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Mittwoch morgen kurz vor 6 Uhr...
Die Nacht war mal wieder um 1:40 Uhr zu ende und ich sitze seitdem hier in meinem Wohnwagen und komme nicht zur Ruhe.
Draußen eine sternenklare, kalte Nacht und auch hier drin ist es nicht besonders gemütlich obwohl die Heizung so vor sich hin bollert..
Gestern Mittag hab ich meinen Krempel gepackt und bin hier hoch nach Wesel, ich brauche einfach einen Tapetenwechsel und Abstand von den ganz alltäglichen Schwierigkeiten und Problemen daheim.
Ich bin ja ein Flüchter, immer auf dem Sprung weg von mir , meinen Gedanken, Ängsten und Nöten.
Ein Wanderer zwischen der grauen Realität da draußen und meiner kleinen, dunklen Welt.
Den Ohren geht es wieder gut , aber dafür hat mich mein verdammter Kopf wieder fest im Griff.
Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit geben sich mal wieder die Klinke in die Hand, irgenwie drehe ich mich im Kreis und suche den Ausweg aus dieser mich zerfressenden Gedankenfalle, aber ich kann diese verdammte Tür einfach nicht finden...
Mein Leben und das dazugehörige Training erscheinen mir wieder so sinnlos und lächerlich, trotz gelegentlicher Ausbruchsversuche lande ich doch immer wieder in diesem Sumpf aus Trübsal und Depression.
Habe seit 3 tagen kaum etwas gegessen, hab einfach keinen Hunger.
Da ich ja auch nicht trainiere hab ich es ja auch nicht verdient oder nötig zu essen.
Und wenn ich so an mir runter gucke ist es auch nicht weiter schlimm das ich mich momentan fast ausschließlich von Kaffee und Kippen ernähre...
Gestern wollte ich eigentlich nach meiner Ankunft hier ein bißchen laufen oder zumindest am Rhein spazieren gehen, aber der Tag lief wieder wie so oft einfach an mir vorbei.
Ich gucke mir irgenwie selber von außen zu, mein Tag läuft ab wie ein Film auf einer großen Leinwand im Kino, nur das ich der einzige Zuschauer bin.
Die Woche steht wohl unter keinem so guten Stern, sorry....
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