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Alt 02.06.2021, 10:20   #1
BananeToWin
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Registriert seit: 03.12.2015
Beiträge: 1.294
Training in Carbon-Schuhen

Hallo zusammen,

angeregt vom Superschuh-Thread kam bei mir die Frage auf, wie und in welchen Umfang ein Training mit den neuen Carbon-Schuhen wohl sinnvoll ist.

Dass die neuen Schuhe bei vielen ein paar sek pro km bringen scheint sich im Allgemeinen bestätigt zu haben. Bei gleicher Geschwindigkeit ist der Suaerstoffverbrauch etwas höher, der Impact auf die (Bein-)Muskulatur geringer. Im großen und ganzen vielleicht vergleichbar mit dem Neoprenanzug beim Schwimmen, der ja auch einige sek auf 100m bringt.
Trotzdem würden wohl die wenigsten empfehlen, das ganze Jahr nur im Neo zu schwimmen, weil damit Schwächen im Bewegungsablauf und der Muskulatur kaschiert werden und diese folglich nicht gezielt verbesser werden können.

Intuitiv würde man (zumindest ich) vermuten, dass sich die Situation mit den neuen Laufschuhen ähnlich darstellen könnte. Wer nur in Carbon-Schuhen läuft, dem fehlt irgendwann die Stützmuskulatur und der Bänder- und Sehnenapparat verliert seine laufspezifische Funktionalität. Folglich würde man die Schuhauswahl im Training handhaben wie beim Neo-Schwimmen: das grundlegende Training in normalen Schuhen, spezifische Einheiten in der Wettkampfvorbereitung in den Carbon-Schuhen.

Wie sind denn eure Gedanken dazu? Wie sind eure Erfahrung? Es gibt ja auch einige hier im Forum, die sehr viel auch in Carbon-Schuhen trainieren.
Also: Wie viele und welche Einheiten in normalen Schuhen, wie viele in Carbon-Schuhen?

Die Dekadenz-Problematik, ständig in 250 Euro teuren und nicht lange haltbaren Schuhe durch die Gegen zu latschen, sei an dieser Stelle mal zurück gestellt.

Freue mich über eure Gedanken und Erfahrungen zu diesem Thema.

Gruß,
Timo
__________________
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Alt 02.06.2021, 10:47   #2
dasgehtschneller
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Ort: Schweiz
Beiträge: 2.177
Zitat:
Zitat von BananeToWin Beitrag anzeigen

Die Dekadenz-Problematik, ständig in 250 Euro teuren und nicht lange haltbaren Schuhe durch die Gegen zu latschen, sei an dieser Stelle mal zurück gestellt.
Schade, das wollte ich grade als erstes ansprechen dass ich nicht unbedingt das Budget habe um so teure Schuhe mit minimaler Haltbarkeit massenhaft im Training zu verschleissen.

Ein paar Tempoläufe vor dem Hauptwettkampf würde ich ev. mit den Schuhen absolvieren, mehr geht nur mit Sponsor

Bei mir stellt sich die Frage grade nicht so akut weil ich mangels Wettkämpfen bisher darauf verzichtet habe solche Schuhe anzuschaffen
dasgehtschneller ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2021, 11:42   #3
iChris
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Registriert seit: 29.08.2013
Beiträge: 1.671
Zitat:
Zitat von dasgehtschneller Beitrag anzeigen
Schade, das wollte ich grade als erstes ansprechen dass ich nicht unbedingt das Budget habe um so teure Schuhe mit minimaler Haltbarkeit massenhaft im Training zu verschleissen.
Von den Super-Schuhen gibt es ja auch die Trainingsvariante (Beispiel der Tempo von Nike) den gibt es um 120-140 €

Zitat:
Zitat von BananeToWin Beitrag anzeigen
Intuitiv würde man (zumindest ich) vermuten, dass sich die Situation mit den neuen Laufschuhen ähnlich darstellen könnte. Wer nur in Carbon-Schuhen läuft, dem fehlt irgendwann die Stützmuskulatur und der Bänder- und Sehnenapparat verliert seine laufspezifische Funktionalität. Folglich würde man die Schuhauswahl im Training handhaben wie beim Neo-Schwimmen: das grundlegende Training in normalen Schuhen, spezifische Einheiten in der Wettkampfvorbereitung in den Carbon-Schuhen.
Ja aber auch da würde ich dem Körper etwas Gewöhnung geben und nicht direkt kurz vor dem Wettkampf anfangen super harte/lange Einheiten mit dem Carbonschuh zu machen. Ich bin der Meinung etwas Gewöhnung an die "Super-Schuhe" beugt in gewissem Maße Verletzungen vor.
iChris ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2021, 13:27   #4
Solution
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Registriert seit: 01.01.2018
Beiträge: 1.681
Zitat:
Zitat von BananeToWin Beitrag anzeigen
Die Dekadenz-Problematik, ständig in 250 Euro teuren und nicht lange haltbaren Schuhe durch die Gegen zu latschen, sei an dieser Stelle mal zurück gestellt.
Den Zoom Fly 3 bekommst du für die Hälfte.
Solution ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2021, 14:21   #5
thunderlips
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Registriert seit: 23.02.2012
Beiträge: 1.401
Meine Erfahrung, dass diese Schuhe, durch ihre Konstruktion auch andere Bereiche im Bewegungsapparat triggern. Daher bedarf es einem - sanft aufgebauten- Gewöhnungsprozess. Zudem kommt es natürlich immer auf die Einheit an sich an.

