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Alt 27.06.2022, 11:13   #33
MattF
Szenekenner
 
Registriert seit: 27.04.2011
Beiträge: 8.031
Zitat:
Zitat von keko# Beitrag anzeigen
Ja, wir wissen alles längst und das seit vielen, vielen Jahren. Die Frage, die ich mir stelle, ist, ob wir als Gesellschaft für die nötigen Änderungen bereit sind.
Offensichtlich nicht.
MattF ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2022, 11:53   #34
Hafu
Szenekenner
 
Benutzerbild von Hafu
 
Registriert seit: 23.10.2006
Beiträge: 18.025
Zitat:
Zitat von keko# Beitrag anzeigen
...Die Frage, die ich mir stelle, ist, ob wir als Gesellschaft für die nötigen Änderungen bereit sind.
...
Zitat:
Zitat von MattF Beitrag anzeigen
Offensichtlich nicht.
"Wir als Gesellschaft" sind "auf freiwilliger Basis" sicher nicht bereit, gegen den Klimawandel anzukämpfen, sobald es unseren eigenen Lebensstil beeinflusst.

Wir würden auch auf freiwilliger Basis keine Mehrwertsteuer bezahlen, keine Einkommensteuer womit Schulen, Beamtenapparat, Hartz4, Militär und vieles mehr finanziert werden muss.

Die wenigsten würden in die Rentenversicherung oder in eine Krankenversicherung einzahlen, wenn es dafür nicht entsprechende Vorschriften gäbe, die aus freiwilligen Beiträgen Pflichtbeiträge machen würden.

Kaum jemand würde auf freiwillier Basis sich eine kostpielige Kläranlage in den Garten stellen, die verhindert, dass sich die in der eigenen Familie produzierten Fäkalien in den nächstgelegenen Bach oder Fluss ergießen. (vgl. das Beispiel von Mattf)

Das sind alles typische Beispiele, in denen es sich als sinnvoll erwiesen hat, wenn eine Politik mit ein wenig Weitsicht, dem einzelnen Verantwortung abnimmt und Regeln aufstellt, die zwar für den einzelnen unbequem sind, für die Gesellschaft als Ganzes nichtsdestoweniger sich als sinnvoll erwiesen haben.

Genauso ist es mit Verbrennungsmotoren und der privaten Co2-Produktion: auch da ist es höchste Zeit, dass die Politik genaue Regeln aufstellt, die verhindern, dass Klimaschutz nur noch das Privatvergnügen von ein paar grünen Spinnern, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe wird.
__________________
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Alt 27.06.2022, 12:01   #35
Steppison
Szenekenner
 
Registriert seit: 11.05.2008
Ort: Südniedersachsen
Beiträge: 1.175
Es herrscht an vielen Orten die Mentalität: ist nicht mein Geld, geht mich nichts an.

Ich mache auch im Supermarkt offene Kühlregale zu, oder die Türen nur so kurz auf wie notwendig. Das mache ich schon immer so und bringe es meinen Kindern bei. Andere Menschen ansprechen erzeugt immer negative Kommentare. Und dann machen sie es erst recht nicht. Da ist Trotz weit verbreitet.

Bei uns ist im Winter meist die ganze Wohnung um 20 C° beheizt, um auch dem Schimmel wenig Chancen zu geben, der schon mal da war und an verschiedenen Stellen im unsanierten Altbau der 60er Jahre auftritt. T-Shirt im Winter kenne ich nicht. Einige Eigentümer im Haus sind jetzt unruhig, weil sie befürchten, von ihren Pensionen nicht mehr die Gasrechnungen bezahlen zu können.

Um dem vorzubeugen und Energie im Schwimmbad im Winter einzusparen, haben wir uns ein Rudergerät am Wochenende zugelegt. Wem dann im Winter zu kalt ist, der kann sich warm rudern. Und der Raum wird dann auch noch aufgeheizt.

---

Die Türen stehen an den Geschäften immer offen, damit der gemeine Schlender-Einkäufer auch den Weg in das Geschäft findet. Quasi: oh guck da ist offen, da geh ich jetzt mein Geld ausgeben. Eindeutiges Indiz dafür, dass die Leute zu viel Zeit und Langeweile haben. Weniger shoppen und mehr Sport wird der Umwelt gutes tun. Müssen wir halt nur den Reifenabrieb reduzieren und unsere Räder 10 Jahre fahren, damit es noch klimapositiv bleibt.
__________________
"Lernen durch Schmerz"
Steppison ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2022, 12:10   #36
sybenwurz
triathlon-szene.de Autor
 
Benutzerbild von sybenwurz
 
Registriert seit: 05.01.2007
Ort: Puy la Clavette
Beiträge: 36.511
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
...auch da ist es höchste Zeit, dass die Politik genaue Regeln aufstellt, die verhindern, dass Klimaschutz nur noch das Privatvergnügen von ein paar grünen Spinnern, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe wird.
Naja, ich korrigiere mal:
Da wäre es vor 25Jahren allerhöchste Zeit gewesen...
Mittlerweile bin ich überzeugt, können wir noch ein wenig am Ergebnis feilen, gross was dran ändern, dass sich die Reise sehr zu Ungunsten der Menschheit entwickeln wird, werden wir nicht mehr.

