Es ist technisch interessant, wenn man sich klar macht, welche Hebelkräfte da wirken. Allein die Gewichtskraft eines Rotorblattes in der 3-Uhr-Stellung auf seine Befestigung. Einmal pro Umdrehung wechselt die Belastung womöglich von Druck auf Zug. Gewiss ein Alptraum für die Konstrukteure.
Oder wenn eines der drei Rotorblätter in der 12-Uhr-Stellung ist, 300 Meter über dem Boden. Wenn es dort oben etwas mehr Winddruck hat als die beiden anderen Blätter, dann fängt das ganze Windrad an zu schwingen. Ich will mir gar nicht vorstellen, was man als Ingenieur alles veranstalten muss, damit sich das Windrad nicht früher oder später aus seiner Verankerung rüttelt.
Naja, die Bolzen an der Blattwurzel sind natürlich so vorgespannt, dass die immer auf Zug belastet sind und nie durch die Nulllage gehen. Die Gurte, also das hauptlasttragende Element , sind natürlich auf in allen möglich Modi belastet, also nicvt nur Druck und Zug, sondern auch Torsion Die, die Erfahrung haben, können das mittlerweile recht gut berechnen, das Problem sind eher die Fertigungstoleranzen, diese wiederum in sinnvollen Sicherheitsfaktoren im Design abzubilden etc. und der ökonomische Druck, es möglichst billig hinzubekommen.
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Wenn Ihr alle die Zeit, die Ihr hier im Forum vertüdelt, fürs Training nutzen würdet...
Es ist technisch interessant, wenn man sich klar macht, welche Hebelkräfte da wirken. Allein die Gewichtskraft eines Rotorblattes in der 3-Uhr-Stellung auf seine Befestigung. Einmal pro Umdrehung wechselt die Belastung womöglich von Druck auf Zug. Gewiss ein Alptraum für die Konstrukteure.
Das ist nicht wirklich ein Alptraum, das ist Mathe und Physik. Da kommt am Schluß ne Wandstärke raus, die muss man bauen oder andere Materialien benutzen um die Wandstärke wieder dünner zu bekommen.
Schwingungsuntersuchungen an Verbrennungsmotoren stell ich mir schwieriger vor.
Das sind alles Sachen was Ingenieur (teilweise aus andere Bereichen) seit Jahrzehnten beherrschen.
Es ist beeindruckend das sagte ich ja auch schon, aber sicher kein Alptraum. Wir Ingenieure sind da zu rational zu
....Die 236 steht für den Rotorduchmesser in Metern. Da kann man sich die Länge eines Rotorblatts in etwa ausrechnen, der Nabendurchmesser beträgt in etwa 5m. Das Blatt ist also ein 115m langes monolithisches Bauteil. Das zu bauen, zu handhaben, am Turm zu befestigen... ist vorsichtig gesagt nicht trivial.
.... Mich ärgert immer ein bisschen, dass die Medien sowas nicht faszinierender darstellen können als es in Fussbalfelder oder Haushalte umzurechnen. Wer von unseren Kindern soll denn noch MINT-Fächer studieren, wenn selbst solche Superlative kein Augenblitzen mehr hervorrufen?
wow Danke! und ich habe dazu in den "Meanstreammedien" (kleiner Insider hier) nichts gelesen, stimme zu: das rechtfertigt sowas wie ein "Unboxing" als Livesendung mindestens auf Phoenix