Also für Dauerlaufe nutze ich keine Carbonschuhe. Für kurze, Schnelle hatte Intervalle (auf der Bahn oder bergauf) auch nicht; aber eben für WK spezifische Einheiten (Longrun beim Marathon, lange Intervalle usw.).
Trainingsschuhe wie der Zoom Fly kommen dem Empfinden der WK Modelle reichlich nahe. Lediglich 1,2 keysessions vor dem WK bin ich bspw. dann im WK Modell gelaufen.

Dazu möchte ich aber auch einfach den Spaßfaktor erwähnen. Ich laufe einfach gerne schnell. Du fährst ne Scheibe oder dein WK Setup doch auch (ab und zu bis regelhaft) im Training.
thunderlips ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2021, 14:46   #6
Hafu
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Die schnellste Läuferin in Tulsa (Catrina Matthews; Marathon in 2:49h) läuft im Training nahezu nie Carbon-Schuhe.
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Alt 02.06.2021, 20:21   #7
Nole#01
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Ich laufe alle schnellen Sachen mit dem Zoom Fly. Gelegentlich auch Longruns etc. Alle lockeren Läufe mach ich mit normalen Schuhen. Für Wettkampf habe ich seit heuer den Vaporfly. Das ist für mich eine gute Mischung.

Früher hatte ich nach harten Einheiten mit den Rennschlappen oft tagelang richtig harte Waden. Seit ich mit den Nikes laufe ist das komplett verschwunden und müde Beine habe ich auch kaum noch.
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Alt 03.06.2021, 14:51   #8
BananeToWin
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Benutzerbild von BananeToWin
 
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Beiträge: 1.294
Danke euch schonmal für eure Antworten.

Zitat:
Zitat von Solution Beitrag anzeigen
Den Zoom Fly 3 bekommst du für die Hälfte.
Den habe ich mir jetzt mal bestellt. Bin mal gespannt, wie nahe der an das Laufgefühl der teuren Treter rankommt.

Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
Die schnellste Läuferin in Tulsa (Catrina Matthews; Marathon in 2:49h) läuft im Training nahezu nie Carbon-Schuhe.
Bin gespannt ob sich dieses Modell behaupten wird. Wenn ich mir die Trainingsvideos u.a. der Norweger oder Sanders anschaue, dann sehe ich die eigentlich bei den Key Sessions fast immer in den Wettkampfschuhen. Allerdings weiss ich nicht, inwieiweit das auch eher der Produktplatzierung geschuldet ist.


Zitat:
Zitat von Nole#01 Beitrag anzeigen
Ich laufe alle schnellen Sachen mit dem Zoom Fly. Gelegentlich auch Longruns etc. Alle lockeren Läufe mach ich mit normalen Schuhen. Für Wettkampf habe ich seit heuer den Vaporfly. Das ist für mich eine gute Mischung.

Früher hatte ich nach harten Einheiten mit den Rennschlappen oft tagelang richtig harte Waden. Seit ich mit den Nikes laufe ist das komplett verschwunden und müde Beine habe ich auch kaum noch.
Jetzt ist eben die entscheidende Frage: Ist es denn gut, dass du kaum noch müde Beine hast? Dann hast du vielleicht (mittelfristig) die Möglichkeit mehr und bessere Einheiten zu machen. Aber langfristig wäre es doch vorstellbar, dass dir dann eben auch die spezifische Belastung an den Bewegungsapparat fehlt und deine "Lauftechnik" darunter leidet. Natürlich ist das erstmal nur eine Spekulation, die man aktuell so noch nicht benatworten kann. Aber genau das wäre der Kern meiner Frage, ob das "müde Beine ade" eine gute oder langfristig doch eher schlechte Sache ist.
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