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Alt 21.02.2011, 12:02   #23
bellamartha
Szenekenner
 
Benutzerbild von bellamartha
 
Registriert seit: 30.05.2010
Beiträge: 5.406
Ein bisschen Normalität...

... und dann doch wieder nicht.
Das hätte das Motto des gestrigen Tages sein können. Am morgen war ich mit meiner Freundin zum Laufen verabredet. Fast wie "früher", denn das letzte Mal sind wir vor fast einem Jahr zusammen gelaufen. Jetzt passte es, weil sie nach Krankheit etwas kürzer und langsamer laufen sollte und ich gestern meine erste "lange" Laufeinheit nach dem Bandscheibenvorfall machen wollte: ganze 1,5 Stunden. Es sind fünf Minuten mehr geworden, dafür konnte ich einmal um den ganzen See traben, hurra! Und habe mich dabei fast gefühlt wie eine Läuferin. Es war schön und ich habe mal wieder gemerkt, dass ich im Herzen immer Läuferin geblieben bin, so viel Spaß wie mir Triathlon auch machte und da vor allem das Schwimmen. Es fühle sich so richtig an, so normal, so wie immer, nur langsamer. Da wurde ich dann auch traurig, weil ich in Zukunft nur noch solche Um-den-See- oder Durch-den-Wald-Trab-Aktionen machen werde. Aber ich sollte nicht undankbar sein. Immer, wenn ich mal was im MS Forum nachlese, denke ich, dass ich mich so glücklich schätzen kann, weil ich darüber klagen kann, dass ich keinen Leistungssport mehr machen soll. Luxusprobleme für viele dort, die froh wären, ein paar Hundert Meter am Stück laufen zu können. Dann wird mir immer Angst und Bange.
Am Nachmittag hatte ich gestern dann beschlossen, die Ratschläge der Ärzte ein Stück weit zu ignorieren und mit dem Liebsten in die Sauna zu gehen. Nach mehr als sechs Monaten zum ersten Mal. Die erhoffte Entspannung brachte es nicht. Ich ging zwei Mal in die Sauna, die nur ca. 65° C warm ist, dachte, dass das vielleicht OK sei, aber auch hier wird einem nach einer Weile doch recht warm und ich konnte nicht entspannen, weil ich Angst hatte, dass es nicht gesund ist. So habe ich mich dann zwei Stunden schlafen gelegt und werde meine restlichen Sauna-Eintrittskarten verschenken. Auch das macht mich traurig, wir sind immer so gerne hin gegangen. Zumal ich ja auch nicht mehr heiß baden soll.
Worum ging's hier eigentlich noch mal? Ach ja, ums Schwimmen!
Schwimmen war ich brav und am Samstag war es mal wieder erheiternd. Samstags hat mein Rentner-Bad ja geschlossen, weshalb ich dann ins Leistungszentrum muss. Schon beim Reinkommen sah ich, dass zwei Bahnen für die Fischlein gesperrt waren, also die Leistungsschwimmer aus dem Olympia-Stützpunkt und der Essener Startgemeinschaft. Diesmal waren die Fischlein ca. 16-19 Jahre alt, schätze ich. Ich sollte nach dem Einschwimmen 3x200 m und 2x400m schwimmen, mit Paddles und Druck, so wollte es der Trainer. Ich habe mich ordentlich angestrengt und dachte ich sehe nicht richtig, in welchem Tempo die Fischlein an mir vorbei schossen! Es war unfassbar! Männlein wie Weiblein zogen in atemberaubender Geschwindigkeit und schönster Eleganz an mir vorbei. Als ich die 400er schwamm, machten sie Beinschlagtraining und bei den männlichen Fischlein konnte ich - mich mächtig anstrengend - gerade mal mithalten. Und das, obwohl sie - damit es nicht zu leicht ist, wie mir ihr Trainer erklärte - Schwämme hinter sich herziehen, die sich vollsauen und schwer sind. Als ich aus dem Wasser ging, fragte ich den Trainer, ob das denn wenigstens die besten seien, die da so schwimmen als ob sie nicht von dieser Welt wären. Ja, es waren die Besten. Schön anzusehen, aber auch ein bisschen ernüchternd.
Mit Interesse lese ich die Beiträge vom/über das SiFi Schwimmtreffen und frage mich, ob ich da nächstes Jahr wohl auch mal hinkommen kann, weil ich Spaß daran hätte, andere Schwimmfans zu treffen.
Dieser Tage will ich mich nach einem Schwimmverein erkundigen, denn Triathlonverein ist jetzt ja nicht mehr so ganz sinnvoll. Obwohl ich mir noch nicht vorstellen kann, da auszutreten, denn ich bin schon seit fast 20 Jahren Mitglied.
Ich wünsche euch eine schöne Woche.
Sonnige Grüße aus Essen, J.
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