Der Fred hier zeigt ja wie einige andere hervorragend die Ironie der Situation auf, wie selbst einfachste Massnahmen, die keinem wirklich wehtäten abgelehnt werden.
Obs darum geht, die Töle zum Kacken mitm Auto hinzukarren, dass der Opi den Motor (und damit halt auch die Klimaanlage) abstellte, während Mutti beim Einkaufen ist (überhaupt erst mitm Auto hinzufahren, wo die gleiche Visage mit überlegener Miene am Wochenende das Ebike hervorholt für irgendn Ausritt über die Waldautobahn), oder halt die Tür zuzumachen um nicht im Sommer die Atmosphäre zu kühlen und im Winter aufzuheizen.
Ja, klar isses vielleicht einladender, wenn die Türe offen steht falls jemand daherkommt und unentschlossen ist.
Wenn aber halt gar keiner mehr da ist zum Kommen, isses nu mal eben auch kagge.
__________________
Wie weiß die Singerei?
sybenwurz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2022, 12:13   #37
sybenwurz
triathlon-szene.de Autor
 
Benutzerbild von sybenwurz
 
Registriert seit: 05.01.2007
Ort: Puy la Clavette
Beiträge: 36.511
Zitat:
Zitat von Steppison Beitrag anzeigen
Quasi: oh guck da ist offen, da geh ich jetzt mein Geld ausgeben.
Ironischerweise hat der Gasladen gar keine Türe, sondern schickt die Rechnung per Post.

Und ein hier vielen bekannter Herr hat unsern Bayern-Söder jüngst offensiv drauf hingewiesen, dass Atomkraftwerke kein Gas produzieren.
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Wie weiß die Singerei?
sybenwurz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2022, 12:21   #38
Hafu
Szenekenner
 
Benutzerbild von Hafu
 
Registriert seit: 23.10.2006
Beiträge: 18.025
Zitat:
Zitat von sybenwurz Beitrag anzeigen
Naja, ich korrigiere mal:
Da wäre es vor 25Jahren allerhöchste Zeit gewesen...
Mittlerweile bin ich überzeugt, können wir noch ein wenig am Ergebnis feilen, gross was dran ändern, dass sich die Reise sehr zu Ungunsten der Menschheit entwickeln wird, werden wir nicht mehr.
...
Ich vertraue bei so einem komplexen Thema eher auf die Wissenschaft als mir eine eigene exklusive Meinung zu erlauben.
Natürlich wäre es viel besser gewesen mit der ernsthaften Decarbonisierung unseres Lebensstils schon vor 25 Jahren anzufangen, aber da es für die Menschheit einen großen Unterschied macht, ob die Temperatur in den nächten Jahrzehnten nur um 1,5° oder sogar um drei oder vier Grad Celsius ansteigt ist es auch jetzt keineswegs zu spät zu agieren bzw. die richtigen Politiker und Parteien zu wählen, die die als notwendig erachteten und großteils unpopulären Maßnahmen in praktische ordnungspolitik umsetzen.

Die aktuell abartig hohen Gas- und Ölpreise sind für die anstehende Decarbonisierung eher hilfreich, reichen aber alleine natürlich nicht aus.
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Alt 27.06.2022, 12:26   #39
keko#
Szenekenner
 
Benutzerbild von keko#
 
Registriert seit: 06.11.2015
Beiträge: 14.996
Zitat:
Zitat von Hafu Beitrag anzeigen
"Wir als Gesellschaft" sind "auf freiwilliger Basis" sicher nicht bereit, gegen den Klimawandel anzukämpfen, sobald es unseren eigenen Lebensstil beeinflusst.

...

Genauso ist es mit Verbrennungsmotoren und der privaten Co2-Produktion: auch da ist es höchste Zeit, dass die Politik genaue Regeln aufstellt, die verhindern, dass Klimaschutz nur noch das Privatvergnügen von ein paar grünen Spinnern, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe wird.
Jeder halbwegs gerade aus denkende Menschen versteht, dass es nicht ohne Regeln und Vorschriften geht und der Kampf gegen den Klimawandel nicht ohne diese gehen wird. Zur Not muss man eben dem einen oder anderen nachhelfen.

Aus meiner Sicht wird es letztendlich aber gesellschaftlich nur funktionieren, wenn diese sozialverträglich sind.
keko# ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.06.2022, 12:46   #40
MattF
Szenekenner
 
Registriert seit: 27.04.2011
Beiträge: 8.031
Zitat:
Zitat von keko# Beitrag anzeigen

Aus meiner Sicht wird es letztendlich aber gesellschaftlich nur funktionieren, wenn diese sozialverträglich sind.

Das Problem ist, dass Sozialversträglichkeit bei uns immer nur über Arbeit definiert wird, bzw. Arbeit und Verdienst aus Arbeit, die Stellschrauben sind, um Menschen von der Armut fern zu halten oder dort raus zu holen.

Das große Dilemma insbesondere der SPD.

Wir brauchen viel Arbeit damit die Armen weniger arm sind, das bedeutet aber wir müssen viel produzieren, das bedeutet aber es entsteht viel Umweltverschmutzung ....
MattF ist offline   Mit Zitat antworten
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