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Alt 05.10.2012, 12:14   #516
sbechtel
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Benutzerbild von sbechtel
 
Registriert seit: 11.10.2010
Ort: Darmstadt-Eberstadt / Bruchköbel
Beiträge: 3.694
Es wird eine Paleoernährung so dargestellt, als ob es um exzessive Fleischorgien geht. Falsch. Wie ja selbst in der Kritik angesprochen, gibt es, genau so wie es die absoluten Fleischfresser (Inuit), auch das absolute Gegenteil, z.B. die !Kung. Und man kann auch eine Paleoernährung durchführen und sich daran orientieren. Ich wurde in gewisser Weise von Goeff Bond geprägt und mache das daher auch so. Dann kommt es, dass ich meine 400g Hack-Portion auf 3 Tage verteile. Und wo ist jetzt das Problem? Ich würde meinen, dass ich mit Paleoernährung weniger tierische Nahrungsmittel konsumiere, als der durchschnittliche Deutsche, und das, obwohl ich eigentlich ein Vielfraß bin,

Außerdem sticht es ja richtig hervor dass hier Sachen nicht verstanden werden wollen oder verdreht werden. Ein Beispiel ist die tierische Grundlage. Ich habe noch keinen Paleo-Vertreter gesehen, der abstreiten würde, dass die Steinzeitmenschen am liebsten Innereien, Knochenmark usw. gegessen habe. Trotzdem entspricht das (in großen Teilen) einfach nicht der Kultur, in die wir heute reinwachsen und das Nahrungsangebot ist auch darauf nicht ausgerichtet. Deshalb findet man wohl kaum in einer Paleo-Einkaufsliste größere Mengen Knochenmark und Co. Trotzdem streitet keiner ab, dass das gegessen wurde. In unserer heutigen Emulation der Steinzeiternährung ziehen wir daraus dann z.B. den Schluss, irgendwie anders an Omega-3 zu kommen usw.

Dann ein weiterer Punkt z.B. die Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Wenn maßgebliche Teile der Menschheit auf (Bestandteile von) Lebensmitteln reagieren, kann es keine geeignete Nahrung für den Menschen per se sein und damit auch nicht als gesund gelten. Das diese Reaktionen bei manchen Menschen ausbleiben, macht für mich aus diesen Lebensmitteln noch lange keine guten! Und nur weil man nicht Laktoseintollerant ist, heißt das noch lange nicht, dass man Milch gut verträgt. Untersuchungen, die zeigen, dass Kuhhormone bis in unser Blut gelangen und dort Entzündungen verursachen, gibt es bereits. Reagiere ich darauf allergisch? Nein! Passiert das trotzdem, wenn ich doch Laktose aufspalten kann? Ja! Und überhaupt, viele Vertragen Milch bestimmt schlechter, als sie denken. Als ich mit Paleoernährung angefangen habe, konnte ich mich auch nicht so recht von Milchprodukten und insbesondere meinem Magerquark trennen. Nachdem sich die Fakten für mich gegen die Milch verdichteten, habe ich eine Milchkarrenz eingelegt und was ist, wenn ich jetzt wieder Magerquark esse? Ich sondere Gase ab wie ein Auspuff. Der Körper findet sich mit dem ab, womit er seit Beginn an konfrontiert wird und wir merken gar nicht mehr direkt, wenn wir Nahrungsmittel nicht vertragen. Erst wenn der Körper eine Chance gibt und befreit wird, setzt er sich wieder so richtig zur Wehr, um sich davor zu schützen.

Ein Fazit: Ansätze sind mitunter nachvollziehbar und diskutabel, aber unterm Strich kann man auch hier wieder sagen, dass jemand nicht versteht oder aber die Fakten verdreht. Ich hoffe auf erstes, glaube aber letzteres.
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Zitat:
Zitat von captain hook Beitrag anzeigen
Heute wird ja schon zum Bikefitter gerannt, bevor man überhaupt weiß, wie man ne Kurbel im Kreis dreht.
sbechtel ist offline