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@crazy hat meiner Meinung nach vieles Wichtige erwähnt:
Es macht sicherlich einen großen Unterschied in der Vorbereitung, ob der Ultra 50km oder 100Meilen umfasst - je länger die Strecke, umso mehr geht es darum, durchzukommen, je geduldiger muß man in der ersten Hälfte sein und desto wichtiger werden die Dinge, die gar nicht so berechenbar sind: das Umgehen mit Erschöpfung/Wetter/Dunkelheit/Ernährung/Material/Füße/ ….
Man steht an der Startlinie, ist super fit und muß bei den langen Rennen sehr bremsen, um das Ganze gut einzuteilen.
Glaube bei den langen Strecken kommt es weniger auf unendlich viele Vorbereitungskilometer an, sondern auf den Gesamttrainingsumfang und es ist aufgrund der orthopädischen Belastung nicht unüblich, auch Radkilometer/Sakting/Skitouren … zu machen. Die Kombination aus verschiedenen Dsiziplinen kann meiner Meinung nach die Lust auch steigern, genau, wie Trainingsorte zu wechseln.
Ich selbst bin eigentlich nie mehr als 60Kilometer in der Woche gelaufen, aber ergänzend noch recht viel geradelt und habe versucht möglichst viele Höhenmeter reinzupacken.
Intervalle: je länger die Strecke, desto unwichtiger werden sie (meine Meinung). Absolviert man viele Höhenmeter, auch im steilen Gelände, ist man automatisch in höheren Bereichen unterwegs und der ein oder andere Mountainbiker, den es einzuholen gilt, sorgt auch für kleine Zwischenintervalle. Sonst haben sich wohl 30s/30s Intervalle aus physiologischen Gründen sehr bewährt.
… und Technik, Technik, Technik: wo Crazy geschrieben hat, unbedingt viel im technischen Gelände unterwegs sein, insbesondere im Downhill, man sollte auch nach vielen Stunden sich im technischen Gelände noch wohlfühlen, sonst verbrät man sehr schnell extrem viel Energie.
Empfehlenswert der Podcast mit Scott Johnston und Kilian Jornet - anfangs ein bisschen Geplänkel, dann wird es sehr interessant: evokecast - #10 Kilian Jornet on individualization of training
Die beiden haben auch ein sehr umfassendes Buch zum Thema geschrieben: The uphill athlete.
@su.pa: das mit den fehlenden Höhenmetern (und wahrscheinlich auch technischen Strecken) ist mühsam, vielleicht mal nach Tom Evans googleln, war Dritter beim UTMB 2022 und hat in seiner Umgebung wohl keinen Hügel, der 130m überschreitet.
Felö
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