Zitat:
Zitat von Pascal
...A) der Tod Bin Ladens
B) die gezielte Unterstützung aller derzeit im Nahen und Fernen Osten knospenden Demokratiebewegungen
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Stimme dir vollkommen zu, aber B schließt doch A nicht aus. Die Position Mubaraks in Ägypten wurde entscheidend geschwächt, als sich Obama öffentlich gegen ihn wandte (man könnte auch antiamerikanisch argumentieren, dass die USA einen langjährigen Verbündeten fallen gelassen hat). Möglicherweise auch deshalb hat später sich das ägyptische Militär eindeutig auf die Seite der Demokratiebewegung positioniert, was die relative friedliche Revolution in Ägypten letzten Endes erst ermöglicht hat.
Andererseits ist Demokratie allein keinesfalls ein Garant für stabile politische Verhältnisse und Wohlstand: Die Hamas, die von der EU und den USA als terroristische Organisation eingestuft wird, wurde 2007 in den palästinensischen Autonomiegebieten in im Prinzip korrekt ablaufenden Wahlen mit absoluter Mehrheit gewählt und auch am Anfang der Entwicklung des Irans von der Schah-Diktatur zur islamistischen Gottesrepublik standen demokratische Wahlen (mittlerweile verdienen die wahlen dort natürlich nicht mehr diese Bezeichnung).