offline   Mit Zitat antworten
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