Ich entschuldige mich vorab, falls ich euch mit der neu gewählten Schlagzahl überfordern sollte.
Ich glaubs aber nicht, hab mal quergelesen, was ich die letzten Tage so verpasst hab, Wesentliches ist ja eher nicht passiert und die üblichen Zwistigkeiten der üblichen Protagonisten in den üblichen (Streit-)Themen in Gesellschaft & Soziales plätschern immer noch so belanglos und zäh vor sich hin, dass es mich nichtmal in Momenten akuter Langeweile so richtig reisst, irgendwas nachlesen zu wollen.
Jo, nach vier Nächten mit Stöpseln in den Ohren war der Nachtlagerplatz neberm Fluss, der die ganze Nacht über die akustische Oberhand hatte, die goldrichtige Wahl.
Nix gegen Hüttenromantik (wobei, wie erwähnt, die letzte Nacht auf der Neuen Regensburger diesbezüglich nix hergab), aber nach vier Nächten in Folge iss dann auch mal wieder gut.
Ich hatte mal wieder göttlich geschlafen, ein supernes aufm Campingkocher geschmurgeltes Frühstück im Ranzen und war geil drauf, nach Arco zu kommen.
Drei Stunden später wars soweit, ich im Hotel eingecheckt, die Karre mit nem Parkschein ver-, und die Kollegen aus Regensburg wiedergesehen.
Was mir mit meiner insgesamt ellenlangen Anreise immer wieder nicht bewusst ist, die Brüder fahren auch gute 6Stunden, also viel nahmen wir uns für diesen ersten Tag und Nachmittag nimmer vor.
Wie sich im Nachhinein manifestierte, hatten wir aber so viele Ideen für Klettergebiete zusammengetragen, dass wir ausschliesslich Spots besuchten, wo wir (gemeinsam) zuvor noch nie waren.
Ok,- für mich als Dauergast wars insofern doof, ich kannte das meiste, aber dennoch wars mal wieder ne endgeile Zeit.
Am späten Nachmittag, als die Sonne nimmer so brannte, gingen sich noch n paar Routen in fussläufiger Entfernung aus.
Vorteil: aufm Rückweg kamen wir an unserm Stammrestaurant vorbei und konnten fürn Abend direkt reservieren (dort dringend notwendig, vorallem mit mehr als zwo Leuten).
Die guten Vorsätze vom vergangenen Jahr, es so zu machen wie da, jeden Abend mal was neues auszuprobieren, waren bereits lange vergessen, hahaha...
Ins Programm des folgenden Tages fügte ich mich erst nach etwas Widerstand, weil man zwar tolle Bilder machen kann, die Kletterei aber total fad ist, unter einem die östliche Uferstrasse tobt und man nur extrem bescheiden parken kann und hunderte oder tausende Meter quasi auf dieser ordentlich befahrenen Uferstrasse ohne eigentlich wirkliche Auswahl, auf welcher Seite man geht, hinmarschieren muss, quasi mitm Totenhemd an.
Aber was willste machen;- je höher du raufsteigst, umso ruhiger wirds, nur wenn am wolkenlosen Himmel dann die Sonne über die Platte steigt, wirds so, wie man sichs als Bestandteil einer Grillplatte vorstellt.
Aber gut, wie gesagt: man kann gute Bilder machen. Platte mit, Platte ohne, Panaroma, einfach immer n bissl gucken, dass der depperte Strommast am Top nicht mit drauf ist oder die Uferstrasse.
Und da sichs Restaurant auf der anderen Flussseite wie das Hotel befindet, gehn sich allabendlich recht zünftige Bilder mit Abendstimmung auf der Sarcabrücke aus.
Klingt vielleicht etwas kitschig, aber das allein rechtfertigt die äusserst ätzende Schinderei der Anreise.
Naja, obwohl: das und der abendliche Besuch in unsrer Stammbar auf nen Drink oder zwei.