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Wattberechnungen sind immer fehleranfällig. Auch Wattaufzeichnungen auf Strava können ungenau sein. Diese Fehleranfälligkeit macht aber nur wenige Prozent aus und zum Anderen sind dennoch Vergleiche der Athleten untereinander möglich. Diese Vergleiche der Athleten heuer weisen enorme Zeit- und damit Leistungsunterschiede auf, speziell an den Anstiegen, wo jeder am Limit gefahren ist, am Col de Granon, am kurzen Anstieg nach Mende und nach Hautacam. Vergleiche sind auch mit gefahrenen Zeiten aus anderen Jahren möglich, wobei hier wiederum die Vorbelastung, die klimatischen Bedingungen, der Wind, der Rennverlauf und das Material einen Einfluss nehmen.
Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren kann man festhalten, dass wir heuer in Summe bei der Tour Leistungen gesehen haben, wie seit Jahren nicht.
Doping ist auch nicht gleich Doping. Die Vorstellung, dass in einem gedopten Peloton die Leistungsunterschiede aller gleich bleiben und sich lediglich nach oben verschieben, ist naiv. Aussagen wie "ich habe niemanden betrogen" sind, nun ja, mindestens kindisch.
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