Juppheidi.
Letztes Vorbereitungswochenende vor der Prüfung.
Wie schon mal angeschnitten, kommt ab etwa dem dritten WE n bissl Flow rein, das letzte Wochenende habense dann kurzfristig wieder verlegt, weil, obwohl man ja nur ein Jahr Zeit hatte (wer sich erinnert, letztes Jahr habense den kompoletten Kurs ebenso kurzfristig gradmal abgesagt, dabei aber gelobt, dasses ja dieses Jahr ganz besonders toll dann werde und hundertpro stattfände), keine Ausbilder/Dozenten gefunden wurden, daher durften wir an die Stätte des dritten Wochenendes zurückkehren;- aber eben mit genauso viel Theoriekram.
Endlich kam nu auch die Reanimation dran, da gibts dann ja immer n bissl auf Puppen rumzudrücken und reinzupusten, davon abgesehen wars aber mitm Praktischen wieder mau wie bisher.
Also Flow in allen Ehren, das gluternde Fünkchen Lot, äh, Hoffnung beschränkt sich mittlerweile bei mir darauf, dass Bergwacht-relevante Themen in der Prüfung drankommen, keine grosse Diagnosen verlangt werden und man nur Mechanisches versorgen muss und gucken, dass halt Sauerstoff ins Hirn kommt oder bleibt und ansonsten der Kunde oder auch Patient zügig in die Klinik kommt.
Damit werd ich ausreichend bedient sein;- nehmen wir direkt das Beispiel Reanimation, da geht die Mär, dasse einen, wenn man im Eifer des Gefechts vergessen sollte, per Funk nen Notarzt und ne Mannschaft zum Abtransport nachzuordern, einfach mal so lang drücken lassen, bis es einem einfällt.
Aussen vor, sich gleich auf die Puppe zu stürzen wie im Übungsraum und direkt draufloszudrücken ohne gross noch zu gucken, ob Atmung (Puls wird nicht geprüft in dem Moment) da ist, dann ist das Spiel eh schon vorbei.
Oder sie lassen einen drüber stolpern, dass man zwar zwecks gebotener Eile nen Heli angefordert, aber keinen Landeplatz für den präpariert und abgesperrt hat (unabhängig davon, dass die real eh landen, wo es ihnen am besten erscheint, ebenso wie wir real, zumindest bei uns im Dienstgebiet, gar keinen Notarzt anfordern müssen, weil der sowieso eh mit am Start ist).
Naja, wie auch immer: ich bin mittlerweile erfüllt von ner ziemlichen Gleichgültigkeit, gepaart damit, dass mir einige Mitstreiter ziemlich aufn Zeiger gehn, so dass ich keine Ahnung hab, mit wem zusammen ich eig. die Prüfung machen wollte.
Bei Fäissbuck zeigts mir, wieso auch immer, dauernd Hemden an mit der Aufschrifft 'Mir reichts, ich geh Wandern!', genau das war daher das Programm am Freitag.
Ich hab relativ spontan in der Pension angerufen, ob ich Freitag schon kommen könne, hätte ansonsten halt im Bus gepennt und bin nach Mittagessen ab in die Rhön.
Hervorragende Idee!
Anschliessend Quartiernahme und upsi, wassn datten?
Die haben tatsächlich n Doppelzimmer wie ne Gefängniszelle, wobei, gut, da kenn ich mich glücklicherweise nicht so gut aus, denk aber, eventuell habense dort doch nen Sichtschutz um unbehelligt wenigstens kacken zu können.
Also, der erste Schritt Samstagmorgen war, meinen Zimmergenossen auszuladen und auch die zweite Nacht als Einzelbelegung im DZ zu buchen...
Sachen gibts.
Nu gabs aber erstmal ein vorzügliches Abendmahl, Anreise per Bike.
Schice, war das kalt! Das Temprameter im Auto zeigte am nächsten Morgen als Tiefsttemperatur über Nacht -6°C an, aufm Bike aufm Heimweg fühlt es sich, und zwar nicht nur wegem Windchill, nochmal deutlich eisiger an.
Zumal ich keine Bikeklamotten dabeihatte, nur halt so in der normalen Hose und Anorak unterwegs war.
Hier hatte es bisher ja immer so um die 10-15°C auch im November, mit n paar Ausreisern vielleicht mal auf 7°C;- das sind halt saftige 10°C mehr, die du gewohnt bist.
Aaaldn, hab ich gefroren!
