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Alt 23.10.2020, 02:31   #16265
Klugschnacker
Arne Dyck
Triathlon TV-Sendung
Redaktion
 
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Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Freiburg
Beiträge: 18.483
Jedenfalls waren die beiden von Gott selbst beschrifteten Steintafeln jetzt zerschmettert. Wer wissen will, wie die Menschen nun zu den 10 Geboten kamen, braucht einfach nur in der Bibel den nächsten Absatz zu lesen (2. Mose 34, 10-29).
Da sprach der HERR: Hiermit schließe ich einen Bund: Vor deinem ganzen Volk werde ich Wunder wirken, wie sie auf der ganzen Erde und unter allen Völkern nie geschehen sind. Das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, wird die Taten des HERRN sehen; denn was ich mit dir vorhabe, wird Furcht erregen.

Bewahre, was ich dir heute auftrage! Siehe, ich vertreibe die Amoriter, Kanaaniter, Hetiter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter vor dir. Du hüte dich aber, mit den Bewohnern des Landes, in das du kommst, einen Bund zu schließen; sie könnten dir sonst zu einer Falle in deiner Mitte werden. Ihre Altäre sollt ihr vielmehr niederreißen, ihre Steinmale zerschlagen, ihre Kultpfähle umhauen. Du darfst dich nicht vor einem andern Gott niederwerfen. Denn der HERR, der Eifersüchtige ist sein Name, ein eifersüchtiger Gott ist er.

Hüte dich, einen Bund mit den Bewohnern des Landes zu schließen! Sonst werden sie dich einladen, wenn sie mit ihren Göttern Unzucht treiben und ihren Göttern Schlachtopfer darbringen, und du wirst von ihren Schlachtopfern essen. Du wirst von ihren Töchtern für deine Söhne Frauen nehmen; sie werden mit ihren Göttern Unzucht treiben und auch deine Söhne zur Unzucht mit ihren Göttern verführen.

Du sollst dir keine Götter aus Metall gießen. Du sollst das Fest der Ungesäuerten Brote halten. Im Monat Abib sollst du zur festgesetzten Zeit sieben Tage lang ungesäuertes Brot essen, wie ich es dir geboten habe. Denn im Monat Abib bist du aus Ägypten ausgezogen.

Das Erste, was den Mutterschoß durchbricht, jeder männliche Erstling beim Vieh, bei deinen Rindern und Schafen, gehört mir. Den Erstling vom Esel aber sollst du durch ein Schaf auslösen. Willst du ihn nicht auslösen, dann brich ihm das Genick! Jeden Erstgeborenen deiner Söhne musst du auslösen. Man soll vor mir nicht mit leeren Händen erscheinen.

Sechs Tage darfst du arbeiten, am siebten Tag sollst du ruhen; zur Zeit des Pflügens und des Erntens sollst du ruhen. Das Wochenfest sollst du für dich feiern mit den Erstlingsfrüchten von der Weizenernte und das Fest der Lese an der Jahreswende.

Dreimal im Jahr sollen alle deine Männer vor dem Antlitz des Herrn erscheinen, vor dem HERRN, Israels Gott. Wenn ich die Völker vor dir vertrieben und deine Grenzen weiter vorgeschoben habe, wird niemand in dein Land einfallen, während du dreimal im Jahr hinaufziehst, um vor dem HERRN, deinem Gott, zu erscheinen.

Beim Schlachten sollst du das Blut meines Opfers nicht über gesäuertes Brot fließen lassen und vom Schlachttier des Pessachfestes darf nichts bis zum Morgen liegen bleiben. Von den Erstlingsfrüchten deines Ackers sollst du die besten in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen. Das Junge einer Ziege sollst du nicht in der Milch seiner Mutter kochen.

Dann sprach der HERR zu Mose: Schreibe dir diese Worte auf! Denn diesen Worten gemäß schließe ich hiermit einen Bund mit dir und mit Israel. Mose blieb dort beim HERRN vierzig Tage und vierzig Nächte. Er aß kein Brot und trank kein Wasser. Er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die zehn Worte.

Als Mose vom Sinai herunterstieg, hatte er die beiden Tafeln des Bundeszeugnisses in der Hand.

Gott sagt hier, wie er sich den Bund mit den Menschen vorstellt. Zuerst nennt er seine wohl größte Sorge: Mit den Menschen, die zu überfallen er seinem Volk helfen wird, einen Bund zu schließen. Denn das könne dazu führen, dass mit deren Göttern Unzucht getrieben würde. Deshalb sei es wichtig, deren Heiligtümer zu zerstören. Was hat es damit auf sich? Ich habe noch nie jemanden gesehen, der mit einer Gottheit Unzucht getrieben hätte.

Danach folgen rituelle Vorschriften mit Rindern, Schafen und Eseln. Von gesäuertem Brot ist mehrfach die Rede, das scheint beim Bund zwischen Gott und seinem Volk eine bedeutende Rolle zu spielen. Ferner solle man eine junge Ziege nicht in der Milch seiner Mutter kochen.

