Zitat:
Zitat von El Stupido
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Gute Darstellung (Danke für den Link

).
Die Heparin-induzierte Throbozytämie (im med. Sprachgebrauch mit HIT abgekürzt) ist bei Behandlung mit Heparin gar nicht so selten.
Die meisten unserer Patienten bekommen ja Heparin wegen gerade stattgehabter Operation und pro Jahr finden wir sicher (alleine in meinem örthopädischen Bereich) zwei bis drei Patienten mit HIT. Allerdings sind das meist Zufallsbefunde im Labor und ich kann mich an keinen Patienten mit dadurch hervorgerufenen Einblutungen erinnern.
Sobald man das im Routinelabor erkennt, werden die Bauchspritzen abgesetzt und ülicherweise bessert sich dann die Thrombozytenzahl innerhalb von einigen Wochen wieder.
An eine Sinusvenenthrombose wegen HIT kann ich mich gar nicht erinnern.
Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass es nach der Astra-Zenece durchaus häufiger zu unerkannten Blutbildveränderungen kommt und die vom Paul-Ehrlich-Institut berichteten 7 Fälle mit massiven Symptomen nur die sichtbare Spitze des Eisberges darstellen.
Wie ich ja gestern schonmal geschrieben habe: man erkennt oft nur die Nebenwirkungen, mit denen man insgeheim rechnet und nach denen man ggf auch sucht.