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Thema: PTO-Ranking
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Alt 30.06.2021, 23:07   #7
Hafu
Szenekenner
 
Benutzerbild von Hafu
 
Registriert seit: 24.10.2006
Beiträge: 16.798
Zitat:
Zitat von Stefan Beitrag anzeigen
HaFu,
schreibe doch den Radde an. Wenn er kein Feedback wollte, dann würde er nicht "I’d love to hear how you think I can improve my analysis and predictions – please send me an email!" schreiben.
Stefan
Ich hatte mit der Eröffnung dieses Threads durchaus im Hintergrund, dass Radde, den ich grundsätzlich sehr schätze, hier evt. mitliest und vielleicht auch ein paar Dinge näher erklärt, die zu verstehen ich mich im Augenblick schwer tue.

Grunsätzlich würde ich mich als Datennerd einstufen, der liebend gerne Ergebnislisten wälzt und der sich auch oft auf Trirating.com herumtreibt mit den dortigen Seedings und Rennanalysen.

Vielleicht schaffen wir es hier auch innerhalb des Forums ein paar Gedanken untereinander auszutauschen, wie man mehr Transparenz und eine besser nachvollziehbare Vergleichbarkeit in das System bringen kann

Der Grundgedanken des Ratings, dass eine weltmeisterliche Leistung mit 100 Punkten bewertet werden soll (und entsprechend langsamere Leistungen dementsprechend mit weniger Punkten) macht ja Sinn. Der Teufel steckt aber im Detail. Für den Ironman in Tulsa bekamm z.B. Patrick Lange 109 Punkte, was übersetzt bedeutet, dass eine Frodeno in Weltmeisterschaftsform in Tulsa um mehrere Minuten gegen Lange das Nachsehen gehabt hätte und etwa zeitgleich mit Jan van Berkel, nämlich mit einer 100-Punkte-Leistung ins Ziel gekommen wäre.
Das ist doch (auch als virtuell konstruiertes Beispiel) ein eher sehr unwahrscheinliches Szenario.

Ein anderes Beispiel: Thomas Steger hat für Challenge Riccione 88 Punkte bekommen, für die rein sportlich betrachtet höher zu bewertende Leistung am Walchsee (immerhin offizielle Europameisterschaft und damit für die meisten gemeldeten Profis ein A-Rennen) aber nur 80 Punkte, obwohl der Halbmarathon am Walchsee wegen Höhenmetern und Schotterabschnitten deutlich schwerer/ ist als in Riccione (und Steger trotzdem nachezu genauso schnell zu Fuß war) und das Schwimmen bei Steger 2 Minuten schneller war.

Auch für Steger ist die Qualifikation für Team Europe trotz exzellenter Leistungen in 2021 (immerhin hat er zweimal Sebi Kienle geschlagen) aufgrund der Rangliste faktisch nicht mehr möglich.

Tendenziell werden die Rennen in Australien und Neuseeland, die pandemiebedingt ohne internationale Konkurrenz ausgetragen werden seit Monaten extrem hoch bepunktet, was im Ergebnis dazu führt, dass eine Teresa Adam mittlerweile die Ironman-Weltmeisterin Anne Haug überholt hat und dementsprechend am Jahresende eine extrem hohe Endprämie zu erwarten hat, während z.B. eine Immogen Symmonds, die in St.Pölten nur um Sekunden gegen Haug verloren hatte, gerade mal auf Rang 23 geführt wird.
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