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Thema: Burn-out
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Alt 02.07.2010, 10:28   #209
Klugschnacker
Arne Dyck
triathlon-szene
Coach
 
Benutzerbild von Klugschnacker
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Freiburg
Beiträge: 24.939
Zitat:
Zitat von massi Beitrag anzeigen
Mir ist das Thema gestern beim Radfahren noch lange im Kopf rum geschwirrt. Für mich bleibt am Schluss die Frage;

Warum sind die Leute die wirklich was leisten müssen nie "ausgebrannt"?
Hat jemand schon davon gehört, dass die allein erziehende Mutter mit 3 Kindern und 2 Jobs ein "Börnaut" kriegt und mal 3 Monate Pause macht?
Wie sieht's aus mit der Generation eurer Grossmütter? 30, 40 oder noch mehr Jahre am Stück gearbeitet. Aus Trümmern eine Wirtschaftsmacht erschaffen! Burnout? Fehlanzeige!

Mal ehrlich (aber unpopulär, ich weiss); Burnout passiert immer nur denen, die den Hals nicht vollkriegen. Wer unbedingt den grösseren SUV als der Nachbar fahren muss und alles tut um bei "den Leuten" gut angesehen zu sein, der fällt früher oder später um.

Wer wirklich um seine Existenz kämpft, der weiss wofür er morgens aufsteht!

massi
Das ist nicht richtig. Das Burn-out-Syndrom wurde in erster Linie eine Krankheit der helfenden Berufe bekannt. Betroffen sind vor allem soziale Berufe und nicht die Börsenmakler. Es geht also typischerweise NICHT um eine Überlastung aufgrund von materiellem Gewinnstreben.

Das Syndrom ist bei allein erziehenden Müttern genauso anzutreffen wie in der Generation unserer Eltern und Großeltern. Bei letzteren wurde es nicht thematisiert, da man in dieser Generation Fleiß und Arbeit für einen Wert an sich hielt.

---

Die Argumentation mit dem "Luxusproblem" halte ich für falsch und ziemlich platt. In gleicher Weise könnte man auch den Alkoholismus und das Drogenproblem bei vielen Mitmenschen abtun, nach dem Motto "Wer hart genug arbeitet hat keine Zeit zum Saufen" oder "Man muss halt wissen, wann man genug hat" oder "Gehe mal auf eine Kinderkrebsstation, dann weißt Du, was hart ist und Mitgefühl verdient".

Alle diese Krankheiten und Fehlverhalten muss man im Kontext unserer Gesellschaft sehen. Jeder Betroffene ist zu einem Teil selbst an den Problemen schuld, zum Teil ist es auch die Gesellschaft, die Zwänge und Möglichkeiten schafft. Man springt zu kurz, wenn man nur die eine oder andere Seite des Problems zu sehen bereit ist.

Grüße,
Arne
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