Dann schrieb Gott erneut die 10 Gebote auf die Steintafeln, die Mose ihm mitgebracht hatte.

Aus heutiger Sicht wird man möglicherweise zu dem Urteil kommen, der Autor der obigen Zeilen müsse verrückt geworden sein. Hat man je einen dermaßen verwirrten mythologischen Text gelesen? Ich will gewiss niemanden verletzen. Doch eine Beschreibung des Bundes zwischen dem allmächtigen Schöpfer der Welt und seinem auserwählten Volk stellt man sich etwas tiefgründiger vor. Der Text ist jedoch derart einfältig, dass Ihr wohl nur mit Mühe geschafft habt, ihn vollständig durchzulesen.

Man stelle sich vor, man würde heute tatsächlich dem Schöpfer des Universums begegnen. Er sagt: "Schreibe mit, was ich Dir zu sagen habe!". Und dann sagt er, wir sollen uns keine Götter aus Metall gießen und das Junge einer Ziege nicht in der Milch seiner Mutter kochen? Das wäre doch total plemplem.

Wie ist das zu erklären?
Klugschnacker ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2020, 17:05   #16266
Rälph
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Registriert seit: 03.07.2009
Beiträge: 3.166
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Wie ist das zu erklären?
Religiöse Menschen werden vermutlich argumentieren, dass man diese Gebote erstens im zeitlichen Kontext und zweitens im übertragenen Sinne sehen muss.

So ganz aus dem Bauch heraus, könnte das goldene Kalb ein Symbol für Prunk und Verschwendung oder allgemein materielle Dinge sein.
Das Kälbchen in der Muttermilch steht vielleicht für eine gewisse Art von Respekt den Leistungen eines Muttertiers oder allgemein einer Mutter gegenüber. (Tatsächlich finde ich die Vorstellung, ein Tier in der Milch der eigenen Mutter zu kochen, auch irgendwie besonders pervers. Wobei ich Tiere zu kochen ohnehin nicht so nett finde.)

Letztlich handelt es sich nur um Regeln einer anscheinend eher einfach gestrickten Kultur und haben vielleicht auch gar keinen tieferen Sinn. Wenn z.B. schon der (göttliche) Hinweis notwendig ist, seine Notdurft nicht einfach so auf den Boden des Lagers zu verrichten, dann kann man sich leicht ausmalen, von welchen Voraussetzungen man hier ausgehen muss.
Rälph ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2020, 18:48   #16267
merz
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Registriert seit: 10.11.2006
Beiträge: 4.036
Die Passage mit dem Ziegenrezept ist Grundlage der koscheren Küche, heißt es, genauer der Küchenaufteilung (muss man mal gesehen haben, ist eindrucksvoll)

m.
merz ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2020, 18:59   #16268
qbz
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Registriert seit: 24.03.2008
Beiträge: 6.363
Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
.......
Hüte dich, einen Bund mit den Bewohnern des Landes zu schließen! Sonst werden sie dich einladen, wenn sie mit ihren Göttern Unzucht treiben und ihren Göttern Schlachtopfer darbringen, und du wirst von ihren Schlachtopfern essen. Du wirst von ihren Töchtern für deine Söhne Frauen nehmen; sie werden mit ihren Göttern Unzucht treiben und auch deine Söhne zur Unzucht mit ihren Göttern verführen.
.......
Ich vermute, das bedeutet: Wer mehreren Göttern bzw. fremden Göttern Tiere opfert, verhält sich wie eine Hure und betreibt Hurerei, Unzucht, weil die eheliche Treue und das Bringen von Schlachtopfern nur einem Gott gelten darf.
qbz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2020, 19:24   #16269
ziel
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Registriert seit: 01.02.2009
Ort: Nordschwarzwald
Beiträge: 399
Zitat:
Zitat von Rälph Beitrag anzeigen

Letztlich handelt es sich nur um Regeln einer anscheinend eher einfach gestrickten Kultur und haben vielleicht auch gar keinen tieferen Sinn. Wenn z.B. schon der (göttliche) Hinweis notwendig ist, seine Notdurft nicht einfach so auf den Boden des Lagers zu verrichten, dann kann man sich leicht ausmalen, von welchen Voraussetzungen man hier ausgehen muss.
Hallo Rälph,
da täuscht du dich ganz gewaltig. Das waren damals für das Volk Gottes um zu Überleben, entscheidende Anweisungen auf ihrer Wüstenwanderung.
Da die Menschen zur damaligen Zeit bestimmt keine ahnung von Hygiene und Bakterien hatten, war die Anweisung von Gott, seine Notdurft außerhalb des Lagers zu verrichten und sie sogar zu vergraben Überlebnsentscheidend.
So wurden sie vor Seuchen wie zb.Typhus, Cholera und Ruhr bewahrt.

Faszinierend finde ich auch, in dem zusammenhang. Wann das geschrieben wurde.
Ich denke, das 5. Buch Mose wurde ca. 1500v. Chr. geschrieben.
Damals war das Wissen also schon bekannt.

