Die Grafik stellte natürlich die Produktivitätsentwicklung in den letzen Jahrzehnten dar.
Wer etwas mehr substantielle Hintergrundinformationen möchte, lese den 5 Jahre alten detailierten Artikel dieser Statistiker über die relevanten Grössen für die Renten in den nächsten Jahrzehnten und wie diese in der öffentlichen politischen Darstellung mit Absicht komplett verzerrt dargestellt werden. (Im Hintergrund wartet IMHO bekanntlich die Finanzindustrie, aktuell inform von Merz und Blackrock, mit offenen Händen). Letzteres nennt der wissenschaftliche Artikel im Makroskop, einer ökonomischen Zeitschrift, nicht, er beschäftigt sich allein mit den statistischen substantiellen Zahlen.
Demografie und Rente. Das Bild des Alterns als Horrorgemälde. Von Gerd Bosbach und Klaus Bingler. | 22. Januar 2022
Zitat:
"Ziehen wir die Konsequenz aus diesen Fakten, so stellen wir fest, dass die deutsche Gesellschaft im vergangenen Jahrhundert viel größere demografische Entwicklungen verkraftet hat, als dies für die Zukunft erwartet wird. Und das wurde begleitet von einem massiven Wachstum des Wohlstands für alle und einem kräftigen Auf- und Ausbau der Sozialsysteme, bei gleichzeitiger massiver Verkürzung von Arbeitszeiten. Die Lebensarbeitszeit verringerte sich von früher 14 bis 70 auf heute ungefähr 20 bis 65 Jahre; der Jahresarbeitszeit von etwa 50 Wochen auf heute ungefähr 46; der Wochenarbeitszeit von ca. 60 auf ca. 40 Stunden heute.[7]
Der Umstand, dass die Bevölkerung massiv gealtert ist und weniger Kinder geboren wurden, erzwang im letzten Jahrhundert also mitnichten einen Abbau sozialer Leistungen oder die heute oft geforderten längeren Arbeitszeiten. Der Grund dafür, dass unsere Gesellschaft diese Entwicklungen so gut verkraften konnte, liegt in bestimmten und bestimmenden ökonomischen Faktoren, auf die weiter unten näher einzugehen ist."
|