Noch bis ins 19. Jahundert sind in Militärlagern üblicherweise mehr Soldaten an Typhus, Cholera und Ruhr gestorben, als auf dem Schlachtfeld. Weil man nicht wusste, wie man korrekt mit dem Problem der Fäkalien umgehen sollte.

So finden sich noch einige fazinierende sachen in der Bibel, wenn man danach sucht.
(wie immer, meine persönliche Meinung)
Gruß Martin
ziel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2020, 19:53   #16270
LidlRacer
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Registriert seit: 01.02.2008
Beiträge: 14.777
Zitat:
Zitat von ziel Beitrag anzeigen
So wurden sie vor Seuchen wie zb.Typhus, Cholera und Ruhr bewahrt.
... die Gott selbst erschaffen hat.

Ah, hätte, wenn es ihn gäbe.
__________________
Unite behind the science!
Fahrrad for future!
LidlRacer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2020, 21:44   #16271
ziel
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Registriert seit: 01.02.2009
Ort: Nordschwarzwald
Beiträge: 399
Zitat:
Zitat von LidlRacer Beitrag anzeigen
... die Gott selbst erschaffen hat.

Ah, hätte, wenn es ihn gäbe.
Hallo Lidl
Jep.
Nach dem Sündenfall, den wir selbst verschuldet haben.
Kam Tod, Krankheit, Seuchen, Gewalt, Chaos verzweiflung.
Auch für Gottes Volk.
Für den überwigenden teil zumindest.

Für die, die sich an Gottes Gebote hielten, wurden zb. nicht Krank bzw. wurden geheilt.
Mussten aber irgendwann trotzdem Sterben.
Da gab es auch wieder, soweit ich weiß eine außnahme.
Das einer ohne zu sterben ind den Himmel kam.

Das mit Krankheit und heilung ist auch so eine sache, die man heute falsch verstehen kann. Das was im Alten Testament darüber geschrieben steht, gilt für Israel bzw Gottes Volk.
Diese hatten die Verheisungen.
Für uns Heiden, in der heutigen Zeit gilt das nicht mehr.
Gott kann Heilen, muss aber nicht.

Das Alte Testament, geht übrigens bis Apostelgeschichte 2. Die Ausgießung des Heiligen Geistes.

Alles davor ist noch Altes Testament und gilt überwiegend für Israel. Danach ab der Ausgießung des Heiligen Geistes geht das Heil zu uns Heiden. Und auch wir können nun gerettet werden.

Schöpfungs-ordnung. 1.Mose1- 2.Mose 19
Lehren für alle
Das Gesetz ist noch nicht da.

Mosaiesches Gesetz-Israel
2.Mose20-Ap.Geschichte1,26
Lehren für Israel und in den Evangelien Ap.Geschichte 1 zusätzlich teilweise für die Gemeinde bzw. Christen.
Das Gesetz ist voll gültig.

Ap.Geschichte2- Offenbarung11,18
Lehre für die Gemeinde bzw. Christen Ap.Geschichte2,42
Das Gesetz gilt nicht mehr für die Gemeinde bzw Gläubigen,sondern nur die Ungläubigen und Sündern.
Für die Gläubigen gilt jetzt:das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus.

Israel und das 1000jr Reich. Offenbarung11,19-20,15
Lehre für Israel und die Heiden. Das Gesetz gilt weiter für die Ungläubigen bzw. die Bewohner des 1000jr Reiches.

Die Ewigkeiten. Offenbarung21+22
Lehre für die Gemeinde und die Verlorenen. Das Gesetz wird nicht mehr erwähnt.

Nur so kurz zur Einordnung.
So wie ich, die Bibel verstehe.

Wie gesagt, meine Laienhafte sicht auf die Bibel
Gruß Martin
ziel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.10.2020, 21:58   #16272
Rälph
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Benutzerbild von Rälph
 
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Beiträge: 3.166
Zitat:
Zitat von ziel Beitrag anzeigen
Hallo Rälph,
da täuscht du dich ganz gewaltig. Das waren damals für das Volk Gottes um zu Überleben, entscheidende Anweisungen auf ihrer Wüstenwanderung.
Da die Menschen zur damaligen Zeit bestimmt keine ahnung von Hygiene und Bakterien hatten, war die Anweisung von Gott, seine Notdurft außerhalb des Lagers zu verrichten und sie sogar zu vergraben Überlebnsentscheidend.
So wurden sie vor Seuchen wie zb.Typhus, Cholera und Ruhr bewahrt.
Du hast mich missverstanden. Selbstverständlich sind diese Anweisungen, woher immer sie stammen mögen, sinnvoll. Es zeigt aber auch den damaligen Stand dieses Hirtenvolkes auf. Sie lebten offenbar auf sehr einfachem Niveau.
Glaubst du ernsthaft, dass beispielsweise die kultivierten Ägypter, aus deren Land die Juden angeblich geflohen sein sollen, ihre Wohnanlagen vollgekackt haben?
Rälph ist gerade online   Mit Zitat antworten
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